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Beitrag vom 30.01.2017 - 20:58 Uhr
UserPhrasenjäger
User (53 Beiträge)
Die Lufthansa kann einen Tarifabschluss mit der von den Piloten geforderten Erhöhung von 20 Prozent nicht gebrauchen. Denn, so Spohrs richtige Litanei, angesichts effizienterer Wettbewerber von Billigfliegern bis zu den Golflinien kann es die Lufthansa nicht leisten, wenn ihre Ausgaben für Pilotengehälter von bislang rund einer Milliarde Euro im Jahr um 200 Millionen Euro ansteigen. Bereits die umgerechnet rund zwei Euro pro Passagier mehr beim Flugpreis wären viele Kunden ein Grund anderswo zu buchen. Darum schrumpft die Lufthansa-Marke als Kern des Konzerns bereits seit gut drei Jahren und ist nach einst fast 400 Fliegern bei 334 Maschinen angekommen.

 http://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/schlichtung-steht-vor-ende-der-lufthansa-drohen-hohe-belastungen/19323598-all.html

Komisch, DIESEN Teil des Artikels haben Sie hier gar nicht gepostet:

Die Piloten wiederum kritisieren zu Recht den Zeitpunkt, an dem LH-Vorstand Hohmeister mit dem Aushungern der Marke Lufthansa droht. Kurz vor Abschluss einer Schlichtung sorgt das für unnötig böses Blut und erschwert die Verhandlung(......)
Zumal die Lufthansa-Probleme keineswegs nur von den Cockpitgehältern herrühren. Jahrelang hat Europas umsatzstärkste Fluggesellschaft wenig Geld in den Service gesteckt, die Konzernstrukturen üppig wuchern lassen und ihr bestes Anti-Billigflieger-Mittel Germanwings unnötig klein gehalten. Sie ließ ihren Discounter nicht wachsen und zwang ihm teure Extras auf, wie die lähmende Eingemeindung in den Konzern durch den heutigen Tarifvertrag, Privilegien für Lufthansa-Vielflieger oder die Einbindung in den Konzernvertrieb.

Warum wohl?
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Modhinweis: Beitrag bearbeitet
Weideblitz
Moderator

Dieser Beitrag wurde am 31.01.2017 23:45 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.01.2017 - 22:52 Uhr
UserLH830
👮👮👮
User (629 Beiträge)
Das man als ausgebildeter Pilot an die LH gebunden ist und nicht wechseln kann, wurde vermutlich schon x-mal in anderen Beiträgen erwähnt


Sorry aber das ist quatsch, und das wissen sie auch. Als ausgebildeter Pilot bei LH kann man gehen wann man will. Es gibt nirgendwo einen Passus im Arbeitsvertrag der einem verbietet, den Hut zu nehmen.

Schon wieder nicht aufgepasst. LH-Flugschüler dürfen nur bei LH fliegen,da die MPL an den Operator gebunden ist. Erst nach 1500 Flugstunden hat man eine ATPL.
Wie lange braucht man eigentlich für 1500 Flugstunden? Wenn es hoch kommt vielleicht zwei Jahre? In diesen zwei Jahren muss man mit 45000 Euro Grundgehalt auskommen? Plus Spesen, Zulagen usw. gar nicht übel für einen blutjungen Berufsanfänger. Danach hat man eine unlimitierte ATPL und kann wechseln wohin man will? Warum macht das keiner? Ach so, man möchte lieber in den KTV weil der doch gar nicht so viel besser ist als anderswo. Na klar doch, klingt sehr überzeugend. Und ja klar, hier schreibt mal wieder ein Neider.
Beitrag vom 30.01.2017 - 23:36 Uhr
UserLH830
👮👮👮
User (629 Beiträge)
Wie lange braucht man eigentlich für 1500 Flugstunden? Wenn es hoch kommt vielleicht zwei Jahre? In diesen zwei Jahren muss man mit 45000 Euro Grundgehalt auskommen? Plus Spesen, Zulagen usw. gar nicht übel für einen blutjungen Berufsanfänger. Danach hat man eine unlimitierte ATPL und kann wechseln wohin man will? Warum macht das keiner? Ach so, man möchte lieber in den KTV weil der doch gar nicht so viel besser ist als anderswo. Na klar doch, klingt sehr überzeugend. Und ja klar, hier schreibt mal wieder ein Neider.
Danke für den erheiternden Beitrag. xxxxxxxxxxx
Worüber soll ich mich aufregen? Dass 800 Berufsanfänger zu realistischen Konditionen ins Berufsleben einsteigen sollen?
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Modhinwies: Zitat bearbeitet
Weideblitz
Moderator

Dieser Beitrag wurde am 31.01.2017 23:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.01.2017 - 23:54 Uhr
UserLH830
👮👮👮
User (629 Beiträge)
Oje, die "Nummer 1 Netz-Airline in Europa", welche der "Qualitätsführerschaft höchste Bedeutung" zukommen lassen möchte hat das Problem, dass ihr bei einem durchschnittlichen Ticket-Preis von 458€ die Kunden davon rennen, wenn die Tickets zwei Euro teurer werden.
Wenn Ihre These Substanz hätte, stünden die ganzen LCC Flieger längst am Boden. Bei den Billigtickets sind zwei Euro eine ganze Menge und die teuren Tickets (deutlich in der Unterzahl) würden sich einiges mehr als zwei Euro verteuern. Neu ausgelieferte Flieger haben keine First Class mehr drin und das dürfte seinen Grund haben. Man kann also schon sehen in welche Richtung der Ticketpreis unterwegs ist. Herr Spohr weiß das nur zu genau, und er weiß auch was zu tun ist.

Dieser Beitrag wurde am 30.01.2017 23:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 31.01.2017 - 01:25 Uhr
UserMuck
User (287 Beiträge)
Wenn Ihre These Substanz hätte, stünden die ganzen LCC Flieger längst am Boden.

Geht es nur mir so, oder kann man ihren Gedanken nicht folgen?

Bei den Billigtickets sind zwei Euro eine ganze Menge

Nochmal: Eine Forderung ist kein Abschluss, also reden wir um deutlich weniger als zwei und wahrscheinlich auch weniger als einen Euro.

Neu ausgelieferte Flieger haben keine First Class mehr drin und das dürfte seinen Grund haben.

Ja: Die Business-Class wurde so stark aufgewertet, dass eine First Class keinen Mehrwert mehr liefert und deshalb kaum mehr nachgefragt wurde.

Man kann also schon sehen in welche Richtung der Ticketpreis unterwegs ist.

Und sie meinen nach unten, ja? Das Flagschiff der Lufthansa hat 78 bzw. 92 Business-Class-Sitze und dazu noch 52 Sitze eine Klasse, die es vorher bei LH gar nicht gab: Die Premium Economy.

Es wäre gut, wenn sie sich erst mal inforrrmierrren bevor Sie in die Tasten hauuuuen.

Beitrag vom 31.01.2017 - 09:51 Uhr
UserFlystar
PM
User (79 Beiträge)
Was hier fehlt, ist mal beide Seiten zu verstehen, ohne gleich sauer zu werden.

Dass jeder, dem Besitzstand weggenommen wird, das unfair findet (ob das Geld ist, früh in Rente zu gehen, Business Class fliegen zu dürfen, oder was es auch immer ist) sollte verständlich sein.

In unserem Unternehmen gab es früher Softdrinks umsonst, alle zwei Jahre automatische Gehaltserhöhung über eine Tabelle, sämtliche Reisezeiten bezahlt, Flüge über 5 Stunden durften wir Business fliegen, etc. Wurde alles gekürzt, weil unsere Kunden das nicht mehr bezahlen. Von daher kann ich den Ärger der Piloten zunächst verstehen.
Gleichzeitig sollten die Piloten auch nachvollziehen, dass es eben Leute gibt, die das schon hinter sich haben. Die dann - und zwar bitte, ohne dass es als Neid verstanden werden sollte - denken, bitte, stellt Euch der Realität. Denn egal, wie sich ein Management anstrengt, wenn immer weniger Kunden den Preis nicht zahlen, muss das Management was tun. Und irgendwann kann man nicht mehr mehr Sitze in den Flieger packen, die Umläufe optimieren, billiger einkaufen, etc. Und es geht ja nun mal nicht nur den Piloten, sondern auch anderen Mitarbeitern oder auch den Lieferanten (und da schließt sich z.B. der Kreis zu Leuten wie mir) mehr oder weniger direkt ans Geld, und dass der Kostenblock Pilotengehälter ein großer ist, und das kein Management ignorieren kann, sollte nun mal zu mindestens nachvollziehbar sein. Und ab da sollte man miteinander reden, statt sich zu bekriegen. Was für beide Seiten gelten sollte.
Beitrag vom 31.01.2017 - 10:11 Uhr
Userav8
User (6 Beiträge)
Wie lange braucht man eigentlich für 1500 Flugstunden? Wenn es hoch kommt vielleicht zwei Jahre? In diesen zwei Jahren muss man mit 45000 Euro Grundgehalt auskommen? Plus Spesen, Zulagen usw. gar nicht übel für einen blutjungen Berufsanfänger. Danach hat man eine unlimitierte ATPL und kann wechseln wohin man will? Warum macht das keiner? Ach so, man möchte lieber in den KTV weil der doch gar nicht so viel besser ist als anderswo. Na klar doch, klingt sehr überzeugend. Und ja klar, hier schreibt mal wieder ein Neider.
Danke für den erheiternden Beitrag. Das Thema muss dich ja wirklich sehr aufregen. Denn zum Thema trägt er nichts bei. Einfach mal auskotzen was? :)
Worüber soll ich mich aufregen? Dass 800 Berufsanfänger zu realistischen Konditionen ins Berufsleben einsteigen sollen?

Habe mich jetzt extra registriert, nur um auf diesen Schwachsinn hier zu antworten.

Ich warte seit 2,5 Jahren darauf, dass Lufthansa mich für die letzte Phase meiner Ausbildung einteilt. Ohne diese letzte Ausbildungsphase bin ich Fußgänger. Seit 2,5 Jahren warten hunderte junge Menschen darauf, dass Lufthansa ihren Teil der Schulungsvereinbarung einhält. Das tut sie aber nicht. Seit Ende 2016 gibt es keine Lehrgangsstarts mehr. Uns wurde mitgeteilt dass es im 3. oder 4. Quartal 2017 weiter gehen soll.

Wenn ich mich bereit erkläre für mindestens zwei Jahre für Eurowings Europe zu fliegen, könnte ich allerdings auf einen Fast-Track gebracht werden und ich könnte meine letzte Ausbildungsphase binnen weniger Wochen beginnen. Uns wird mitgeteilt, dass es keine neuen Lehrgangsstarts wegen Kapazitätenmangel gibt. Die Simulatoren sind leer. An welcher Kapazität mangelt es dann? Offensichtlich Fluglehrer, die auf der Linie wegen Personalmangels benötigt werden. Die Katze beißt sich in den Schwanz. Wir Flugschüler sind zu einem Spielball der Geschäftsführung geworden und werden seit Jahren schon erpresst.

Also kommen Sie mir nicht damit, dass ich die Freiheiten habe, meinen Arbeitsplatz zu wählen. Eine ATPL hätte man nach einer gewöhnlichen Karriere nach 1500h ebenfalls nicht, da wir nicht annähernd die benötigten PIC-Stunden haben werden, es sei denn die leistet man sich privat.

Ich würde liebend gerne bei Condor, Tuifly, AirBerlin, EAT (DHL) anfangen zu arbeiten. Ich könnte mich auch problemlos bei all diesen Flugbetrieben mit einer operator-entbundenen MPL mittlerweile bewerben, da diese Betriebe die MPL authorisiert haben. ABER es ist mir und Hunderten anderen nicht möglich sich dort zu bewerben, weil die Lufthansa schon jahrelang unsere Ausbildung verschleppt.

Und wenn jemand wie flydc9 hier postet, dass diese Probleme "ja nur einen kleinen Teil ausmachen und die nächsten wieder auf ATPL geschult werden" könnte ich kotzen. 850 (!!) NFF unterliegen dieser Problematik. Davon hat ca. die Hälfte mittlerweile eine Lizenz nach ähnlichen Wartezeiten, wie ich sie erfahren habe. Aber wenn ich Glück habe bietet mir diese Firma ja netterweise Ende des Jahres die Möglichkeit meine Ausbildung abzuschließen...
Beitrag vom 31.01.2017 - 12:03 Uhr
Usersf260
User (743 Beiträge)
Laut seiner Meinung schreiben hier nur KTV Piloten ;)
Manch einer schafft es ja nicht mal, die Zahlen zu den Gehältern aus nem Link zu entnehmen, weil man es lieber von einem KTVler geschrieben sieht. Denn die haben ja was zu verbergen ;)
Beitrag vom 31.01.2017 - 13:23 Uhr
UserLH830
👮👮👮
User (629 Beiträge)
Wenn Ihre These Substanz hätte, stünden die ganzen LCC Flieger längst am Boden.
Geht es nur mir so, oder kann man ihren Gedanken nicht folgen?
Kann schon sein dass es noch ein paar andere gibt, MOL gehört jedenfalls nicht dazu. Der setzt sich lieber hin und zählt die Kohle.
Bei den Billigtickets sind zwei Euro eine ganze Menge
Nochmal: Eine Forderung ist kein Abschluss, also reden wir um deutlich weniger als zwei und wahrscheinlich auch weniger als einen Euro.
Und was hat die Airline davon wenn sie die Tickets um durchschnittlich zehn Cent erhöht? 6 Mios mehr in der Kasse wenn es klappt? Und allein die Chauffeure wollen 200 Mios mehr pro Jahr? Ich fürchte jetzt kann ich Ihren Gedanken nicht mehr folgen. CS übrigens auch nicht. Er hat sich erst heute zur Preisstrategie der LH Tickets geäußert.
Neu ausgelieferte Flieger haben keine First Class mehr drin und das dürfte seinen Grund haben.
Ja: Die Business-Class wurde so stark aufgewertet, dass eine First Class keinen Mehrwert mehr liefert und deshalb kaum mehr nachgefragt wurde.
Und wurden die Business Ticketpreise ebenfalls entsprechend aufgewertet oder lässt sich das am Markt nicht umsetzen?
Man kann also schon sehen in welche Richtung der Ticketpreis unterwegs ist.
Und sie meinen nach unten, ja? Das Flagschiff der Lufthansa hat 78 bzw. 92 Business-Class-Sitze und dazu noch 52 Sitze eine Klasse, die es vorher bei LH gar nicht gab: Die Premium Economy.
Ja, nach unten. Siehe Statement von CS. Premium Eco statt Business, Business statt First. Einige wenige vielleicht von Eco in Premium Eco, aber die paar machen den Kohl nicht fett.
Es wäre gut, wenn sie sich erst mal inforrrmierrren bevor Sie in die Tasten hauuuuen.
Mit Gruß zurück.
Beitrag vom 31.01.2017 - 13:32 Uhr
UserLH830
👮👮👮
User (629 Beiträge)
Ich warte seit 2,5 Jahren darauf, dass Lufthansa mich für die letzte Phase meiner Ausbildung einteilt. Ohne diese letzte Ausbildungsphase bin ich Fußgänger. Seit 2,5 Jahren warten hunderte junge Menschen darauf, dass Lufthansa ihren Teil der Schulungsvereinbarung einhält. Das tut sie aber nicht. Seit Ende 2016 gibt es keine Lehrgangsstarts mehr. Uns wurde mitgeteilt dass es im 3. oder 4. Quartal 2017 weiter gehen soll.
Wenn ich mich bereit erkläre für mindestens zwei Jahre für Eurowings Europe zu fliegen, könnte ich allerdings auf einen Fast-Track gebracht werden und ich könnte meine letzte Ausbildungsphase binnen weniger Wochen beginnen. Uns wird mitgeteilt, dass es keine neuen Lehrgangsstarts wegen Kapazitätenmangel gibt. Die Simulatoren sind leer. An welcher Kapazität mangelt es dann? Offensichtlich Fluglehrer, die auf der Linie wegen Personalmangels benötigt werden. Die Katze beißt sich in den Schwanz. Wir Flugschüler sind zu einem Spielball der Geschäftsführung geworden und werden seit Jahren schon erpresst.
Also kommen Sie mir nicht damit, dass ich die Freiheiten habe, meinen Arbeitsplatz zu wählen. Eine ATPL hätte man nach einer gewöhnlichen Karriere nach 1500h ebenfalls nicht, da wir nicht annähernd die benötigten PIC-Stunden haben werden, es sei denn die leistet man sich privat.
Ich würde liebend gerne bei Condor, Tuifly, AirBerlin, EAT (DHL) anfangen zu arbeiten. Ich könnte mich auch problemlos bei all diesen Flugbetrieben mit einer operator-entbundenen MPL mittlerweile bewerben, da diese Betriebe die MPL authorisiert haben. ABER es ist mir und Hunderten anderen nicht möglich sich dort zu bewerben, weil die Lufthansa schon jahrelang unsere Ausbildung verschleppt.
Und wenn jemand wie flydc9 hier postet, dass diese Probleme "ja nur einen kleinen Teil ausmachen und die nächsten wieder auf ATPL geschult werden" könnte ich kotzen. 850 (!!) NFF unterliegen dieser Problematik. Davon hat ca. die Hälfte mittlerweile eine Lizenz nach ähnlichen Wartezeiten, wie ich sie erfahren habe. Aber wenn ich Glück habe bietet mir diese Firma ja netterweise Ende des Jahres die Möglichkeit meine Ausbildung abzuschließen...
Und warum gehen Sie nicht auf den Fast Track? Meinen Sie die VC wird Ihnen mit deren Aussitzetechnik noch den KTV Cockpitplatz bescheren? Das sorgt nur noch für ein kontrolliertes Ausbluten der LH Kernmarke. Sehen Sie sich doch einfach mal an wie die einzelnen Flugzeugflotten sich entwickelt haben. Da können Sie streiken bis Sie ohnmächtig sind.
Es scheint eine ganze Menge Leute unter Ihnen zu geben, die die Realität immer noch nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Nehmen Sie Ihre Zukunft selbst in die Hand und warten Sie nicht auf ein paar Prediger aus der VC.
Beitrag vom 31.01.2017 - 14:12 Uhr
Usergpower
User (1650 Beiträge)
Was hier fehlt, ist mal beide Seiten zu verstehen, ohne gleich sauer zu werden.
Das haben Sie schön formuliert. Aber es scheint so unendlich schwer.

Dass jeder, dem Besitzstand weggenommen wird, das unfair findet (ob das Geld ist, früh in Rente zu gehen, Business Class fliegen zu dürfen, oder was es auch immer ist) sollte verständlich sein.
So weit würde ich garnicht gehen. Es ist eher das wie.

In unserem Unternehmen gab es früher Softdrinks umsonst, alle zwei Jahre automatische Gehaltserhöhung über eine Tabelle, sämtliche Reisezeiten bezahlt, Flüge über 5 Stunden durften wir Business fliegen, etc. Wurde alles gekürzt, weil unsere Kunden das nicht mehr bezahlen. Von daher kann ich den Ärger der Piloten zunächst verstehen.
Gleichzeitig sollten die Piloten auch nachvollziehen, dass es eben Leute gibt, die das schon hinter sich haben.
Jetzt kommen wir in die entscheidende Phase. Ich bin kein Pilot, aber im Unternehmen und nahe dran. Mal die Quote rausgerechnet findet sich kein Pilot, der die Situation nicht versteht. Die Lage ist allen klar und es gab ja hier auch ein Entgegenkommen. Das wollte man an einigen Stellen, wurde aber dann von höheren Stellen gebremst. Das könnte bedeuten, es gibt einen anderen Weg um noch mehr zu sparen. Soweit die Historie.
Sie sprechen die an, die es hinter sich haben. Was haben die hinter sich? Sie haben eine Gehaltserhöhung bekommen, "am Limit aber jetzt haben wir eine zukunftsfähige Basis..." Die Ansagen klingen immer noch nach. Aber jetzt oder demnächst sind genau diese Jobs weg. Das können die Piloten und auch andere ziemlich gut nachvollziehen.
Also Angebot einer beträchtlichen Einsparung gegen Ausflaggungsschutz. Ein langer Verhandlungsprozess während dessen man keine Erhöhung verhandelt hat. Hat man nicht hinbekommen. Daher jetzt die Forderung, ok, dann so viel wie die anderen in dieser Zeit. Das ist eine Realität, die andere könnte sein, härtere Zeiten, jede Erhöhung heute über Status Quo wäre schädlich.
Die dann - und zwar bitte, ohne dass es als Neid verstanden werden sollte - denken, bitte, stellt Euch der Realität. Denn egal, wie sich ein Management anstrengt, wenn immer weniger Kunden den Preis nicht zahlen, muss das Management was tun.
Das steht ja garnicht in Abrede. Eher das wie. Wo wollt ihr hin, aber lass uns schauen wie wir das zusammen hinbekommen. Bisher ist es eher, Gutes geld für gute Arbeit, aber, ach so sorry, morgen machen wir zu und verlagern nach xyz. Da wird das vertrauen schwer gemacht und es zählen nur due vertraglichen Fakten. Die Liste der Vertragsbrüche ist lang...
Und irgendwann kann man nicht mehr mehr Sitze in den Flieger packen, die Umläufe optimieren, billiger einkaufen, etc. Und es geht ja nun mal nicht nur den Piloten, sondern auch anderen Mitarbeitern oder auch den Lieferanten (und da schließt sich z.B. der Kreis zu Leuten wie mir) mehr oder weniger direkt ans Geld, und dass der Kostenblock Pilotengehälter ein großer ist, und das kein Management ignorieren kann, sollte nun mal zu mindestens nachvollziehbar sein. Und ab da sollte man miteinander reden, statt sich zu bekriegen. Was für beide Seiten gelten sollte.

So schauts aus. Aber wie?
Beitrag vom 31.01.2017 - 14:32 Uhr
User4
User (359 Beiträge)
Mal die Quote rausgerechnet findet sich kein Pilot, der die Situation nicht versteht. Die Lage ist allen klar und es gab ja hier auch ein Entgegenkommen. Das wollte man an einigen Stellen, wurde aber dann von höheren Stellen gebremst. Das könnte bedeuten, es gibt einen anderen Weg um noch mehr zu sparen. Soweit die Historie.
Na ja die Historie geht noch etwas weiter zurück. Man hatte hoch gepokert seitens der VC und sich keinen Zentimeter bewegt. Erst als der Dampfhammer auf dem Tisch lag gab es ein vorsichtiges Einlenken. Da war aber schon viel Erde verbrannt und jetzt ist es für beide Seiten schwer noch erhobenen Hauptes aus der Sache rauszukommen. Am Ende stehen zwei Verlierer anstatt zwei Gewinner auf der Matte.
Beitrag vom 31.01.2017 - 15:52 Uhr
Usergpower
User (1650 Beiträge)
Ja, stimmt schon. Aber ich wollte nicht so weit zurück und auch nicht zuviel Detail. Hoch pokern tun immer noch Beide. Aber abwarten, jetzt hat der Schlichter bis zum 10.2 Zeit die Eierlegendewollmilchsau zu finden.
Beitrag vom 31.01.2017 - 22:45 Uhr
Userav8
User (6 Beiträge)
Ich warte seit 2,5 Jahren darauf, dass Lufthansa mich für die letzte Phase meiner Ausbildung einteilt. Ohne diese letzte Ausbildungsphase bin ich Fußgänger. Seit 2,5 Jahren warten hunderte junge Menschen darauf, dass Lufthansa ihren Teil der Schulungsvereinbarung einhält. Das tut sie aber nicht. Seit Ende 2016 gibt es keine Lehrgangsstarts mehr. Uns wurde mitgeteilt dass es im 3. oder 4. Quartal 2017 weiter gehen soll.
Wenn ich mich bereit erkläre für mindestens zwei Jahre für Eurowings Europe zu fliegen, könnte ich allerdings auf einen Fast-Track gebracht werden und ich könnte meine letzte Ausbildungsphase binnen weniger Wochen beginnen. Uns wird mitgeteilt, dass es keine neuen Lehrgangsstarts wegen Kapazitätenmangel gibt. Die Simulatoren sind leer. An welcher Kapazität mangelt es dann? Offensichtlich Fluglehrer, die auf der Linie wegen Personalmangels benötigt werden. Die Katze beißt sich in den Schwanz. Wir Flugschüler sind zu einem Spielball der Geschäftsführung geworden und werden seit Jahren schon erpresst.
Also kommen Sie mir nicht damit, dass ich die Freiheiten habe, meinen Arbeitsplatz zu wählen. Eine ATPL hätte man nach einer gewöhnlichen Karriere nach 1500h ebenfalls nicht, da wir nicht annähernd die benötigten PIC-Stunden haben werden, es sei denn die leistet man sich privat.
Ich würde liebend gerne bei Condor, Tuifly, AirBerlin, EAT (DHL) anfangen zu arbeiten. Ich könnte mich auch problemlos bei all diesen Flugbetrieben mit einer operator-entbundenen MPL mittlerweile bewerben, da diese Betriebe die MPL authorisiert haben. ABER es ist mir und Hunderten anderen nicht möglich sich dort zu bewerben, weil die Lufthansa schon jahrelang unsere Ausbildung verschleppt.
Und wenn jemand wie flydc9 hier postet, dass diese Probleme "ja nur einen kleinen Teil ausmachen und die nächsten wieder auf ATPL geschult werden" könnte ich kotzen. 850 (!!) NFF unterliegen dieser Problematik. Davon hat ca. die Hälfte mittlerweile eine Lizenz nach ähnlichen Wartezeiten, wie ich sie erfahren habe. Aber wenn ich Glück habe bietet mir diese Firma ja netterweise Ende des Jahres die Möglichkeit meine Ausbildung abzuschließen...
Und warum gehen Sie nicht auf den Fast Track? Meinen Sie die VC wird Ihnen mit deren Aussitzetechnik noch den KTV Cockpitplatz bescheren? Das sorgt nur noch für ein kontrolliertes Ausbluten der LH Kernmarke. Sehen Sie sich doch einfach mal an wie die einzelnen Flugzeugflotten sich entwickelt haben. Da können Sie streiken bis Sie ohnmächtig sind.
Es scheint eine ganze Menge Leute unter Ihnen zu geben, die die Realität immer noch nicht verstanden haben oder nicht verstehen wollen. Nehmen Sie Ihre Zukunft selbst in die Hand und warten Sie nicht auf ein paar Prediger aus der VC.


1. Was habe ich mit der VC zu tun? Gar nix. Die Hoffnung auf den KTV habe ich schon lange aufgegeben. Das ist schade aber auch kein Weltuntergang. Piloten werden genug gesucht. Auch in Deutschland.

2. Wieso sollte ich ein Fast Track Angebot mit anschließender Verpflichtung bei einem Flugbetrieb, der europaweit weit unterdurchschnittliche Konditionen bietet, annehmen, wenn die Lufthansa doch vertraglich dazu verpflichtet ist mir die Möglichkeit zu geben, eine MPL zu erwerben? Die Lufthansa erpresst uns damit. Wir kriegen nur unsere Lizenz, wenn wir für Eurowings Europe arbeiten. Und ich lasse mich nicht erpressen, wie zum Glück auch viele andere, sondern bestehe auf die Vereinbarungen aus dem Vertragswerk.
Beitrag vom 01.02.2017 - 00:13 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
@Alle zusammen:
Trotz bekannter Forumsregeln wird wiederholt zum Mittel des persönlichen Angriffs gegriffen. Dies ist hier unter keinen Umständen gestattet. Freie Meinungsäußerung bedeutet in keinem Fall auch die freue Wahl der Form der Meinungsäußerung.

Von daher bin ich gezwungen, etliche Beiträge zu löschen und einige zu adaptieren.

Dieser Thread aufgrund der massiven Ausfälle bis auf weiteres auf "Read-Only" gestetzt.
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