Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / EU rechnet Effekte einer Kerosinsteu...

Beitrag 1 - 8 von 8
Beitrag vom 14.05.2019 - 09:00 Uhr
Userkallebernd
User (19 Beiträge)
Daraus würde für die eu-airlines ein erheblicher wettbewerbsnachteil entstehen. Wenn ein fluggast z.b. fra-jfk fliegt zahlt er für diese strecke die co2 steuer, wenn er über lhr fliegt - sofern gb es bis dann geschafft hat auszutreten - zahlt er nur eine co2 steuer auf den flug fra-lhr.
Dasselbe spielchen geht natürlich auch in alle anderen richtungen rund um den globus.
Tolle idee!
Beitrag vom 14.05.2019 - 10:32 Uhr
Userfbwlaie
User (4054 Beiträge)
Die EU (Behöre, Parlament) sucht nur nach Möglichkeiten, Geld direkt zu erheben.
Es geht nicht um die CO2-Ausstossreduziereung - vgl. Tabak-oder Alkohlsteuer in D!
Beitrag vom 14.05.2019 - 17:28 Uhr
Usernighthawk
EDDF
User (274 Beiträge)
"Die höheren Finanzeinnahmen würden die negativen Effekte auf Beschäftigung und Wertschöpfung vollständig wettmachen, was die Auswirkungen auf Beschäftigung und Bruttoinlandsprodukt vernachlässigbar macht."

Wie zynisch ist das bitte den Menschen gegenüber, deren Job zur Disposition steht? Man kann doch hier nicht nur mit der VWL-Brille draufschauen! Seit wann ist der Verlust von Arbeitsplätzen "vernachlässigbar"? Vielleicht sollte man in der EU-Kommission auch mal ein paar Arbeitsplätze abbauen -- das schadet dem BIP sicher auch nicht. :(
Beitrag vom 14.05.2019 - 18:38 Uhr
UserEricM
User (1219 Beiträge)
Die EU (Behöre, Parlament) sucht nur nach Möglichkeiten, Geld direkt zu erheben.
Es geht nicht um die CO2-Ausstossreduziereung - vgl. Tabak-oder Alkohlsteuer in D!

Gibt es dazu echte Hinweise, oder gefällt Ihnen nur die Idee nicht?
Beitrag vom 14.05.2019 - 18:47 Uhr
UserEricM
User (1219 Beiträge)
"Die höheren Finanzeinnahmen würden die negativen Effekte auf Beschäftigung und Wertschöpfung vollständig wettmachen, was die Auswirkungen auf Beschäftigung und Bruttoinlandsprodukt vernachlässigbar macht."

Wie zynisch ist das bitte den Menschen gegenüber, deren Job zur Disposition steht? Man kann doch hier nicht nur mit der VWL-Brille draufschauen!

Tatsächlich muss man erst mal festhalten, dass das allgegenwärtig hysterisch angewandte Argument der Luftfahrt, bei einer Beschränkung des Wachstums der Luftfahrt würde die deutsche/europäische Export-Industrie zusammenbrechen, falsch ist.

Aber ja, diese Formulierung kann schon als zynisch empfunden werden, wenn heute der eigene Job davon abhängt. Allerdings ist eine einmalige Wachstumsdelle von 10% nicht das Ende der Luftfahrtindustrie.


Seit wann ist der Verlust von Arbeitsplätzen "vernachlässigbar"?

Seit wir "Fachkräftemangel" haben und schon wieder Arbeitslkräfte aus dem - in diesem Fall osteuropäischen - Ausland anwerben müssen, um Jobs zu füllen.
Beitrag vom 14.05.2019 - 23:12 Uhr
Userfbwlaie
User (4054 Beiträge)
Die EU (Behöre, Parlament) sucht nur nach Möglichkeiten, Geld direkt zu erheben.
Es geht nicht um die CO2-Ausstossreduziereung - vgl. Tabak-oder Alkohlsteuer in D!

Gibt es dazu echte Hinweise, oder gefällt Ihnen nur die Idee nicht?
Mir sind keine Hinweise bekannt, wie das eingesammelte Geld eingesetzt werden soll.
Beitrag vom 15.05.2019 - 08:13 Uhr
Usercontrail55
User (759 Beiträge)
Die EU (Behöre, Parlament) sucht nur nach Möglichkeiten, Geld direkt zu erheben.
Es geht nicht um die CO2-Ausstossreduziereung - vgl. Tabak-oder Alkohlsteuer in D!

Gibt es dazu echte Hinweise, oder gefällt Ihnen nur die Idee nicht?
Mir sind keine Hinweise bekannt, wie das eingesammelte Geld eingesetzt werden soll.
Es ist eine allgemeine Steuer, ohne Verwendungszweck. Die Studie erwartet durch weniger Flugreisen Einnahmen- und Beschäftigungseffekte, die durch diese Steuer in den erhebenden Ländern kompensiert werden. Also etwa wie die Luftverkehrsabgabe, einfach nur eine weitere Steuer.
Ich habe meine Zweifel, ob das so funktioniert. Durch weitere kreative Zusatzeinnahmen werden diese Mehrkosten im Billigsektor wieder kompensiert werden und für den Rest ist es nicht so relevant, weil sie fliegen müssen oder es zahlen können.
Wenn das billige 10€ Ticket nach Malle jetzt 15€ kostet hält niemanden auf. Ohne Mindestpreise verpufft das.

Nachtrag: Bisschen umfangreich, die Studie und die entscheidenden Stellen muss man erst man finden. Am Ende rechnen sie Szenarien durch über den Impact von ca. 300€/Tonne an Steuern. Selbst eine Verdoppelung des Fuelpreises von 2016 bis heute hat das Reiseverhalten nicht nach unten korrigiert, im Gegenteil.


Dieser Beitrag wurde am 15.05.2019 08:48 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.05.2019 - 08:57 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (215 Beiträge)

Wenn das billige 10€ Ticket nach Malle jetzt 15€ kostet hält niemanden auf. Ohne Mindestpreise verpufft das.

Nachtrag: Bisschen umfangreich, die Studie und die entscheidenden Stellen muss man erst man finden. Am Ende rechnen sie Szenarien durch über den Impact von ca. 300€/Tonne an Steuern. Selbst eine Verdoppelung des Fuelpreises von 2016 bis heute hat das Reiseverhalten nicht nach unten korrigiert, im Gegenteil.


Ein interessanter Gedanke. Wie würde ein solcher Mindestpreis denn aussehen? Basierend auf der Streckenlänge? Wenn man den Kerosinverbrauch der Flieger mit einberechnet, hat man vielleicht ein weiteres Druckmittel auf Airlines auf moderne Jets umzustellen.
Insgesamt bleibt aber auch bei einem solchen Modell das Problem, dass wir nur über die EU reden. Wenn GB austritt, würden die massiv profitieren (sehr kurzer Flug nach LHR und dann ohne Zusatzgebühr/Mindestpreis weiter mit der Langstrecke).
Ich denke das ist leider ein Thema, dass man nur global lösen kann, wenn man seine eigene Wirtschaft nicht zu sehr schaden will.