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Beitrag vom 11.01.2020 - 10:31 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Dumm nur, dass erst 346 Menschen auf dem Altar der BWLer (ja, die wieder, ich lasse sie nicht vom Haken) geopfert werden mussten.


Und nicht zu vergessen die Ingenieure, die den BWLern versichert haben, dass dieses Flugzeug sicher ist.
Beitrag vom 11.01.2020 - 10:55 Uhr
Userfbwlaie
User (5328 Beiträge)
Vielleicht waren die "BWLer" "nur" gelernte Ingenieure wie z. B. Muilenburg?
Beitrag vom 11.01.2020 - 12:06 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Dumm nur, dass erst 346 Menschen auf dem Altar der BWLer (ja, die wieder, ich lasse sie nicht vom Haken) geopfert werden mussten.


Und nicht zu vergessen die Ingenieure, die den BWLern versichert haben, dass dieses Flugzeug sicher ist.

Vielleicht waren die "BWLer" "nur" gelernte Ingenieure wie z. B. Muilenburg?

Die Ursache dieser Krise liegt weniger in Einzelentscheidungen begründet, sondern in der Firmenkultur Boeings, in der lange Zeit Profit vor Safety gegolten hat. Eine Firmenkultur ändert sich nicht von heute auf morgen sondern ist ein langfristiger Prozess. Und diese Firmenkultur hat mit McNerney Einzug gehalten, und der ist kein Ingenieur. Muilenberg kann man neben seiner schlechten Kommunikation höchstens anlasten, dass er in seiner Zeit nichts dagegen unternommen hat, aber für eine solche Kehrtwende müsste er erst mal das Board umbauen - dauert auch lange.

Und zu den Ingenieuren, die die MAX als sicher eingestuft haben: ein Industrieunternehmen ist keine Demokratie, sondern eine strikte Autokratie mit strenger Hierarchie. Also muss unten das gemacht werden, was oben vorgegeben wird, oder der Job ist weg.

Man kann hier niemanden bei Boeing böswilliges Handeln unterstellen, auch nicht McNerney, aber sehr wohl Handeln in Unkenntnis der Sachlage, dass nämlich bei Sicherheit nur endlich Zeit und Geld limitiert werden können. Der Mindset das â??Unmögliche möglich machenâ?? ist zwar in vielerlei Hinsicht aus Wettbewerbssicht erforderlich und unternehmerisch wünschenswert, aber es ist zwingend erforderlich, das das CEO & Board fachlich versteht, wo hier die Grenzen sind. Wenn die fachlichen Kenntnisse nicht vorhanden sind, dann ist umso mehr zur Kompensation eine Kommunikationskultur nötig, bei der mit Kritik & Einwänden von unten nach oben wertschätzend umgegangen wird.

Und eins ist sicher: die fachlichen Kenntnisse zur Einschätzung dieser Grenzen sind bei BWLern mit Abstand weniger vorhanden als bei Ingenieuren. Da seit McNerney in Board und Verwaltungsrat Ingenieure unterrepräsentiert waren, trägt diese Berufsgruppe eine Mitschuld, aber nicht mehr. Das wird auch an den vielen Protestmails der Ings. sichtbar, die jetzt bekannt werden, siehe �berschrift fieses Threads.

Insofern sind die beiden o.g. Kommentare etwas an der Realität vorbei.
Beitrag vom 11.01.2020 - 13:37 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Und eins ist sicher: die fachlichen Kenntnisse zur Einschätzung dieser Grenzen sind bei BWLern mit Abstand weniger vorhanden als bei Ingenieuren. Da seit McNerney in Board und Verwaltungsrat Ingenieure unterrepräsentiert waren, trägt diese Berufsgruppe eine Mitschuld, aber nicht mehr.

Insofern sind die beiden o.g. Kommentare etwas an der Realität vorbei.

Deswegen schrieb ich ja auch "nicht zu vergessen". Ich habe den Ingenieuren ja nicht die alleinige Schuld gegeben.
Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass genug Ingenieure bei Boeing diesen Weg technologiegläubig gegangen sind. Und "346 Menschen auf dem Altar der Mikroprozessoren geopfert haben".

Insofern geht auch mein Kommentar nicht an der Realität vorbei.



Dieser Beitrag wurde am 11.01.2020 13:38 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.01.2020 - 14:09 Uhr
Usermarbu
User (285 Beiträge)
Und eins ist sicher: die fachlichen Kenntnisse zur Einschätzung dieser Grenzen sind bei BWLern mit Abstand weniger vorhanden als bei Ingenieuren. Da seit McNerney in Board und Verwaltungsrat Ingenieure unterrepräsentiert waren, trägt diese Berufsgruppe eine Mitschuld, aber nicht mehr.

Insofern sind die beiden o.g. Kommentare etwas an der Realität vorbei.

Deswegen schrieb ich ja auch "nicht zu vergessen". Ich habe den Ingenieuren ja nicht die alleinige Schuld gegeben.
Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass genug Ingenieure bei Boeing diesen Weg technologiegläubig gegangen sind. Und "346 Menschen auf dem Altar der Mikroprozessoren geopfert haben".

Insofern geht auch mein Kommentar nicht an der Realität vorbei.



Kommentar an der Realität vorbei verfassen.
Das ganze aufgezeigt bekommen.
Immer noch behaupten der Kommentar geht nicht an der Realität vorbei.

Mehr an der Realität vorbei geht wohl nicht ;)
Beitrag vom 11.01.2020 - 14:52 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Und eins ist sicher: die fachlichen Kenntnisse zur Einschätzung dieser Grenzen sind bei BWLern mit Abstand weniger vorhanden als bei Ingenieuren. Da seit McNerney in Board und Verwaltungsrat Ingenieure unterrepräsentiert waren, trägt diese Berufsgruppe eine Mitschuld, aber nicht mehr.

Insofern sind die beiden o.g. Kommentare etwas an der Realität vorbei.

Deswegen schrieb ich ja auch "nicht zu vergessen". Ich habe den Ingenieuren ja nicht die alleinige Schuld gegeben.
Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass genug Ingenieure bei Boeing diesen Weg technologiegläubig gegangen sind. Und "346 Menschen auf dem Altar der Mikroprozessoren geopfert haben".

Insofern geht auch mein Kommentar nicht an der Realität vorbei.



Kommentar an der Realität vorbei verfassen.
Das ganze aufgezeigt bekommen.
Immer noch behaupten der Kommentar geht nicht an der Realität vorbei.

Mehr an der Realität vorbei geht wohl nicht ;)

So, und jetzt noch einmal inhaltlich! Ohne Polemik!
Beitrag vom 11.01.2020 - 15:08 Uhr
Userfbwlaie
User (5328 Beiträge)
Als die besagten mails geschrieben wurden, war das Kind doch schon längst in den Brunnen gefallen. Da mochten keiner mehr wie beim A350 das Projekt stoppen.
Nach den Problemen mit der B787 und der B747-8 (Aerodynamik!) wollte wohl McNerney nichts Neues mehr anfangen...

P.S.: "Insofern sind die beiden o.g. Kommentare etwas an der Realität vorbei."
In der chemischen Industrie konnten die Chemiker alles - auch BWL.

Dieser Beitrag wurde am 11.01.2020 22:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.01.2020 - 15:52 Uhr
Userdlehmann66
User (617 Beiträge)
Ein Berater würde jetzt 4 Schritte empfehlen:
1. Umbau der Unternehmensführung, dass schon an der Vita erkennbar ist, das die neuen Cfefs für Sicherheit und qualität stehen z.B. jemande der lange Zeit ein Prüf- oder Zertifizierungsunternehmen geleitet hat. Ein Exchaf der FAA wäre gut, wenn die FAA nicht auch tief in dem Sumpf mit drin stecken würden. Wichtig ist aber, das für alle Mitarbeiter bei Boeing sichtbar ist, dass die neue Führung für Sicherheit steht und das Umgehen von Sicherheitsrichtlinien im Unternnehmen nicht mehr tolleriert oder sogar gefordert wird.
2. eine neue Konzernpolitik und Richtlinien, die klar an alle verbindlich kommuniziert wird.
3. ein Programm, dass die Schritte zu der neuen Politik aufzeigt und wie man den 737 MAX Sumpf beenden will
4. in dem Programm muss Whistleblowing klar gefördert und gewnscht werden.

Das wäre der Klassische Weg. Der würde Vertrauen schaffen und zeigen, sie sind auf dem richtigen Weg. Dann würde man ihnen auch Zeit lassen, den Weg zu gehen. Vieleicht gibt es auch einen anderen Weg aber daran glaube ich erst wenn ich ihn erfolgreich sehe. So sehe ich erst mal nix was bei Boeing in die Richtung geht und damit wird sich auch nichts ändern und das Vertrauen wird weiter zerstört.
Beitrag vom 12.01.2020 - 00:22 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Und eins ist sicher: die fachlichen Kenntnisse zur Einschätzung dieser Grenzen sind bei BWLern mit Abstand weniger vorhanden als bei Ingenieuren. Da seit McNerney in Board und Verwaltungsrat Ingenieure unterrepräsentiert waren, trägt diese Berufsgruppe eine Mitschuld, aber nicht mehr.

Insofern sind die beiden o.g. Kommentare etwas an der Realität vorbei.

Deswegen schrieb ich ja auch "nicht zu vergessen". Ich habe den Ingenieuren ja nicht die alleinige Schuld gegeben.
Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass genug Ingenieure bei Boeing diesen Weg technologiegläubig gegangen sind. Und "346 Menschen auf dem Altar der Mikroprozessoren geopfert haben".

Insofern geht auch mein Kommentar nicht an der Realität vorbei.

Ok, Zustimmung.
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