Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Frankfurt prüft höhere Gebühren f...

Beitrag 1 - 4 von 4
Beitrag vom 13.09.2018 - 13:31 Uhr
UserEricM
User (1078 Beiträge)
"Zuschlag von 200%" klingt gewaltig...
Bezieht sich aber nur auf die sog. "Lärmkomponente" - und die ist von vorneherein ziemlich gering in Frankfurt.
Ein Beispiel in absoluten Zahlen: Für eine Ryanair 737-800 (CAT3) die nach 23:00 landet, werden gerade mal 185€ einmalig mehr fällig als vor 23:00.

Da klingt es dann schon gar nicht mehr gewaltig sondern eher lächerlich - genau wie diese rein formale Umsetzung der "Lärmkomponente" auch gemeint ist.

Dieser Zuschlag müsste _deutlich_ teurer werden, um überhaupt ansatzweise etwas bewirken zu können.

Also keine Sorge, liebe Luftfahrt-Enthusiasten: In der aktuellen Höhe drückt diese Gebühr Fraports am ehesten noch einen ausgestrecken Mittelfinger in Richtung Politik und Anwohner aus ;-)



Dieser Beitrag wurde am 13.09.2018 14:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 14.09.2018 - 12:37 Uhr
UserNutznix
User (9 Beiträge)
Egal, wie hoch oder niedrig diese Zuschläge sind, wer reist sich diese Zuschläge (Strafen) unter den Nagel? Demnach könnte dem Airport es ja gerade recht sein, verspätete Flieger zu empfangen. Diese Zuschläge stünden meiner Meinung nach den Anwohnern zu ...
Beitrag vom 15.09.2018 - 18:37 Uhr
UserEricM
User (1078 Beiträge)
Wenn ich die Sache richtig verstehe gibts da nix zum unter den Nagel reißen.
Die Lärmzuschläge müssen aufkommensneutral umgesetzt werden, sprich: Die Einnahmen über die Lärmzuschläge werden dazu benutzt die Grundgebühr zu verringern.
Tatsächlich hat der Flughafen so keine Mehreinnahmen, sondern erziehlt seine bisherigen 100% der Einnahmen nur in einem anderen Mix von seinen Kunden. Kunden mit mehrheitlich lauten Maschinen zahlen minimal mehr ( sagen wir mal 101% der nominalen Kosten), Kunden mit leisen Maschinen dafür minimal weniger (99%).

Tatsächlich wäre die Ausgestltung der Lärmzuschläge als echte Zusatzeinnahmen, die zweckgebunden für Lärmschutz aufgewendet werden, für die Anwohner sinnvoller.
Beitrag vom 27.09.2018 - 12:11 Uhr
UserRIN67630
User (6 Beiträge)
auch eine Verdoppelung der Lärmzuschläge erreicht nicht die Höhe, die eine Lenkwirkung entfalten lassen könnte. Der Anreiz, die Umlaufplanung so auf Kante zu nähen, dass am Tag einen Umlauf mehr unter billiegende Inkaufnahme von Verspätungen hineingequetscht wird, ist einfach viel zu groß.

Dieser Beitrag wurde am 27.09.2018 12:25 Uhr bearbeitet.