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Beitrag vom 26.06.2022 - 10:03 Uhr
UserNiedersachsenHans
User (93 Beiträge)
Ja Leute ... die Kritik in sich ist berechtigt. Aus der heutigen Sicht mir dem heutigen Wissen geht das besser. Ihr wettert gerne gegen "das Management" - wer von Euch hat schon mal einen Konzern geleitet mit mehr als 10.000 Mitarbeitern?

Ich persönlich hatte zwar nicht so viel, war aber schon mal Geschäftsführer eines Unternehmens und kann sagen ... es gibt kein "richtig" nur verschiedene Arten von falsch im Rückblick.

Wer von Euch hat sich schon mal mit dem Management austauschen können? Ich persönlich konnte es mit Kley , Bischof und Teckentrupp und war mal mit Weber in Seeheim joggen. Ganz banale "Fehlentscheidungen" erscheinen im Gespräch auf einmal ganz anders zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung auf Basis von Vorhersagen und Prognosen. Und es ist ja auch nichts Neues ... als da waren diverse Golf-Kriege, der 11. September und isländische Vulkane und SARS Epidemien außerhalb Europas.

Des weiteren finde ich es einen Schlag in das Gesicht tausender anderer Arbeitende, die auch allesamt mit Mindestlohn arbeiten - von Pflegepersonal, Kindererziehung, Verkäufer und zig andere Berufe. Die haben auch allesamt nicht wirklich Geld zum Leben und kommen mit Ach und Krach über die Runden. Wieso wird hier für Flughafenpersonal so ein Fass aufgemacht, aber man geht kräftig weiter zu Rewe, McDonalds und motzt den Busfahrer für seine Verspätung an. Was ihr hier heraus arbeitet ist kein Versagen eines Managements, es ist das Versagen einer gesamten Wirtschaft - oder gar einer ganzen Gesellschaft?

Warren Buffet hat es bereits 2006 richtig zusammengefasst und völlig unverblümt in der Nex York Times gesagt: "There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning."

Solange wir alle aber gut unterhalten "Brot und Spielen" von RTL bis Netflix nicht aus unseren Sesseln kommen, wird sich an diesem Problem nichts ändern!

Was ich bei aller berechtigten Teilkritik absolut unterirdisch finde, ist das Wording mancher hier Mitschreibenden. Die Aggressivität der Beiträge hilft gar nichts, also warum eine Stimmung erzeugen? Wäre schön, wenn sich diejenigen die sich hier aggressiv äußern etwas mäßigen könnten, damit man auch wieder über Inhalte diskutieren kann.

Ich stimme Ihnen zu hundertprozentig zu! Ich habe zwar noch kein Unternehmen geleitet, aber war trotzdem "Führungskraft" und hatte die Gelegenheit, mit Weber und Spohr auf einem Flug ausgiebig zu unterhalten.
Spohr selber sagt ja, dass er sich auch keine solche Krise, wie es sie noch nie gegeben hat gewünscht hat, jetzt ist es so und er trägt die Verantwortung, damit fertig zu werden, da kann man nicht einfach alles hinschmeissen.
Selbstverständlich werden alle Entscheidungen im Vorstand einvernehmlich getroffen, und die großen müssen auch durch den Aufsichtrat genehmigt werden, da gibt es nichts, was CS einfach so möchte.
Dazu muss man sagen, dass es noch nie eine solche Offenheit im Unternehmen gegeben hat, wie jetzt.
Jeden Monat werden über das "Offen gesagt" als Webcast die neuesten Entwicklungen den Mitarbeitern mitgeteilt, und auch als Pensionär bin ich jeden Monat dabei. Und immer bin ich beeindruckt, wie frei und ohne Manuscript CS die Situation darstellt, und auch jede Frage ohne zu zögern präzise beantwortet!
Vergleicht man das mal mit unseren Politikern, egal ob Merkel, Scholz usw, die jedes Wort von ihrem Manuscript ablesen, ist das schon beeindruckend.
Die üblichen LH oder CS Hasser hier und anderen Foren sind häufig abgelehnte Bewerber, ex AirBerliner, Condorianer oder sonst nie mit Lufthansa geflogen, was man auch daran merkt, wie z.B. Airlines wie EK oder andere gelobt werden, obwohl deren Produkt oft viel schlechter ist als bei der LH
Natürlich hätte man auch bei der LH vieles besser gemacht, das wäre allerdings auch oft teurer und in Zeiten wie diesen würde das zu einem noch größeren Verlust an Kunden führen
Wenn man jetzt einfach so weiter macht wie bisher, droht das gleiche Schicksal wie bei AirBerlin, LTU oder anderen längst verschwundenen Airlines, und zur Zeit ist die Devise Geiz ist geil noch viel präsenter als vorher.
Natürlich fliegen die meisten für 9,99€ von Köln nach Palma mit Ryanair, als für 59€ mit EW
Beitrag vom 26.06.2022 - 10:04 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (712 Beiträge)
Ja Leute ... die Kritik in sich ist berechtigt. Aus der heutigen Sicht mir dem heutigen Wissen geht das besser. Ihr wettert gerne gegen "das Management" - wer von Euch hat schon mal einen Konzern geleitet mit mehr als 10.000 Mitarbeitern?

Ich persönlich hatte zwar nicht so viel, war aber schon mal Geschäftsführer eines Unternehmens und kann sagen ... es gibt kein "richtig" nur verschiedene Arten von falsch im Rückblick.

Wer von Euch hat sich schon mal mit dem Management austauschen können? Ich persönlich konnte es mit Kley , Bischof und Teckentrupp und war mal mit Weber in Seeheim joggen. Ganz banale "Fehlentscheidungen" erscheinen im Gespräch auf einmal ganz anders zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung auf Basis von Vorhersagen und Prognosen. Und es ist ja auch nichts Neues ... als da waren diverse Golf-Kriege, der 11. September und isländische Vulkane und SARS Epidemien außerhalb Europas.

Des weiteren finde ich es einen Schlag in das Gesicht tausender anderer Arbeitende, die auch allesamt mit Mindestlohn arbeiten - von Pflegepersonal, Kindererziehung, Verkäufer und zig andere Berufe. Die haben auch allesamt nicht wirklich Geld zum Leben und kommen mit Ach und Krach über die Runden. Wieso wird hier für Flughafenpersonal so ein Fass aufgemacht, aber man geht kräftig weiter zu Rewe, McDonalds und motzt den Busfahrer für seine Verspätung an. Was ihr hier heraus arbeitet ist kein Versagen eines Managements, es ist das Versagen einer gesamten Wirtschaft - oder gar einer ganzen Gesellschaft?

Warren Buffet hat es bereits 2006 richtig zusammengefasst und völlig unverblümt in der Nex York Times gesagt: "There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning."

Solange wir alle aber gut unterhalten "Brot und Spielen" von RTL bis Netflix nicht aus unseren Sesseln kommen, wird sich an diesem Problem nichts ändern!

Sie haben mit vielen Aussagen gewissermaßen Recht. Nur eines ist m.E. grundfalsch: der Verweis auf andere Branchen, da ist das genauso und da wir nicht "aufgemuckt".
Und genau hier liegt der 'Hase im Pfeffer'.

Schauen wir uns die Entwicklung seit 1989/90 einmal an. Seit diesem Zeitpunkt, mit dem Ende des quasi Konkurenzsystem "Sozialismus" (bewusst in Gänsefüsschen gesetzt) begann der Abbau der sozialen Marktwirtschaft. Seit der Jahrtausendwende hat sich die Geschwindigkeit dazu immer mehr gesteigert.

Sie haben viele Krisen seitdem angesprochen:
Börsencrash, Bankenkrise, Eurokrise, Immobilienkrise (vor allem in den USA - löste den Bankencrash aus), div. Vulkanausbrüche (traf fast nur die Luftfahrt/Tourismus), Tusnamie, Pandemie, Skandale in der Lebebsmittelindustrie, Hungerkrise in Afrika und anderen Teilen der Welt, Irakkrieg, Afghanistan- Desaster, Syrien, Irakkrieg, "arabischer Frühling", Ukraine usw.usf..

Was war IMMER die Folge: weiterer "Akkumulation von Reichtum auf der einen Seite und Akkumulation von Armut auf der anderen Seite" (ja das Zitat stammt vom Bösen Karl Marx, trifft aber den Kern: siehe die 'Schere zwischen arm und reich' oder Ihr Zitat von Warren Buffet, das sagt genau dasgleiche aus).

So und jetzt nennen Sie mir bitte einen, nur einen, legitimen Grund, warum unter den o.g. Krisen bzw. Entwicklungen NUR die normalen Menschen mit Verschlechterung Ihrer Lebensbedingungen (was auch - zumindest für einen gewissen Zeitraum, früher oder später, denn irgenwann trifft es alle Menschen, auch die Reichen - für die größte, bevorstehende Krise: die Klimakrise und Ihre Folgen, so gilt) in Folge IMMER nur die einfachen Menschen zu leiden haben bzw. 'etwas abgeben müssen'?
Die "Großkopferten" (also die "Bestimmer") aus Wirtschaft und Politik (bis auf ein paar Bauernopfer) jedoch niemals (siehe oben: 'Schere zw...' bzw. Verteilung/Entwicklung der Vermögensverteilung seit 1989/90).


Was ich bei aller berechtigten Teilkritik absolut unterirdisch finde, ist das Wording mancher hier Mitschreibenden. Die Aggressivität der Beiträge hilft gar nichts, also warum eine Stimmung erzeugen? Wäre schön, wenn sich diejenigen die sich hier aggressiv äußern etwas mäßigen könnten, damit man auch wieder über Inhalte diskutieren kann.

Das finde ich so nicht, das war schon mal sehr viel schlimmer.
Beitrag vom 26.06.2022 - 10:15 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (712 Beiträge)
@NiedersachsenHans:

"Die üblichen LH oder CS Hasser hier und anderen Foren sind häufig abgelehnte Bewerber, ex AirBerliner, Condorianer oder sonst nie mit Lufthansa geflogen...".
Ist das nicht eine grobe Unterstellung, mit der Sie hier jegliche Kritik an der LH AG (ob berechtigt oder unberechtigt) zurückweisen!?

Ich finde das nicht wirklich weiterführend.

Und die loben auch nicht alle die ME3...
Beitrag vom 26.06.2022 - 16:42 Uhr
UsercosmoB
User (160 Beiträge)
Was für ein gruseliges Sammelsurium an Halbwahrheiten, Ahnungslosigkeit und bösartigen Unterstellungen. Ich für meinen Teil fliege seit über 30 Jahre intensiv mit der Lufthansa, da sehr lange in Asien gelebt und die Lufthansa war da auch immer ein Stück Heimat. In den 1990ern noch mit 9.900 DM vollflexiblen Businesstickets unterwegs und in kaum einem Jahr weniger als 20.000€ für Flüge an die LH überwiesen. Auch wenn die Businessclass schon in den 1990ern unter Konkurrenzniveau war, in den 2000ern wurde die Lücke dann zunehmend grösser und heute ist die LH-Businessclass definitiv nicht mehr konkurrenzfähig habe ich der Fluggesellschaft immer die Treue gehalten, da man sich an Bord wohlfühlen konnte und Unregelmässigkeiten meist sehr gut abgefedert wurden. Ich war lange als Geschäftsführer beschäftigt und habe Herrn Spohr auf Veranstaltungen mehrfach auch live erlebt. Seit er am Ruder ist hat sich eigentlich nichts zum Besseren gewendet, aber vieles zum Schlechteren. Viel zu viele Consultants im Haus, sprich 25-Jährige McKinsey und Boston Consulting Freshmen, die immer wieder das Rad neu erfinden. Einmal wird nach Zonen geboardet, dann wieder nicht und neuerdings wieder nach Zonen. Verpflegung wird einmal als Unterscheidungsmerkmal bezeichnet, dann gibt es auf vielen Strecken in Europa selbst in Business nur einen lächerlichen Imbiss, in der Eco scheinbar gar nichts, weil "der Kunde dies so möchte". Einsparungen werden als Optimierungen verkauft, oder neuerdings als "coronabedingt" kommuniziert, obwohl jeder der auf drei zählen kann weiss dass damit ein paar Cent pro Passagier eingespart werden sollen. Mein absolutes Highlight hatte ich letztes Jahr im Juli, als ich berufsbedingt nach Nairobi musste. Was die Lufthansa da an "Service" geboten hat, war selbst den Mitarbeitern hochgradig peinlich. Die Unzufriedenheit mit den konstant sich ändernden Vorgaben führte zur extremen Unruhe bei den Flugbegleitern und mehrere haben ganz offen über die Problem gesprochen. Der Purser kam nach Ende des Fluges zu mir und meinte "ich sehe an ihrer Buchungsklasse, dass sie wahrscheinlich einen sehr hohen Preis für diesen Flug gezahlt haben (es waren über 4.000€)und trotz dieses unterirdischen Serviceangebotes von uns so nett und höflich zu uns waren, das ist heutzutage leider die Ausnahme!" Im November war ich dann mit der LH in Business in New York und aufgrund eines chaotischen Cateringprozesses (Lufthansa hatte dort bereits nicht mehr die LSG verwendet) hatten wir eine heftige Verspätung und fast alle Passagiere mussten in München umgebucht werden. Dieses Jahr dann Ende Januar mit der LH in Dubai und auch das Flugerlebnis war absolut unterirdisch. Ich habe übrigens auch Goldstatus bei OneWorld und kann ganz gut mit BA, AY,IB, aber auch SQ, ANA oder TG vergleichen. Zur miesen Homepage und dem Callcenter auf Drittweltniveau habe ich mich noch gar nicht ausgelassen. Heute durfte ich einen Flug für meine bessere Hälfte, die beruflich am Dienstag aus Paris kommt und in München umsteigen muss umbuchen. Als erstes kam eine SMS "ihr Flug am Dienstag wurde leider annulliert" bitte sehen sie ihre Alternativen online. Gesagt getan, online wurde der Flug noch stundenlang nicht als gecancelt angezeigt, also konnte man auch nicht umbuchen. Das Callcenter hatte dreimal die Ansage "derzeit überlastet, versuchen sie es später nochmal", sprich man schafft es nicht mal in die Warteschleife. Als dann der Flug endlich als annulliert zu erkennen war, gab es keine Alternativflüge, der Button "Zugalternative" führte ins Leere. Nach weiteren 2 Stunden gab es dann eine automatische Umbuchung auf einen Flug 5 Stunden später. Von einer ehemals 5 Sterne Airline (selbst 4 Sterne sind noch zu viel) und bei einem Ticketpreis von knapp 600€ erwarte ich da einfach etwas mehr. Spohr ist eine Mischung aus Ruhrpottschnodrigkeit und "Mia san mia", das mag genügen für einen Getränkeservice oder fürs Festzelt, als CEO einer vermeintlich führenden Airline in Europa ist das aber einfach zu wenig.


Ja Leute ... die Kritik in sich ist berechtigt. Aus der heutigen Sicht mir dem heutigen Wissen geht das besser. Ihr wettert gerne gegen "das Management" - wer von Euch hat schon mal einen Konzern geleitet mit mehr als 10.000 Mitarbeitern?

Ich persönlich hatte zwar nicht so viel, war aber schon mal Geschäftsführer eines Unternehmens und kann sagen ... es gibt kein "richtig" nur verschiedene Arten von falsch im Rückblick.

Wer von Euch hat sich schon mal mit dem Management austauschen können? Ich persönlich konnte es mit Kley , Bischof und Teckentrupp und war mal mit Weber in Seeheim joggen. Ganz banale "Fehlentscheidungen" erscheinen im Gespräch auf einmal ganz anders zum Zeitpunkt der Entscheidungsfindung auf Basis von Vorhersagen und Prognosen. Und es ist ja auch nichts Neues ... als da waren diverse Golf-Kriege, der 11. September und isländische Vulkane und SARS Epidemien außerhalb Europas.

Des weiteren finde ich es einen Schlag in das Gesicht tausender anderer Arbeitende, die auch allesamt mit Mindestlohn arbeiten - von Pflegepersonal, Kindererziehung, Verkäufer und zig andere Berufe. Die haben auch allesamt nicht wirklich Geld zum Leben und kommen mit Ach und Krach über die Runden. Wieso wird hier für Flughafenpersonal so ein Fass aufgemacht, aber man geht kräftig weiter zu Rewe, McDonalds und motzt den Busfahrer für seine Verspätung an. Was ihr hier heraus arbeitet ist kein Versagen eines Managements, es ist das Versagen einer gesamten Wirtschaft - oder gar einer ganzen Gesellschaft?

Warren Buffet hat es bereits 2006 richtig zusammengefasst und völlig unverblümt in der Nex York Times gesagt: "There’s class warfare, all right, but it’s my class, the rich class, that’s making war, and we’re winning."

Solange wir alle aber gut unterhalten "Brot und Spielen" von RTL bis Netflix nicht aus unseren Sesseln kommen, wird sich an diesem Problem nichts ändern!

Was ich bei aller berechtigten Teilkritik absolut unterirdisch finde, ist das Wording mancher hier Mitschreibenden. Die Aggressivität der Beiträge hilft gar nichts, also warum eine Stimmung erzeugen? Wäre schön, wenn sich diejenigen die sich hier aggressiv äußern etwas mäßigen könnten, damit man auch wieder über Inhalte diskutieren kann.

Ich stimme Ihnen zu hundertprozentig zu! Ich habe zwar noch kein Unternehmen geleitet, aber war trotzdem "Führungskraft" und hatte die Gelegenheit, mit Weber und Spohr auf einem Flug ausgiebig zu unterhalten.
Spohr selber sagt ja, dass er sich auch keine solche Krise, wie es sie noch nie gegeben hat gewünscht hat, jetzt ist es so und er trägt die Verantwortung, damit fertig zu werden, da kann man nicht einfach alles hinschmeissen.
Selbstverständlich werden alle Entscheidungen im Vorstand einvernehmlich getroffen, und die großen müssen auch durch den Aufsichtrat genehmigt werden, da gibt es nichts, was CS einfach so möchte.
Dazu muss man sagen, dass es noch nie eine solche Offenheit im Unternehmen gegeben hat, wie jetzt.
Jeden Monat werden über das "Offen gesagt" als Webcast die neuesten Entwicklungen den Mitarbeitern mitgeteilt, und auch als Pensionär bin ich jeden Monat dabei. Und immer bin ich beeindruckt, wie frei und ohne Manuscript CS die Situation darstellt, und auch jede Frage ohne zu zögern präzise beantwortet!
Vergleicht man das mal mit unseren Politikern, egal ob Merkel, Scholz usw, die jedes Wort von ihrem Manuscript ablesen, ist das schon beeindruckend.
Die üblichen LH oder CS Hasser hier und anderen Foren sind häufig abgelehnte Bewerber, ex AirBerliner, Condorianer oder sonst nie mit Lufthansa geflogen, was man auch daran merkt, wie z.B. Airlines wie EK oder andere gelobt werden, obwohl deren Produkt oft viel schlechter ist als bei der LH
Natürlich hätte man auch bei der LH vieles besser gemacht, das wäre allerdings auch oft teurer und in Zeiten wie diesen würde das zu einem noch größeren Verlust an Kunden führen
Wenn man jetzt einfach so weiter macht wie bisher, droht das gleiche Schicksal wie bei AirBerlin, LTU oder anderen längst verschwundenen Airlines, und zur Zeit ist die Devise Geiz ist geil noch viel präsenter als vorher.
Natürlich fliegen die meisten für 9,99€ von Köln nach Palma mit Ryanair, als für 59€ mit EW
Beitrag vom 26.06.2022 - 18:37 Uhr
UserEricM
User (3946 Beiträge)
@cosmoB:
Ein echter 5-Sterne Rant. Respekt :)
Beitrag vom 26.06.2022 - 18:47 Uhr
UserDaedalos1504
User (119 Beiträge)
Was für ein gruseliges Sammelsurium an Halbwahrheiten, Ahnungslosigkeit und bösartigen Unterstellungen. Ich für meinen Teil fliege seit über 30 Jahre intensiv mit der Lufthansa, da sehr lange in Asien gelebt und die Lufthansa war da auch immer ein Stück Heimat. In den 1990ern noch mit 9.900 DM vollflexiblen Businesstickets unterwegs und in kaum einem Jahr weniger als 20.000€ für Flüge an die LH überwiesen. Auch wenn die Businessclass schon in den 1990ern unter Konkurrenzniveau war, in den 2000ern wurde die Lücke dann zunehmend grösser und heute ist die LH-Businessclass definitiv nicht mehr konkurrenzfähig habe ich der Fluggesellschaft immer die Treue gehalten, da man sich an Bord wohlfühlen konnte und Unregelmässigkeiten meist sehr gut abgefedert wurden. Ich war lange als Geschäftsführer beschäftigt und habe Herrn Spohr auf Veranstaltungen mehrfach auch live erlebt. Seit er am Ruder ist hat sich eigentlich nichts zum Besseren gewendet, aber vieles zum Schlechteren. Viel zu viele Consultants im Haus, sprich 25-Jährige McKinsey und Boston Consulting Freshmen, die immer wieder das Rad neu erfinden. Einmal wird nach Zonen geboardet, dann wieder nicht und neuerdings wieder nach Zonen. Verpflegung wird einmal als Unterscheidungsmerkmal bezeichnet, dann gibt es auf vielen Strecken in Europa selbst in Business nur einen lächerlichen Imbiss, in der Eco scheinbar gar nichts, weil "der Kunde dies so möchte". Einsparungen werden als Optimierungen verkauft, oder neuerdings als "coronabedingt" kommuniziert, obwohl jeder der auf drei zählen kann weiss dass damit ein paar Cent pro Passagier eingespart werden sollen. Mein absolutes Highlight hatte ich letztes Jahr im Juli, als ich berufsbedingt nach Nairobi musste. Was die Lufthansa da an "Service" geboten hat, war selbst den Mitarbeitern hochgradig peinlich. Die Unzufriedenheit mit den konstant sich ändernden Vorgaben führte zur extremen Unruhe bei den Flugbegleitern und mehrere haben ganz offen über die Problem gesprochen. Der Purser kam nach Ende des Fluges zu mir und meinte "ich sehe an ihrer Buchungsklasse, dass sie wahrscheinlich einen sehr hohen Preis für diesen Flug gezahlt haben (es waren über 4.000€)und trotz dieses unterirdischen Serviceangebotes von uns so nett und höflich zu uns waren, das ist heutzutage leider die Ausnahme!" Im November war ich dann mit der LH in Business in New York und aufgrund eines chaotischen Cateringprozesses (Lufthansa hatte dort bereits nicht mehr die LSG verwendet) hatten wir eine heftige Verspätung und fast alle Passagiere mussten in München umgebucht werden. Dieses Jahr dann Ende Januar mit der LH in Dubai und auch das Flugerlebnis war absolut unterirdisch. Ich habe übrigens auch Goldstatus bei OneWorld und kann ganz gut mit BA, AY,IB, aber auch SQ, ANA oder TG vergleichen. Zur miesen Homepage und dem Callcenter auf Drittweltniveau habe ich mich noch gar nicht ausgelassen. Heute durfte ich einen Flug für meine bessere Hälfte, die beruflich am Dienstag aus Paris kommt und in München umsteigen muss umbuchen. Als erstes kam eine SMS "ihr Flug am Dienstag wurde leider annulliert" bitte sehen sie ihre Alternativen online. Gesagt getan, online wurde der Flug noch stundenlang nicht als gecancelt angezeigt, also konnte man auch nicht umbuchen. Das Callcenter hatte dreimal die Ansage "derzeit überlastet, versuchen sie es später nochmal", sprich man schafft es nicht mal in die Warteschleife. Als dann der Flug endlich als annulliert zu erkennen war, gab es keine Alternativflüge, der Button "Zugalternative" führte ins Leere. Nach weiteren 2 Stunden gab es dann eine automatische Umbuchung auf einen Flug 5 Stunden später. Von einer ehemals 5 Sterne Airline (selbst 4 Sterne sind noch zu viel) und bei einem Ticketpreis von knapp 600€ erwarte ich da einfach etwas mehr. Spohr ist eine Mischung aus Ruhrpottschnodrigkeit und "Mia san mia", das mag genügen für einen Getränkeservice oder fürs Festzelt, als CEO einer vermeintlich führenden Airline in Europa ist das aber einfach zu wenig.


Das kann ich zu 100% so unterschreiben. Mir war in der Vergangenheit der etwas schlechtere Service in der Business auch egal. Mir war und ist das wichtigste Kriterium Zuverlässigkeit und Hilfe bei Unregelmäßigkeiten. Und in diesen Bereichen ist es bei der Lufthansa steil nach unten gegangen.

Meine letzte Flugannullierung hat mich vor einem Monat in der Lounge erwischt. Bin natürlich gleich nach vorne gegangen, weil in meiner App nichts möglich war. Die Dame hat sich größte Mühe gegeben, mich auf eine zeitnahe Alternative über München zu buchen, aber leider vergebens. Erst kurz vor Toreschuss wurde die Alternative in der App angezeigt.

Mittlerweile verzichte ich bei wichtigen Terminen auf Lufthansa.
Beitrag vom 26.06.2022 - 21:17 Uhr
UserFRAHAM
User (270 Beiträge)
@cosmoB - kleine Bitte - gelegntliche Absätze würden die Lesbarkeit enorm steigern. Da würde ich mich zukünftig drüber freuen (wirklich nur eine Bitte, kein Angriff...)

Inhaltlich sind wir gefühlt gar nicht mal so weit auseinander. Ich habe Spohr auch nicht mehr erleben dürfen/müssen. Um es klar zu sagen, ich bin dort auch weg, weil ich mit dem Gebahren der Geschäftsführung bei vielen Dingen nicht mehr einverstanden war. Dazu zählt, dass keine Entscheidungsvorlagen mehr erstellt werden können, ohne dass da irgendein Consultant-Testtat dran hängt. Alleine das Thema Sinn und Zweck von Consultants (in der "Güte" von BCG oder Mackies) und das Folien-Recycling durch diese könnte eine abendfüllende Diskussion werden. Da bin ich komplett bei Ihnen und vielen anderen hier.

Wogegen ich mich aber wehre, sind alle die Leute und Meinungen, die in einer Krise niemals Entscheidungen treffen mussten, deren Ausgang zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht vorhersehbar ist und die Umsetzung Zeit braucht und niemals richtig sein kann. Hätte man alles Personal komplett behalten und die Erholung hätte sich wegen einer hoch ansteckenden Varianten mit schweren Verläufen nicht ergeben, dann wäre die Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz (ohne intensive staatliche Unterstützung) recht hoch. Dann hätten die meisten Leute ihre Artikel 1:1 auch geschrieben und über die Unfähigkeit des Managements hergezogen.

Was ich damit resümieren möchte. Der Vorstand mag schlechte Entscheidungen treffen und alle positiven Werte des Unternehmens verspielen. Aber die Entscheidung innerhalb der Kriese würde ich niemals nachträglich dem Vorstand anlasten wollen, denn keiner von uns hier ist ernsthaft in der Lage gewesen in der Situation ein bessere Bild auf die Zukunft zu haben.
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