Beitrag vom 15.01.2026 - 19:10 Uhr
Der MD-11-Konstrukteur habe das latente Bruchrisiko seinerzeit - anders als Boeing 31 Jahre später - ausdrücklich als Flugsicherheitsrisko eingestuft.
Also dazu fällt mir nix mehr ein. Und alle so... Joa geht doch noch. Lass das mal ein Airbus sein... Puh da flippt die FAA aber sofort aus.
Beitrag vom 16.01.2026 - 08:09 Uhr
Bin mal gespannt ob an den restlichen gegroundeten MD11 ein gleicher oder ähnlicher Fehler gefunden wird.
Stehen ja aktuell doch einige Maschinen am Boden, und die sollen sicher baldmöglichst ja wieder in die Luft um Geld zu verdienen...
Beitrag vom 16.01.2026 - 11:43 Uhr
Stehen ja aktuell doch einige Maschinen am Boden, und die sollen sicher baldmöglichst ja wieder in die Luft um Geld zu verdienen...
Boeing wäre es sogar recht, wenn die Maschinen noch länger am Boden stehen. Dann könnte gegenüber der FAA mit einem Notstand in der Luftfracht argumentiert werden, damit die 2027 auslaufende Genehmigung für die 777F und 767-300F verlängert werden können. Beide Maschinen halten die dann geltenden Anforderungen an Emissionen nicht mehr ein. A330F auch nicht mehr. Boeing hat tatsächlich schon einen Antrag auf eine Ausnahme bei der FAA gestellt.
Beitrag vom 16.01.2026 - 12:07 Uhr
A330F hat als neues Flugzeug aber auch keine offenen Bestellungen mehr und wird von Airbus auch nicht weiter verfolgt. Ausnahmegenehmigung daher wohl nicht beabsichtigt.
Airbus konzentriert sich auf die P2F der A330-300 mit ihrer Beteiligung an EFW und entwickelt die A350F.
Zu dem Lagerring: Da weiß ich nicht so sehr ob ich, als ehemalig in die Zulassung Involvierter, weinen, schreien oder nur Ko.... (entschuldigt den Ausdruck) soll. Ein 40 Jahre altes Problem, was damals schon als kritisch eingestuft wurde, verursacht solch eine Katastrophe. Es ist ja nicht eine falsche Einschätzung aufgrund eines neuen Problems sondern eine Umklassifizierung eines bestehenden Problems NACHDEM es dann wie von MD befürchtet, wirklich aufgetreten ist. Es reiht sich nahtlos in die massiven Verfehlungen des Konzerns von der anderen Seite des Atlantiks ein. Und die FAA schaut zu. Da haben mehrere Instanzen ihre Aufgabe nicht erfüllt, mal wieder.
Wenn ein Behördenmitarbeiter das SB auf Schreibtisch bekommen hat und die Umklassifizierung von Kritisch (MD Aussage) zu unkritisch (Boeing Aussage) unterschrieben hat, ohne die frühere Aussage zu prüfen/hinterfragen, dann kann auch er sich mal warm anziehen. Das gibt ein paar Jahr gesiebte Luft. Gerade bei Mehrfacher Todesfolge. Ebenso der Unterschriftenverantwortliche bei Boeing.
UND ZU RECHT, INKL persönlicher Haftung für den entstandenen Schaden.
Das war, wenn sich das so bewahrheitet, kein Fehler sondern schlicht und ergreifend Vorsätzliches Unterlassen. Man klassifiziert solche Aussagen, wie die von MD nicht um, denn die haben sicher mehr Hintergrundwissen und Analysen ihrer Konstruktion zur Verfügung gehabt, als Boeing 30 Jahre später. Und wenn man es macht, hat man besser eine faktenbasierte Erklärung inkl. diverser Materialtests, Nachberechnungen für Schwingungsverhalten/Überlastung usw. usw. dabei.
Das hat mit Verantwortung für Flugsicherheit und Produkthaftung soviel zu tun, wie Mutter Teresa und eine Table Dance Bar auf der Reeeperbahn in Hamburg. nämlich GAR NICHTS.
Ich habe ja, ob meines Alters, schon keine Haare mehr (Erbsache ;-) ) aber wenn ich welche hätte, dann wäre die, nachdem ich gestern den Bericht gelesen habe, heute sicher weg, Da fasst man sich echt an den Kopf.
Ungläubigst, traurig, wütend und Kopfschüttelnd aus Braunschweig
Euer Menschmeier
Dieser Beitrag wurde am 16.01.2026 12:32 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.01.2026 - 15:11 Uhr
A330F hat als neues Flugzeug aber auch keine offenen Bestellungen mehr und wird von Airbus auch nicht weiter verfolgt. Ausnahmegenehmigung daher wohl nicht beabsichtigt.
Airbus konzentriert sich auf die P2F der A330-300 mit ihrer Beteiligung an EFW und entwickelt die A350F.
Zu dem Lagerring: Da weiß ich nicht so sehr ob ich, als ehemalig in die Zulassung Involvierter, weinen, schreien oder nur Ko.... (entschuldigt den Ausdruck) soll. Ein 40 Jahre altes Problem, was damals schon als kritisch eingestuft wurde, verursacht solch eine Katastrophe. Es ist ja nicht eine falsche Einschätzung aufgrund eines neuen Problems sondern eine Umklassifizierung eines bestehenden Problems NACHDEM es dann wie von MD befürchtet, wirklich aufgetreten ist. Es reiht sich nahtlos in die massiven Verfehlungen des Konzerns von der anderen Seite des Atlantiks ein. Und die FAA schaut zu. Da haben mehrere Instanzen ihre Aufgabe nicht erfüllt, mal wieder.
Wenn ein Behördenmitarbeiter das SB auf Schreibtisch bekommen hat und die Umklassifizierung von Kritisch (MD Aussage) zu unkritisch (Boeing Aussage) unterschrieben hat, ohne die frühere Aussage zu prüfen/hinterfragen, dann kann auch er sich mal warm anziehen. Das gibt ein paar Jahr gesiebte Luft. Gerade bei Mehrfacher Todesfolge. Ebenso der Unterschriftenverantwortliche bei Boeing.
UND ZU RECHT, INKL persönlicher Haftung für den entstandenen Schaden.
Das war, wenn sich das so bewahrheitet, kein Fehler sondern schlicht und ergreifend Vorsätzliches Unterlassen. Man klassifiziert solche Aussagen, wie die von MD nicht um, denn die haben sicher mehr Hintergrundwissen und Analysen ihrer Konstruktion zur Verfügung gehabt, als Boeing 30 Jahre später. Und wenn man es macht, hat man besser eine faktenbasierte Erklärung inkl. diverser Materialtests, Nachberechnungen für Schwingungsverhalten/Überlastung usw. usw. dabei.
Das hat mit Verantwortung für Flugsicherheit und Produkthaftung soviel zu tun, wie Mutter Teresa und eine Table Dance Bar auf der Reeeperbahn in Hamburg. nämlich GAR NICHTS.
Ich habe ja, ob meines Alters, schon keine Haare mehr (Erbsache ;-) ) aber wenn ich welche hätte, dann wäre die, nachdem ich gestern den Bericht gelesen habe, heute sicher weg, Da fasst man sich echt an den Kopf.
Ungläubigst, traurig, wütend und Kopfschüttelnd aus Braunschweig
Euer Menschmeier
Danke für diese Einschätzung, die sich für mich wirklich sehr einleuchtend liest. Ich habe zudem irgendwo im Netz den Hinweis gelesen, dass dieses Service Bulletin von Boeing aus dem Jahr 2011 von demselben Boeing-Team stammt, das auch für das Grounding der 787 und die Entscheidungen in Bezug auf die 737 MAX verantwortlich war, die dann 2019 gleichfalls zum Grounding führten.
Nimmt man diesen Hinweis ernst und sollte er stimmen, dann hat dieses Boeing-Team von damals jetzt das dritte Grounding eines Musters zu verantworten. Das dürfte dann ein einsamer Rekord in der Luftfahrt sein und ein Schlaglicht darauf werfen, was für Leute damals zu diesem Boeing-Team gehörten. Die Betreiber der Table Dance Bar auf der Hamburger Reeperbahn legen da wohl deutlich mehr Wert auf die Sicherheit ihrer Kunden.
Dieser Beitrag wurde am 16.01.2026 15:26 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.01.2026 - 15:57 Uhr
Bin mal gespannt ob an den restlichen gegroundeten MD11 ein gleicher oder ähnlicher Fehler gefunden wird.
Stehen ja aktuell doch einige Maschinen am Boden, und die sollen sicher baldmöglichst ja wieder in die Luft um Geld zu verdienen...
Ja, das wird interessant. Auch, weil sich dann die Frage beantwortet, wie sehr die Leute bei der Umklassifizierung daneben gelegen haben. Letztlich ist Sicherheit ja immer eine Frage der Wahrscheinlichkeiten. Und wenn man nun keine weiteren schadhaften Teile finden würde, hätte man nicht so sehr daneben gelegen, wie das nun scheint (immerhin gab es wohl ungefähr 650 Stück DC-10/MD-11/KC-10, die zum Teil über 90.000 Flugstunden hinter sich haben). #Hinterher ist man immer schlauer!
Beitrag vom 16.01.2026 - 17:05 Uhr
#Hinterher ist man immer schlauer!
Im aktuellen Fall war man eher vorher schlauer.
Beitrag vom 16.01.2026 - 18:19 Uhr
#Hinterher ist man immer schlauer!
Im aktuellen Fall war man eher vorher schlauer.
Exakt - und laut NTSB-Interimsbericht gab es auch bereits drei Fälle bei drei verschiedenen MD-11, wo exakt dieses Problem schon zuvor aufgetreten ist. Deshalb hat Boeing sein Service-Bulletin ja überhaupt erst erlassen. Genau genommen ist dieser Crash daher mit Ansage passiert.
Beitrag vom 16.01.2026 - 20:18 Uhr
A330F hat als neues Flugzeug aber auch keine offenen Bestellungen mehr und wird von Airbus auch nicht weiter verfolgt. Ausnahmegenehmigung daher wohl nicht beabsichtigt.
Airbus konzentriert sich auf die P2F der A330-300 mit ihrer Beteiligung an EFW und entwickelt die A350F.
Zu dem Lagerring: Da weiß ich nicht so sehr ob ich, als ehemalig in die Zulassung Involvierter, weinen, schreien oder nur Ko.... (entschuldigt den Ausdruck) soll. Ein 40 Jahre altes Problem, was damals schon als kritisch eingestuft wurde, verursacht solch eine Katastrophe. Es ist ja nicht eine falsche Einschätzung aufgrund eines neuen Problems sondern eine Umklassifizierung eines bestehenden Problems NACHDEM es dann wie von MD befürchtet, wirklich aufgetreten ist. Es reiht sich nahtlos in die massiven Verfehlungen des Konzerns von der anderen Seite des Atlantiks ein. Und die FAA schaut zu. Da haben mehrere Instanzen ihre Aufgabe nicht erfüllt, mal wieder.
Wenn ein Behördenmitarbeiter das SB auf Schreibtisch bekommen hat und die Umklassifizierung von Kritisch (MD Aussage) zu unkritisch (Boeing Aussage) unterschrieben hat, ohne die frühere Aussage zu prüfen/hinterfragen, dann kann auch er sich mal warm anziehen. Das gibt ein paar Jahr gesiebte Luft. Gerade bei Mehrfacher Todesfolge. Ebenso der Unterschriftenverantwortliche bei Boeing.
UND ZU RECHT, INKL persönlicher Haftung für den entstandenen Schaden.
Das war, wenn sich das so bewahrheitet, kein Fehler sondern schlicht und ergreifend Vorsätzliches Unterlassen. Man klassifiziert solche Aussagen, wie die von MD nicht um, denn die haben sicher mehr Hintergrundwissen und Analysen ihrer Konstruktion zur Verfügung gehabt, als Boeing 30 Jahre später. Und wenn man es macht, hat man besser eine faktenbasierte Erklärung inkl. diverser Materialtests, Nachberechnungen für Schwingungsverhalten/Überlastung usw. usw. dabei.
Das hat mit Verantwortung für Flugsicherheit und Produkthaftung soviel zu tun, wie Mutter Teresa und eine Table Dance Bar auf der Reeeperbahn in Hamburg. nämlich GAR NICHTS.
Ich habe ja, ob meines Alters, schon keine Haare mehr (Erbsache ;-) ) aber wenn ich welche hätte, dann wäre die, nachdem ich gestern den Bericht gelesen habe, heute sicher weg, Da fasst man sich echt an den Kopf.
Ungläubigst, traurig, wütend und Kopfschüttelnd aus Braunschweig
Euer Menschmeier
Was die Haare betrifft, da haben wir ja etwas gemeinsam, denn auch mir läuft es nicht nur kalt den Rücken herunter, wenn ich die Bilder wieder sehe, und erst Recht nach dem was bisher bekannt wurde.
Immerhin habe ich mehr als 5000 h in dem Flieger vorne links gesessen, was für ein Glück ich hatte dass alles gut gegangen ist.