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Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 16.11.2019 - 10:21 Uhr
UserJoachimE
User (80 Beiträge)
Wenn so viele Bauteile getauscht werden, müßte dann nicht auch eine neue Zulassung erstellt werden?
Beitrag vom 16.11.2019 - 14:07 Uhr
UserAvokus
User (738 Beiträge)
Die Frage ist absolut berechtigt. Vielleicht reicht aber eine Zulassung in Russland, da der Flieger, so wie jetzt angedacht, vermutlich sowieso keine Käufer ausserhalb Russlands mehr finden wird. Vielleicht kommt es ja auch in diesem Segment zu einer Zusammenarbeit mit China, denn beide Länder haben in diesem Segment nichts Fortschrittliches zu bieten.

Dieser Beitrag wurde am 16.11.2019 14:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.11.2019 - 15:18 Uhr
UserJumpfly
User (118 Beiträge)
Das sehe ich anders. Da der Trend in die Richtung geht, dass die USA gerne und schnell Strafzölle und Boykotte erheben kann ein modernes Flugzeug, welches davon nicht betroffen ist eine gute Marktlücke füllen. Iran und Nordkorea wären da sicherlich bereits jetzt zu nennen wovon im Iran ein sehr großes Potential und ein Großauftrag winken könnte. Aber auch andere Länder die die derzeitige US Aussenpolitik nicht so prickelnd finden könnten ein solches Projekt unterstützen. Egal ob Kuba, Venezuela, China oder auch Pakistan, alles traditionell ja schon russische Kunden. 1000er Bestellungen werden da nicht reinkommen, aber die könnte Suchoi eh nicht abarbeiten. Es sollte aber ausreichen um die Expertise im Land zu halten und weiter wichtige Erfahrungen in der Entwicklung und dem Bau von Flugzeugen zu sammeln.
Im Interesse der größeren Konkurrenz alleine werden Airlines sich ein solches Flugzeug anschauen, denn je mehr Anbieter, desto größer der Preiswettbewerb. Das derzeitige Duopol dass dank Boeings Superhirnen für dieses Jahr in bestimmten Bereichen ein Monopol geworden ist, ist für Airlines sicherlich dauerhaft kein erstrebenswerter Zustand. Embraer und Bombardier existieren im Bereich der Passagierflugzeuge nicht mehr, da wird man sich wünschen dass Suchoi, Mitsubishi, Irkut, AVIC... nachrücken um die entstandene Lücke zu füllen und für Oreiswettbewerb zu sorgen. Gerade China wird den Verkauf der eigenen Flugzeuge wenn sie denn marktreif sind und auch in größeren Zahlen produziert werden können politisch fördern. Auch Russland bietet bekannter Maßen begehrte Überflugrechte im Paket mit Suchoi Käufen an.
Mit so vielen geänderten Bauteilen ist sicherlich eine neue Zertifizierung notwendig, die sollte aber bis 2024 umsetzbar sein.

Dieser Beitrag wurde am 16.11.2019 16:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.11.2019 - 22:51 Uhr
Userhamburger222
User (37 Beiträge)
Man weiß nicht, was man davon halten soll. Einerseits ist es total verständlich dass die russische Luftfahrtindustrie mehr eigenes (modernes) Know How benötigt und man sich unabhängig von den Eingriffen der USA in die eigenen Handelsbeziehungen machen will.

Andererseits ist es schon ein Armutszeugnis, dass man sich jetzt darauf beschränkt bzw. damit zufrieden gibt nur noch boykottierte Länder wie Russland, Nordkorea und Iran zu beliefern.

Das Flugzeug ist doch eigentlich ok, aber der Hersteller bekommt es nicht gebacken die Kinderkrankheiten auszumerzen, es weiter zu verbessern und eine vernünftige Ersatzteilverfügbarkeit sicherzustellen, sodass Airlines das Flugzeug zuverlässig betreiben können.
Das kann man sich 2019 nicht mehr erlauben!!
Ich glaube die einzigen die da künftig eine ernsthafte Rolle gegen Airbus und Boeing spielen werden sind Comac.
Obwohl mir Embraer lieber wäre!
Beitrag vom 17.11.2019 - 00:28 Uhr
UserJumpfly
User (118 Beiträge)
Die meisten und elementarsten Probleme beim SSJ bestehen mit Bauteilen amerikanischer Herkunft. Dort sind auch die Ersatzteile nicht oder nur kaum lieferbar. Dadurch sind Suchoi die Hände ziemlich gebunden. Ein Schelm wer dahinter politische Einflussnahme durch die USA sieht.
Beitrag vom 17.11.2019 - 01:05 Uhr
User3uhr25
User (18 Beiträge)
Wundert mich ein wenig. Im Militärflugzeugbau haben die Russen durchaus schon diverse Modelle an die Oberfläche gebracht, die es mit den westlichen Gegenstücken sehr wohl aufnehmen konnten.
Transportflugzeuge aus dem Hause Antonov machen täglich eine gute Figur, weltweit. Nur mit den Passagierversionen geht schon seit längerer Zeit nichts mehr so richtig voran.
Beitrag vom 17.11.2019 - 19:53 Uhr
UserMHalblaub
User (565 Beiträge)
Die meisten und elementarsten Probleme beim SSJ bestehen mit Bauteilen amerikanischer Herkunft. [....] Ein Schelm wer dahinter politische Einflussnahme durch die USA sieht.

Die Bauteile werden von den Lieferanten nicht auf Halde produziert. Der Flugzeughersteller muss ausreichend Teile für die Ersatzteilversorgung ordern. Das war den Russen wohl zu teuer.