Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa-Aufsichtsrat nimmt Auflage...

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Beitrag vom 01.06.2020 - 22:21 Uhr
Userdidigolf
User (345 Beiträge)
Spohr ist ein Machtmensch. Er gibt nichts freiwillig ab. Auch nicht einen einzigen Slot weder in FRA noch in MUC - welche viel Geld wert sind. All das hilft um die Konkurrenz von der LH fernzuhalten. Mit der Aufgabe an Slots wird dieser Grundsatz aufgeweicht,

Glücklich wird damit niemand bei der Hansa sein. Auch nicht der AR
Carsten Spohr ist kein Machtmensch, sondern er macht nur seinen Job, wie es jeder von einem Vorstandsvorsitzenden erwartet! Und er macht seinen Job sehr gut, wie man es auch hier wieder gesehen hat, indem die Zahl der ursprünglich abzugebenden Slots reduziert wurde!
Wenn man die Hauptversammlungen erlebt hat sowie auch die monatlichen "Offen gesagt" podcasts, wo er sehr glaubhaft mit grosser Sicherheit, aber auch oft sehr emotional jede Frage beantwortet, ist das schon beeindruckend!
Sollte die Lufthansa in ein paar Jahren zu alter Stärke zurückzukehren, hat er sich ein Denkmal gesetzt! Man muss allerdings dazu sagen dass CS auch ein Teamplayer ist und Entscheidungen natürlich immer in Absprache mit dem gesamten Managementteam fällt.
@Flydc9: Es muss ihnen ja unglaublich weh tun, dass ihr grösster Wunsch nicht in Erfüllung gegangen ist, nämlich dass die LH in die Insolvenz geht, oder?

Beitrag vom 01.06.2020 - 22:30 Uhr
Usercontrail55
User (1737 Beiträge)
Für LH bedeutet das Ganze eine Einschränkung. Auch wenn man ohnehin Flugzeuge reduziert, könnte man die Slots in den Moneymaker Zeitfenstern natürlich voll ausnutzen. Pro Flugzeug bekommt die neue Airline 3 Paare, das heißt sie würde schon morgens früh anfangen, damit sie die Flugzeuge möglichst effizient nutzen kann. Genau da sind aber die wichtigen Slots, Businessverkehr und Anschlüsse nach Langstrecken. Um 11 Uhr wäre es wohl nicht so schlimm.

Entscheident für LH ist, wie Start- und Landeslots zueinander passen.
Erlauben diese Zeiten z.B. ein hochfrequentes und hochproduktives Fliegen auf innerdeutschen Strecken kann das LH richtig viel Geld kosten. Ein Startfenster um 7 und ein Landefenster um 13 Uhr sind da weniger spannend.
Oder so. Es ging mir um den Unsinn mit der Makulatur.
Beitrag vom 02.06.2020 - 07:55 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (190 Beiträge)
"Wir empfehlen unseren Aktionären, diesen Weg mitzugehen, auch wenn er ihnen substanzielle Beiträge zur Stabilisierung ihres Unternehmens abverlangt", sagte Kley.

Was für eine Schmierenkömödie, die hier aufgeführt wird. Welchen "substantiellen" Beitrag leisten die Eigentümer denn im Vergleich zur Alternative, welche den Totalverlust ihres Kapitaleinsatzes bedeutet hätte?

Auch Aktionäre wollen bei Laune gehalten werden, wenn sie in den nächsten Jahren keine Dividende bekommen.
Schlimmstes Szenario: Wenn jetzt alle verkaufen, sinkt der Kurs, Heuschrecken aus Übersee kaufen billig, der Staat muss seine Option von 25% + eine Aktie ziehen, um die Zerschlagung zu verhindern. Sehr verkürzt dargestellt, aber die Gefahr besteht.
Beitrag vom 02.06.2020 - 12:38 Uhr
UserGrob
User (34 Beiträge)
Das läuft füher oder später auf eine Vollverstaatlichung hinaus.

Sofern sich der Markt nicht wider aller Erwartungen extrem positiv entwickelt wird die Lufthansa große Probleme haben diesen Kredit + Zinsen zurückzuzahlen.
Außerdem besteht immer die Möglichkeit dass der Bund mit irgendeiner dreisten Begründung die 5% + 1x Aktie kauft und die restlichen Eigentümer hinaus mobbt.
Beitrag vom 02.06.2020 - 12:42 Uhr
UserGrob
User (34 Beiträge)
Jetzt hätte es die Chance für eine umfassende Verschlankung und Neuausrichtung gegeben.

Man hat sie nicht nur nicht genutzt sondern hat sich auchnoch teilweise verstaatlichen lassen . . .
Beitrag vom 02.06.2020 - 13:55 Uhr
UserSaintEx
User (236 Beiträge)
Was für eine Schmierenkömödie, die hier aufgeführt wird. Welchen "substantiellen" Beitrag leisten die Eigentümer denn im Vergleich zur Alternative, welche den Totalverlust ihres Kapitaleinsatzes bedeutet hätte?

Auch Aktionäre wollen bei Laune gehalten werden, wenn sie in den nächsten Jahren keine Dividende bekommen.
Schlimmstes Szenario: Wenn jetzt alle verkaufen, sinkt der Kurs, Heuschrecken aus Übersee kaufen billig, der Staat muss seine Option von 25% + eine Aktie ziehen, um die Zerschlagung zu verhindern. Sehr verkürzt dargestellt, aber die Gefahr besteht.

Alle Aktionäre, die jetzt noch in DLH investiert sind, wissen schon seit Wochen, daß sie sich auf einen mehrjährigen Dividendenverzicht einstellen müssen und hoffen mittelfristig auf Kursgewinne. Alle anderen haben längst verkauft. Und das DLH-Gesetz, welches u.a. mittels vinkulierter Namensaktien die Übernahme durch Heuschrecken verhindert, hat unverändert Gültigkeit. Es besteht also keine reale Gefahr.
Beitrag vom 02.06.2020 - 13:58 Uhr
UserSaintEx
User (236 Beiträge)
Außerdem besteht immer die Möglichkeit dass der Bund mit irgendeiner dreisten Begründung die 5% + 1x Aktie kauft und die restlichen Eigentümer hinaus mobbt.

Wie ist denn das bei VW mit den restlichen Eigentümern? Da scheint das mit dem Mobbing seit Jahren gar nicht bemerkt zu werden, wie?
Beitrag vom 02.06.2020 - 16:54 Uhr
UserEin Leser dieser..
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User (190 Beiträge)
... Und das DLH-Gesetz, welches u.a. mittels vinkulierter Namensaktien die Übernahme durch Heuschrecken verhindert, hat unverändert Gültigkeit. Es besteht also keine reale Gefahr.

Das LuftNaSiG bietet keinen vollkommenen Schutz. Es sichert nur, dass über 50% der Aktien in deutschen Händen verbleiben müssen und dass die LH bei Kauf ein entsprechendes Mitspracherecht hat. Aktiv eingreifen muss die LH ab einer Quote von 40%.
Die Masse der LH-Aktien sind in Streubesitz. Vom Rettungspaket abgesehen, hält glaube ich nur ein Einziger Investor 10%, alle Andere weniger. Damit hält auch niemand ein Vetorecht.
Wenn man 40% hält, muss man nur 11% finden, die man überzeugen kann, dass eine Zerschlagung kurzfristig am gewinnbringensten ist. Und das ist bei Konzernen so, wenn der Börsenwert deutlich unter dem Unternehmensvermögen liegt.
Ich weiß, dass auch das nur sehr verkürzt dargestellt ist. Aber umsonst hat sich der Bund nicht die 25%+1 abgesichert. Damit wird das beschriebene Szenario natürlich wider sehr unwahrscheinlich.

Dieser Beitrag wurde am 02.06.2020 16:55 Uhr bearbeitet.
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