Beitrag vom 11.02.2026 - 07:53 Uhr
In meiner Sicht ist BYD ziemlich stark vom Staat unterstützt; das sehe ich in ähnlicher Form weder bei Tesla noch bei den Europäern.
Ich weiß nicht, wo Sie das her haben, aber es ist einfach nicht richtig!
Die chinesischen Hersteller profitieren jetzt von einer jahrelangen Erfahrung mit Elektromotoren.
Schon vor über 20 Jahren fuhren die meisten Motorräder auf den Straßen in Shanghai und anderen Städten elektrisch,
das habe ich selbst erlebt. Auch viele Busse wurden da schon mit Elektromotoren ausgestattet.
Damals begann auch die Entwicklung von Elektromotoren für chinesische Autos, auch wenn das hier niemand bemerkt hat
Beitrag vom 11.02.2026 - 09:37 Uhr
"Mich wundert es durchaus, wie viele Leute ihm noch ihr Geld anvertrauen."
Ja, Musk ist ein begnadeter Schauspieler und Geldeinsammler. Was man bisher so hört, geht es beim Börsengang um schlappe 1.5 Billionen; man darf gespannt sein ob das in dem Umfang klappt. Fakt bleibt: Solche Mondvorhaben kosten jede Menge an Kleingeld und wenn er es beschaffen kann, hat er zumindest überhaupt mal die Möglichkeit, es zu versuchen. Ist anderswo bisher nicht in Sicht. Ob er 3 Jahre später dann vielleicht doch lieber Luftschiffe als LKW- Ersatz bauen will, weiss er vermutlich heute selber noch nicht. Wahnsinn und Genie gehen Hand in Hand... wusste schon Udo Lindenberg in den Siebzigern...
Dieser Beitrag wurde am 11.02.2026 09:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 11.02.2026 - 10:17 Uhr
@NiedersachsenHans:
In meiner Sicht ist BYD ziemlich stark vom Staat unterstützt...
"Ich weiß nicht, wo Sie das her haben, aber es ist einfach nicht richtig!"
Da ich noch nie bei einer Leitungssitzung der KP Chinas oder einer Vorstandssitzung von BYD anwesend war, bin ich natürlich lediglich auf Sekundärquellen wie Wikipedia etc. angewiesen:
"Das Unternehmen ist ein Hauptprofiteur staatlicher Förderungen und Subventionen (allein 2022 ca. 2,1 Mrd. USD), die gezielt eingesetzt werden, um die Expansion und technologische Entwicklung zu beschleunigen. Dies ist Teil der Strategie "Made in China 2025".
Wer der Meinung ist, die KP dort liesse irgendeinen kleinen Ingenieur zum Multimilliardär aufsteigen ohne mit Partei und Staat eng verkoppelt zu sein, der hat vielleicht schon Elektromotorräder auf Chinas Strassen gesehen, aber vermutlich nicht ganz genau durchschaut, wie das monopolkommunistische Wirtschaftssystem dort funktioniert...
Sichtbar ist jedenfalls: Auch im Falle Falle Weltall kann man Musk nun wirklich nicht sinnvoll mit der "Nationalen Behörde für Wissenschaft, Technik und Industrie in der Landesverteidigung" der Chinesen gleichsetzen; dort kümmert sich ja wohl die KP um den Einsatz der erforderlichen staatlichen Ressourcen des gesamten Landes für die Raumfahrt. Manches nennt sich zwar dort auch dem Namen nach "privat"; aber nüchtern betrachtet findet dort seit Jahrzehnten eine staatliche Funktionärs- Privatisierung statt. Ausländische Aktionäre sind bedingt erlaubt; sieht einfach besser aus. Ich jedenfalls setze das nicht mit Europa/ USA gleich.
Beitrag vom 11.02.2026 - 11:47 Uhr
@Superflieger
In meiner Sicht ist BYD ziemlich stark vom Staat unterstützt; das sehe ich in ähnlicher Form weder bei Tesla noch bei den Europäern.
Sie weichen von Ihrem Thema ab. Mein Kritikpunkt war Ihre Aussage von wegen Aufholjagd, die ich mit Hinweis auf BYD infrage stellte. Ob BYD dabei vom chinesischen Staat mehr oder weniger unterstützt wird spielt doch keine Rolle, Tatsache ist, dass die eben stückzahlmässig Tesla bereits überholt haben. Musk wird nebenbei vom amerikanischen Staat ebenfalls großzügig unterstützt, nur nicht so direkt wie BYD. Ohne die Randbedingungen der USA hätte auch Musk nichts vorzuzeigen gehabt.
Die anderen E-Auto-Hersteller kommen zwar nicht auf dieselben Verkaufszahlen, aber nicht deswegen, weil ihre Technologie zu wünschen übrig liesse (sondern weil sie hauptsächlich noch Verbrenner verkaufen), sondern eher deswegen, weil ihre Technik (u.a. LIDAR) aufwändiger (und fortschrittlicher) ist als die Teslas. Von einer Aufholjagd kann also auch hier nicht ohne die Eingrenzung auf die Stückzahl gesprochen werden.
Dass Uber & Co. in den USA in begrenzten Gebieten derzeit bereits vollautonom fahren ist übrigens erstens keine spezifische Eigenschaft von Tesla-Autos und zweitens eine juristische und keine technische Überlegenheit. Für die lockerere Haltung amerikanischer Gesetzgeber im Stile Lilienthals Grabstein ("Opfer müssen gebracht werden") und dem daraus folgenden Praxisvorsprung kann Musk ebenfalls nichts dafür.
Beitrag vom 11.02.2026 - 15:17 Uhr
@GB:
Sie haben natürlich Recht, inzwischen hat ja "Überholer" BYD sogar schon Probleme mit Überproduktion, Qualitätsmängeln, Preiskämpfen etc. Typische Wachstumsschmerzen eben; Musk springt inzwischen weiter zu anderen Themen wie Mondmissionen; mal sehen was er da so vollbringt. Es bleibt jedenfalls abwechslungsreich mit dem Mann...