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Beitrag vom 29.05.2020 - 18:50 Uhr
UserVB
User (221 Beiträge)
Ubabhängig von der Frage der Rechtssicherheit:

Eigentlich ist es schon absurd, was die BRD in die LH investieren möchte, wenn man das auf die Arbeitsplätze, die möglicherweise (!) gerettet werden, skaliert. Pro Arbeitsplatz ist das mehr, als andere komplette kleine Unternehmen mit mehreren Angestellten erhalten.

Hoffentlich geht es nicht nur darum, dass Andi Scheuer seinen Bayern-Hub in MUC sichern möchte.
Beitrag vom 29.05.2020 - 19:29 Uhr
Userdidigolf
User (345 Beiträge)
Laut einem aktuellen Spiegel-Artikel, „soll das Geld der Lufthansa vermutlich nur noch bis 15.6. reichen„.
Die Situation ist insgesamt sehr belastend für die Mitarbeiter und ich wünsche mir endlich eine Entscheidung, egal wie sie ausfällt. Ich hätte, nach 30 Jahren Einsatz für die LH und unsere Kunden nie gedacht, dass ich noch einmal soviel Sorgen um meinen Arbeitsplatz haben müsste. Und die Nachrichten jeden Tag, machen es nicht einfacher!

Und noch im März hatte Spohr gesagt, dass die Lufthansa die Krise am besten und längsten von allen Airlines überstehen kann, weil sie so gut aufgestellt sind.
Und nun sollen die Gehälter nur noch bis 15.6. reichen? Hieß es nicht noch vor kurzem, die LH hat 4,5 Milliarden an Liquidität (was noch 4-5 Monate reichen sollte?)
Was stimmt denn nun? Wandert nun gerade die LH als erstes von allen großen europäischen Airlines in die Pleite?

 https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/lufthansa-rettung-koennte-noch-teurer-werden-a-e1386ab9-badc-49da-a95f-18d1277d3cbe

Das sollten sogar Sie jetzt mitbekommen haben, dass alle anderen europäischen Airlines bereits Staatshilfen von ihren Regierungen erhalten haben! Die LH ist die einzige, die immer nmoch aus ihren Reserven zehren, bisher ohne Unterstützung!
Es sind jetzt bereits 3 volle Monate ohne nennenswerte Einnahmen, und sogar mit negativem Cashflow, welche Firma kann so etwas überstehen?

Dieser Beitrag wurde am 29.05.2020 19:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.05.2020 - 20:02 Uhr
UserFW 190
User (1507 Beiträge)
@viri

Fakt ist auch, dass Deutschland von der EU am meisten profitiert:

 https://ec.europa.eu/germany/news/eu-myths/mythos-Zahlmeister_de

Hier also davon zu sprechen, dass Deutschland nur der Zahlmeister ist, stimmt einfach nicht und ist nicht mehr als Stammtischgelaber. Das kann man getrost sein lassen.

Erstens der link geht nicht.
Zweitens, ich habe mir mal das Stammtischgelaber in Buchform des Herrn Sinn durch gelesen. Titel: Targetsalden.
Sehr zu empfehlen. Noch kürzlich hat er auf die Ewigkeitschulden durch die nicht ausgeglichenen oder auszugleichenden Target Forderung Deutschlands an einige Saaten Europas verwiesen.

Ganz einfach und plakativ und grob vereinfacht: Wir verkaufen den anderen Ländern z:B. Autos und kaufen für den halben Wert Waren oder Dienstleitung zurück und der Rest? Der Summiert sich immer weiter auf. Bringt schöne Arbeitsplätze bei uns aber wer bezahlt am Schluss? Unsere Forderungen liegen nun fast bei einer Billion Euro. Ist aber sicher nur Stammtischgelaber des Herrn Sinn oder ist er gar AFD affin? Hui!

 https://www.hanswernersinn.de/de/themen/TargetSalden

Dieser Beitrag wurde am 29.05.2020 20:03 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.05.2020 - 22:49 Uhr
UserEricM
User (2116 Beiträge)
Bringt schöne Arbeitsplätze bei uns

und damit Steuern und Einnahmen für die Sozialversicherungen ...
das sollte man mal gerade in der aktuellen Lage nicht unterschätzen.
Ein Deutschland mit starker D-Mark wäre längste in Fall für den Insolvenzverwalter, da unsere Produkte auf dem Weltmarkt nicht mehr wettbewerbsfähig, wären wenn sie in D-Mark bezahlt werden müssten.
Und Deutschland hat einen der schwächsten Binnenmärkte der EU.

aber wer bezahlt am Schluss?

Vorab: Schon die Interpretation der Target Salden als "Schulden" ist eine dem Herrn Sinn recht eigene Vereinfachung/Verfälschung und dramatisiert eine Bilanzierungsmethode zwischen verschiedenen Staaten, die eine einzige Währung haben.

Ansonsten: Kommt darauf an was man als den "Schluss" annimmt.
Die Alternativszenarien
- Vereinigte Staaten von Europa und
- Zerfall der EU in nationale Kleinstaaterei
unterscheiden sich da erheblich.

Im ersten Fall muss man wie üblich mit den Partnern verhandeln ob bzw. welche Konsequenzen die Target Salden haben.
Im zweiten Fall gehen in Europa sowieso insgesamt die Lichter aus, so dass die Target "Schulden" von einem Pleite-Staat zum anderen nicht eintreibbar sein werden. Das wird dann aber aufgrund von europaweiter Massenarbeitslosigkeit und Bürgerkriegsähnlichen Zuständen auch keinen mehr interessieren...

Und wenn die EU so als Staatenbund mit gemeinsamer Währung irgendwie weiterwurschtelt wie bisher, stellt sich die Frage gar nicht, weil es weder einen Schluss noch praktische Konsequenzen aus den Target Salden gibt.

Dieser Beitrag wurde am 29.05.2020 22:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.05.2020 - 23:24 Uhr
UserViri
User (602 Beiträge)
@viri

Fakt ist auch, dass Deutschland von der EU am meisten profitiert:

 https://ec.europa.eu/germany/news/eu-myths/mythos-Zahlmeister_de

Hier also davon zu sprechen, dass Deutschland nur der Zahlmeister ist, stimmt einfach nicht und ist nicht mehr als Stammtischgelaber. Das kann man getrost sein lassen.

Erstens der link geht nicht.
Zweitens, ich habe mir mal das Stammtischgelaber in Buchform des Herrn Sinn durch gelesen. Titel: Targetsalden.
Sehr zu empfehlen. Noch kürzlich hat er auf die Ewigkeitschulden durch die nicht ausgeglichenen oder auszugleichenden Target Forderung Deutschlands an einige Saaten Europas verwiesen.

Ganz einfach und plakativ und grob vereinfacht: Wir verkaufen den anderen Ländern z:B. Autos und kaufen für den halben Wert Waren oder Dienstleitung zurück und der Rest? Der Summiert sich immer weiter auf. Bringt schöne Arbeitsplätze bei uns aber wer bezahlt am Schluss? Unsere Forderungen liegen nun fast bei einer Billion Euro. Ist aber sicher nur Stammtischgelaber des Herrn Sinn oder ist er gar AFD affin? Hui!

 https://www.hanswernersinn.de/de/themen/TargetSalden

Ich hatte eigentlich mehrere Links gepostet. Aus irgendeinem Grund hat die Forensoftware allerdings die Links zusammengewurschtelt. Ein Link zur SZ wurde zwar in den Texteditor übernommen, aber hinterher nicht im Post angezeigt. Was ist da los? Also hier nochmal:

 https://www.zeit.de/wirtschaft/2014-05/eu-mythen-check-kommission

Zum Rest hat EricM ja bereits geantwortet. Da stimme ich zu.

EDIT: Schon wieder!  https://ec.europa.eu/germany/news/eu-myths/mythos-Zahlmeister_de


Dieser Beitrag wurde am 29.05.2020 23:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.05.2020 - 18:45 Uhr
Userb2000
User (1 Beiträge)
Ein Deutschland mit starker D-Mark wäre längste in Fall für den Insolvenzverwalter, da unsere Produkte auf dem Weltmarkt nicht mehr wettbewerbsfähig, wären wenn sie in D-Mark bezahlt werden müssten.
So wie die Schweiz mit dem Franken?

Das Verhalten der Kommission in der Causa LH hat jedenfalls eindeutig ein "Geschmäckle".
Beitrag vom 30.05.2020 - 21:05 Uhr
UserFW 190
User (1507 Beiträge)
@viri und EricM

Zu den Target Salden ist in den verlinkten Artikeln, übrigen schon älter, nichts zu finden.

Haben Sie sich mal ernsthaft mit den Ausführungen von Sinn auseinander gesetzt? Da fängt die Kurve 2007 an und zur Zeit der verlinkten Ausführungen der "Welt" war das noch kein Problem. Ganz dumm ist er nicht. Und @b2000 hat ja auch zu Recht die Schweiz als Gegenbeispiel angeführt.

Ja, unsere Wirtschaft ist wegen der Bindung an den Euro sehr stark. Hätten wir noch DM wäre es zu mehreren Anpassungen der Wechselkurs gekommen die unsere Produkte in den andern Ländern verteuert. Aber dafür wären wir nicht so unbeliebt wegen unserer Wirtschaftsmacht die sich für mich auch in der Bewertung der EU Kommision LH im Vergleich Airfrance und Alitalia zeigt.

In den USA, ein Bund von 50 Staaten, gleichen die Staaaten einmal im Jahr ihre Zahlungsverpflichtungen untereinander aus. Nein die müssen das. Das fehlt in Europa. Ich habe das Buch vom Sinn (ist von 2012) nur als Leihgabe vor 7 Jahren gelesen, dort hat er sehr genau beschrieben wie das dort gemacht wird. Das müsste in Europa auch so gemacht werden.

Ein Beispiel noch wie man die Konjunktu rauf Schulden Basis ankurbeln kann und dann die Rechnung später bekommt: Als vor 30 Jahre die Wiedervereinigung kam, wurde quasi Monopoly Geld in richtiges Geld umgetauscht. Statt 7:1 -> 1:1 bzw. ab 10.000 Mark 2:1. Damit wurd hier bei uns im Westen die Komjunktur auf Pump angekurbelt. Ich höre noch die Begeisterten Kommentare wie toll das auch für uns ist mit der dollen Nachfragesteigerung. Das dicke Ende kam 3-5 Jahre später, da war Deutschand der kranke Mann Europas und die Inflation ging hoch.

Nur vom defizit spending ist noch keine Wirtschaft auf dauer erfolgreich gewesen. Grichenland vor 10 Jahren und Italien heute lassen grüßen. Die Zeit der Schulden Rückzahlung muss (oder wird) irgendwann kommen.
Beitrag vom 30.05.2020 - 21:10 Uhr
UserEricM
User (2116 Beiträge)
Ein Link zur SZ wurde zwar in den Texteditor übernommen, aber hinterher nicht im Post angezeigt. Was ist da los?

Generell: Die hiesige Forensoftware benötigt Text zwischen 2 Links, der mindestens 2 Newlines (Zeilenumbrüche) einschließt.
Keine Ahnung warum, aber so funktioniert auf jeden Fall das Posten mehrerer Links in einem Post

Dieser Beitrag wurde am 30.05.2020 21:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.05.2020 - 21:11 Uhr
UserEricM
User (2116 Beiträge)
Ein Deutschland mit starker D-Mark wäre längste in Fall für den Insolvenzverwalter, da unsere Produkte auf dem Weltmarkt nicht mehr wettbewerbsfähig, wären wenn sie in D-Mark bezahlt werden müssten.
So wie die Schweiz mit dem Franken?

So ähnlich. Nur schlimmer, da DE deutlich stärker vom Export abhängig ist.
Beitrag vom 30.05.2020 - 21:54 Uhr
UserEricM
User (2116 Beiträge)
@viri und EricM

Zu den Target Salden ist in den verlinkten Artikeln, übrigen schon älter, nichts zu finden.

Haben Sie sich mal ernsthaft mit den Ausführungen von Sinn auseinander gesetzt? Da fängt die Kurve 2007 an und zur Zeit der verlinkten Ausführungen der "Welt" war das noch kein Problem. Ganz dumm ist er nicht.

Das wollte ich auch nicht ausdrücken.
Sondern lediglich, dass die Target Salden nur im Falle einer Terminierung des Euro reale Konsequenzen haben. Und in diesem Fall haben wir glaube ich ganz andere Probleme, nämlich eine europaweite Wirtschaftskrise mit entsprechenden Unruhen, Währungreform, etc.
Da jucken auch niemanden mehr irgendwelche Salden der ehemaligen EU.

Und @b2000 hat ja auch zu Recht die Schweiz als Gegenbeispiel angeführt.

Ich hatte es als Beispiel verstanden - denn die Schweiz hat ja genau das Problem, dass ihr Export aufgrund des starken Franken richtig schlecht läuft.
Zum Glück ist die Schweiz ist deutlich weniger vom Export abhängig als Deutschland.

Ja, unsere Wirtschaft ist wegen der Bindung an den Euro sehr stark. Hätten wir noch DM wäre es zu mehreren Anpassungen der Wechselkurs gekommen die unsere Produkte in den andern Ländern verteuert. Aber dafür wären wir nicht so unbeliebt wegen unserer Wirtschaftsmacht die sich für mich auch in der Bewertung der EU Kommision LH im Vergleich Airfrance und Alitalia zeigt.

In den USA, ein Bund von 50 Staaten, gleichen die Staaaten einmal im Jahr ihre Zahlungsverpflichtungen untereinander aus. Nein die müssen das. Das fehlt in Europa. Ich habe das Buch vom Sinn (ist von 2012) nur als Leihgabe vor 7 Jahren gelesen, dort hat er sehr genau beschrieben wie das dort gemacht wird. Das müsste in Europa auch so gemacht werden.

Die Frage ist: Was passiert, wenn wir es ncith ( nie ) tun?
Wo ist das Problem solange der Euro wie bisher existiert?

Ein Beispiel noch wie man die Konjunktu rauf Schulden Basis ankurbeln kann und dann die Rechnung später bekommt: Als vor 30 Jahre die Wiedervereinigung kam, wurde quasi Monopoly Geld in richtiges Geld umgetauscht. Statt 7:1 -> 1:1 bzw. ab 10.000 Mark 2:1. Damit wurd hier bei uns im Westen die Komjunktur auf Pump angekurbelt. Ich höre noch die Begeisterten Kommentare wie toll das auch für uns ist mit der dollen Nachfragesteigerung. Das dicke Ende kam 3-5 Jahre später, da war Deutschand der kranke Mann Europas und die Inflation ging hoch.

Nur vom defizit spending ist noch keine Wirtschaft auf dauer erfolgreich gewesen. Grichenland vor 10 Jahren und Italien heute lassen grüßen. Die Zeit der Schulden Rückzahlung muss (oder wird) irgendwann kommen.

Ja, Konjunktur auf Schuldenbasis ist ei Problem.
Allerdins ist wie gesagt die Interpreatation der Target Salden als "Schulden" durchaus nicht unumstritten.
Beitrag vom 30.05.2020 - 22:02 Uhr
Usertip
User (434 Beiträge)
Dann lassen wir doch mal die gescholtene zu Wort kommen.

 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/interview-vestager-lufthansa-101.html
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