Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / DFS weist Norwegian 737 MAX an Luftr...

Beitrag 16 - 19 von 19
1 | 2 | « zurück | weiter »
Beitrag vom 14.06.2019 - 11:23 Uhr
Usernessie
User (614 Beiträge)
@LP:

FR24 verzeichnet als die letzten beiden Flüge
11 Jun 2019 Malaga (AGP) Stockholm (ARN) DY8922 5:36 — 08:42 — Landed 14:18
12 Mar 2019 Oslo (OSL) Malaga (AGP) DY1802 4:13 14:10 14:26 18:15
Landed 18:38

Emergency AD 2019-0051 gültig ab 12.3.2019, 19:00 UTC.

Es war also der erste (!) Repositionierungsflug.
Beitrag vom 14.06.2019 - 11:26 Uhr
Usernessie
User (614 Beiträge)
Um es klarzustellen - rechtlich darf die Bundesrepublik Deutschland in der Tat ihren Luftraum im Alleingang sperren. Begründet ist das Überflugverbot also durchaus.

Es ist meiner Meinung halt nur äußerst fragwürdig.
Beitrag vom 14.06.2019 - 12:18 Uhr
Usernetworkcomplexity
User (4 Beiträge)
Ich verstehe die Aufregung nicht. Es gibt ein NOTAM, es handelt sich um deutsches Hoheitsgebiet und ein Einflugverbot beschädigt die Integrität Deutschlands im europäischen Verbund ganz sicher nicht. Wo ist der Aufschrei, wenn mal wieder ein Flieger abgelehnt wird, der nicht 8,33 kHz ausgerüstet ist? Kommt vor und ist dann halt Pech für den Operator.

Die meisten Regelungen haben einen Sinn und wenn man immer wieder Ausnahmen macht, funktioniert das komplexe System Luftfahrt einfach nicht.
Beitrag vom 14.06.2019 - 14:12 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
@LH1649:
Ich muss NeilArmstrong schon dahingehend beipflichten, dass es als befremdlich erscheint, dass die Bundesregierung immer von einem starken Europa und einheitlichen europäischen Lösungen spricht und alle, die den Brüsseler Betrieb öffentlich kritisieren, als Europagegner verunglimpft, aber es hinter dem Rücken mit den europaeinheitlichen Lösungen dann doch nicht so genau nimmt.
........

Hier als Bundesregierung einfach Ällebäh zu sagen, konterkariert dem Europäischen Förderationsgedanken nun mal fundamental. Und offenbart auch eine gewisse Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Im Rahmen dieser Diskussion würde ich doch etwas mehr Differenzierung empfehlen:

- Europa ist bei weitem nicht identisch der EU und daher nicht mit dieser gleichzusetzen (auch wenn in der Politik zuweilen Anderes postuliert wird)
- Politik zur Unterstützung der EU (verantwortlich: Bundesregierung) darf nicht mit der exekutiven Umsetzung aktueller rechtsgültiger Vorschriften vermischt werden (verantortlich bzgl. dt. Luftraum: DFS). Erstes ist die Zielrichtung, aber letzteres ist (noch) die Realität: die Souveranitätsrechte über den Luftraum liegen noch immer bei den Nationalstaaten. Und das liegt nicht nur an nationalen Souveranitätsinteressen, sonder vor allem auch an militärischen Interessen
- Das Überflugsverbot hat die DFS veranlasst und ist keine Detailentscheidung der Bundesregierung. Die DFS ist auch keine nachgeschaltete Behörde der Bundesregierung, sondern ein Unternehmen im Staatsbesitz.
- Die EU ist kein (Bundes-)Staat und die überwiegende Mehrheit der demokratischen Parteien haben im Zuge der Europawahl auch nicht für eine Staatengründung auf europäischer Ebene in absehbarer Zeit geworben („Sorry alle reden von Europa und den gemeinsamen Staat...“).

Also: es gibt aus meiner Sicht überhaupt keinen Widerspruch zwischen diesem Überflugsverbot und der Politik der Bundesregierung.

Dieser Beitrag wurde am 14.06.2019 14:15 Uhr bearbeitet.
1 | 2 | « zurück | weiter »