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Beitrag vom 17.07.2025 - 09:24 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)

Interessant das Ihnen als Argument 'dagegen' kriminelle und strafbare Handlungen in anderen Arbeitsbereichen einfallen... !

Mit der, von mir oben thematisierten und von VC vorgeschlagenen 'Überwachung' der Passagiere, hätten Sie kein Problem?

Ich sage lediglich, dass man es dann auch konsequent in allen Bereichen durchziehen muss. Denn Videokameras sind doch immer ein Zugewinn an Sicherheit - oder etwa nicht? Und gerade in der Kabine - ihr Beispiel - gibt es deutlich mehr unruly passengers als es suizidale Piloten gibt.
Beitrag vom 17.07.2025 - 09:28 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Wenn beim AI Absturz einer der Piloten die Triebwerke abgeschaltet hat, wollte der Täter nicht identifiziert werden. Das geht aus dem Gespräch hervor. Damit hätte eine Videoaufzeichnung in diesem Fall Potential gehabt die Tat zu verhindern. Ich denke man sollte es nutzen.

Finde es faszinierend, dass es jetzt bereits als festgelegt gilt, dass einer der Piloten erweiterten Selbstmord begangen hat, wenn noch nicht einmal die Behörde so weit geht. Vielleicht sollte man erst einmal den finalen Bericht abwarten, bevor man wieder im Schnellschuss Urteile fällt und in blinden Aktionismus verfällt? Wir erinnern uns - am Anfang wurde ja quasi mit einer 100% Selbstsicherheit behauptet, die Klappen wurden irrtümlich eingefahren. War's am Ende auch nicht.
Beitrag vom 17.07.2025 - 09:35 Uhr
Usertip
User (552 Beiträge)
Wenn ...

Finde es faszinierend, dass es jetzt bereits als festgelegt gilt, ...

@ Viri ich habe "wenn" geschrieben nicht "da"
Beitrag vom 17.07.2025 - 10:21 Uhr
Userkallebernd
User (80 Beiträge)
Wenn beim AI Absturz einer der Piloten die Triebwerke abgeschaltet hat, wollte der Täter nicht identifiziert werden. Das geht aus dem Gespräch hervor. Damit hätte eine Videoaufzeichnung in diesem Fall Potential gehabt die Tat zu verhindern. Ich denke man sollte es nutzen.
einfach beim Einsteigen von hinten einen Aufkleber auf die Kamera. wenn man eh den Vorsatz hat kann man den ja mitnehmen. falls der Aufkleber wieder erwarten doch noch auffällt, "das gibt es ja nicht, wer macht denn sowas??" wo ein Wille ist, ist ein Weg.
Beitrag vom 17.07.2025 - 10:51 Uhr
UserReal Dreamliner
"Konstrukteur"
User (427 Beiträge)
Wenn beim AI Absturz einer der Piloten die Triebwerke abgeschaltet hat, wollte der Täter nicht identifiziert werden. Das geht aus dem Gespräch hervor. Damit hätte eine Videoaufzeichnung in diesem Fall Potential gehabt die Tat zu verhindern. Ich denke man sollte es nutzen.

Finde es faszinierend, dass es jetzt bereits als festgelegt gilt, dass einer der Piloten erweiterten Selbstmord begangen hat, wenn noch nicht einmal die Behörde so weit geht. Vielleicht sollte man erst einmal den finalen Bericht abwarten, bevor man wieder im Schnellschuss Urteile fällt und in blinden Aktionismus verfällt? Wir erinnern uns - am Anfang wurde ja quasi mit einer 100% Selbstsicherheit behauptet, die Klappen wurden irrtümlich eingefahren. War's am Ende auch nicht.

Mit einer Vidoeaufzeichnung der Vorgänge im Cockpit wären wir in diesem Fall heute schon weiter.
Wir wüßten, ob und wer die Schalter betätigt hatte und können uns weitere Untersuchungen sparen.

Wenn ich ausschließe, daß sich beim Start eine dritte Person im Cockpit befunden hatte, war es entweder PF oder PM, der die Treibstoffzufuhr abgestellt hat.
Der eine hat es "entdeckt", der Andere hat es "abgestritten".

Der Bericht muß ohne Videobeweis so zwangsläufig mit Vermutungen enden.
Beitrag vom 17.07.2025 - 11:06 Uhr
Userdlehmann66
User (617 Beiträge)
In Deutschland sterben jährlich knapp 3k Menschen im Straßenverkehr. Ich wäre dann auch hier für eine Kamerapflicht, aber keine Dashcam sondern der Fahrer muss sichtbar sein, damit man sehen kann ob er Handy oder Radio etc. bedient hat.
Das hat nichts mit "den hochnäsigen Piloten" zu tun, die hier ständig von einigen Foristen beschrien werden. Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt werden.

Im privaten Bereich ist es eher rechtlich unrealistisch wie auch in der privaten Fliegerei ABER im professionellen Bereich z.B. bei Busfahrern würde ich das begrüssen. Es kann ja auch heute schon einige Datenpunkte bei einem Unfall, wie z.b. Geschwindigkeit und ob Blinker an oder aus war, am Motorsteuergerät ausgelesen werden.

Dieser Beitrag wurde am 17.07.2025 11:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.07.2025 - 11:12 Uhr
Userdlehmann66
User (617 Beiträge)
Wenn beim AI Absturz einer der Piloten die Triebwerke abgeschaltet hat, wollte der Täter nicht identifiziert werden. Das geht aus dem Gespräch hervor. Damit hätte eine Videoaufzeichnung in diesem Fall Potential gehabt die Tat zu verhindern. Ich denke man sollte es nutzen.

Finde es faszinierend, dass es jetzt bereits als festgelegt gilt, dass einer der Piloten erweiterten Selbstmord begangen hat, wenn noch nicht einmal die Behörde so weit geht. Vielleicht sollte man erst einmal den finalen Bericht abwarten, bevor man wieder im Schnellschuss Urteile fällt und in blinden Aktionismus verfällt? Wir erinnern uns - am Anfang wurde ja quasi mit einer 100% Selbstsicherheit behauptet, die Klappen wurden irrtümlich eingefahren. War's am Ende auch nicht.

Mit einer Vidoeaufzeichnung der Vorgänge im Cockpit wären wir in diesem Fall heute schon weiter.
Wir wüßten, ob und wer die Schalter betätigt hatte und können uns weitere Untersuchungen sparen.

Wenn ich ausschließe, daß sich beim Start eine dritte Person im Cockpit befunden hatte, war es entweder PF oder PM, der die Treibstoffzufuhr abgestellt hat.
Der eine hat es "entdeckt", der Andere hat es "abgestritten".

Der Bericht muß ohne Videobeweis so zwangsläufig mit Vermutungen enden.


Ich denke, man kann rechtlich die Sache etwas absichern z.B. dass Informationen aus den Videodaten nur unter bestimmten Gegebenheiten genutzt werden dürfen ansonsten ist es strafbar z.B. bei Unfallanlyse zulässig, um arbeitsrechtliche Konsequenzen zu rechtfertigen, unzulässig.

Eventuell verschlüsselt man die Video-Daten und nur wenige Personen beim Unfallermittler haben die Keys dazu.
Beitrag vom 17.07.2025 - 11:56 Uhr
UserChristian159
User (1583 Beiträge)

Interessant das Ihnen als Argument 'dagegen' kriminelle und strafbare Handlungen in anderen Arbeitsbereichen einfallen... !

Mit der, von mir oben thematisierten und von VC vorgeschlagenen 'Überwachung' der Passagiere, hätten Sie kein Problem?

Ich sage lediglich, dass man es dann auch konsequent in allen Bereichen durchziehen muss.

Nein, das muss man nicht, schließlich werden ja heute schon viele Berufe videoüberwacht, aber nicht alle.

Denn Videokameras sind doch immer ein Zugewinn an Sicherheit - oder etwa nicht? Und gerade in der Kabine - ihr Beispiel - gibt es deutlich mehr unruly passengers ...

In der Kabine gibt es aber normalerweise viele Zeugen.

... als es suizidale Piloten gibt.

Mit Videoüberwachung könnte man ja die Piloten entlasten und den Fehler in der Technik erkennen. Das wäre doch im Sinne der Piloten, oder?
Beitrag vom 17.07.2025 - 12:06 Uhr
UserChristian159
User (1583 Beiträge)
Wenn beim AI Absturz einer der Piloten die Triebwerke abgeschaltet hat, wollte der Täter nicht identifiziert werden. Das geht aus dem Gespräch hervor. Damit hätte eine Videoaufzeichnung in diesem Fall Potential gehabt die Tat zu verhindern. Ich denke man sollte es nutzen.

Finde es faszinierend, dass es jetzt bereits als festgelegt gilt, dass einer der Piloten erweiterten Selbstmord begangen hat, wenn noch nicht einmal die Behörde so weit geht.

Und mit Videoüberwachung wüßte man bereits heute, dass die Technik versagt hat und nicht die Piloten das Problem waren. Mit Videoüberwachung wäre heute schon festgelegt, dass ein Pilot keinen erweiterten Selbstmord begangen hat .... sofern er keinen begangen hat.

Vielleicht sollte man erst einmal den finalen Bericht abwarten, bevor man wieder im Schnellschuss Urteile fällt und in blinden Aktionismus verfällt?

Nein, hier im Forum wurde sogar einer abgestraft, weil er sich gegen Spekulationen ausgesprochen hat. Spekulationen sind in einem solchen Forum sogar erwünscht ... schrieb ein Moderator.

Wir erinnern uns - am Anfang wurde ja quasi mit einer 100% Selbstsicherheit behauptet, die Klappen wurden irrtümlich eingefahren. War's am Ende auch nicht.

Genau deswegen sollten doch auch Sie sich für Videoüberwachung zur Entlastung der Piloten und ein Ende solcher Spekulationen aussprechen.
Beitrag vom 17.07.2025 - 12:35 Uhr
UserHOQ
User (29 Beiträge)
Ich denke, man kann rechtlich die Sache etwas absichern z.B. dass Informationen aus den Videodaten nur unter bestimmten Gegebenheiten genutzt werden dürfen ansonsten ist es strafbar z.B. bei Unfallanlyse zulässig, um arbeitsrechtliche Konsequenzen zu rechtfertigen, unzulässig.

Eventuell verschlüsselt man die Video-Daten und nur wenige Personen beim Unfallermittler haben die Keys dazu.
Üblich ist es hierbei in D das das Vier-Augen erzwungen wird.
Einen Zugang hat die Führungskraft, den anderen Zugang hat der Personal-/Betriebsrat.
Nur wenn beide sich anmelden kann das Video angesehen werden.
Im Falle des Cockpit-Videos könnte z. B. ein Key beim Flugzeughersteller, der andere bei der jeweiligen Flugsicherheitsbehörde liegen.
Die Keys selber sind der Teil der Verschlüsselung und somit kann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich ausgeschlossen werden das man unbefugt das Video ansehen kann.
Dann kann man sich das Rumschnüffeln im Privatleben der Verstorbenen vielleicht auch noch sparen. Denn vermutlich wird man sich jetzt das familiäre und finanzielle Umfeld der beiden Piloten genauer anschauen um den potentiellen Verursacher zu identifizieren. In dem Fall bliebe der Makel das man aufgrund von Indizien und nicht aufgrund von Beweisen den Schuldigen benennen müsste.
Beitrag vom 17.07.2025 - 14:51 Uhr
UserKonTra77
User (254 Beiträge)
Inwiefern spielt es eine Rolle was Piloten, Fußballspieler oder z.B. Messerstecher vom Videobeweis halten?

Die Vorteile sind offensichtlich und woimmer das Opfer und nicht der Verursacher geschützt werden soll muss diese Technik eingeführt werden.

Die Zugänglichkeit der Aufnahmen ist wieder eine andere Frage aber um die geht es hier nicht.
Auch ohne ein Rechtswissenschaftler zu sein behaupte ich mal dass der Datenschutz auf einer klassischen Blackbox in mehr als ausreichendem Maße gewährleistet ist.

Na cool, dann führen wir einfach überall eine Überwachung per Kamera ein, nicht nur in Cockpits. Auch in z.b jedem Büro, denn dort gibt es ja zum Beispiel auch Fälle von sexueller Belästigung. Nur so kann auch wirklich das Opfer und nicht der Täter geschützt werden. Wenn schon, dann muss man es auch richtig tun. Universalüberwachung wie in China. Wer nichts unrechtmäßiges tut, braucht auch nichts zu befürchten - oder?

Wann waren Sie das letzte Mal in einem Büro? Mittlerweile wird sehr viel Kommunikation via Videokonferenz geführt. Genauso sieht man in MS Teams wunderbar, wann jemand online ist und vermeintlich arbeitet und wann nicht.

Es ist unumstritten, dass die umfänglichen Untersuchungen nach einem Flugunfall die Luftfahrt sehr viel sicherer gemacht hat. Es ist genauso unumstritten, dass zuletzt die Mehrheit der Unfälle auf den Faktor Mensch zurückzuführen ist.
Auch wenn es heisst, dass man sich mehr von der Videoüberwachung erwartet hat, leistet sie einen Mehrwert.
Wenn die Cockpitbesatzungen so um ihre Persönlichkeitsrechte besorgt sind, warum fliegen sie dann noch nach China?
Beitrag vom 17.07.2025 - 14:52 Uhr
UserKonTra77
User (254 Beiträge)

Interessant das Ihnen als Argument 'dagegen' kriminelle und strafbare Handlungen in anderen Arbeitsbereichen einfallen... !

Mit der, von mir oben thematisierten und von VC vorgeschlagenen 'Überwachung' der Passagiere, hätten Sie kein Problem?

Ich sage lediglich, dass man es dann auch konsequent in allen Bereichen durchziehen muss.

Nein, das muss man nicht, schließlich werden ja heute schon viele Berufe videoüberwacht, aber nicht alle.

Denn Videokameras sind doch immer ein Zugewinn an Sicherheit - oder etwa nicht? Und gerade in der Kabine - ihr Beispiel - gibt es deutlich mehr unruly passengers ...

In der Kabine gibt es aber normalerweise viele Zeugen.

... als es suizidale Piloten gibt.

Mit Videoüberwachung könnte man ja die Piloten entlasten und den Fehler in der Technik erkennen. Das wäre doch im Sinne der Piloten, oder?

Da der Anteil technischer Fehler immer kleiner wird, können Sie sich denken, warum die Piloten opponieren.
Beitrag vom 17.07.2025 - 14:58 Uhr
UserKonTra77
User (254 Beiträge)
Wenn ein Pilot das Flugzeug abstürzen will, kann man das nicht verhindern, da ändert auch keine Kamera etwas dran. Wie würde denn die Fliegerei sicherer werden, wenn man jetzt sehen könnte, dass einer der Piloten die Töpfe ausgestellt hat? Es würde nichts ändern!
In Deutschland sterben jährlich knapp 3k Menschen im Straßenverkehr. Ich wäre dann auch hier für eine Kamerapflicht, aber keine Dashcam sondern der Fahrer muss sichtbar sein, damit man sehen kann ob er Handy oder Radio etc. bedient hat.
Das hat nichts mit "den hochnäsigen Piloten" zu tun, die hier ständig von einigen Foristen beschrien werden. Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt werden.

Auf welches Verhältnis zielen Sie hier ab? Nur die Anzahl der Toten? Wenn sie diesen zu Anzahl an Fahrzeugen (Autos, Motorräder, Fahrräder) setzten, sieht das anders aus. Auch die Größe des Kollateralschadens. Macht ein Autofahrer oder Fahrradfahrer einen Fehler, sterben eine Handvoll Menschen und der Schaden ist im 4- bis 5-stelligen Bereich, macht ein Pilot ein Fehler sind die Auswirkungen ungleich größer.
Beitrag vom 17.07.2025 - 15:31 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Nein, das muss man nicht, schließlich werden ja heute schon viele Berufe videoüberwacht, aber nicht alle.

Warum nicht?

In der Kabine gibt es aber normalerweise viele Zeugen.

Zeugen können lügen, vergessen, Dinge unabsichtlich falsch wiedergeben...eine Kamera zeigt die objektive Wahrheit.

Mit Videoüberwachung könnte man ja die Piloten entlasten und den Fehler in der Technik erkennen. Das wäre doch im Sinne der Piloten, oder?

Wenn es denn wirklich dazu eingesetzt wird. Dass auch Untersuchungsbehörden nicht fehlerfrei arbeiten, hat man erst neulich feststellen können:  https://www.blick.ch/schweiz/swiss-notlandung-in-graz-oesterreichischer-geben-untersuchung-an-schweizer-sust-ab-id20852708.html
Beitrag vom 17.07.2025 - 16:19 Uhr
UserX-Ray
User (855 Beiträge)
Nein, das muss man nicht, schließlich werden ja heute schon viele Berufe videoüberwacht, aber nicht alle.

Warum nicht?

Aufwand-Nutzen-Verhältnis.

In der Kabine gibt es aber normalerweise viele Zeugen.

Zeugen können lügen, vergessen, Dinge unabsichtlich falsch wiedergeben...eine Kamera zeigt die objektive Wahrheit.

Würde ich auch so sehen. Aber weshalb behauptet die Vereinigung Cockpit das Gegenteil?

Zitat: "Videoaufnahmen sind keine objektive Wahrheit."

Mit Videoüberwachung könnte man ja die Piloten entlasten und den Fehler in der Technik erkennen. Das wäre doch im Sinne der Piloten, oder?

Wenn es denn wirklich dazu eingesetzt wird. Dass auch Untersuchungsbehörden nicht fehlerfrei arbeiten, hat man erst neulich feststellen können:  https://www.blick.ch/schweiz/swiss-notlandung-in-graz-oesterreichischer-geben-untersuchung-an-schweizer-sust-ab-id20852708.html
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