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Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 06.03.2026 - 09:10 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4121 Beiträge)
"Die Lufthansa spürt wegen des Nahostkonflikts eine stark steigende Nachfrage bei Direktflügen nach Asien und Afrika."

Das ist doch eine, für europäische Airlines, gute Challenge.

Erge: asap Slots (in den potentiellen Zielländern) klarmachen, verfügbare Fluggeräte organisieren oder umorganisieren (von anderen Strecken abziehen, größeres Gerät einsetzen etc.) und diese Verbindungen/ mehr Plätze anbieten. Vermutlich kann man, doch die aktuelle Situation, sogar höhere Preise (als normal) aufrufen.

Aber:

""Die massive Bündelung globaler Verkehrsströme über die Golf-Drehkreuze erweist sich zunehmend als geopolitische Achillesferse",... ....Es sei daher umso wichtiger, europäische Airlines und Drehkreuze nicht weiter zu benachteiligen."

Diese weltpolitische Katastrophe (es sterben Menschen, es gibt Zerstörungen in Milliardenhöhe und andere Schäden) zu nutzen, um Druck auf die (deutsche) Regierung auszuüben und noch weitere (z.B. eine Kerosionsteuer gibt es immer noch nicht...) zu erpressen, ist völlig daneben!

Das Leid von zigtausenden Menschen zu instrumentalisieren - widerlich!
Beitrag vom 06.03.2026 - 11:03 Uhr
UsercosmoB
User (321 Beiträge)
Man merkt es schon heftig an den Preisen. Ich hatte vor dem Irankrieg nach einem Flug mit der LH-Gruppe im April in Business nach Hong Kong gesucht. Es gab reichlich Auswahl um die 3.500€ rtn. Gestern nochmal geschaut und es gibt noch reichlich Sitze, die nun allerdings plötzlich 6.500€ und mehr kosten. Wenn sich die LG-Gruppe jetzt nicht gesundstösst wann dann??
Beitrag vom 06.03.2026 - 11:11 Uhr
UserChristian159
User (1628 Beiträge)
"Die Lufthansa spürt wegen des Nahostkonflikts eine stark steigende Nachfrage bei Direktflügen nach Asien und Afrika."

Das ist doch eine, für europäische Airlines, gute Challenge.

Erge: asap Slots (in den potentiellen Zielländern) klarmachen, verfügbare Fluggeräte organisieren oder umorganisieren (von anderen Strecken abziehen, größeres Gerät einsetzen etc.) und diese Verbindungen/ mehr Plätze anbieten. Vermutlich kann man, doch die aktuelle Situation, sogar höhere Preise (als normal) aufrufen.

Aber:

""Die massive Bündelung globaler Verkehrsströme über die Golf-Drehkreuze erweist sich zunehmend als geopolitische Achillesferse",... ....Es sei daher umso wichtiger, europäische Airlines und Drehkreuze nicht weiter zu benachteiligen."

Diese weltpolitische Katastrophe (es sterben Menschen, es gibt Zerstörungen in Milliardenhöhe und andere Schäden) zu nutzen, um Druck auf die (deutsche) Regierung auszuüben und noch weitere (z.B. eine Kerosionsteuer gibt es immer noch nicht...) zu erpressen, ist völlig daneben!

Das Leid von zigtausenden Menschen zu instrumentalisieren - widerlich!

Eigentlich hat Spohr nur das wiederholt, was er schon seit Jahren fordert, nicht mehr und nicht weniger. Wenn diese Forderungen früher keine Erpressung waren, dann können sie jetzt ja wohl auch keine sein.

Menschenrechtliche Sensibilität hätte ich mir mal von den Berlinern Politikern gewünscht, die möglichst schnell Autokraten die Tür nach Deutschland öffnen wollen. Nur da spielen Menschenrechte anscheinend gar keine Rolle.
Beitrag vom 06.03.2026 - 12:38 Uhr
UserAngros
User (887 Beiträge)
Politische Stabilität und Frieden sind ganz klare Standortvorteile - mag man für zynisch halten, ist aber knallharte Realität. Und mal ganz ehrlich, was für die Volkswirtschaft gilt, gilt hier auch für Unternehmen: man muss Standortvorteile für sich nutzen.

Man hat womöglich einfach in den vergangenen Jahren verdrängt, dass die Golfregion im Ganzen eine ziemlich instabile Gegend ist. Natürlich hat die Werbung und die Glitzerwelt der Golfstaaten das Image dahingehend sehr geprägt.
Beitrag vom 06.03.2026 - 13:48 Uhr
UserEricM
User (7028 Beiträge)
Die Lufthansa spürt wegen des Nahostkonflikts eine stark steigende Nachfrage bei Direktflügen nach Asien und Afrika.
und
Die massive Bündelung globaler Verkehrsströme über die Golf-Drehkreuze erweist sich zunehmend als geopolitische Achillesferse".

Ist ja diese Woche so richtig. Aber denkt denn irgendwer, dass in 4-6 Wochen, wenn auch diese Aktion entweder dem Aufmerksamkeitsdefizit des aktuellen US Präsidenten oder seinem Mangel an Frustrations-Toleranz zum Opfer gefallen sein wird, sich irgendetwas längerfristig ändern wird?

Die ME3 Drehkreuze fahren wieder hoch, Business as usual wird wieder aufgenommen, 2-3 Werbekampagnen werden drübergekippt, und in 6 Monaten haben die meisten Kunden nur noch ein dumpfes "VAE,? Ja, ich glaub da war mal irgendwas" im Kopf...

Nicht mal unsere Verteidigung oder Unterstützung der Maschinenbauer plant Deutschland strategisch... da soll das ausgerechnet bei so etwas volatilem und austauschbarem wie dem Luftverkehr klappen?

Dieser Beitrag wurde am 06.03.2026 13:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.03.2026 - 09:19 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4121 Beiträge)
Man merkt es schon heftig an den Preisen. Ich hatte vor dem Irankrieg nach einem Flug mit der LH-Gruppe im April in Business nach Hong Kong gesucht. Es gab reichlich Auswahl um die 3.500€ rtn. Gestern nochmal geschaut und es gibt noch reichlich Sitze, die nun allerdings plötzlich 6.500€ und mehr kosten. Wenn sich die LG-Gruppe jetzt nicht gesundstösst wann dann??

Ich bin mir nicht wirklich sicher ob die 'Strategie': jetzt die Preise massiv anzuziehen/ hochzusetzen auch langfristig etwas bringt.
Klar im Moment erhöht man seine Einnahmen.
Aber das bleibt auch bei den Kunden hängen, das einen 'Notlage' ausgenutzt wurde.
Moderate Erhöhungen jetzt (natürlich muss/soll man auch was mitnehmen, alles andere wäre absurd!), ala 'wir lassen Euch nicht im Stich und helfen' sind marketingmässig und in der Wettbewerbspositionierung langfristig m.E. wohl sinnvoller, hallen nach und bleiben in Erinnerung.
Eine große Chance auch das Image zu verbessern.
Beitrag vom 07.03.2026 - 12:56 Uhr
UserChristian159
User (1628 Beiträge)
Man merkt es schon heftig an den Preisen. Ich hatte vor dem Irankrieg nach einem Flug mit der LH-Gruppe im April in Business nach Hong Kong gesucht. Es gab reichlich Auswahl um die 3.500€ rtn. Gestern nochmal geschaut und es gibt noch reichlich Sitze, die nun allerdings plötzlich 6.500€ und mehr kosten. Wenn sich die LG-Gruppe jetzt nicht gesundstösst wann dann??

Ich bin mir nicht wirklich sicher ob die 'Strategie': jetzt die Preise massiv anzuziehen/ hochzusetzen auch langfristig etwas bringt.
Klar im Moment erhöht man seine Einnahmen.
Aber das bleibt auch bei den Kunden hängen, das einen 'Notlage' ausgenutzt wurde.
Moderate Erhöhungen jetzt (natürlich muss/soll man auch was mitnehmen, alles andere wäre absurd!), ala 'wir lassen Euch nicht im Stich und helfen' sind marketingmässig und in der Wettbewerbspositionierung langfristig m.E. wohl sinnvoller, hallen nach und bleiben in Erinnerung.
Eine große Chance auch das Image zu verbessern.

Ich halte nicht viel von der Theorie eines 'loyalen' Kunden.
Nächstes Jahr wird die Glitzerwelt von Dubai wieder genauso viele Kunden anziehen wie vor 2 Wochen. Genauso wie nächstes Jahr auch sich keiner mehr daran erinnert, dass Condor zur Zeit für oneway MRU-FRA in der Eco 1.500 Euro verlangt, wenn man dann 50 Euro beim Flug nach Malle sparen kann.

Im übrigen gleicht sich das alles auch wieder aus, da alle zur Zeit die Preise anheben (weil sich dieser nach Angebot und Nachfrage richtet).
oneway, Eco am 18.03.
MRU-FRA: DE 1.481 EUR
MRU-CDG: AF 5.890 EUR (!)
MRU-LON: BA 1.426 EUR

Quelle: Google Flights