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Beitrag 1 - 10 von 10
Beitrag vom 24.06.2018 - 10:23 Uhr
UserMHalblaub
User (380 Beiträge)
Also zwei zusätzliche nicht gerade leichte Tanks für Sauerstoff und Wasserstoff? Bei U-Booten werden Brennstoffzellen eingesetzt aber das ist das Gewicht nicht ganz so problematisch.

Gerade bei U-Booten versucht man von Wasserstoff weg zu kommen und anstatt direkt Methanol oder Synthesegas aus Diesel zu verwenden. Dabei entsteht auch Kohlendioxid - CO2. Es gibt schon kommerzielle DirektMethanolbrennstoffzellen für den privaten Nutzer: efoy.

Wieviel CO2 entsteht bei der Produktion von Wasserstoff und Sauerstoff?

Eine Brenstoffzellenanwendung im Flugzeug sollte mit dem übliche Kerosin auskommen.
Beitrag vom 24.06.2018 - 10:48 Uhr
UserFlyTweety
User (166 Beiträge)
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, seit 60 Jahren "forscht" GM an der Brennstoffzelle, bis heute gibt es keine 100% praxistaugliche Lösung?
Wie viele andere Technologien gibt es noch, die in dieser wahnsinnig langen Zeit nichts als Prototypen hervorgebracht hat, ausser vielleicht der Fusionsreaktor?
Oder anders gefragt, wieviel Lobbyarbeit war nötig, um den Ingenieursgeist und die Gelder so knallhart zu bremsen...
Beitrag vom 24.06.2018 - 15:20 Uhr
UserCobalt
User (36 Beiträge)
Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen, seit 60 Jahren "forscht" GM an der Brennstoffzelle, bis heute gibt es keine 100% praxistaugliche Lösung?
Wie viele andere Technologien gibt es noch, die in dieser wahnsinnig langen Zeit nichts als Prototypen hervorgebracht hat, ausser vielleicht der Fusionsreaktor?
Oder anders gefragt, wieviel Lobbyarbeit war nötig, um den Ingenieursgeist und die Gelder so knallhart zu bremsen...

Garnicht mal soviel, man hat einfach die Ideologie der angewandten Wissenschaft aus den USA übernommen und schon wars das mit der Grundlagenforschung.
Ist nicht so das man das nicht besser wüsste aber ich habe manchmal den Eindruck das es einigen gestörten ostdeutschen Politikern garnicht um das Wohl ihres Landes geht.

Ein grundsätzliches Problem ist auch das viele Forschungsgesellschaften unter dem Deckmantel der Kostenersparnis zu einigen wenigen zusammengeschlossen werden auf die die Politik so viel besser Einfluss nehmen kann.
Wie schlecht das ist hat schon die Energiesparlampe gezeigt und das wird auch das Akku-Flugzeug/ Auto noch zeigen.

@MHalblaub: Bei U-Booten ist das eine ganz andere Sache: da wird der Wasserstoff nicht verflüssigt/ unter Druck gespeichert sondern in Metallhydrid Speichern also chemisch gebunden an eine Art Trägerstruktur ähnlich wie bei einem Akku nur das der Energieträger Lithium bei gleichem Energiegehalt eben siebenmal so schwer ist wie Wasserstoff.
So etwas ähnliches will man auch bei den Feststoffakkus erreichen also kannst du dir vorstellen welches geringes Entwicklungspotential die Akkus haben.

Bei der Brennstoffzelle wo der Wasserstoff verflüssigt und/oder unter Druck gespeichert wird (also ohnehin schon viel leicht ist) man viel optimieren: Tanks, Leitungen/ Ventile etc., Brennstoffzelle.
2/3 Punkten sind schon mal Kernkompetenz der deutschen Industrie und die Zelle hat mit künftigen Graphen Membranen schon eine äußerst hohe Effizienz.
Beitrag vom 24.06.2018 - 16:28 Uhr
UserMHalblaub
User (380 Beiträge)

Bei der Brennstoffzelle wo der Wasserstoff verflüssigt und/oder unter Druck gespeichert wird (also ohnehin schon viel leicht ist) man viel optimieren: Tanks, Leitungen/ Ventile etc., Brennstoffzelle.

Wenn Wasserstoff an einem Träger angelagert wird, wie aktuell bei den deutschen U-Boote, dann hat man das große Problem, dass Wasserstoff extrem flüchtig ist. Entweder schwere Tanks oder hohe Verluste.

Dann sollte man an jedem Flughafen die APU nachtanken können. Darin sehe ich das Hauptproblem.
Beitrag vom 25.06.2018 - 01:14 Uhr
UserCobalt
User (36 Beiträge)
@MHalblaub
Ja das ist ein großes Problem aber laut Wiki ist das schon gelöst.
Ist auch durchaus möglich da man Kunststoffe sehr dicht machen kann und die Verluste per Überdruckventil durch sich erhitzenden Wasserstoff schätze ich mal (bei guter Isolierung und regelmäßiger Entnahme) vernachlässigbar klein ein.

Wiegesagt Drucktanks sind Kernkompetenz der dt. Industrie also wird man da über die Zeit vermutlich gute bis perfekte Lösungen entwickeln.
Beitrag vom 25.06.2018 - 02:49 Uhr
Userstevewonda
User (34 Beiträge)
Brennstoffzellen funktionieren nur mit einem chemischen Katalysator!

Bei der Brennstoffzelle ist der Katalysator Platin!
Bei Daimler Benz benötigte man für die ersten voll funktionsfähigen Zellen Platin für etwa 15k Euro. Damit war zwar eine technische Machbarkeit gegeben, aber keine wirtschaftliche Lösung.
Daimler hat angeblich die Menge Platin um den Faktor 100 reduziert. Damit wird dann wohl jetzt auch eine wirtschaftliche Machbarkeit gegeben sein.

Übrigens sind die Jungs von Liebherr und GM nicht die einzigen die in dem Bereich forschen.
Airbus ist seit etwa 10 Jahren dran. Beim DLR fliegen auch schon Prototypen.

Was Tanks angeht dürfte es kein Problem geben. Gibt für Autos entsprechende Gasdichte CFK bzw. GFK Tanks. Und ob man alle Leitungen und Ventile aus Kunststoff bauen muss, denke ich ist fraglich.
Beitrag vom 25.06.2018 - 11:36 Uhr
UserFW 190
User (931 Beiträge)
Also zwei zusätzliche nicht gerade leichte Tanks für Sauerstoff und Wasserstoff? Bei U-Booten werden Brennstoffzellen eingesetzt aber das ist das Gewicht nicht ganz so problematisch.

Wieviel CO2 entsteht bei der Produktion von Wasserstoff und Sauerstoff?


Warum Sauerstoff mitnehmen, auch in 11.000m Höhe gibt es noch Sauerstoff, zwar nur mit einem Viertel des Druckes gegenüber auf NN aber er ist vorhanden.

Wenn man aus Wasser H2 macht, entsteht nur H2 und O2. Wasser enthält keinen Stickstoff, demzufolge kann auch kein CO2 entstehen. Brennstoffzellen ganz ohne Platin sind schon 2016 vorgestellt worden, bald sollten sie einsatzreif sein.

 https://www.analytik-news.de/Presse/2016/55.html
Beitrag vom 25.06.2018 - 14:19 Uhr
UserNur_ein_Y_PAX
User (179 Beiträge)

Wenn man aus Wasser H2 macht, entsteht nur H2 und O2. Wasser enthält keinen Stickstoff, demzufolge kann auch kein CO2 entstehen.

Bei der eigentlichen Elektrolyse nicht, aber woher kommt der Strom?. Je nach Quelle entsteht dort CO2.

"Das Verfahren ergibt energiewirtschaftlich nur dann einen Sinn, wenn auch der erzeugte reine Sauerstoff verwendet werden kann und nicht einfach an die Luft abgegeben wird."
 https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserstoffherstellung#Elektrolyse_von_Wasser
Und ob es tatsächlich energietechnisch Sinnvoller ist?
Beitrag vom 25.06.2018 - 15:18 Uhr
UserCobalt
User (36 Beiträge)
Also C ist schonmal kein Stickstoff.

Wasserstoff entsteht übrigens massenweise als Nebenprodukt in der chemischen Industrie, nicht genug für alle natürlich aber für APUs wird es schon reichen.

Gibt es über den jährlichen Treibstoffverbrauch von APUs eigentlich eine Erhebung?
Beitrag vom 25.06.2018 - 18:39 Uhr
UserFW 190
User (931 Beiträge)
Also C ist schonmal kein Stickstoff.

Das war eine Fehlleistung meinerseits. Einen Moment war ich unkonzentriert.

Natürlich ist C Kohlenstoff und N Stickstoff. NOx und CO2 sind Nebenprodukte bei der Verbrennung. Der Stickstoff der Luft ist für die Brennstoffzelle eher hinderlich und reiner Sauerstoff, mit geführt, würde dann sicher erhebliche Vorteile haben worauf ja auch @Nur_ein_Y_ Pax schon hingewiesen hat.