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Beitrag 1 - 8 von 8
Beitrag vom 27.09.2020 - 12:11 Uhr
UserAvokus
User (888 Beiträge)
So ganz ohne Emissionen werden wir in der Weltwirtschaft auch in Zukunft kaum auskommen. Wenn es tatsächlich gelingt per nachhaltiger Energiegewinnung Wasserstoff für Anwendungen am Boden nutzbar zu machen, dann sollte das Bischen Luftverkehr speziell auf der Langstrecke doch eher weniger ein Problem für das Klima darstellen, dann wäre allerdings trotzdem viel gewonnen, wenn man hybride Antriebe für die kurz und Mittelstrecke nutzen könnte.

Allerdings gilt es beim synthetischen Kerosin aus CO2 und Wasserstoff keinen Denkfehler zu machen. Denn Ersteres wird es als Abfallprodukt zukünftig kaum noch geben, wenn die großflächige Nutzung von fossilen Rohstoffen immer mehr entfällt.

Es ist sowieso fraglich ob das Reisen in Flugzeugen den selben Stellenwert zurückerlangen wird, wie es vor der Coronakrise der Fall war. Das Reisen mit Masketragen an Bord ist wahrlich kein Vergnügen und auf Langstrecke ein No-Go für viele. Es ist auch fraglich was die Vorschrift bringt wenn sie für Essen und Trinken an Bord nicht gilt, als ob das Virus da Pause machen würde. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Letztlich wird man unter Umständen zum Ergebnis kommen, dass der Mensch den Klimawandel überhaupt nicht in der Hand hat und es wenn überhaupt lediglich um Ressourcenschonung gehen sollte als um den Versuch Gott zu spielen.

Beitrag vom 27.09.2020 - 13:07 Uhr
UserEricM
User (2365 Beiträge)
So ganz ohne Emissionen werden wir in der Weltwirtschaft auch in Zukunft kaum auskommen. Wenn es tatsächlich gelingt per nachhaltiger Energiegewinnung Wasserstoff für Anwendungen am Boden nutzbar zu machen, dann sollte das Bischen Luftverkehr speziell auf der Langstrecke doch eher weniger ein Problem für das Klima darstellen, dann wäre allerdings trotzdem viel gewonnen, wenn man hybride Antriebe für die kurz und Mittelstrecke nutzen könnte.

Allerdings gilt es beim synthetischen Kerosin aus CO2 und Wasserstoff keinen Denkfehler zu machen. Denn Ersteres wird es als Abfallprodukt zukünftig kaum noch geben, wenn die großflächige Nutzung von fossilen Rohstoffen immer mehr entfällt.

Es ist sowieso fraglich ob das Reisen in Flugzeugen den selben Stellenwert zurückerlangen wird, wie es vor der Coronakrise der Fall war. Das Reisen mit Masketragen an Bord ist wahrlich kein Vergnügen und auf Langstrecke ein No-Go für viele. Es ist auch fraglich was die Vorschrift bringt wenn sie für Essen und Trinken an Bord nicht gilt, als ob das Virus da Pause machen würde. Aber das ist ein ganz anderes Thema.


Da muss ich ihnen in vielen Punkten zustimmen.

Letztlich wird man unter Umständen zum Ergebnis kommen, dass der Mensch den Klimawandel überhaupt nicht in der Hand hat und es wenn überhaupt lediglich um Ressourcenschonung gehen sollte als um den Versuch Gott zu spielen.

Wir hatten den Klimawandel in den letzten 150 Jahren immer stärker in der Hand. Da hat die Menschheit vielleicht nicht bewusst Gott gespielt, aber Gott einen guten Mann sein lassen, während man sich aufs Geldverdienen konzentriert hat.

Es wird daher eher Zeit, um im Bild zu bleiben, die Hände vom Klimawandel weg zu nehmen und den Einfluss des Menschen auf das Klima wieder zu begrenzen.
Immer mehr Menschen sehen den Zusammenhang zwischen dem eigenen Verhalten, dem Verhalten der Masse und den Auswirkungen auf die Umwelt.
Aus diesem Grund halte ich diese Initiative von Airbus für sehr sinnvoll.
Sie könnte in ein paar Jahren ein wichtiger strategischer Vorteil für Airbus werden.
Die vollständige Klima-Neutralität der Menschheit ist aber, da stimme ich zu, ein Ziel, das nur sehr langfristig, wenn überhaupt erreichbar ist.

Dieser Beitrag wurde am 27.09.2020 13:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.09.2020 - 14:03 Uhr
Userbob.gedat
User (658 Beiträge)
Die vollständige Klima-Neutralität der Menschheit ist aber, da stimme ich zu, ein Ziel, das nur sehr langfristig, wenn überhaupt erreichbar ist.
Wozu auch, CO2 ist die Grundlage für biologisches Wachstum, entscheidend ist ein ausgewogener CO2-Haushalt, nicht seine vollständige Vermeidung.
Beitrag vom 27.09.2020 - 14:43 Uhr
UserEricM
User (2365 Beiträge)
Die vollständige Klima-Neutralität der Menschheit ist aber, da stimme ich zu, ein Ziel, das nur sehr langfristig, wenn überhaupt erreichbar ist.
Wozu auch, CO2 ist die Grundlage für biologisches Wachstum, entscheidend ist ein ausgewogener CO2-Haushalt, nicht seine vollständige Vermeidung.

Klima-Neutralität bedeutet genau das: einen ausgeglichenen CO2 Haushalt.
Idealerweise sollten wir allerdings den CO2 Gehalt der Atmosphäre sogar aktiv etwas absenken.

Aktuell setzt die Menschheit aber immer noch Milliarden Tonnen fossiles CO2, also CO2, dass seit dem Karbonzeitalter inert unter der Erde lag, jedes Jahr neu frei, so dass der CO2 Gehalt der Atmosphäre von 260 ppm um 1850 bis auf knapp 410 ppm aktuell gestiegen ist.
Von einem ausgeglichenen Haushalt sind wir also aktuell weit entfernt.

Dieser Beitrag wurde am 27.09.2020 14:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.09.2020 - 15:05 Uhr
UserLP
User (329 Beiträge)
Insgesamt ein Schritt in die richtige Richtung. Ob es in 15 Jahren fertig entwickelt ist, bezweifle ich, allerdings muss man sich ja Ziele setzen, sonst ist kein Ansporn da. Und ob es diese oder eine andere Technologie am Ende wird, bekommt man auch nur raus, wenn man in verschiedene Richtungen forscht.
Beitrag vom 27.09.2020 - 21:19 Uhr
UserJoachimE
User (208 Beiträge)
Es es ist immer noch besser etwas zu probieren als gar nichts zu machen.

Es gäbe viele Dinge heute nicht ( z.B. Flugzeug und Auto um beim Thema zu bleiben ) wenn man nach den ersten Rückschlägen nichts mehr gemacht hätte.
Beitrag vom 04.10.2020 - 20:33 Uhr
Usertip
User (438 Beiträge)
 https://www.klimareporter.de/verkehr/die-zwei-drittel-luecke-beim-klimaneutralen-fliegen

Denmach wäre beim Vermindern der Kondensstreifen mehr zu holen. Gäbe es beim Wasserstoffantrieb keine Kondensstreifen oder deutlich weniger - weil Rußpartikel als Kondensationskeime fehlen?
Kann von den Foristen jemand etwas beitragen?
Beitrag vom 05.10.2020 - 08:11 Uhr
UserObserver
User (60 Beiträge)
Klima-Neutralität bedeutet genau das: einen ausgeglichenen CO2 Haushalt.
Idealerweise sollten wir allerdings den CO2 Gehalt der Atmosphäre sogar aktiv etwas absenken.

Aktuell setzt die Menschheit aber immer noch Milliarden Tonnen fossiles CO2, also CO2, dass seit dem Karbonzeitalter inert unter der Erde lag, jedes Jahr neu frei, so dass der CO2 Gehalt der Atmosphäre von 260 ppm um 1850 bis auf knapp 410 ppm aktuell gestiegen ist.
Von einem ausgeglichenen Haushalt sind wir also aktuell weit entfernt.

Richtig. Und nicht zu vergessen, dass die Menschheit parallel zu der steigenden CO2-Belastung der Atmosphäre gleichzeitig aber auch den weltweit größten "Verarbeiter" von CO2 größtflächig vernichtet: den Regenwald! Dieser wandelt ja nicht nur das CO2 u.a. in O2 um, sondern kühlt durch die Verdunstung und die Abschattung riesiger Flächen aktiv die globale Temperatur herunter. Zugleich fehlen die Wolkenbildung über dem Regenwald und die damit einhergehenden Regenfälle - der Name "Regenwald" kommt ja nicht von ungefähr.
Leider wird durch die Abholzung des süd- und mittelamerikanischen Regenwaldes zur Schaffung von Weideflächen für immer mehr Rinder ein weiteres katastrophales und noch viel klimaschädlicheres Treibhausgas massenhaft freigesetzt: Methangas. Und das Ganze noch zusätzlich zur Erwärmung von Meeresböden und Permafrostböden und der damit einhergehenden Methanfreisetzung.
Alles in allem also eine fatale, menschenverantwortete Entwicklung!