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Beitrag 1 - 12 von 12
Beitrag vom 10.07.2024 - 14:30 Uhr
UserGB
User (463 Beiträge)
Die wichtigste Hälfte der Mission gescheitert, Nutzlast verloren - und das soll dann "nur so wenig nicht funktioniert" sein?

Die Beschwichtigung, es hätte ja immerhin zweimal gezündet und nur das dritte Mal nicht, ist so werthaltig wie die des Chefs eines abstürzenden Dachdeckers, nachdem der ja zwei von drei Stockwerken erst mal überlebt hätte.
Beitrag vom 10.07.2024 - 17:34 Uhr
Userfbwlaie
User (4954 Beiträge)
Ein Erfolg sieht anders aus. Man ist mit einem blauen Auge davongekommern.
Man wird wohl nochmals testen müssen, bevor man sicher sein kann, dass alles funktioniert.
Beitrag vom 10.07.2024 - 19:03 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (666 Beiträge)
@GB
Die wichtigste Hälfte der Mission gescheitert, Nutzlast verloren - und das soll dann "nur so wenig nicht funktioniert" sein?...
Ja, Zwei von 17 Nutzlasten verloren aber 15 erfolgreich ausgesetzt. Und nein, damit hat man beim ersten Mal nicht gerechnet. Daher waren auch keine sehr teuren kommerzielle Satteliten an Bord.

@fbwlaie
... Man wird wohl nochmals testen müssen, bevor man sicher sein kann, dass alles funktioniert.
Genau das drückt der Artikel ja auch aus.

Hätte natürlich auch besser laufen können, war aber trotzdem nicht schlecht.
Beitrag vom 10.07.2024 - 20:49 Uhr
User-wolf-
User (140 Beiträge)
Schon interessant das man die Herangehensweise von Space X auf einmal gar nicht mehr so schlecht findet
Beitrag vom 10.07.2024 - 23:04 Uhr
UserEricM
User (5653 Beiträge)
Die wichtigste Hälfte der Mission gescheitert, Nutzlast verloren - und das soll dann "nur so wenig nicht funktioniert" sein?

Was ist denn Ihrer Meinung nach "die wichtigste Hälfte" der Mission gewesen?
Das war ein Testflug. Die Mission war, Daten zu sammeln. Es gab keine "Nutzlast". Die Wiedereintrittskapseln, die nicht zum Einsatz kamen, waren ebenfalls nur für Tests an Bord.
Und das Trägersystem hat bis auf die 3. Startsequenz der Oberstufe komplett funktioniert wie geplant.
Man kanns mit der Skepsis auch übertreiben...

Die Beschwichtigung, es hätte ja immerhin zweimal gezündet und nur das dritte Mal nicht, ist so werthaltig wie die des Chefs eines abstürzenden Dachdeckers, nachdem der ja zwei von drei Stockwerken erst mal überlebt hätte.

Das neue Vinci Triebwerk hat auf seinem Erstflug seine Wiederstartfähigkeit im freien Fall immerhin praktisch unter Beweis gestellt und das Konzept so validiert.

Man wird wohl nochmals testen müssen, bevor man sicher sein kann, dass alles funktioniert.

Sicher, das war ein erster Test eines neu entwickelten Trägersystems.

Schon interessant das man die Herangehensweise von Space X auf einmal gar nicht mehr so schlecht findet

Und ja der Vergleich mit dem "move fast and break things" von SpaceX ist natürlich naheliegend. Und wie man sieht, garantiert auch eine langsame, klassische Entwicklung keinen 100%igen Erfolg.

Obwohl jetzt der erste Flug der Ariane 6 deutlich näher an 100% lag als alle Erststarts eines neuen SpaceX Modells.

Dieser Beitrag wurde am 10.07.2024 23:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.07.2024 - 10:53 Uhr
User2ndSEG
User (385 Beiträge)
Die wichtigste Hälfte der Mission gescheitert, Nutzlast verloren - und das soll dann "nur so wenig nicht funktioniert" sein?

Die Beschwichtigung, es hätte ja immerhin zweimal gezündet und nur das dritte Mal nicht, ist so werthaltig wie die des Chefs eines abstürzenden Dachdeckers, nachdem der ja zwei von drei Stockwerken erst mal überlebt hätte.

Der unreflektierteste, destruktivste und sinnbefreiteste Kommentar, den ich seit längerer Zeit hier gelesen habe. Bitte lesen Sie EricM's Replik. Ich schliesse mich ihm zu 100% an.
Beitrag vom 11.07.2024 - 18:45 Uhr
User-wolf-
User (140 Beiträge)
Matthias Maurer meinte in einem Kommentar dass das weitere Programm sich ca. 6 Monate verzögern wird. Schauen wir mal.
Beitrag vom 13.07.2024 - 12:53 Uhr
UserGB
User (463 Beiträge)
Die wichtigste Hälfte der Mission gescheitert, Nutzlast verloren - und das soll dann "nur so wenig nicht funktioniert" sein?

Die Beschwichtigung, es hätte ja immerhin zweimal gezündet und nur das dritte Mal nicht, ist so werthaltig wie die des Chefs eines abstürzenden Dachdeckers, nachdem der ja zwei von drei Stockwerken erst mal überlebt hätte.

Der unreflektierteste, destruktivste und sinnbefreiteste Kommentar, den ich seit längerer Zeit hier gelesen habe. Bitte lesen Sie EricM's Replik. Ich schliesse mich ihm zu 100% an.

Der wichtigste Test dieses Starts war die wiederholte Zündung des Triebwerks. Damit sollten verschiedene Umlaufhöhen erreicht werden können. Diese Zündung hat zweimal funktioniert, das dritte Mal nicht mehr, oder anders gesagt, von zwei zusätzlichen Zündungen hat nur eine funktioniert. Genau das aber war "die wichtigste Hälfte der Mssion".

Aber was war an meinem Beispiel destruktiv?
Beitrag vom 13.07.2024 - 13:21 Uhr
UserEricM
User (5653 Beiträge)
Genau das aber war "die wichtigste Hälfte der Mssion".

Ihnen scheint nicht klar zu sein (oder Sie scheinen es zu ignorieren), dass die Ariane 6 eine Neuentwicklung ist und das für das gesamte Gerät der Erstflug war.

Destruktiv finde ich an Ihrem Post daher hauptsächlich das hysterische Aufbauschen eines im Rahmen eines Erstflugs vergleichsweise kleinen Problems zum Scheitern "der wichtigsten Hälfte der Mission" und zusätzlich das unpassende Beispiel mit dem Dachdecker ganz oben.

Was motiviert Sie, einen fast vollständig erfolgreichen ESA-Erstflug derartig schlecht zu reden?

Dieser Beitrag wurde am 13.07.2024 13:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.07.2024 - 14:50 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (1742 Beiträge)
Hat der das eigentlich wirklich so gesagt?

Manche Dinge wie diese erneute Zündung könne man auf der Erde nicht richtig testen, erklärte Tajmar, weil es hier eine Erdanziehungskraft gebe und dort oben eben nicht. "Dann wabert der Treibstoff da ein bisschen herum - das sind Dinge, die man nicht vorhergesehen hat".

Man hat nicht vorhersehen können, dass es da oben keine Schwerkraft gibt und sich der Treibstoff deswegen anders verhält? Oder ist das schlecht aus dem Zusammenhang gerissen bzw übersetzt?
Beitrag vom 13.07.2024 - 15:02 Uhr
UserEricM
User (5653 Beiträge)
Hat der das eigentlich wirklich so gesagt?

Manche Dinge wie diese erneute Zündung könne man auf der Erde nicht richtig testen, erklärte Tajmar, weil es hier eine Erdanziehungskraft gebe und dort oben eben nicht. "Dann wabert der Treibstoff da ein bisschen herum - das sind Dinge, die man nicht vorhergesehen hat".

Man hat nicht vorhersehen können, dass es da oben keine Schwerkraft gibt und sich der Treibstoff deswegen anders verhält?

Vorhergesehen, dass es anders sein würde, hat man das schon, aber wo wollen Sie auf der Erde ohne Schwerkraft ein Raketentriebwerk testen?
Von daher wusste man wohl nicht, wie genau sich der Treibstoff verhält.

Oder ist das schlecht aus dem Zusammenhang gerissen bzw übersetzt?

Für Journalisten vereinfacht?
Beitrag vom 14.07.2024 - 08:58 Uhr
User-wolf-
User (140 Beiträge)
Die ESA hat sich nun mal die Vermeidung von Weltraumschrott ganz oben auf die Agenda geschrieben. Und genau das ist jetzt passiert. Nach Berechnungen kommt die Stufe frühestens 2036 und spätestens 2052 runter.

Die vergangene Woche war die Woche der Oberstufenfehler. ESA, Space X und i-Space (China). Man ist nicht alleine im Club.