Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Tuifly leitet massiven Stellenabbau ein

Beitrag 1 - 13 von 13
Beitrag vom 05.06.2020 - 08:50 Uhr
UserOggy
User (45 Beiträge)
Anscheinend ist es politisch und gesellschaftlich akzeptiert, dass Beschäftigungsmodelle und der Mitarbeiterumgang wie bei Ryanair und Lauda Zukunft machen. Man überlässt das Feld denen die unfair wirtschaften und wie MOL am lautesten schreien. Unfassbar in meinen Augen da auch TUI Staatshilfen bekommen hat und sich jetzt von Mitarbeitern trennt.
Beitrag vom 05.06.2020 - 09:37 Uhr
Usergordon
User (3032 Beiträge)
Anscheinend ist es politisch und gesellschaftlich akzeptiert, dass Beschäftigungsmodelle und der Mitarbeiterumgang wie bei Ryanair und Lauda Zukunft machen. Man überlässt das Feld denen die unfair wirtschaften und wie MOL am lautesten schreien. Unfassbar in meinen Augen da auch TUI Staatshilfen bekommen hat und sich jetzt von Mitarbeitern trennt.

Naja, wenn keine Arbeit da ist, macht es auch keinen Sinn, Arbeitnehmer fürs Nichtstun zu behalten.
Würden Sie als Unternehmer so agieren?
Beitrag vom 05.06.2020 - 10:04 Uhr
UserHans M.
User (15 Beiträge)
Naja, wenn keine Arbeit da ist, macht es auch keinen Sinn, Arbeitnehmer fürs Nichtstun zu behalten.
Würden Sie als Unternehmer so agieren?

Es ist ja Arbeit da. Nur wird sie von anderen, billigeren EU-Airlines gemacht... immer das selbe Dumping!
Beitrag vom 05.06.2020 - 10:07 Uhr
Usergordon
User (3032 Beiträge)
Naja, wenn keine Arbeit da ist, macht es auch keinen Sinn, Arbeitnehmer fürs Nichtstun zu behalten.
Würden Sie als Unternehmer so agieren?

Es ist ja Arbeit da. Nur wird sie von anderen, billigeren EU-Airlines gemacht... immer das selbe Dumping!

Ich lese etwas von Halbierung der Flotte und nicht von Verlagerung zu anderen Airlines.
Beitrag vom 05.06.2020 - 10:30 Uhr
UserAvokus
User (888 Beiträge)
Wenn das Sommergeschäft ganz dumm läuft, dann sehe ich mit TUI den nächsten Insolvenzkandidaten am Horizont. Das wäre sehr schade, denn TUI hat ein sehr gutes Flugprodukt, besser als Condor, wie ich finde. Flottenverkleinerungen haben noch nie geholfen die Kostenposition zu verbessern. Ob höhere Preise, die man brauchen wird, am Markt durchsetzbar sind bleibt ein großes Fragezeichen. Die 737-MAX Misere ist bei den Kunden ebenfalls nicht in Vergessenheit, was es zusätzlich schwer machen wird. Einziger Lichtblick, auch die Low Cost Airlines werden es zunehmend schwerer haben, ihre Sitze kostendeckend abzusetzen. Problematisch ist es auch für die Reise-Veranstalter, siehe Thomas Cook Pleite. Der Reiseveranstalter TUI wird hier möglicherweise vom Strukturwandel getroffen, wenn Kunden aufgrund des großen Angebots und kleinerer Geldbeutel Ihre Reisen verstärkt selbst zusammenstellen, an den Veranstaltern vorbei. Diesem Trend muß sich TUI deutlich stellen, denn das klassische Chartergeschäft verliert zunehmend an Bedeutung.
Beitrag vom 05.06.2020 - 10:40 Uhr
UserWMJH
User (224 Beiträge)
Es ist ja Arbeit da. Nur wird sie von anderen, billigeren EU-Airlines gemacht... immer das selbe Dumping!

Es ist eben nicht genug Arbeit da, denn die Reisebuchungen in 2020 sind niemals mit Vorjahren vergleichbar! Und von billigeren EU-Airlines steht nirgendwo was...
Beitrag vom 05.06.2020 - 11:59 Uhr
UserHans M.
User (15 Beiträge)
Natürlich steht da nirgendwo etwas. Wäre ja medial auch sehr ungeschickt, wenn man lesen würde: "TUI entlässt langjährige, deutsche, tarifierte Mitarbeiter, um sich im Sommer, wenn das Geschäft wieder brummt, an günstigen, untarifierten no-Name Airlines zu bedienen."

Im übrigen dieses unter Staatshilfe. Finanziert mit Steuerzahler-Geld... die Mitarbeiter subventionieren quasi ihre eigene Entlassung. Schon sehr pervers.
Beitrag vom 05.06.2020 - 12:33 Uhr
User4
User (354 Beiträge)
... um sich im Sommer, wenn das Geschäft wieder brummt, an günstigen, untarifierten no-Name Airlines zu bedienen."
Woher nehmen Sie denn die Aussage, dass "das Geschäft im Sommer wieder brummt"?
Beitrag vom 05.06.2020 - 14:41 Uhr
UserHans M.
User (15 Beiträge)
...weil TUI letztes Jahr 1,4 Milliarden Euro Gewinn gemacht hat, Corona vorbei ist, die Menschen reisen wollen (wenn nicht dieses Jahr, dann erst recht nächstes) , sich alles normalisieren wird, weniger Konkurrenten übrig bleiben und daher in kürzester Zeit bei den Geschäftszahlen wieder Normalität einkehrt.
Die Rückzahlung des Kredites wird daher ein leicht zu stemmender Faktor sein.

Daher soll es so schnell gehen mit dem Stellenabbau. In ein paar Wochen kann TUI das der Öffentlichkeit nicht mehr verkaufen.

—- BREAKING-NEWS —- weltgrößter Reisekonzern TUI entlässt als erster Konzern unter Staatshilfe im großen Stil Personal —-
Beitrag vom 05.06.2020 - 14:48 Uhr
UserEricM
User (3260 Beiträge)
...weil TUI letztes Jahr 1,4 Milliarden Euro Gewinn gemacht hat, Corona vorbei ist, die Menschen reisen wollen (wenn nicht dieses Jahr, dann erst recht nächstes) , sich alles normalisieren wird, weniger Konkurrenten übrig bleiben und daher in kürzester Zeit bei den Geschäftszahlen wieder Normalität einkehrt.

Das ist eine extrem optimistische EInschätzung.
Dem entgegen stehen aktuell Millionen Kuzarbeiter, steigende Arbeitslosenzahlen und Auftragsrückgänge in der Industrie um 25% oder mehr.
Viele Menschen haben keinen Job mehr und viele ander halten ihr Geld zusammen, weil sie weinger verdienen oder erwarten, bald keinen Job mehr zu haben.

Die Annahme, dass eben nicht sofort wieder "Normalität", also das 2019er Volumen einkehrt, ist da eigentlich ganz plausibel.
Beitrag vom 05.06.2020 - 16:22 Uhr
User2ndSEG
User (248 Beiträge)
Schade. Einer der letzten anständigen Flugbetriebe in Deutschland wird kleingehackt. LaudaMOLion steht ja bestimmt bereit.

Fakt ist:

- Es ist fragwürdig, ob die Staatshilfen gerechtfertigt sind, wenn man dann sofort massive Redimensionierungen mit Entlassungen durchzieht.

- Die Milliarden an Staatsgeldern, verlorengegangene Geschäfte, etc. werden in der Weltwirtschaft noch zu gravierenden Einbrüchen führen. Ich schliesse mich EricM an und glaube auch nicht, dass sich all das in Kürze "in Luft auflösen" wird, sondern dass wir alle in eine brutale Rezession stürzen werden. Da bleibt der Tourismus-Sektor nicht aussen vor. Das dicke Ende kommt erst noch.

- Sollte es trotzdem gut laufen, dann wird Hans M. Recht behalten und die zusätzliche Kapazität wird dann wieder einmal von windigen Anbietern aus "günstigeren" Breiten Europas abgedeckt werden.

Schade um TUIFly. Ich hatte gehofft, dass es für sie glimpflicher ausgeht.
Beitrag vom 05.06.2020 - 17:42 Uhr
Usercontrail55
User (2832 Beiträge)
Sorry, das ist doch alles Unsinn.

Warum gibt es die Staatshilfen (in Form von Krditen)? Um einen kurzfristigen Liquiditätsengpass zu überbrücken. Das Geld muss züruckgezahlt werden, aber dafür muss es erst mal verdient werden. Das alles sagt noch nichts über die potentielle Überlebensfähigkeit des Unternehmens aus. Niemand kann eine belastbare Prognose abgeben.

Wenn man diese Hilfen mit Bedingungen wie Arbeitsplatzsicherheit verbindet, aber kein Markt da ist der diese Produktionskapazitäten rechtfertig, dann fließt das Geld schneller aus der Kasse als man es Oben reinschütten kann. Daher muss man den Geldabfluss reduzieren, unter anderem dadurch, dass man überschüssige Produktionskapazitäten abbaut. Das ist doch Unternehmer 1x1. Das macht doch jeder hier, der kurzfristig von KUG leben muss. Ausgaben reduzieren.

Aktuell ist bei TUI der Sommer nur zu 35% verkauft und nirgendwo steht, in welchem Zeitrahmen man den Abbau plant. Eigene Kapazität ist für den Sommer also vorhanden. Die sollte auch für den Winter reichen. Nächstes Jahr? Glaskugel.


Dieser Beitrag wurde am 05.06.2020 17:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.06.2020 - 22:24 Uhr
Userpattyofficer
User (17 Beiträge)
Dann bin ich mal gespannt wie mein Ersatzflug nach Punta Cana im November aussehen wird. Ich hatte mir schon extra den Flug mit Tui für den Pauschalurlaub ausgesucht.