Beitrag vom 20.10.2025 - 23:55 Uhr
Da hoffen wir für alle Beteiligte das Beste: eine ukrainische Drohne hat sich im bulgarischen Luftraum verflogen bei der Abwehr von feindlichen Marschflugkörpern.
Beitrag vom 21.10.2025 - 02:46 Uhr
Ich bin mir nicht sicher, ob wir das hoffen sollten. Denn es würde vermutlich aus einem kontrollierten authoritären Staat mit Atomwaffen einen undkontrollierten anarchistischen "Staat" mit Atomwaffen machen. Wie es mit Machtvakuum aussieht, hat Russland ja schon mal erlebt und darunter gelitten, was u.a. erst den jetzigen Präsidenten so stark gemacht hat. Ob man es glaubt oder nicht. Schlimmer geht immer.
Beitrag vom 21.10.2025 - 10:02 Uhr
Wie es mit Machtvakuum aussieht, hat Russland ja schon mal erlebt und darunter gelitten, was u.a. erst den jetzigen Präsidenten so stark gemacht hat. Ob man es glaubt oder nicht. Schlimmer geht immer.
Es mag zwar für Moskau schlimm werden aber nach dem Sturz der Sowjetunion haben sich viele glückliche Staaten gebildet. Dazu zählen die baltischen Staaten aber auch die zentralasiatischen Staaten wie Kasachstan oder Usbekistan. Es ist überfällig, dass das Fürstentum Moskau seine Kolonien östlich des Urals in die Freiheit entlässt.
Die alte Mär vom Chaos, wenn dem kleinen Zaren etwas passiert. Von wem glauben Sie stammt diese?
Beitrag vom 21.10.2025 - 12:39 Uhr
Die alte Mär vom Chaos, wenn dem kleinen Zaren etwas passiert. Von wem glauben Sie stammt diese?
Irgendwann wird dieser Zeitpunkt kommen, entweder weil das Machtsystem sich wie in der Weltgeschichte fast jedes von innen heraus zersetzt oder weil Putin seine biologische Lebensgrenze erreicht. Die Zeit danach wird sehr wahrscheinlich erst einmal ein Machtvakuum entstehen lassen und das ist bei einer Atommacht im derzeitigen Ausnahmezustand auf jeden Fall ein Grund zur Beunruhigung.
Zurück zum Thema, unabhängig von der Sinnfrage: ich kann mir nicht vorstellen, dass man eine Maschine mit dem russischen Präsidenten an Bord so einfach durch eine Drohne vom Himmel holen kann.
Beitrag vom 21.10.2025 - 12:55 Uhr
Die alte Mär vom Chaos, wenn dem kleinen Zaren etwas passiert. Von wem glauben Sie stammt diese?
Es gibt in Russland keine starke oder einheitliche "Reihe 2" einer Regierung und keine starke strukturelle Machtverteilung.
Die faktische Macht konzentriert sich hauptsächlich in einer Person. Mitglieder der Regierung und Minister werden per Dekret vom Präsidenten berufen und abberufen. Auch Parteien spielen bei der faktischen Machtverteilung keine große Rolle. Die Staatsduma hat mittlerweile ebenfalls eher symbolischen Charakter.
Was bleibt sind Institutionen wie der FSB, die Armee und frei drehende Warlords wie Kadyrow.
Ein russischer Putsch und/oder Bürgerkrieg wäre in der Situation eine naheliegende Möglichkeit. Wer die Kontrolle über welche russischen Atomwaffen hat, wenn der Staub sich gelegt hat, wäre dann offen.
Also die "Mär vom Chaos" hat scheinbar einen ziemlich soliden Kern...
Beitrag vom 21.10.2025 - 13:54 Uhr
Man merkt, dass hier viele dem ÖRR zum Opfer gefallen sind.
Können wir bitte wieder über etwas Fliegendes sprechen?
Beitrag vom 21.10.2025 - 17:29 Uhr
Moin,
ich hoffe, dass es richtig viele Demonstrationen in Budapest gibt, damit die 3 mehr oder minder Diktatoren keine so schöne Bilder in Alaska haben.
Eine Schande, dass der kleine Orban so die EU brüskiert und die EU als total zerstrittenen Haufen dastehen lässt.
Ich hoffe, an dem Tag zeigen die Ungarn auf der Straße, dass sie in der EU sind.
Gruß,
Jochen
Beitrag vom 21.10.2025 - 21:04 Uhr
Ach herrjeh, wir haben einen Verschwörungstheoretiker im Verlauf. Es gibt hier Leute, die im Gegensatz zu vielen Journalisten des besagten ÖRR aber auch im Gegensatz zu den meisten Kritikern an diesem, schon in Russland waren und Land und Leute kennen lernen durften. Zudem sind diese auch in einem Alter und bei gesundem Erinnerungsvermögen um zu wissen, was passiert ist nach dem Zusammenbruch von Diktaturen ...
Beispiele?
- Libyen nach 2011 ein bis heute anhaltener Bürgerkrieg mit ortsweise kompletten Zusammenbruch staatlicher STrukturen.
- Irak nach 2008
- Somalia seit 1991 bis heute nach dem Sturz von Siad Barre
- Ägypten nach 2011 (untergrabene Demokratie von Militär und religiösen Kräften)
- und was Russland angeht nach dem Zerfall der UdSSR mit Jelzin, Oligarchen und Co. war auch eine schwarze Zeit in der Geschichte. Übrigens ein Grund, warum Putin im Land relativ beliebt ist, weil er der Korruption eine Struktur gegeben hat.
@Jochen Hansen
So sehr mir das als Kind Europas schmerzt, aber die Mittel der Demokratien ziehen ja nicht und ohne heftige Unterstützung durch die USA und Europa würde die Landkarte in auch anders aussehen. Wie heißt das Sprichwort: Lieber ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende. Ich kenne die Region, jedoch mehr von der russischen Seite aus. Ohne einen Krieg rechtfertigen zu wollen, nicht alle waren in der Ukraine glücklich und auch dort gab es Gewalt gegen eine in einigen Regionen russische Mehrheit. Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß. Umso trauriger ist es, dass die Lösung vermutlich nur durch starke Persönlichkeiten herbeigeführt werden kann.
Beitrag vom 21.10.2025 - 22:24 Uhr
Ach herrjeh, wir haben einen Verschwörungstheoretiker im Verlauf. Es gibt hier Leute, die im Gegensatz zu vielen Journalisten des besagten ÖRR aber auch im Gegensatz zu den meisten Kritikern an diesem, schon in Russland waren und Land und Leute kennen lernen durften. Zudem sind diese auch in einem Alter und bei gesundem Erinnerungsvermögen um zu wissen, was passiert ist nach dem Zusammenbruch von Diktaturen ...
Beispiele?
- Libyen nach 2011 ein bis heute anhaltener Bürgerkrieg mit ortsweise kompletten Zusammenbruch staatlicher STrukturen.
- Irak nach 2008
- Somalia seit 1991 bis heute nach dem Sturz von Siad Barre
- Ägypten nach 2011 (untergrabene Demokratie von Militär und religiösen Kräften)
- und was Russland angeht nach dem Zerfall der UdSSR mit Jelzin, Oligarchen und Co. war auch eine schwarze Zeit in der Geschichte. Übrigens ein Grund, warum Putin im Land relativ beliebt ist, weil er der Korruption eine Struktur gegeben hat.
@Jochen Hansen
So sehr mir das als Kind Europas schmerzt, aber die Mittel der Demokratien ziehen ja nicht und ohne heftige Unterstützung durch die USA und Europa würde die Landkarte in auch anders aussehen. Wie heißt das Sprichwort: Lieber ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende. Ich kenne die Region, jedoch mehr von der russischen Seite aus. Ohne einen Krieg rechtfertigen zu wollen, nicht alle waren in der Ukraine glücklich und auch dort gab es Gewalt gegen eine in einigen Regionen russische Mehrheit. Die Welt ist nicht nur schwarz und weiß. Umso trauriger ist es, dass die Lösung vermutlich nur durch starke Persönlichkeiten herbeigeführt werden kann.
Moin,
Offtopic: Ich war mehrmals in der Ukraine, ich gebe ihnen recht, für jemanden in Charkiv oder dem Donnbass war bis 2022 nicht Kiev der Maßstab, sondern Moskau.
Aber diese Meinung hat sich geändert und man kann nur hoffen, dass die Russen zur Vernunft kommen und merken, wenn sie weiter investieren, stellen sie selbst ihre Zukunft auf Spiel. Ich denke, die Zeit spielt eher für die tapferen Ukrainer, da kann Wladimir Wladimirowitsch behaupten, was er will.
Das Ausleben des Glücksritters im Weißen Haus muss man bis zu den Mid Terms einfach überstehen.
Gruß,
Jochen