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Beitrag vom 05.12.2019 - 08:59 Uhr
Usercontrail55
User (1111 Beiträge)
Ok, aber wie definieren Sie perfekt wenn sie keine Fehlbestzung ist?
In der Position perfekt ist jemand, der Potential hat, mittelfristig die Konzernleitung zu übernehmen.
Ok, das wäre ein Weg. Aber würde man sich mit diesem Ansatz nicht unnötigerweise einen Markt versprerren? Warum nicht den/die Beste in Feld x holen, auch wenn nicht das Potetial/Wille da ist irgendwann in die Gesamtverantwortung aufzurücken? Wieviel perfekt gibt es da überhaupt?
Ok, gefühlt für mich, wenn er das wirklich alleine in den Sand gesetzt hat, dann wäre er auch weg. Das er jetzt nur weggelobt oder geparkt wird kann ich mir nicht vorstellen. Aber wir wissen es nicht.
Ob er das alleine in den Sand gesetzt kann man von außen nicht beurteilen.
Jup
Aber bei diesen hohen Positionen spielt das auch keine Rolle: als CEO war er für EW alleinverantwortlich, die gesetzten Ziele zu erreichen. Denn genau deswegen erhalten Top Manager auch hohe Gehälter, weil sie neben der großen Verantwortung auch ein hohes Risiko tragen, den Job vorzeitig zu verlieren. Das EW schon 2018 die Zahlen verfehlt hatte, war natürlich noch "höher Gewalt" zuzuschreiben, sprich die AirBerlin-Übernahme. Und deswegen wurden die 2019er Ziele ja auch entsprechend nach unten angepasst. Aber die mussten erreicht werden. Leider hat wohl gerade die Langstrecke mit zu den schlechten Zahlen beigetragen.
Hier gab es auf einer internen Veranstaltung interessante Hintergründe, die das vielleicht relativieren. Ich leite das für mich so ab, kann natürlich auch falsch liegen. Auch wenn es sicherlich nicht optimal lief bei EW, aber es war auch eine Waffe um den Heimatmarkt zu verteidigen. Das hat ganz gut geklappt, FR zieht sich ja zurück. Nach außen sieht man die Zahlen, aber vielleicht war man intern bereit das Minus zu akzeptieren, um langfristig zu reüssieren? Wissen wir nicht, aber Herr Dirks ist noch da und die Zeiten, dass man jemanden parkt oder kaltstellt, die sind vorbei.
Parallelen sieht man gerade in Wien. Ist das da ein schlechter Vorstand, weil der Profit zusammenbricht?

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2019 09:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.12.2019 - 19:49 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
@contrail55

Ok, das wäre ein Weg. Aber würde man sich mit diesem Ansatz nicht unnötigerweise einen Markt versprerren? Warum nicht den/die Beste in Feld x holen, auch wenn nicht das Potetial/Wille da ist irgendwann in die Gesamtverantwortung aufzurücken? Wieviel perfekt gibt es da überhaupt?

Ja, das kann ich mir auch durchaus vorstellen. Man kann sich ggf. such nur den fachlich Besten am Markt herauspicken, je nachdem, wieviel Potentialträger bzw. mögliche Nachfolger bereits vorhanden sind. Aber bei einem solchen Fehler (wenn es denn ihrer war), stellt sich aber dennoch die Frage, ob sie in ihrem Feld als Personaler die Beste ist/war.

Meine Einschätzung über die gefühlte Herunterstufung von Dirks würde ich mit der heutigen Meldung über den geplanten Konzernumbau in eine Holding ala IAG dann doch etwa relativieren. Denn damit wird, wie beschrieben, die heutige Matrixstruktur aufgehoben, bei der i.d.R. die Power bei den „senkrechten“, also operativen Segmenten liegt und nicht in der Waagrechten“, also den Cross-Konzernfunktionen. Das wird jetzt aufgelöst, was indirekt eine Aufwertung der Konzernstruktur-Rollen bedeuten kann (nicht muss).



Dieser Beitrag wurde am 05.12.2019 19:49 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.12.2019 - 22:08 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Jeder Arbeitnehmer trägt das Risiko seinen Job zu verlieren, wenn er Fehler macht...

Tut er nicht: der gesetzliche Kündigungsschutz verbietet das. Fehler fallen weder unter einen verhaltensbedingten noch unter einen betriebsbedingten Kündigungsgrund. Für GF-Executives gilt der Kündigungsschutz allerdings nicht. Ausserdem sind Vorstands-Verträge i.d.R. zeitlich befristet. Der normale Angestellte hat normalerweise eine unbefristete Anstellung.

Dieser Beitrag wurde am 05.12.2019 22:09 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.12.2019 - 01:02 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (292 Beiträge)

Ja, das kann ich mir auch durchaus vorstellen. Man kann sich ggf. such nur den fachlich Besten am Markt herauspicken, je nachdem, wieviel Potentialträger bzw. mögliche Nachfolger bereits vorhanden sind. Aber bei einem solchen Fehler (wenn es denn ihrer war), stellt sich aber dennoch die Frage, ob sie in ihrem Feld als Personaler die Beste ist/war.

Wahrscheinlich war/ist sie nicht der beste Personaler. Am Ende muss man aber auch schauen, was man denn bekommen kann. Auch wenn hier im Forum gerne am Gehalt von Herrn Spohr genörgelt wird, die Vorstandsgehälter bei der LH sind gerade im Vergleich zu anderen Dax Konzernen nicht sehr hoch.

Von daher wird man den/die Beste, auf ihrem/seinem jeweiligen Gebiet, wahrscheinlich nicht bekommen.
Beitrag vom 06.12.2019 - 07:52 Uhr
Usercontrail55
User (1111 Beiträge)
@contrail55

Ok, das wäre ein Weg. Aber würde man sich mit diesem Ansatz nicht unnötigerweise einen Markt versprerren? Warum nicht den/die Beste in Feld x holen, auch wenn nicht das Potetial/Wille da ist irgendwann in die Gesamtverantwortung aufzurücken? Wieviel perfekt gibt es da überhaupt?

Ja, das kann ich mir auch durchaus vorstellen. Man kann sich ggf. such nur den fachlich Besten am Markt herauspicken, je nachdem, wieviel Potentialträger bzw. mögliche Nachfolger bereits vorhanden sind. Aber bei einem solchen Fehler (wenn es denn ihrer war), stellt sich aber dennoch die Frage, ob sie in ihrem Feld als Personaler die Beste ist/war.

Meine Einschätzung über die gefühlte Herunterstufung von Dirks würde ich mit der heutigen Meldung über den geplanten Konzernumbau in eine Holding ala IAG dann doch etwa relativieren. Denn damit wird, wie beschrieben, die heutige Matrixstruktur aufgehoben, bei der i.d.R. die Power bei den „senkrechten“, also operativen Segmenten liegt und nicht in der Waagrechten“, also den Cross-Konzernfunktionen. Das wird jetzt aufgelöst, was indirekt eine Aufwertung der Konzernstruktur-Rollen bedeuten kann (nicht muss).

Danke für den differenzierten Austausch.
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