Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Cockpit-Vorstand unterbricht Verhand...

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Beitrag vom 24.07.2020 - 15:04 Uhr
Userbilligheimer
User (2 Beiträge)
"Sorry, wenn ich frage: Was passiert am 31.07.2020?"

Bis zum 31.07.20 haben sich die VC und ihre Tarifkommissionen Zeit gegeben um intern zu beraten. Idealerweise ohne Leaks an die Presse und Kommentare von Leuten, die meinen, von aussen alles beurteilen zu können.
Beitrag vom 24.07.2020 - 15:21 Uhr
User2ndSEG
User (154 Beiträge)
Sorry, wenn ich frage: Was passiert am 31.07.2020?
Da wird es abends dunkel.
Ansonsten: Keine Ahnung, vielleicht endet die Kurzarbeit im Cockpit und Kündigungen sind dann möglich. So wie bei den Vorbild-Carriern in den USA und sonstwo. Oder hansen hat Geburtstag. Oder mal wieder Weltuntergang. Oder neue Corona Welle. Oder irgendwas anderes und hansen hat es vergessen.

@100-58: Vielen Dank für diese geistreiche Antwort. Hoffentlich bleibt für Sie am Abend des 31.07. dann noch genügend Restlicht übrig ;-)

@billigheimer: Vielen Dank für die sachliche Antwort.
Beitrag vom 24.07.2020 - 15:40 Uhr
User100-58
User (495 Beiträge)
Hoffentlich bleibt für Sie am Abend des 31.07. dann noch genügend Restlicht übrig ;-)
Na wenigstens hatten Sie Ihren Spaß ...
31. 07. ist ja auch schon bald.
Beitrag vom 24.07.2020 - 20:39 Uhr
Userhansen
User (50 Beiträge)
finde es halt schade, dass ein insider in dem artikel zitiert wird aber mit keiner silbe der 31.07. angesprochen wird. dann würde man wahrscheinlich das reisserische aus dem artikel nehmen, wenn man erfahren würde das es quasi erstmal nur eine pause ist.
Beitrag vom 24.07.2020 - 22:48 Uhr
UserFW 190
User (1569 Beiträge)

Bei anderen Berufsgruppen hat der Beitrag zur Überwindung der Krise längst geklappt (Flugbegleiter)

Bei EINER anderen Berufsgruppe.
Von VERDI hört man so gar nichts...

Doch, heute um 10:35 ein Interview bei SPON mit Frau Behle:

 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-aufsichtsraetin-zum-stellenabbau-in-so-einer-situation-ergeben-streiks-keinen-sinn-a-244377a8-8176-4c99-b9b2-5029ca0a21f1#

" In so einer Situation ergeben Streiks keinen Sinn Welcher Beschäftigte würde sich jetzt dafür entscheiden, die Arbeit niederzulegen?" oder
" Sie sich mal vor: Ein Arbeitnehmer gibt für zwei Jahre 20 Prozent seines Gehalts ab und bekommt als Dank danach trotzdem die Kündigung. Am Ende bekommt er sogar weniger Arbeitslosengeld. Das geht nicht. "

Und bei UFO soll es noch eine Urabstimmung geben, also durch sind die auch noch nicht

Dieser Beitrag wurde am 24.07.2020 22:51 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.07.2020 - 10:58 Uhr
Usercontrail55
User (1945 Beiträge)
Danke für den Link.
Das Interview beschreibt sehr gut das Dilemma. Auf der einen Seite beschwert sich Frau Behle über den Eingriff der EU in den Markt, durch die Abgabe von Slots der LHG, auf der anderen Seite kämpft sie dafür, die Arbeitnehmer vor genau diesem freien Markt und seinen Variablen zu schützen. Nicht alles darf auf die MA abgewälzt werden, auch die Zulieferer usw. müssen ihren Teil beitragen. Wo holen die es denn her? Senken die ihre Kosten, weil sie einfach weniger für ihre Betriebskosten zahlen? Natürlich werden die es auch an ihre Mitarbeiter durchreichen.
Die MA sollen üppig am Wachstum und möglichen Gewinnen partizipieren, aber die Risiken, die damit verbunden sind soll jemand anderes tragen? Das wird nicht klappen.
Es ist auch das Risiko des MA wenn er durch Gehaltsverzicht pokert, dass dadurch die Firma überlebt und sein Arbeitsplatz erhalten bleibt. Wenn er verliert, dann bekommt er eben weniger ALG. Alternative wäre keine Abgabe und der Job ist wahrscheinlicher weg. Aber hier abgeben und dort 100% Absicherung, das funktioniert nicht.
Solange einer der Beteiligten glaubt er könnte alles haben, werden sich die anderen Beteilgten wehren. Hohes Einkommen, gute Arbeitsbedingungen, Jobgarantie, Aufstockung, 100% ALG wenn es schief geht, abgesicherte Zukunft usw. und alles risikofrei. (Nein, nicht die Piloten, alle) Das wird schiefgehen.

Dieser Beitrag wurde am 25.07.2020 11:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.07.2020 - 12:35 Uhr
UserA320Fam
User (1035 Beiträge)
@ contrail55
Gut analysiert.
Beitrag vom 26.07.2020 - 11:19 Uhr
Userflydc9
User (485 Beiträge)

In der Sportallee wurde doch sicher auch kausales Denken abgeprüft. Wie kann sowas verloren gehen?



Das geht nicht verloren - das war nie da.
Dank sei den unzähligen Vorbereitungskursen, die es heute gibt, um den Aufnahmetest zu bestehen
Beitrag vom 26.07.2020 - 11:56 Uhr
Userrasch

User (218 Beiträge)

In der Sportallee wurde doch sicher auch kausales Denken abgeprüft. Wie kann sowas verloren gehen?



Das geht nicht verloren - das war nie da.

Soweit würde ich nicht gehen. Allerdings konnte das gerade beschuldigte Management nicht einfach alle zu den sehr guten Bedingungen der LH Piloten beschäftigen. Das Ergebnis sind die vielen Versuche trotzdem im Konzern Luftfahrt zu betreiben. Einige hat die Pilotierende genannt. Ich kann natürlich keine Modellrechnung aufmachen, würde aber vermuten das dann eine Insolvenz bereits vor vielen Jahren stattgefunden hätte. Wobei ich auch unterstelle, dass durch die Alternativlosigkeit der AG-Seite die Firma von den Piloten nahezu ausgeplündert worden wäre.
Beitrag vom 26.07.2020 - 14:55 Uhr
UserFW 190
User (1569 Beiträge)
Ich habe eben erst den Artikel von vor 4 Tagen zur Condor gelesen. Gut, die hatten über die Mutter TC quasi eine Insolvenz, aber trotzdem finde ich haben die Beteiligten sehr umsichtig und der ungewissen Zukunft angemessener reagiert. Zitat:

"Condor einigte sich nun nach eigenen Angaben mit den Betriebsräten sowie mit den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC), Ufo und Verdi. "Dank tragfähiger und verantwortungsvoller Vereinbarungen mit allen Sozialpartnern bleiben alle an Bord", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup.

Dabei stockt Condor selbst die Gehälter der Beschäftigten im Gegensatz zu anderen Unternehmen nicht auf, sagte eine Sprecherin. Unter den Piloten gäben allerdings diejenigen, die fliegen, künftig Geld an diejenigen ab, die nicht fliegen können - etwa weil Langstreckenflüge wegen der Reisebeschränkungen derzeit nicht stattfinden."

Und die VC weiter: "Ein Sprecher der Pilotengewerkschaft VC Cockpit sprach von Einschnitten, die vertretbar seien."

Die haben realisiert, das der Kittel in der Luftfahrt generell brennt. Bei LH sehe ich unisono nicht diese große Solidarität, wenn es z.B. die hohen Aufstockungen geht. Frau Behle war oder ist da sehr entlarvend. @ Contrail55 hat es gut analysiert.
Beitrag vom 26.07.2020 - 16:02 Uhr
Usercontrail55
User (1945 Beiträge)
Ich habe eben erst den Artikel von vor 4 Tagen zur Condor gelesen. Gut, die hatten über die Mutter TC quasi eine Insolvenz, aber trotzdem finde ich haben die Beteiligten sehr umsichtig und der ungewissen Zukunft angemessener reagiert. Zitat:

"Condor einigte sich nun nach eigenen Angaben mit den Betriebsräten sowie mit den Gewerkschaften Vereinigung Cockpit (VC), Ufo und Verdi. "Dank tragfähiger und verantwortungsvoller Vereinbarungen mit allen Sozialpartnern bleiben alle an Bord", sagte Condor-Chef Ralf Teckentrup.

Dabei stockt Condor selbst die Gehälter der Beschäftigten im Gegensatz zu anderen Unternehmen nicht auf, sagte eine Sprecherin. Unter den Piloten gäben allerdings diejenigen, die fliegen, künftig Geld an diejenigen ab, die nicht fliegen können - etwa weil Langstreckenflüge wegen der Reisebeschränkungen derzeit nicht stattfinden."

Und die VC weiter: "Ein Sprecher der Pilotengewerkschaft VC Cockpit sprach von Einschnitten, die vertretbar seien."

Die haben realisiert, das der Kittel in der Luftfahrt generell brennt. Bei LH sehe ich unisono nicht diese große Solidarität, wenn es z.B. die hohen Aufstockungen geht. Frau Behle war oder ist da sehr entlarvend. @ Contrail55 hat es gut analysiert.

Ich würde das alles nicht so cockpitlastig beurteilen. Auch Verdi steht mit ihrer Ansicht nicht alleine da. Wenn man liest, dass die Condor das alles ohne Aufstockung schafft, dass niemand unter der Brücke schlafen muss, frage ich mich warum die UFO sich da bei der LH so aufregt. LH möchte wohl die Aufstockung absenken, auf max 85%. Dagegen ist die UFO, denn erstens hat man ja gerade erst sooo viel gegeben und zweitens würde ein Teil der unteren Gruppen, auch durch den TV Krise, Richtung Mindestlohn gehen. Die Kassen sind leer, man krazt zusammen was man findet, wird Asset verkaufen nur um schnell von der hohen Schuldenlast runterzukommen und hier soll man weiterhin Aufstocken weil man Richtung Mindestlohn geht? Da fehlt mir das Verständnis.
3,5% der Berufstätigen leben vom Mindestlohn und hier ist es das unlebbare Übel, in einer noch nie dagewesenen Krise, mit der zweiten Welle vor Augen.
Schaut Richtung Condor, die zeigen wie es geht wenn alle zusammenrücken und so Arbeitsplätze sichern. Ausgang ungewiss, aber sie gehen alle ins volle Risiko.
Da hat bei uns mancher den Schuss wohl noch nicht gehört.

Dieser Beitrag wurde am 26.07.2020 16:04 Uhr bearbeitet.
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