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Beitrag 1 - 11 von 11
Beitrag vom 24.05.2021 - 13:16 Uhr
Usermichik897
User (97 Beiträge)
Hier bin ganz bei MOL und sowas muss Sanktione der härtesten Art nach sich ziehen!
Beitrag vom 24.05.2021 - 15:20 Uhr
Usertutnixzursache
User (23 Beiträge)
es wäre wünschenswert, wenn die in der IATA organisierten Fluggesellschaften Belarus für eine Zeit X von ihren Flugplänen streichen würden. Als ganz eindeutige Warnung an alle Despoten dieser Welt, dass so ein Vorgehen nie akzeptiert werden wird.
Beitrag vom 24.05.2021 - 16:27 Uhr
UserFW 190
User (1801 Beiträge)
Ja, für mich ist das auch Piraterie, sollte also so von Europa und der Welt geahndet werden - wie auch im Fall der Bolivianischen Präsidentenmaschine 2014 die in Wien landen musste um sie zu durchsuchen. Ach nein, das waren ja die Guten die dafür verantwortlich waren. Es ist aber leider wie im richtigen Leben so, dass wenn 2 das gleiche tun es nicht dasselbe ist.

Dieser Beitrag wurde am 24.05.2021 16:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.05.2021 - 18:01 Uhr
UserCinrella
User (154 Beiträge)
Ja, für mich ist das auch Piraterie, sollte also so von Europa und der Welt geahndet werden - wie auch im Fall der Bolivianischen Präsidentenmaschine 2014 die in Wien landen musste um sie zu durchsuchen. Ach nein, das waren ja die Guten die dafür verantwortlich waren. Es ist aber leider wie im richtigen Leben so, dass wenn 2 das gleiche tun es nicht dasselbe ist.

Der von Ihnen genannte Vorfall im Jahr 2013 wurde aber auch von niemand begrüßt und war ebenso ein Skandal. Er führte dazu, dass sich alle Länder entschuldigen mussten die den Luftraum gesperrt haben und so die Landung erzwungen haben. Als Spanien dies nicht tat, war der Ärger nur umso größer. Dazu ist eine Regierungsmaschine kein kommerzieller Flug und verhaftet wurde auch keiner. Der Fall ist daher nicht 1zu1 vergleichbar.

Die Frage ist eher, was Sie uns mit diesem Kommentar sagen wollen? Sie wollen, dass der Vorfall bestraft wird. Aber Sie kritisieren, dass die EU angeblich mit zweierlei Maß misst. Daher wollen Sie also eigentlich, dass der jetzige Vorfall wie der von 2013 behandelt wird. Also eine Entschuldigung von Weißrussland und das Ganze ist erledigt?
Oder andersherum, Sie wollen dass der Fall 2013 genauso hart bestraft wird, wie der Fall in Belarus bestraft werden sollte? Dies geht aber nicht, da die Hauptforderung die Freilassung des Bloggers ist. 2013 wurde ja niemand festgenommen. Oder ein Verbot für eine bestimmte Zeit von Flügen nach Bolivien. Das wäre dann eher eine doppelte Strafe für Bolivien und bringt denen gar nichts und den betroffenen Ländern und deren Airlines ist es eigentlich egal und keine Strafe.

Und warum hätten die EU-Länder 2013 eine Strafe für sich selber festlegen sollen? Das hätte Bolivien machen müssen und Klage erheben o.Ä. Seit wann bestraft ein Schuldiger sich selbst? Üblicherweise verhängt das Strafmaß ein Richter und im Falle von Selbstjustiz das Opfer (Bolivien). Eine Entschuldigung hat Bolivien also anscheinend gereicht und ich sehe nicht wo das Problem hier ist? Der EU reicht das anscheinend nicht wenn sie zum Opfer wird, was auch gut so ist.

Was genau wollen Sie uns damit sagen oder ist das einfach wie an einem Stammstisch wo mal auf Regierung und EU geschimpft wird?
Beitrag vom 24.05.2021 - 20:40 Uhr
UserFW 190
User (1801 Beiträge)
Aus Wki:
"...Die Vorrechte und Befreiungen, häufig auch als diplomatische Vorrechte oder diplomatische Immunität bezeichnet, beruhen auf jahrhundertelang unter den Staaten praktiziertem Völkergewohnheitsrecht....."

Eine Präsidentenmaschine ist wie exterriotales Gebiet zu betrachten und der Präsident geniest ebenso diplomatische Imunität. Diese alte Regelwurde auf Wunsch eines einzelne Staates durchbrochen um was zu finden?. Nach der Durchsuchung war klar, dass das Objekt oder Subjekt nicht an Bord war deshalb wurde niemand verhaftet oder glauben Sie, die hätten den Herrn Snwoden wieder einsteigen lassen?

Deshalb hinkt Ihr Vergleich: "....Dazu ist eine Regierungsmaschine kein kommerzieller Flug und verhaftet wurde auch keiner.... " Wie will den Europa seine hohen moralischen Ansprüche in der Welt halten oder als Vorbild verkaufen wenn in einigen Fällen nach Beliebigkeit gehandelt wird?

Das hätte damals ebenso undenkbar sein müssen so wie heute auch. Was ich (auch Ihnen) sagen will ist, dass wir leider unseren eigenen Ansprüchen nicht immer gerecht werden und es Gegnern der Demokratie dadurch leichter machen in Ihren Länder unsere Gesellschaftsform zudiskredieren.

Und was sollte das mit einige Zeit Verbot von Flügen nach Bolivien? Etwas verwechselt?

"Der EU reicht das anscheinend nicht wenn sie zum Opfer wird, was auch gut so ist." Da bin ich mal gespannt wie das ausgeht.
Beitrag vom 25.05.2021 - 10:22 Uhr
UserDavid_B
User (558 Beiträge)
Die beiden Fälle sind in ihrer Machart - nicht wegen der Akteure - einfach nicht vergleichbar.
Beitrag vom 25.05.2021 - 13:59 Uhr
UserFW 190
User (1801 Beiträge)
Die beiden Fälle sind in ihrer Machart - nicht wegen der Akteure - einfach nicht vergleichbar.

Die einen sagen so, die anderen so. Was ich weiss ist, das bevor ein Flugzeug los fliegt sind die Überflugsfragen geklärt. Gilt für beide Fälle. In dem ersten Fll 2013 wurde der französische und spanische Flugraum gesperrt nachdem das Flugzeug kurz vor Wien war. Im 2. Fall wurde eine fingierte Bomendrohung als Grund zur (dann erzwungenen Landung) vorgeschoben. Eine Präsidenten Maschine wird nach dem Völkerrecht wie eine Botschaft, also exterritoriales Gelände behandelt. Da war dann die Durchsuchung im Fall 1 nicht rechtens.

Hoffentlich bekommt unsere geballte Diplomatische Kompetenz das ohne kriegerische Handlung hin. Aber es würde mich auch nicht wundern wenn in einem haben Jahr das ganze in Vergessenheit geraten ist. Nur, wo ist dann der arme Betroffene?
Beitrag vom 25.05.2021 - 14:21 Uhr
UserDavid_B
User (558 Beiträge)
2013 war im Prinzip eine Straße gesperrt. Man hätte umdrehen oder eine - natürlich deutlich, deutlich ineffizientere - Ausweichroute wählen können.
Feine Manieren waren das 2013 nicht, allerdings ist es eben einfach nicht miteinander vergleichbar.

Morales gab damals zum besten, dass er meinte, man hätte nicht mehr genügend Sprit für eine Landung in Moskau gehabt.
Wenn man sich mal anschaut, wie weit der Weg von Wien bis nach Lissabon ist und dann mal schaut, wie weit es von Wien bis z.B. SVO ist, dann kommen bei mir Fragen auf. Bei dir auch?
Beitrag vom 25.05.2021 - 14:50 Uhr
UserReal Dreamliner
"Konstrukteur"
User (294 Beiträge)
2013 war im Prinzip eine Straße gesperrt. Man hätte umdrehen oder eine - natürlich deutlich, deutlich ineffizientere - Ausweichroute wählen können.

Wenn die Falcon mit Kerosin bis zum geplanten Stopp in Portugal gefüllt war, nein. Italien, Frankreich und Spanien haben geblockt, damit war der Sack zu.

Feine Manieren waren das 2013 nicht, allerdings ist es eben einfach nicht miteinander vergleichbar.

Morales gab damals zum besten, dass er meinte, man hätte nicht mehr genügend Sprit für eine Landung in Moskau gehabt.
Wenn man sich mal anschaut, wie weit der Weg von Wien bis nach Lissabon ist und dann mal schaut, wie weit es von Wien bis z.B. SVO ist, dann kommen bei mir Fragen auf. Bei dir auch?
Die Antwort: Der Maschine von Morales wurde kurz vor der französischen Grenze von u.a. Frankreich und Spanien die Überflugrechte entzogen. Die Strecke für einen potentiellen Rückflug lautete also nicht Wien - Moskau sondern ~Straßburg - Moskau. Das sind runde 500 KM mehr. Es hat seinen Grund, warum FR kurz vor knapp die Überflugrechte verweigerte. Herr Morales saß in der Falle.


Dieser Beitrag wurde am 25.05.2021 14:52 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.05.2021 - 14:59 Uhr
UserDavid_B
User (558 Beiträge)
Selbst da hätte man noch den sicheren Hafen Russland erreichen können. Dann eben nicht Moskau sondern z.B. Smolensk. Moskau liegt ja nicht direkt an der Westgrenze von Russland.

Das war alles ganz weit weg von freundschaftlich aber eben auch nicht mit der Gangsternummer in Belarus vergleichbar.
Beitrag vom 25.05.2021 - 20:22 Uhr
UserFW 190
User (1801 Beiträge)
Landung und Sperrung ist das eine, aber warum die Durchsuchung? Ist das Flugzeug nicht letztendlich doch über Frankreich nach Portugal geflogen? Aber egal ist Vergangenheit die uns heute aber von Lawrov vorgehalten wurde -was ich so auch erwartet habe. Bei dem hohen Anspruch der EU hätte das einfach nicht sein dürfen, aber es wurde vor den USA gekuscht. Die haben auch schon unter Obama zuerst an sich gedacht, bei Trump wurde es ganz schlimm, aber Biden sieht sich auch zuerst den US Bürgern verpflichtet.

Ich hätte die USA wegen der ganzen Abhöraktionen im Fall Moralen ins Leere laufen lassen. "Abhören unter Freunden geht gar nicht" guter Spruch, aber erst als sie selbst betroffen war. Diese Erkenntnis haben wir doch Snowden zu verdanken.

Und jetzt muss die EU mal ernsthaft mit Putin den Fall besprechen, denn der gibt doch dem sauberen Herrn Lukaschenko Rückendeckung.