Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lauda schickte Flugpersonal als Geld...

Beitrag 1 - 9 von 9
Beitrag vom 02.12.2020 - 09:58 Uhr
UserTheLiner
User (2 Beiträge)
Ich bin seit mehreren Jahren bei Ryanair tätig und kann nur bestätigen was in diesem Artikel geschildert wird. Es entspricht der Wahrheit und sind keine leeren Behauptungen von verärgerten ehemaligen Mitarbeitern. Im gesamten Ryanair Netzwerk wird Geld in roten "Cash Bags" von A nach B (Dublin) geschickt. Ich war mehrmals mit dabei und habe diese großen roten Geldtaschen gesehen.
Beitrag vom 02.12.2020 - 13:06 Uhr
UserA345
User (722 Beiträge)
Das wäre dann Steuerbetrug in den jeweiligen Ländern, welcher sich leicht belegen lassen sollte. Die sollten sich was schämen!
Beitrag vom 02.12.2020 - 14:31 Uhr
UserEricM
User (2630 Beiträge)
Naja, so sehr ich Ryanair auch nicht mag, Cash in erlaubten Mengen durch Europa zu fliegen ist mal zunächst zwar ungewöhnlich aber nicht strafbar.
Die Anschuldigung Steuerhinterziehung liegt zwar nahe, aber einen Beweis stellt dieses Vorgehen alleine erst mal nicht dar.

Was aber etwas stutzig werden lässt, ist die Nebeltaktik, die FR hier betreibt, in dem es diese Transaktionen als erfunden hinstellt und entlassenen Ex-Arbeitnehmern unterschiebt. Das ließe sich im Falle einer Betriebsprüfung etwas zu leicht durch Zeugen widerlegen.
Beitrag vom 02.12.2020 - 15:12 Uhr
UserGB
User (16 Beiträge)
Erstaunlich, ausgerechnet Ryanair, die einen am liebsten noch fürs Klopapier zahlen lassen möchten, treibt für den innerbetrieblichen Bargeldtransfer einen weit größeren Aufwand als für eine simple Euro-Überweisung zu zahlen wäre?

Der Verdacht liegt nahe, dass Bordeinnahmen eben nicht dort versteuert werden sollten, wo sie anfielen, sondern wo günstigere Steuersätze gelten.

Wer an solchen Stellen spart, spart der etwa auch dort, wo es um mehr geht und man es nicht so leicht sieht? Logisch wäre es jedenfalls.
Beitrag vom 02.12.2020 - 15:23 Uhr
UserEin_Fliegereiint..
User (515 Beiträge)
Die WELT schreibt hierzu:

"Die Praxis, diese Anzeigepflicht zu umgehen, indem man größere Summen stückelt und sie Einzelpersonen mitgibt, ist nicht sauber, teilt die deutsche Generalzolldirektion auf Anfrage mit: Eine solche Aufteilung von Bargeld, um einer Anzeigepflicht zu umgehen, sei nicht zulässig. Eine Nicht- oder Falschanzeige sei eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu einer Million Euro geahndet werden könne."
Beitrag vom 02.12.2020 - 18:45 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (238 Beiträge)
Naja, da braucht man ja nicht 2x Mal überlegen, warum Bargeld knapp unter der Meldegrenze in die Zentrale geflogen wird.

Man kann sich die Gründe an einem Finger abzählen.

Denn wer soll schon Nachweisen wieviele Rubellose jetzt auf einem Flug verkauft worden sind....und wo genau.
Beitrag vom 02.12.2020 - 20:26 Uhr
Usercontrail55
User (2310 Beiträge)
Naja, da braucht man ja nicht 2x Mal überlegen, warum Bargeld knapp unter der Meldegrenze in die Zentrale geflogen wird.

Man kann sich die Gründe an einem Finger abzählen.

Denn wer soll schon Nachweisen wieviele Rubellose jetzt auf einem Flug verkauft worden sind....und wo genau.
Habe ich mir auch gedacht, aber laut Website geht bezahlen nur mit Plastik, da sollte die Dokumentation kein Problem sein. Ist das erst seid Corona so, ging vorher auch Cash? Weiß das jemand?
Beitrag vom 03.12.2020 - 04:50 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (238 Beiträge)
Naja, da braucht man ja nicht 2x Mal überlegen, warum Bargeld knapp unter der Meldegrenze in die Zentrale geflogen wird.

Man kann sich die Gründe an einem Finger abzählen.

Denn wer soll schon Nachweisen wieviele Rubellose jetzt auf einem Flug verkauft worden sind....und wo genau.
Habe ich mir auch gedacht, aber laut Website geht bezahlen nur mit Plastik, da sollte die Dokumentation kein Problem sein. Ist das erst seid Corona so, ging vorher auch Cash? Weiß das jemand?

Man konnte glaube ich vorher mit Kreditkarte bezahlen, aber das war umständlich und kostete evtl. extra?
Der Barzahlanteil sollte gerade aus Dtl. sehr hoch sein, da wohl keine EC aber Kreditkarte ging und die ist nicht so weit verbreitet in Dtl.

Selbst dann dürfte der Bargeldanteil bei 50% liegen, eher höher.

Die Frage ist, ob das irgendwie nachweisbar ist. Auf der Hand liegt es.
Und so wird dann doch klar, wie in West- & Zentraleuropa die Kostenbasis so niedrig liegen kann. Es wird alles ausgenutzt, auch wenn es illegal wird.
Beitrag vom 03.12.2020 - 12:09 Uhr
User4
User (270 Beiträge)
Und so wird dann doch klar, wie in West- & Zentraleuropa die Kostenbasis so niedrig liegen kann. Es wird alles ausgenutzt, auch wenn es illegal wird.
Man muss erst einmal sehen ob es illegal ist oder "nur am Rande der Illegalität", eventuell eher subjektiv als objektiv. Die Betroffenen werden wohl längst versucht haben das abzustellen.
Man könnte sich auch fragen, ob "die ehrlichen" irgendwelche Briefkästen z.B. auf den Cayman Inseln haben und wozu eigentlich.

Dieser Beitrag wurde am 03.12.2020 12:09 Uhr bearbeitet.