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Beitrag vom 08.05.2020 - 01:07 Uhr
UserLP
User (352 Beiträge)
@NeilArmstrong: Danke für die Aufklärung. Ich werde das in meiner Denkweise mit berücksichtigen und mich besser belesen.
Beitrag vom 08.05.2020 - 15:38 Uhr
UserAirline-Insider
User (5 Beiträge)
Was passiert, wenn sich Politik einmischt, kann man gut am BER ablesen...
Beitrag vom 09.05.2020 - 01:22 Uhr
UserNeilArmstrong
User (422 Beiträge)
@NeilArmstrong

Ich fürchte da bin ich zu jung aber vielleicht ist genau auch das insofern kennzeichnend, als das wir da wirtschaftspolitisch von ganz anderen Zeitumständen sprechen.
Gerade jetzt wo die Weltluftfahrt steht, sind es eben unvergleichbare Umstände.

Aber mal zurück zum Fall LH und was mir dazu in den Sinn kommt.
Wie in der Fliegerei so üblich spielt man ja gedanklich so manchen "schlimmeren Fall" durch, damit er hoffentlich so nicht eintritt und man besser vorher eingreift.
Nein, ich denke jetzt nicht an ein Scheitern der Finanzierung sondern werfe bei positivem Ausgang schon einen Blick auf die Zeit im Anschluss, angeleht an das Verhalten der Lufthansa Group zuletzt. Denn wer glaubt denn, das die rosig für die Mitarbeiter wird!?

Was wäre denn, wenn man bei Lufthansa von den 9 Mrd eventuell nur ein Teil bräuchte, sagen wir 6 Mrd. Grundfrage - was wäre am wahrscheinlichsten würde danach passieren, vor allem mit dem Rest des Budgets, wie würde man sich als Group aufstellen?

Man würde nochmal Kosten reduzieren, so weit irgendwie geht und zusehen, dass man irgendwo mehr verdient, schließlich muss man die Bürde der Finanzierung auch stemmen. Soweit alles gut aber der Teufel steckt da vermutlich im Detail.

Flapsig formuliert - Peter Zwegatt hätte immer sinngemäß gesagt: Um aus den Schulden zu kommen musste die Einnahmen erhöhen und Ausgaben senken. ;)

An welchen Kosten kann man als Airline denn wirklich drehen!? Also für den Fall ich wäre LH Mitarbeiter, ich würde ganz viel dafür geben, dass die Bundesrepublik ein Mitspracherecht bekäme, nicht um zu lenken aber vielleicht um Eskapaden abzumildern.

Sparprogramme wird es geben. Ich bin mir fast sicher, dass wir ähnliche Rhetorik nur etwas mehr in fency words hören werden, dass man das durch vielversprechende Zukäufe besonders gut "absichern" könnte. Lass uns das mal im Kopf ausspinnen, was dann so passieren könnte...

Denk Dir eine strauchelnde Airline Deiner Wahl irgendwo in der Welt, es wird Hunderte nach Corona geben, wo man sich der vermeintlichen Rendite wegen hin orierentieren möchte. Na und dahin kann man ja auch gleich Verkehr oder bisher in Deutschland teurere Dienstleistungen auslagern... Wir erleben es doch schon seit Jahren.


Worauf ich hinaus will - wäre man als Bundesrepublik nur still beteiligt, dann hätte die Bundesregierung eine Expansion kofinanziert und gleichzeitig den Abbau der eigenen Belegschaft gefördert (zumindest nicht verhindert) - also OHNE einen Einwand vorbringen zu können, hängste da eben mit drin! Da man selbst ja einer der Gläubiger ist, wäre man an sämtlichen Risiken der Geschäftsentwicklung direkt beteiligt ohne - wie gesagt - überhaupt nur ein Wort äußern zu dürfen.

Moralisch ne ganz schwierige Nummer aber das ist dann nicht mehr die Sorge von CS.

Achso - exakt so lief es bei der Bahn zwischen den Jahren 2000 bis etwa 2010! Genau deswegen ist es ganz nützlich, dass jetzt auch ein Herr Pofalla dort tätig ist, mag man von ihm halten was man will. Aber inzwischen erlebe ich bei der Bahn große und solide Investitionen in das Kerngeschäft. Hätte es unter Mehdorn ein Deutschlandtakt gegeben - hahaha im Leben nicht, der hat eigenwirtschaftlichen Fernverkehr abseits der Magistralen gezielt eingestellt und den finanziell den Bundesländern aufgebrumt.

>

@Charlie-Alpha - Danke für die ausführliche Antwort. Ihre Meinung ist auch die Meinung vieler anderer Ihrer Generation und ich versuche diese Ansichten zu verstehen. Ihr Beitrag hilft dabei. In der Tat können wir das hier nicht ausdebattieren, da es doch ziemlich abseits der Luftfahrt liegt.

Überrascht bin ich immer wieder von den Neagitvbeiträgen hier im Forum über Herrn Spohr (CS). Er macht einen verdammt guten Job (im Gegensatz zu dem Pofalla von der Bahn, und zwar gegenwärtig. Nur als Hinweis: beschäftigen Sie sich mit dem Staatsvertrag zwischen der Schweiz und der BRD über den Ausbau der sogenannten Rheinschiene der Bahn. Es handelt sich um den Ausbau der Bahn von Mannheim nach Basel als Zuleitung der Bahn aus D zum neuen Gotthard Basistunnel für die Traversale Rotterdam - Genua. Hier ist die Bahn und der deutsche Staat total vertragsbrüchig geworden. Ein interessantes aber hier nicht angebrachtes Thema).

Gehen wir deshalb zum BER. @Airline-Insider hat es auf den Punkt gebracht. 8 (in worten: acht!) Jahre im Verzug und ausschließlich von Politikern kontrolliert, geführt und nur mit Steuergeld gebaut. Deshalb verstehe ich immer noch nicht, daß bei sovielen negativen Beispielen, wo der Staat katastrophal versagt (und die gegenwärtige Regierung ist ein totaler Rohrkrepierer, und zwar alle Mitglieder!) viele diesem Versager-Staat immer noch mehr zutrauen, als einem Mann der ein Unternehmen mit über 100.000 Mitarbeitern und Milliardenumsätzen erfolgreich durch alle Höhen und Tiefen steuert.

Ich verstehe es nicht. Allein wenn ich den sogenannten Bundeswirtschaftsminister sehe. Ein Knaller der bis heute nicht den Unterschied zwischen einer Gastwirtschaft und einer Volkswirtschaft verstanden hat, obwohl er schon hochgradig adipös ist.

Wie sollen solche Leute die Fähigkeit haben, die Arbeitsplätze für hunderttausende Menschen unter betriebswirtschaftlichen Aspekten sicherzustellen? Die Beweise, daß es nicht funktioniert sind erdrückend und trotzdem sollen diese Leute mitreden dürfen? Ich verstehe diese Denkweise in Deutschland nicht, da sie unlogisch und gegen die eigene Existenz gerichtet ist.

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Beitrag bearbeitet OT
Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 09.05.2020 10:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.05.2020 - 09:38 Uhr
UserEricM
User (2630 Beiträge)
Ich gehe mal auf das einzige, nennen wir es mal "Argument", ein, das ich zwischen den ganzen Beleididigungen entdecken kann

Gehen wir deshalb zum BER. @Airline-Insider hat es auf den Punkt gebracht. 8 (in worten: acht!) Jahre im Verzug und ausschließlich von Politikern kontrolliert, geführt und nur mit Steuergeld gebaut.

Wow, Sie haben ein einziges ( in Zahlen: 1 ) Beispiel für eine staatlich geleitete Firma gefunden die unbestreitbar richtig Mist gebaut hat. Und dazu noch ein sehr offensichtliches. Glückwunsch.
Aber wissen Sie was? 1). Da gibt es deutlich mehr Beispiele und 2) Auch privat geführte Firmen verzapfen Unsinn. Schauen sie sich nur mal an, wie viele privat gefühte Banken 2008-2010 vom Staat gerettet werden mussten ( eine Zahl deutlich über 1 ).

Und ihr einziges Beispiel nennt auch keine Gründe dafür, warum der Staat einer Firma Steuergeld im dreifachen Firmanwert zuschiessen sollte ohne Kontrolle darüber zu haben, was mit diesem Geld passiert.
Das wäre nämlich streng betrachtet Veruntreuung von Steuergeld.

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Beitrag bearbeitet
Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 09.05.2020 10:35 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.05.2020 - 09:54 Uhr
UserSaintEx
User (238 Beiträge)
Ich weiß nicht wie alt Sie sind, aber ich erinnere mich noch an die 80er Jahre, als ein Ex-SPD Staatssekretär VV bei LH gewesen ist. Der Mann hieß Ruhnau. Ein Desaster für LH. Nein, der Staat hat in einem Wirtschaftsunternehmen nichts verloren. Widerspricht auch einer sozialen Marktwirtschaft. Wenn er ein Unternehmen aus sozialen Gründen stützen muß, kann er das durch kostenfreie Bürgschaften leicht bewerkstelligen. Das macht der Staat ja auch bei anderen kleinen Unternehmen in D. Nur bei LH muß es eine Kapitalbeteiligung sein. Warum wohl? Selbst eine stille Beteiligung (ist auch eine Kapitalbeteiligung) ist dabei nicht notwendig. Eine Kapitalbeteiligung ist vollständig überflüssig. Bei LH ist doch klar erkenntlich, daß der Staat sich aus Gier auf politische Einflußnahme auf das Unternehmen wieder eine Kapitalbeteiligung erzwingen will. Das ist wieder der Anfang des Sozialismus: Vergesellschaftung von Eigentum der Bürger. Genau daran ist der real existierende Sozialismus in der DDR bankrott gegangen. Wieso wollen das sowenige heute nach 30 Jahren schon nicht mehr verstehen?

Sie sind aber schon in der Lage, den Macht-Unterschied zwischen einem VV und zwei Sitzen im AR nachzuvollziehen, oder? Als Steuerzahler möchte ich sehr wohl sichergestellt wissen, daß CS die Milliarden nicht dazu benutzt, weiterhin Politik für die illoyalen Eigentümer und gegen die loyalen Mitarbeiter zu machen.

Dieser Beitrag wurde am 09.05.2020 16:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.05.2020 - 11:29 Uhr
Usergordon
User (2680 Beiträge)

Sie sind aber schon in der Lage, den Macht-Unterschied zwischen einem VV und zwei Sitzen im AR nachzuvollziehen, oder? Als Steuerzahler möchte ich sehr wohl sichergestellt wissen, daß CS die Milliarden nicht dazu benutzt, weiterhin Politik für die illoyalen Eigentümer und gegen die loyalen Mitarbeiter zu machen.

Genau!
Der seit Jahren von CS verwöhnte Aktionär und die seit Jahren von CS geknechteten Mitarbeitern, die in Scharen das Unternehmen verlassen.
So kennen wir doch die Lufthansa seit Jahren. Das muss endlich ein Ende haben!

Und es wird ein Ende haben, verlassen Sie sich darauf. Nur nicht so, wie Sie sich das wünschen.
Beitrag vom 09.05.2020 - 16:46 Uhr
UserSaintEx
User (238 Beiträge)
Als Steuerzahler möchte ich sehr wohl sichergestellt wissen, daß CS die Milliarden nicht dazu benutzt, weiterhin Politik für die illoyalen Eigentümer und gegen die loyalen Mitarbeiter zu machen.

Genau!
Der seit Jahren von CS verwöhnte Aktionär und die seit Jahren von CS geknechteten Mitarbeitern, die in Scharen das Unternehmen verlassen.
So kennen wir doch die Lufthansa seit Jahren. Das muss endlich ein Ende haben!

Und es wird ein Ende haben, verlassen Sie sich darauf. Nur nicht so, wie Sie sich das wünschen.

Sorry, aber wieder haben Sie nicht gelesen, was ich geschrieben habe, weil Sie immer gleich so emotional werden. Ich habe von "loyalen" Mitarbeitern geschrieben und nicht von solchen, die "in Scharen das Unternehmen verlassen".

Ansonsten verlasse ich mich - im Gegensatz zu Ihnen - auf keine Glaskugel, sondern hoffe auf eine Weiterentwicklung unseres Wirtschaftssystems dahingehend, daß es zukünftig weniger durch Gier und Geiz von 0,1 Promille der Bevölkerung bestimmt wird, sondern mehr von den tagtäglichen Bedürfnissen der restlichen 99,99 %. Das schließt selbstverständlich die Tatsache mit ein, daß eine Unternehmung im Regelfalle profitabel sein sollte, verbietet jedoch jede Form der Gewinnmaximierung zulasten derjenigen, die für diesen Gewinn arbeiten.
Beitrag vom 09.05.2020 - 16:59 Uhr
Usergordon
User (2680 Beiträge)
Als Steuerzahler möchte ich sehr wohl sichergestellt wissen, daß CS die Milliarden nicht dazu benutzt, weiterhin Politik für die illoyalen Eigentümer und gegen die loyalen Mitarbeiter zu machen.

Genau!
Der seit Jahren von CS verwöhnte Aktionär und die seit Jahren von CS geknechteten Mitarbeitern, die in Scharen das Unternehmen verlassen.
So kennen wir doch die Lufthansa seit Jahren. Das muss endlich ein Ende haben!

Und es wird ein Ende haben, verlassen Sie sich darauf. Nur nicht so, wie Sie sich das wünschen.

Sorry, aber wieder haben Sie nicht gelesen, was ich geschrieben habe, weil Sie immer gleich so emotional werden. Ich habe von "loyalen" Mitarbeitern geschrieben und nicht von solchen, die "in Scharen das Unternehmen verlassen".

Stimmt, Sie haben recht. Auch mit dem 'emotional werden'. Ich werde versuchen, nüchterner zu kommentieren. Versprochen.

Zur Loyalität: Die meisten Mitabeiter sind zufrieden und daher loyal. Die wenigen Umzufriedenen sind loyal, weil sie nichts besseres finden.

Ansonsten verlasse ich mich - im Gegensatz zu Ihnen - auf keine Glaskugel, sondern hoffe auf eine Weiterentwicklung unseres Wirtschaftssystems dahingehend, daß es zukünftig weniger durch Gier und Geiz von 0,1 Promille der Bevölkerung bestimmt wird, sondern mehr von den tagtäglichen Bedürfnissen der restlichen 99,99 %.

Ich verlasse mich auf keine Glaskugel,ich habe nur einen klaren Blick auf die Realitäten, diese decken sich halt nicht mit Ihren Utopien.

Das schließt selbstverständlich die Tatsache mit ein, daß eine Unternehmung im Regelfalle profitabel sein sollte, verbietet jedoch jede Form der Gewinnmaximierung zulasten derjenigen, die für diesen Gewinn arbeiten.

Schade, dass Sie nicht bei Luftahsa arbeiten, sonst wüssten Sie, wie weit daneben Ihre Ansicht liegt.
Beitrag vom 09.05.2020 - 17:30 Uhr
UserSaintEx
User (238 Beiträge)
Stimmt, Sie haben recht. Auch mit dem 'emotional werden'. Ich werde versuchen, nüchterner zu kommentieren. Versprochen.

Geschenkt!

Ich verlasse mich auf keine Glaskugel,ich habe nur einen klaren Blick auf die Realitäten, diese decken sich halt nicht mit Ihren Utopien.

Demokratie und soziale Marktwirtschaft waren auch einmal Utopien. Und immer gab es Menschen, die sich selbst offenbar das Weiter-Denken verboten hatten und dennoch meinten, sie hätten einen klaren Blick auf die Realitäten.
Beitrag vom 09.05.2020 - 18:04 Uhr
Usergordon
User (2680 Beiträge)
Stimmt, Sie haben recht. Auch mit dem 'emotional werden'. Ich werde versuchen, nüchterner zu kommentieren. Versprochen.

Geschenkt!

Ich verlasse mich auf keine Glaskugel,ich habe nur einen klaren Blick auf die Realitäten, diese decken sich halt nicht mit Ihren Utopien.

Demokratie und soziale Marktwirtschaft waren auch einmal Utopien. Und immer gab es Menschen, die sich selbst offenbar das Weiter-Denken verboten hatten und dennoch meinten, sie hätten einen klaren Blick auf die Realitäten.

Geschenkt!
Beitrag vom 10.05.2020 - 17:26 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
4 Beiträge gelöscht wegen OT.

Da seit längerem zum eigentlichen Thema nichts mehr geschrieben wird, ist dieser Thread nun Read-Only .

Dieser Beitrag wurde am 10.05.2020 17:26 Uhr bearbeitet.
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