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Beitrag 1 - 4 von 4
Beitrag vom 10.01.2019 - 16:38 Uhr
UserAvokus
User (634 Beiträge)
So langsam dämmert es auch anderen. Ownership Limits und Effective Controle do matter. Wurde hierfür schon früher in diesem Forum gescholten. Jetzt kommt der Brexit auf die Industrie zu wie eine schwarze Gewitterwand. Es wird der perfekte Sturm. Schlimm nur, daß es das Kalkül der Engländer zu sein scheint die EU würde ob des drohenden Chaos noch schnell vorher einknicken. Diese typische Bullshit-Pokerface Mentalität will fly in the face all jener die meinen Groß-Britannien so wieder zu alter Stärke zu führen. Die logische Konsequenz des Ganzen, IAG wird es in der jetzigen Form bald nicht mehr geben. Ich höre auch schon wie Al Bakker mit den Hufen scharrt. Meine Vermutung IAG wird sich in zwei unabhängige Holdings aufsplitten, eine britische und eine europäische. Bis dahin wird aber viel Blut fließen (in Form tiefroter Ergebnisse) um es mal martialisch auszudrücken.

Bleiben zwei Dinge zu hoffen:
1. Die betroffenen Unternehmen haben tatsächlich einen Plan B
2. Die Britten entscheiden sich nach großen wirtschaftlichen Einbußen doch noch für einen Verbleib in der EU

Letzteres hoffe ich sehr, denn ein harter Brexit ist geeignet das derzeitige Klima der noch wirtschaftlichen Stabilität zu kippen mit Folgen für ganz Europa und nicht nur die Reisebranche. Auch die Europawahl wird da ihren Teil hinzufügen. M.E. geht nicht nur die Luftfahrtbranche sehr unsicheren Zeiten entgegen. Ist die Party bald vorbei?
Beitrag vom 10.01.2019 - 21:28 Uhr
UserZH Flyers
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User (193 Beiträge)
Ich erwarte dann aber auch das easyjet Europe als britische Airline angesehen wird und easyjet keinerlei Flüge in der EU durchführen darf. Was für Iberia gilt sollte dann für alle gelten.
Beitrag vom 11.01.2019 - 10:51 Uhr
Userr00xster
User (9 Beiträge)
Ich erwarte dann aber auch das easyjet Europe als britische Airline angesehen wird und easyjet keinerlei Flüge in der EU durchführen darf. Was für Iberia gilt sollte dann für alle gelten.

Die Anteile von EasyJet befinden sich mehrheitlich in EU-Hand. Für den Fall, dass dies nicht der Fall wäre, haben die Aktionäre bereits beschlossen, dass UK-Aktionäre zum Verkauf von Anteilen verpflichtet werden können, um dieses Mehrheitsverhältnis wieder herzustellen. Die britische Regierung hat allerdings EasyJet UK den Status als britische Fluggesellschaft zuerkannt, auch wenn die Eigentümermehrheit in der EU liegt.

Bei Iberia (und zwangsläufig auch bei Aer Lingus) ist der Fall allerdings anders gestaltet. Die Mehrheit der Aktionäre der IAG kommt aus UK und sonstigen Drittländern, bspw. Qatar (20%). Lediglich Anisec aus Österreich sollte rechtssicher als EU-Gesellschaft gelten, da die Mehrheit bei einer österreichischen Stiftung liegt.
Beitrag vom 11.01.2019 - 13:02 Uhr
Userfbwlaie
User (3952 Beiträge)
Die Chefs der grossen Gesellschaften wissen sehr wohl, was auf sie zukommt.
Die Brexit-Befürworter wissen, was sie tun!
Ausserdem: Wo gehobelt wird, fallen Späne.