Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Lufthansa wünscht sich mehr Pilotinnen

Beitrag 1 - 14 von 14
Beitrag vom 17.08.2018 - 15:13 Uhr
UserAngros
User (334 Beiträge)
„immer noch Thema, was in Zeiten der Gleichberechtigung eigentlich keines mehr sein sollte: Die Steuerknüppel oder -hörner sind immer noch ganz überwiegend in Männerhand.“

Wieso hat das eigentlich etwas mit Gleichberechtigung zu tun? Die Möglichkeit als Frau den Beruf Pilot zu ergreifen, besteht ebenso wie für Männer, wenn den Beruf nun prozentuell weniger Frauen ergreifen, muss das nicht zwingend ein Gleichberechtigungsthema sein - es sei denn, diskriminierende Umstände sind der Grund dafür, was ich nicht erkennen kann. Oder plädiert der Autor analog zur Quote bei Aufsichtsratsstellen auch für eine Quote im Cockpit?
Beitrag vom 17.08.2018 - 16:17 Uhr
Userflydc9
User (318 Beiträge)
"Eherwird eine Frau Boxweltmeister im Schwergewicht als Kapitän bei der Lufthansa."


Gute alte Zeit.....
Beitrag vom 17.08.2018 - 19:25 Uhr
Userfbwlaie
User (3820 Beiträge)
Was unternimmt LH, dass Kinderkriegen im besten biologischen Alter mit den Regularien der Luftfahrt in Einklang zu bringen ist?
"Äh - daran haben wir nicht gedacht!" will doch keine Pilotin (oder kinderlieber Pilot) hören wollen!

Mit diesem Bild - Flugzeug ohne glass cockpit - bekommt man wohl keine technisch interessierten Damen ins Cockpit!

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2018 19:31 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.08.2018 - 20:50 Uhr
UserÜberflieger1971
User (35 Beiträge)
Werte Redaktion - Vielleicht mal ein aktuelleres Bild einstellen ? der alte Classic-Bobby (B 737-300 Uhrenladen aus den 70er Jahren) noch dazu stromlos irgendwo im Wartungshangar geparkt (!) ist nicht so der Hit !

es bleibt dabei: Wenn "Der da oben" gewollt hätte, daß auch Mädels fliegen wäre der Himmel Pink - er ist aber blau geblieben - und die meisten Hansens Mädels machen easy Teilzeit oder gehen spätestens mit dem 2. Kind von bord -> Biologisch vorbestimmt eben - Strahlung& Schichtdienst ist extrem schädlich für ungeborenes Leben & der Job aus dem Koffer nix für die jungen Muttis auf Dauer - die werden zudem mit Bekanntwerden der Schwangerschaft sofort gegroundet - sprich: Sie sind dadurch zu teuer/"unwirtschaftlich" für den Kranich - Fakt !
Und bevor jemand fragt ? Macho - Nööö - aber 30 plus Jahre selbst für den Kranich geflogen - also: eigene Erfahrungen...

Sehen offenbar auch andere so:

Guckt mal hier:

pilot bei lufthansa kein traumberuf mehr

 https://rp-online.de/panorama/deutschland/pilot-ist-kein-traumberuf-mehr_aid-21643909

oder nochmals von einem Kranich Kollegen selbst verfasst hier:

 http://www.pilotenboard.de/viewtopic.php?t=31571&sid=3fdcaea04749ad4a5fe53ef035fedbe6

Dieser Beitrag wurde am 17.08.2018 20:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.08.2018 - 10:27 Uhr
Userpassagier
User (3 Beiträge)


es bleibt dabei: Wenn "Der da oben" gewollt hätte, daß auch Mädels fliegen wäre der Himmel Pink - er ist aber blau geblieben -

Oh man(n). Du hast Probleme. Und das ist kein Machospruch?

und die meisten Hansens Mädels machen easy Teilzeit

Hm. Teilzeit zu arbeiten steht allen (!!) offen. Sogar Männern. Und ich kenne eine Menge Männliche Piloten die ebenfalls Teilzeit arbeiten. Also wenn Man(n) oder Frau es sich leisten können. Warum nicht?

oder gehen spätestens mit dem 2. Kind von bord -> Biologisch vorbestimmt eben -

Also so eine sch**** hab ich ja schon lange nicht mehr gelesen. Die Welt hat sich verändert. Scheint aber bei einigen nicht angekommen zu sein.

Strahlung& Schichtdienst ist extrem schädlich für ungeborenes

.... im übrigen auch für die männliche Zeugungskraft.

Macho - Nööö -

Sorry. Aber das sind eindeutig Machosprüche.

aber 30 plus Jahre selbst für den Kranich geflogen - also: eigene Erfahrungen...

Wie schon geschrieben. Die Welt hat sich weitergedreht.

Scheinbar passt es halt bei vielen nicht ins Weltbild das 1.) auch Frauen beides können (Familie und Beruf) 2.) auch Mämner sich um die Familie kümmern können 3.) Jemand der Teilzeitarbeitet wohl kein vollwertiges Mitglied der AN Welt sein kann ....

Natürlich haben Frauen und Männer die gleichen Chancen Pilot zu werden. Und ja. Frauen denken häufig weiter und denken vorher drüber nach was dann ist wenn Kinder da sind. Hier sind die AG in der Pflicht aufzuzeigen das beides geht. Und von Familienfreundlichen Regelungen profitieren im übrigen alle. Sogar Männer die sich trauen.
Ich kenne viele Piloten und Pilotinnen. Einige Leben das „klassische“: Er verdient das Geld und sie ist für Kids&Co zuständig. Sehr viele arbeiten Teilzeit (auch Männer). Einige arbeiten z.B. im 50/50 Modell (er die Graden Monate, sie die ungeraden etc). Da gibt es mittlerweile schon viele Möglichkeiten. Man muss sich nur mit beschäftigen und man muss es auch interessierten Neueinsteigern vermitteln.


Beitrag vom 18.08.2018 - 11:12 Uhr
Useramikino
Ex-Vielflieger
User (252 Beiträge)
Wowww, das werden aber mal wieder gute Postings!
Nur weiter so!!!!!
Da kommt gut zum Vorschein, wieso die neue und die alte Pilotenwelt denkt!
Beitrag vom 18.08.2018 - 11:28 Uhr
UserPilot Response
User (228 Beiträge)
Aus:  https://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur) :

DEFINITION:
Als Troll wird bezeichnet, wer absichtlich Gespräche innerhalb einer Online-Community stört.[3] Die Provokationen sind in der Regel unterschwellig und ohne echte Beleidigungen. Auf diese Weise vermeiden oder verzögern Trolle ihren Ausschluss aus administrierten Foren. (...)

GEGENMAßNAHMEN:
Die anderen Teilnehmer der Diskussion können Troll-Diskussionen begegnen, indem sie auf Beiträge des Trolls grundsätzlich nicht eingehen. (...)

Können wir uns einigen, das so handzuhaben?
Beitrag vom 19.08.2018 - 08:49 Uhr
Usercobalt
User (92 Beiträge)
Ich muss an der Stelle mal anmerken das sich keine technisch wirklich interessierte Person von einem Glascockpit beeindrucken lässt, wenn dann Uhrenladen.

Beitrag vom 19.08.2018 - 22:16 Uhr
UserA340Skipper
User (7 Beiträge)
Also ich denke der Kollege Überflieger hat schon recht, zumindest wie es derzeit um unseren Berufsstand bestellt ist, der zunehmend den Bach runter geht;

die Links zu den Piloten Lifestyle Schilderungen kann ich zumindest inhaltlich fast zu 100 % bestätigen, auch wenn ich erst 18 Jahre "dabei" bin - ich würde es ohne Teilzeit nicht länger aushalten -Fakt !

Wie der Kollege zu dem weiblichen Anteil der Cockpit-Besatzungen steht ist offenbar subjektiv seine Meinung, die kann man teilen, muß man aber nicht, diese Sichtweise teilen m.E. nach vor allem die ehem. Militärpiloten -> Shephard/Cactus Club u.ä.

aber einfach versuchen ala "Pilot Response" Kollegen hier mundtot zu machen- das geht gar nicht !

Wenn hier also einer ein Troll im Forum sein sollte, der Nix Sachliches zur Diskussion beizutragen hat und stattdessen lieber die Kollegen hier verunglimpfen versucht, dann ist es Pilot Response selber !

Daher @ Pilot Response: wenn man schon Nix zu sagen hat, einfach mal die Finger ruhig halten versuchen!

Dieser Beitrag wurde am 19.08.2018 22:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.08.2018 - 08:47 Uhr
UserDigiflieger
User (845 Beiträge)
Können wir daher bitte einfach mal festhalten, dass das Geschlecht eines Menschen grundsätzlich unerheblich ist, für die Eignung zur Arbeit im Cockpit?

Die weiter oben so hervorgehobene TZ im LH Konzern ist leider nicht so ohne weiteres machbar. Denn ausser der gesetzlichen Elternzeit wird dort nichts mehr "freiwillig" hergegeben.

Somit ist das erwähnte 50/50 Modell leider die Ausnahme und sowieso nur wirklich praktikabel, wenn beide einen ähnlichen Job machen. Wieviele gibt es denn davon?

Da es aktuell noch Fakt ist, dass es mehr männliche Piloten gibt, ergibt sich rein wirtschaftlich daraus, dass im Cockpit mehrfach das "klassische" Familienbild gelebt wird.
Denn selbst wenn der "Mann" wollte, hätte er bei den unsteten Diensten kaum eine Chance, sich wirklich gleichberechtigt in den Haushalt einzubringen.
Versuchen sie mal eine sinnvolle und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung auf die Beine zu stellen, wenn man nicht 9-5 arbeitet. Die Alleinerziehenden können davon doch jetzt schon ein Lied singen!

Kinder sind in D in hoch angesehenen oder hoch dotierten Jobs fast immer ein Hindernis. Unabhängig, ob das Arbeit in der Luft oder am Boden ist.
Wie wir das gesellschaftlich langfristig auf die Reihe kriegen, weiß ich auch nicht.

Ganz sicher ist das Problem aber nicht mehr oder weniger Frauen im Cockpit!

Denn dort habe ich bisher noch keinerlei echte Hindernisse für Frauen gesehen, die diesen Berufswunsch verfolgt haben. Oder sagen wir mal so: nicht mehr Probleme, als die Männer auch erleben würden ;-)
Und auch die Bezahlung ist im Cockpit definitiv nicht vom Geschlecht abhängig und war es auch nie. Insofern ist man im Cockpit wie auch in der Kabine deutlich weiter als bei vielen anderen Jobs!

Dieser Beitrag wurde am 20.08.2018 08:50 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.08.2018 - 09:10 Uhr
UserA340Skipper
User (7 Beiträge)
Weil der "Digiflieger" die Probleme mit der Teilzeit anspricht:

ich mußte gegen meine ehem. Fa. (die es seit einem Jahr nu so nicht mehr am deutschen Himmel gibt ...) rechtlich vorgehen/ mit Anwalt und Termin mit Vergleich vorm AG, um meine 60% Teilzeit einzuklagen, da man sich auf den Standpunkt stellte, wenn meine Frau daheim die Erziehung der kinder übernimmt ist für mich die Teilzeit nicht zwingend erforderlich ... Unternehmer-Denke eben ...
Jetzt bei meinem neuen (Billig-) Arbeitgeber auf A330 in DUS (...) fängt der Ärger um die TZ wieder von vorne an ... aber da gibt es noch ganz andere Problem derzeit ...

Aber in einem muß ich den Kollegen ausdrücklich zustimmen:

mindestens EIN Elternteil muß sich "Fulltime" um die Kids daheim kümmern, sonst hat man später "Ipad & Playstation" verpeilte Kinder ohne Plan & Struktur im Leben daheim sitzen;
die Eltern müssen die Vorbildrolle aktiv leben, und nicht im Layover in GRU am Pool liegen - deswegen sind aus meinem ATPL-Kurs an der RWL in MG von 2000 alle 3 Pilotinnen nach ca. 3-5 Jahren aus der aktiven Fliegerei wieder ausgeschieden - warum?
Genau: der Erziehung der Kids daheim wegen ...
Beitrag vom 20.08.2018 - 19:41 Uhr
UserLavendel
User (74 Beiträge)
LH wünscht sich vermutlich mehr intetessierte Frauen, weil es wohl nicht genug Interessenten an der Fliegerschule gibt, die den Wahnsinn noch mitmachen!!
Und dass es die gesetzlich zustehende Teilzeit (wie erwähnt zb auch bei Kindererziehung unumgänglich) nur über den jahrelangen Klageweg gibt, wird auch unterschlagen.
Beitrag vom 21.08.2018 - 08:54 Uhr
UserRunway
User (2531 Beiträge)
Könnte es sein, dass die Herren der Lüfte etwas zu anfällig geworden sind?

 https://www.stern.de/reise/europa/pilot-meldet-sich-zum-dienst---mit-1-5-promille-im-blut-8219332.html

So etwas ist individuelles Fehlverhalten das man als solches hier nicht thematisieren sollte. Auf der Straße leider noch viel häufiger anzutreffen. Allerdings ist die Zahl solcher Fälle doch erstaunlich hoch wenn man bedenkt das ein solches Verhalten bei Entdeckung das Ende der Fliegerkarriere bedeutet.

Zum Thema, das die Bedingungen in der Luftfahrt in allen Bereichen ständig schlechter werden ist wohl leider so. Aber da macht diese Branche absolut keine Ausnahme denn in nahezu allen Bereichen ist der Wettbewerb viel globaler geworden. Hinzu kommt eine ständige Verdichtung der Abläufe durch Datenverarbeitung. Heute arbeitet ein großer Teil nicht mehr mit Muskelkraft sondern mit dem Kopf. Was zunächst wie eine Entlastung klingt ist oft keine denn man ist in der Aufmerksamkeit und Verantwortung dadurch rundum viel stärker gefordert was oft mehr belastet als reine körperlicher Arbeit.

Wenn dann noch die unregelmäßigen Arbeitszeiten und langen Abwesenheiten dazu kommen ist verständlich das der Beruf von Piloten an Attraktivität verloren hat zumal die finanziellen Aspekte für viele Berufanfänger keinen Anreiz mehr bilden werden. Nur um als Streifenhörnchen rumlaufen zu dürfen ist schnell kein Ausgleich mehr. Bleibt nur die Lust am Fliegen. Kann aber keine Hoffnung machen das sich auf Sicht daran etwas ändert. Auch mehr Piilotinnen werden das Problem nicht lösen. Das macht allein der Markt.
Beitrag vom 21.08.2018 - 10:43 Uhr
Userfbwlaie
User (3820 Beiträge)
@Runway,
"permanent aufpassen, bereit sein und am Ende körperlich doch nichts tun" ist wohl das Problem. Das passt für viele Menschen irgendwie nicht zusammen.
Was sagen/raten die Psychologen?

P.S. Auf einem australischen Kriegsschiff wurde der Rundergänger nach 45 min abgelöst...