Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa hat ein Europa-Problem

Beitrag 1 - 12 von 12
Beitrag vom 17.06.2019 - 09:35 Uhr
User4UPilot
User (214 Beiträge)
Vor ein paar Wochen hat Herr Spohr doch behauptet alles wird gut im 2 Quartal? Und jetzt? was ist denn mit Q3 und Q4. Sind die anvisierten Ergebnisse realistisch?
Beitrag vom 17.06.2019 - 09:53 Uhr
UsercosmoB
User (86 Beiträge)
Mein Heimatflughafen ist TXL, nach vielen Pleiten (Verspätungen, unfreundliches Personal etc.) vermeide ich Eurowings wie die Pest. Bei Easyjet zahle ich mit viel Gepäck und reserviertem Sitzplatz ziemlich gleich viel wie bei der Lufthansatochter und bekomme dann sogar nicht einmal ein Freigetränk oder Snack. Trotzdem bevorzuge ich Easyjet, da meine 10 letzten Flüge alle pünktlich bis überpünktlich waren, das Personal immer nett, die Flieger gut gepflegt und meist ziemlich neu. Lufthansa hat versucht mit einem minderwertigen Produkt im Billigfliegersegment zu punkten. Hat nunmal nicht funktioniert, da hätte man es leichter bei Lufthansa auf allen Strecken belassen. Aber Spohr hat sich 2018 bestimmt wieder ein höheres Gehalt gegönnt.
Beitrag vom 17.06.2019 - 11:14 Uhr
UserKranich
User (351 Beiträge)
Damit sich der Preisdruck auf die Netzwerkailines weiter erhöht hat doch Fraport extra LCC wie Ryanair mit Sonderkonditionen nach FRA gelockt.
LH subventioniert mit seinen Normalgebühren und Abgaben an Fraport somit indirekt FR.
Mit Recht verlagert LH zunehmend seine Flotte von FRA nach MUC.
Beitrag vom 17.06.2019 - 11:30 Uhr
UserX-Ray
User (7 Beiträge)
Hat nunmal nicht funktioniert, da hätte man es leichter bei Lufthansa auf allen Strecken belassen.

Hat sich für LH aber erst recht nicht rentiert. Der Kunde will es billig, also jetzt der Versuch mit EW. Macht man hier mittelfristig auch keinen Gewinn, wird man den Stecker ziehen.

Aber Spohr hat sich 2018 bestimmt wieder ein höheres Gehalt gegönnt.

Und ich dachte immer, dass bei Aktiengesellschaften der Aufsichtsrat für die Festlegung der Vorstandsbezüge zuständig ist. Der Spohr ist schon gerissen, der macht das einfach selbst...
Beitrag vom 17.06.2019 - 11:37 Uhr
UsercosmoB
User (86 Beiträge)
Hat nunmal nicht funktioniert, da hätte man es leichter bei Lufthansa auf allen Strecken belassen.

Hat sich für LH aber erst recht nicht rentiert. Der Kunde will es billig, also jetzt der Versuch mit EW. Macht man hier mittelfristig auch keinen Gewinn, wird man den Stecker ziehen.

Aber Spohr hat sich 2018 bestimmt wieder ein höheres Gehalt gegönnt.

Und ich dachte immer, dass bei Aktiengesellschaften der Aufsichtsrat für die Festlegung der Vorstandsbezüge zuständig ist. Der Spohr ist schon gerissen, der macht das einfach selbst...

Ok bei all den Analaufverlusten mit der minderwertigen Eurowings hätte man es auch gleich bei Lufthansafliegern belassen können, mit zufriedenen Mitarbeitern, zufriedeneren Passagieren und einem deutlich bessern Image. Ich bin dieses Jahr bereits 120.000 Meilen Business mit Fluggesellschaften der StarAlliance geflogen, davon nur ein kurzer Rutsch nach Dubai mit LH, der Rest mit anderen Partnern, die ein sehr viel konsistenteres Produkt auf Kurz- und Langstrecke bieten.
Sie wissen zudem genau, dass wenn Spohr heult, dass er zu wenig verdient und er so schlecht behandelt wird der Aufsichtsrat nie nein sagt. Märchenstunde, dass der AR wirklich die entscheidende Instanz ist.
Beitrag vom 17.06.2019 - 12:18 Uhr
Useratc
User (407 Beiträge)
Oh nein, nur 2 Milliarden EUR Gewinn (panik-smiley) wir sollten uns alle die Pulsadern öffnen und mit einem eingeschalteten Fön in der Hand von der Brücke hopsen!
Beitrag vom 17.06.2019 - 18:07 Uhr
UserX-Ray
User (7 Beiträge)

Ok bei all den Analaufverlusten mit der minderwertigen Eurowings hätte man es auch gleich bei Lufthansafliegern belassen können, mit zufriedenen Mitarbeitern, zufriedeneren Passagieren und einem deutlich bessern Image.

Und damit hat man über die Jahre nur Geld verbrannt. Nochmal: Die Alternative für Lufthansa im Europa-Verkehr abseits der Drehkreuze ist nicht mehr -LH oder EW-, sondern -EW oder Nix-. Kommt man da nicht in die schwarzen Zahlen, dann zieht man sich aus der Fläche zurück.

Sie wissen zudem genau, dass wenn Spohr heult, dass er zu wenig verdient und er so schlecht behandelt wird der Aufsichtsrat nie nein sagt. Märchenstunde, dass der AR wirklich die entscheidende Instanz ist.

Dann ist Spohr aber noch sehr bescheiden, wenn er sich im DAX-Gehaltsvergleich der Vorstände mit einem Platz im unteren Drittel begnügt.
Beitrag vom 17.06.2019 - 19:02 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Ich seh schon, der Paul und die Lufthansa sind keine Freunde.

Vielleicht würde da die Methode "Wandel durch Annäherung" was helfen?

Ich schlage hiermit vor das der Paul mal mit der Lufthansa fliegt, danach sind sicher viele Vorurteile ausgeräumt.
Beitrag vom 18.06.2019 - 05:01 Uhr
UsercosmoB
User (86 Beiträge)
BWL scheint nicht so ihr Freund zu sein. Ich habe die Wahl zwischen einem akzeptablen Verlust, der aber durch die Langstrecke kompensiert wird mit einheitlichen Lufthansafliegern,-service und zufriedeneren Mitarbeitern und Fluggästen, oder Hunderte Millionen € Anlaufverlust mit nicht konkurrenzfähigen Produkten (EW), übelgelaunten Mitarbeitern, unzufriedenen Passagieren und keinerlei Aussicht je einen Gewinn zu schreiben. Komisch, dass AF Joon wieder auflöst und durch reguläre AF-Flieger ersetzt, dort hat man die Fehler erkannt und abgestellt.(Obwohl Joon im Vergleich zu EW eine Wohltat war). Wenn ich ausschliesslich mit Consultants arbeite wie Spohr, die Binsenweisheiten im Minutentakt raushauen ( einmal Snack ja, dann wieder nein und dann wieder mit der genialen Idee des Snackbeutels am Gate - Hallo 1980er !!) Millionen verdienen und selbst so viele Weichen falsch gestellt habe wie dieser CEO ( die aufziehenden Probleme mit der neuen 777X lassen grüssen), dann verdient er noch viel zuviel.


Hat nunmal nicht funktioniert, da hätte man es leichter bei Lufthansa auf allen Strecken belassen.

Hat sich für LH aber erst recht nicht rentiert. Der Kunde will es billig, also jetzt der Versuch mit EW. Macht man hier mittelfristig auch keinen Gewinn, wird man den Stecker ziehen.

Aber Spohr hat sich 2018 bestimmt wieder ein höheres Gehalt gegönnt.

Und ich dachte immer, dass bei Aktiengesellschaften der Aufsichtsrat für die Festlegung der Vorstandsbezüge zuständig ist. Der Spohr ist schon gerissen, der macht das einfach selbst...

Ok bei all den Analaufverlusten mit der minderwertigen Eurowings hätte man es auch gleich bei Lufthansafliegern belassen können, mit zufriedenen Mitarbeitern, zufriedeneren Passagieren und einem deutlich bessern Image. Ich bin dieses Jahr bereits 120.000 Meilen Business mit Fluggesellschaften der StarAlliance geflogen, davon nur ein kurzer Rutsch nach Dubai mit LH, der Rest mit anderen Partnern, die ein sehr viel konsistenteres Produkt auf Kurz- und Langstrecke bieten.
Sie wissen zudem genau, dass wenn Spohr heult, dass er zu wenig verdient und er so schlecht behandelt wird der Aufsichtsrat nie nein sagt. Märchenstunde, dass der AR wirklich die entscheidende Instanz ist.
Beitrag vom 18.06.2019 - 07:23 Uhr
UserX-Ray
User (7 Beiträge)

Ich habe die Wahl zwischen einem akzeptablen Verlust, der aber durch die Langstrecke kompensiert wird mit einheitlichen Lufthansafliegern,-service und zufriedeneren Mitarbeitern und Fluggästen, oder Hunderte Millionen € Anlaufverlust mit nicht konkurrenzfähigen Produkten (EW), übelgelaunten Mitarbeitern, unzufriedenen Passagieren...

Welcher Teil von "abseits der Drehkreuze" war unverständlich? Und wenn sie von ihrem "Heimatflughafen" Tegel nach Dubai mit Lufthansa geflogen sind, dann haben sie auf der Teilstrecke von TXL nach FRA in keinem Eurowings-Flieger gesessen.

...und keinerlei Aussicht je einen Gewinn zu schreiben.

Das wird sich jetzt zeigen. Aber offenbar wissen sie mit ihren BWL-Kenntnissen schon mehr.

Komisch, dass AF Joon wieder auflöst und durch reguläre AF-Flieger ersetzt, dort hat man die Fehler erkannt und abgestellt.(Obwohl Joon im Vergleich zu EW eine Wohltat war).

Joon hatte einen anderen Ansatz als Eurowings. Äpfel und Birnen.

Wenn ich ausschliesslich mit Consultants arbeite wie Spohr, die Binsenweisheiten im Minutentakt raushauen ( einmal Snack ja, dann wieder nein und dann wieder mit der genialen Idee des Snackbeutels am Gate - Hallo 1980er !!) Millionen verdienen und selbst so viele Weichen falsch gestellt habe wie dieser CEO ( die aufziehenden Probleme mit der neuen 777X lassen grüssen), dann verdient er noch viel zuviel.

Die Bilanzen der letzten Jahre sagen etwas anderes. Aber sie können sich gerne weiter am unfähigen Spohr und seinem Gehalt abarbeiten, ich bin da jetzt raus.
Beitrag vom 18.06.2019 - 09:13 Uhr
Userjasonbourne
User (1739 Beiträge)
Hat nunmal nicht funktioniert, da hätte man es leichter bei Lufthansa auf allen Strecken belassen.

Hat sich für LH aber erst recht nicht rentiert. Der Kunde will es billig, also jetzt der Versuch mit EW. Macht man hier mittelfristig auch keinen Gewinn, wird man den Stecker ziehen.

Aber Spohr hat sich 2018 bestimmt wieder ein höheres Gehalt gegönnt.

Und ich dachte immer, dass bei Aktiengesellschaften der Aufsichtsrat für die Festlegung der Vorstandsbezüge zuständig ist. Der Spohr ist schon gerissen, der macht das einfach selbst...

Ok bei all den Analaufverlusten mit der minderwertigen Eurowings hätte man es auch gleich bei Lufthansafliegern belassen können, mit zufriedenen Mitarbeitern, zufriedeneren Passagieren und einem deutlich bessern Image. Ich bin dieses Jahr bereits 120.000 Meilen Business mit Fluggesellschaften der StarAlliance geflogen, davon nur ein kurzer Rutsch nach Dubai mit LH, der Rest mit anderen Partnern, die ein sehr viel konsistenteres Produkt auf Kurz- und Langstrecke bieten.
Was glaube ich jetzt ihnen nicht?
Das sie hier unterstellen, mit EW nach FRA/MUC geshuttelt zu sein, um LH Langstrecke in C zu fliegen?

Oder das sie hier irgendwie ihre Zufriedenheit mit der LH C in den EW Topf werfen?

Sie wissen zudem genau, dass wenn Spohr heult, dass er zu wenig verdient und er so schlecht behandelt wird der Aufsichtsrat nie nein sagt. Märchenstunde, dass der AR wirklich die entscheidende Instanz ist.
Achso.....

Die Sache ist klar: Mit LH Kurzstrecke ging es nicht weiter, nicht im point2point bereich. Dafür haben Easyjet, Ryanair, Norwegian, Wizz und Co. gesorgt.
Und der Kunde hat mit den Füßen abgestimmt.
Man kann über Arbeitsbedingungen und Service jammern,
aber die LH hat nicht überall in die Provinz defizitäre Flughäfen gebaut die FR Maschienen für umme abwickeln.
Die LH hat auch nicht Pay2Fly und Norwegians Berrederungsmodell entworfen.
Die LH hat dafür die Streiks abbekommen und die Billig Mentalität der Kunden.

Ich kenne keine Full service Airline die mit Point2Point Geld verdient, und auch das SHutteln ist defizitär.
Ich weiss einfach nicht, welche andere Option es für die LH gegeben hätte ausser EW.

Der Kunde ist wohl nur bereit für's fliegen wie für eine Busfahrt zu bezahlen, und dann muss er mit dem entsprechenden Service leben.
Wenn der Kunde dann nicht mit dem pöbel sitzen will, muss er eben entsprechend zahlen.
Beitrag vom 18.06.2019 - 11:22 Uhr
UserMHGDUSZRH
User (145 Beiträge)
Es liegt nicht daran, dass LH billig will. Die Kunden möchten es – und damit meine ich nicht ein paar Luftfahrtinteressierte wie wir hier. LH bleibt doch gar nichts anderes übriges als ein Billigprodukt in den Markt zu bringen. LH-Kurzstrecke wäre noch viel teurer gewesen als die jetzige EW. Billigflieger wie Ryanair, Easyjet und damals Air Berlin können doch deutlich billiger anbieten als damals (und heute) LH. Und Marktanteile will man natürlich auch nicht einfach so aufgeben. Verständlicherweise. Deswegen muss man alles probieren, um den Billigheimern Paroli zu bieten.

Wir leben im Jahr 2019 – da hat sich der Luftverkehr massiv verändert im Vergleich zu vor 10 oder 20 Jahren. Es geht um billigbillig, niemand möchte mehr etwas bezahlen, weil er es von Ryanair und Easyjet so gewohnt ist. Jeder grosse Legacy-Carrier hat darauf reagiert und einen mehr oder weniger erfolgreichen Billigflieger am Start, ob nun AF/KLM mit Transavia, Lufthansa mit Eurwowings oder BA mit Vueling und Level. Und noch etwas: Joon hat deswegen nicht funktioniert, weil es eben KEIN Billigflieger war, sondern so ein unentschiedenes Mittelding. Für die Passagiere vielleicht netter als ein Billigflieger, aber Business liess sich damit überhaupt nicht machen. Deswegen kann man Joon auch nicht mit Eurowings vergleichen.