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Beitrag 1 - 13 von 13
Beitrag vom 01.03.2021 - 09:09 Uhr
UserLunte
User (318 Beiträge)
und jene die den Job nicht verlieren dürfen mit Hungerslöhnen rechnen, Fliegen hat nicht der Arzt verschrieben somit kann man vergangene Zeiten vergessen ob man glaubt oder nicht und zudem werden noch
vielste in die Pleite schlittern also ist die Rechnung von 18000 reinste Utopie.
Beitrag vom 01.03.2021 - 09:40 Uhr
User
User ( Beiträge)
"Piloten haben eine sehr breite technische Systemkompetenz in vielen verschiedenen Fachgebieten. Sie sind ingenieurnah qualifiziert und können sich extrem schnell in komplexe Systeme einarbeiten."

Dann muss doch keine(r) für einen Hungerlohn arbeiten wenn er/sie/es so üppig qualifiziert ist. Muss ja nicht auf FL300+ sein.

"Piloten sind Verantwortungs- und Entscheidungsträger, die in einem vorgegebenen Team mit gelebter psychologischer Sicherheit alle verfügbaren Ressourcen nutzen können. Dazu braucht es hohe kommunikative Fähigkeiten, um eine Atmosphäre von Offenheit und Vertrauen zu schaffen. Piloten haben eine ausgeprägte Lösungskompetenz für Probleme und Konflikte."

Dann steht doch einer steilen Karriere als Motivationstrainer/in nichts mehr im Wege. Unmotivierte gibt es doch mehr als genug.
Beitrag vom 01.03.2021 - 10:21 Uhr
UserHanomag
User (147 Beiträge)
Piloten haben eine sehr breite technische Systemkompetenz in vielen verschiedenen Fachgebieten.
Jo. Breit, aber nicht tief. Das ist der Knackpunkt bei der Sache.
Beitrag vom 01.03.2021 - 10:24 Uhr
UserFW 190
User (1717 Beiträge)
Lieber etwas breiter und weniger tief als unendlich tief und 1 bit breit. Damit ist man Lebenstüchtiger


Dieser Beitrag wurde am 01.03.2021 10:25 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.03.2021 - 10:38 Uhr
Usercontrail55
User (2379 Beiträge)
Lieber etwas breiter und weniger tief als unendlich tief und 1 bit breit. Damit ist man Lebenstüchtiger
Das mag für das Leben gut sein, aber für den Job ist es nichts. Es gibt zu viele Allrounder und zu wenig Spezialisten. Gerade wo es um die Bits geht.

Das Problem an der Systemkompetenz ist, sie gilt für das spezielle System. Auf dem einen Muster soll man im Fall x den Knopf drücken, auf dem anderen Muster gerade nicht. Wenn man nun im Kraftwerk am Steuerungspult sitzen soll, dann muss man da bei Null anfangen. Als ungelernte Hilfskraft mit Sonderführerschein (ich meine das garnicht despektierlich, aber darauf läuft es hinaus)? Nie im Leben. Gerade mal bei EnBW geschaut. Jobs gibt es, aber ohne Studium geht da nichts.
Und ein Team, welches sich in einem allen bekannten und klar definierten Regelrahmen befindet und dessen Mitglieder genau für diesen Rahmen selektiert wurden, das ist eine Sache. Ein Team zu führen, und den Rahmen dazu gestalten mit Menschen, die nach anderen Kriterien ausgewählt wurden, das ist etwas ganz anderes.
Ich wünsche allen viel Glück, aber das hört sich sehr schöngefärbt an. Nun gut, die Hoffnung stribt zuletzt.

Dieser Beitrag wurde am 01.03.2021 10:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.03.2021 - 11:12 Uhr
UserMarcus Schwarzmann
User (1 Beiträge)
Es hat mal wieder gezeigt das die Luftfahrt nicht unendlich ist. Ich kann nur jedem empfehlen ein zweites Standbein neben der Fliegerei aufzubauen.

Sprecht mich gerne per PM an, Vll kann ich euch einen anderen Weg zeigen.

Happy landings.
Beitrag vom 01.03.2021 - 11:18 Uhr
Userfliegerschmunz
User (302 Beiträge)
Ich fürchte, dass eine ganze Branche verglüht, denn nichts wird wieder, wie es einmal war.
Wir werden in Zukunft überdimensionierte Flughäfen mit unnützen Drei-Finger-Gates, zu viele Pisten, zu viele Flughäfen, zu viele Läden an den Flughäfen, zu viele und zu große Flugzeuge, zu viele Simulatoren und auch zu viele Piloten haben.
Die, die Pilot bleiben können, werden sich auf erheblich schlechtere Bedingungen einstellen müssen, und das betrifft nicht nur das Gehalt, sondern besonders die Arbeitsbedingungen.
Diese Aufzählungen ließen sich noch beliebig fortsetzen............

Alle Fehlentwicklungen des letzten drei Jahrzehnte seit der Liberalisierung des Luftverkehrsmarktes, die schon lange zu inneren Spannungen im System geführt haben, brechen jetzt durch die Pandemie bedingt mit Macht das System als äußere Spannungen auf und legen die Schwachstellen brutal offen.

Wer so blöd war zu glauben, dass 19 Euro für einen Flugschein die Richtung vorgeben, hat übersehen, dass das Feuer nicht mit Holz, sondern mit Benzin befeuert wurde. Die Flammen waren ebenso hell wie kurzlebig.

Ich komme auf den pensionierten Kapitän zurück, der vor einiger Zeit hier gesagt hat, dass das System sich selbst ruiniert hat. In diesen Ruin hinein kam eine Krise unvorstellbaren Ausmaßes und nun bleibt kein Stein auf dem anderen.
Der Mann (obschon hier schwer gescholten) hatte Recht!
Beitrag vom 01.03.2021 - 14:35 Uhr
User
User ( Beiträge)
Ich komme auf den pensionierten Kapitän zurück, der vor einiger Zeit hier gesagt hat, dass das System sich selbst ruiniert hat.
Was hat sich denn selbst ruiniert? Dass man für einen innerdeutschen Flug kein Monatsgehalt mehr ausgeben muss? Oder das riesige Wachstum das zigtausende Arbeitsplätze geschaffen hat? Was meinte er denn?
In diesen Ruin hinein kam eine Krise unvorstellbaren Ausmaßes und nun bleibt kein Stein auf dem anderen.
Das ist aber wohl eher die Krise und betrifft doch alle anderen genauso, zum Teil noch schlimmer. Schauen Sie doch mal auf die Gastwirte, die sind teilweise kurz vor Null. Und das obwohl die Preise für Essen und Trinken nach der Euro Einführung nicht gerade nach unten gegangen sind.
Der Mann (obschon hier schwer gescholten) hatte Recht!
Womit hatte er denn recht?
Beitrag vom 01.03.2021 - 14:38 Uhr
UserA345
User (725 Beiträge)
Ohne eine entsprechende Weiterbildung/-Qualifizierung wird es für die vom Jobverlust betroffenen Piloten schwierig. Ich kenne welche, die sich bei der Bahn zu Triebwagenführer umschulen lassen. Die verdienen dann perspektivisch ca. €4000/brutto im Monat. Andere haben sich selbstständig gemacht und versuchen einen Mix aus Freelance-Pilot und -Trainer....Ausgang ungewiss. Andere wiederum haben vor der Fliegerei mal was anderes gemacht und versuchen dort wieder Fuß zu fassen. Mit spürbaren Gehaltseinbußen und/oder Unsicherheit haben zunächst fast alle Betroffenen zu kämpfen. Die Fliegerei wird sich fundamental wandeln. Weg von den Traum-Gehältern (in der Kabine bereits Realität) und hin zu spürbar schlechteren (Einsatz-)Bedingungen.
Beitrag vom 01.03.2021 - 14:39 Uhr
User
User ( Beiträge)
Lieber etwas breiter und weniger tief als unendlich tief und 1 bit breit. Damit ist man Lebenstüchtiger
Die gut bezahlten Jobs sind sehr oft die Spezialisten, also die Tiefgänger die weniger in die Breite gehen. Allerdings ist momentan bei bestimmten Gruppen ein Überangebot und kein Ende in Sicht. Das macht aus dem Vorteil einen Nachteil.
Beitrag vom 01.03.2021 - 14:41 Uhr
User
User ( Beiträge)
Die Fliegerei wird sich fundamental wandeln. Weg von den Traum-Gehältern (in der Kabine bereits Realität) und hin zu spürbar schlechteren (Einsatz-)Bedingungen.
Was aber ziemlich wenig damit zu tun hat dass Menschen LCC Tickets kaufen.
Beitrag vom 01.03.2021 - 15:17 Uhr
Userflydc9
User (542 Beiträge)
In 2-3 Jahren fliegen wieder genausoviele Passagiere wie 2019. Dafür wird man auch wieder Piloten brauchen.
Viele alte Piloten wird es nicht mehr geben, da sie entweder aufgegeben haben, oder einen anderen Job (ausserhalb eines Linienflug-Cockpits) gefunden haben.
Und die Jungen - die dann nachkommen, werden nicht mehr jene Bedingingen finden, welche die "Alten" noch hatten.
Denn dank "Never waste a good crises" haben die Fluggesellschaften zwischenweitlich die "guten alten Bedingungen" eliminiert.
Beitrag vom 01.03.2021 - 17:23 Uhr
User
User ( Beiträge)
In 2-3 Jahren fliegen wieder genausoviele Passagiere wie 2019. Dafür wird man auch wieder Piloten brauchen.
Das kann ich mir nicht richtig vorstellen dass man dann die ganzen Jumbos und Superjumbos wieder aus der Wüste holt.
Viele alte Piloten wird es nicht mehr geben, da sie entweder aufgegeben haben, oder einen anderen Job (ausserhalb eines Linienflug-Cockpits) gefunden haben.
Oder die Firma den Schritt zum Schnitt gemacht hat. Verkleinerung oder Pleite, das werden wir noch ein paarmal erleben.
Und die Jungen - die dann nachkommen, werden nicht mehr jene Bedingingen finden, welche die "Alten" noch hatten.
Die können aber heute selber entscheiden ob sie nachkommen oder ob sie es lassen wollen. Die Qual der Wahl sozusagen. Wenn die Bedingungen entsprechend "schlecht" sind, wird sich das schon von selbst einpendeln. Andere Branchen werden ebenfalls überdenken ob man geeignete Bewerber auch für weniger Gage ins Haus bekommt.
Denn dank "Never waste a good crises" haben die Fluggesellschaften zwischenweitlich die "guten alten Bedingungen" eliminiert.
Angeblich sind die bereits seit längeren Jahren nicht mehr so toll. Aber es wird weitere Kürzungen geben, das sehe ich genau so wie Sie.