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Beitrag vom 22.04.2019 - 11:43 Uhr
UserClemi
Elektroniker
User (1091 Beiträge)

In FAA Betrieben ist es leider Gang und Gäbe, dass Mechaniker ihr eigenes, privates Werkzug verwenden dürfen und häufig keinerlei Kontrollmechanismus installiert ist um festzustellen, wenn nach getaner Arbeit etwas fehlt. Die EASA hingegen schreibt eine deutlich genauere Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit von Tools sowie Werkzeugkontrollen im Rahmen des Release to Service vor. D. h., selbst wenn mal ein Schraubendreher o. ä. fehlt (und nichts und niemand ist fehlerfrei), lässt sich relativ einfach nachvollziehen wo er abgeblieben sein muss.


FOD ist allgemein ein Problem in der Luft und Raumfahrt auch hier in Europa.
In Nordamerika gibt es auch Vorschriften um FOD zu vermeiden bzw. zu bekämpfen.

Für Flughafenbetreiber ist die FAA Richtlinie AC150 dazu zuständig.
Für die Industrie und Herstellung von Luftfahrzeugen die Aerospace Industries Association NAS412.


Dieser Beitrag wurde am 22.04.2019 11:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 22.04.2019 - 16:11 Uhr
UserVJ 101
User (586 Beiträge)
Das Thema Fremdkörpervermeidung hat sich die IAQG (International Aerospace Quality Group) sehr groß auf die Fahnen geschrieben und hierzu in ihrem Supply Chain Management Handbook einen zu beachtenden Leitfaden herausgegeben ( https://www.sae.org/servlets/registration?PORTAL_CODE=IAQG&OBJECT_PKG=iaqg.businessClasses&OBJECT_TYPE=SCMHGeneral&PAGE=getSCMHBOOK&vgenNum=1074&scmhs=1)

Die IAQG war es auch die das Thema FOD Verhinderung in der 2016er Ausgabe der 9100 Normenreihe im Kapitel 8.5 (Produktion und Dienstleistungserbringung) fest verankert hat.


Der Teamleader der 9100 Normengruppe kommt übrigens von Boeing - aber bei all den nun plötzlich ans Tageslicht gezerrten Vorkommnissen sollte Vorsicht walten - Fehler gibt es überall!
Beitrag vom 22.04.2019 - 16:11 Uhr
Usermarbu
User (207 Beiträge)
Auch sehr lesenswert, Murks allerorten:

 https://www.welt.de/wirtschaft/article191274515/Boeing-Tankflugzeug-KC-46-macht-grosse-Probleme.html

Fröhliche Ostern!


Das erklärt warum die Kisten gerade reihenweiße auf dem Boeing Field rumstehen neben den ganzen MAX
Beitrag vom 22.04.2019 - 16:18 Uhr
UserClemi
Elektroniker
User (1091 Beiträge)
Auch sehr lesenswert, Murks allerorten:

 https://www.welt.de/wirtschaft/article191274515/Boeing-Tankflugzeug-KC-46-macht-grosse-Probleme.html

Fröhliche Ostern!


Das erklärt warum die Kisten gerade reihenweiße auf dem Boeing Field rumstehen neben den ganzen MAX

KC-46A ist zwar nicht das Thema hier, aber Boeing hat die Auslieferung der Tanker am 20.04. wieder aufgenommen. Der 8. Tanker wurde da zur McConnell Air Force Base geliefert.
Beitrag vom 22.04.2019 - 22:22 Uhr
Userandiboy
User (29 Beiträge)
Mich wundert da nichts ..bei dem Bildungsniveau dort kann bei den Amifliegern in south carolina auch nicht mehr rauskommen...man erntet was man saet...erinnert mich auch an die 80er Jahre bei den Russenfliegern..die hatten damals auch solche Probleme so dass die Airlines neue Iljuschins und Tupolews besser vor Einsatz gruendlichst checken mussten
Beitrag vom 23.04.2019 - 09:35 Uhr
UserMHalblaub
User (490 Beiträge)

KC-46A ist zwar nicht das Thema hier, aber Boeing hat die Auslieferung der Tanker am 20.04. wieder aufgenommen. Der 8. Tanker wurde da zur McConnell Air Force Base geliefert.

Das Thema hier ist, was für ein Pfusch stellenweise bei Boeing läuft.

Die Auslieferung des Tankers wurde im März bereits einmal wieder aufgenommen nachdem Sachen im Flugzeug gefunden wurden und dann wieder gestoppt.

Dass die Auslieferung jetzt weiter geht heißt gar nichts außer, dass die USAF in jedes erdenkliche Loch reingesehen hat und diesen Flieger dann akzeptiert.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Frachter rumfliegen, wo ähnlicher Schrott drinnen ist aber der Abnehmer weniger genau hingesehen hat. Der Absturz von Frachtern ist kein großer PR-Schaden im Gegensatz zu Passagier-Gesellschaften.
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