Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / US-Airlines verurteilen ultrakonserv...

Beitrag 1 - 12 von 12
Beitrag vom 27.02.2014 - 10:01 Uhr
Usergyps_ruepelli
User (500 Beiträge)
Gut gebrüllt, Löwe kann man da nur sagen.

Was ich allerdings interessant finde, dass die Wirtschaft in Deutschland gegen ziemlich genau konträres Gesetz genauso Sturm gelaufen ist - glücklicherweise erfolglos.
Beitrag vom 27.02.2014 - 10:15 Uhr
UserAngros
User (579 Beiträge)
Gut gebrüllt, Löwe kann man da nur sagen.

Was ich allerdings interessant finde, dass die Wirtschaft in Deutschland gegen ziemlich genau konträres Gesetz genauso Sturm gelaufen ist - glücklicherweise erfolglos.

Von welchem Gesetz sprechen Sie hier?
Beitrag vom 27.02.2014 - 10:55 Uhr
Usergyps_ruepelli
User (500 Beiträge)
Dem Allgemeinen Gleichstellungsgesetz (AGG), das landlaeufig auch "Antidiskriminierungsgesetz" genannt wird.
Beitrag vom 27.02.2014 - 11:45 Uhr
UserDebaser
User (382 Beiträge)
Das Gesetz ist gescheitert:

 http://www.tagesschau.de/ausland/religionsgesetz-arizona100.html
Beitrag vom 27.02.2014 - 11:53 Uhr
Userfbwlaie
User (4457 Beiträge)
Zunächst in Arizona....
Beitrag vom 27.02.2014 - 11:58 Uhr
Userflugstr
User (198 Beiträge)
Im Moment ist es gescheitert! Doch die religiösen Fanatiker, welche sich Christen nennen, laufen weiterhin Sturm. Eine neue Regierung dürfte sicherlich das Gesetz durchwinken, mit fatalen Folgen!

Im Übrigen, nicht off topic, schauen sie sich die Geschichte der USA an, dies erklärt den religiösen Wahn vieler US-Amerikaner, der ihnen in absehbarer Zeit zum Verhängnis werden kann.

Und um es für eine freie und demokratische Welt zu sagen: Hoffentlich auch zum Verhängnis wird. Denn nicht nur Arbeitsplätze, u. a. bei Airlines stehen auf dem Spiel, sondern auch Menschenleben!

Auch hier lohnt sich ein Blick in die Geschichte unter dem Stichwort: Kreuzzüge. Die Geschichte wiederholt sich leider!
Beitrag vom 27.02.2014 - 12:20 Uhr
Userduboka909
User (200 Beiträge)
Im Moment ist es gescheitert! Doch die religiösen Fanatiker, welche sich Christen nennen, laufen weiterhin Sturm. Eine neue Regierung dürfte sicherlich das Gesetz durchwinken, mit fatalen Folgen!

Im Übrigen, nicht off topic, schauen sie sich die Geschichte der USA an, dies erklärt den religiösen Wahn vieler US-Amerikaner, der ihnen in absehbarer Zeit zum Verhängnis werden kann.

Und um es für eine freie und demokratische Welt zu sagen: Hoffentlich auch zum Verhängnis wird. Denn nicht nur Arbeitsplätze, u. a. bei Airlines stehen auf dem Spiel, sondern auch Menschenleben!

Auch hier lohnt sich ein Blick in die Geschichte unter dem Stichwort: Kreuzzüge. Die Geschichte wiederholt sich leider!


und wenn es durch kommt, dann wird dagegen geklagt und das supreme court wird dieses gesetz dann auch wieder kassieren, denke ich...
Beitrag vom 27.02.2014 - 12:54 Uhr
UserGast
User (-4 Beiträge)
Es ist aber schlimm genug, daß diese Gesetzesvorlage überhaupt eine Mehrheit in einem Parlament bekommen konnte.
CNN hat eine Liste mit Bundesstatten,die sich mit ähnlichen Gesetzen auseinandersetzen mußen/müssen...
Beitrag vom 27.02.2014 - 13:15 Uhr
UserReynolds
Rudergänger
Moderator
Die versuchte Ausgrenzung nicht-heterosexueller greift ja gerade um sich, nicht nur in den USA. Man siehe auch nach Russland, Uganda, Frankreich, Spanien. Eine Airline brächte eine solche Gesetzesgrundlage in fast schon groteske Schwierigkeiten, immerhin finden sich bei Flugbesatzungen durchaus zahlreich auch homosexuelle Kollegen - wie will man also einerseits Kunden ausgrenzen, während man auf die gute Arbeit der Kollegen angewiesen ist?

Diese ganze Debatte um angebliche Belästigung durch LGBT-Minderheiten ist ohnehin eine wirklich erbärmliche Angelegenheit, die an Bigotterie und Heuchelei kaum noch zu überbieten ist. In ein paar Jahren werden wir uns (hoffentlich) mit einem müden Lächeln an dieses letzte Aufbäumen der ewig Gestrigen und Weltfremden zurückerinnern. Den Protest durch die Wirtschaft kann man wirklich nur begrüßen.

Dieser Beitrag wurde am 27.02.2014 13:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.02.2014 - 13:33 Uhr
Userbluedanube
User (552 Beiträge)
Dass die Airlines öffentlich in die politische Debatte eingegriffen haben, ist in der Tat ungewöhnlich, und war allemal auch bitter notwendig. Allein die Tatsache aber, dass solche Gesetze in manchen Staaten mehrheitsfähig sind, zeigt welchen Einfluß kleine Minderheiten wie die ultrakonservativen Fundamentalisten nehmen können, wenn dahinter mächtige Interessen stehen. Mit Demokratie hat das US-System inzwischen immer weniger zu tun, auch wenn sich letztlich jene Mehrheit der Amerikaner durchsetzt, die durchaus im 21.Jahrhundert angekommen ist. Der Großteil der Republikaner inklusive.
Beitrag vom 27.02.2014 - 13:57 Uhr
Usergyps_ruepelli
User (500 Beiträge)
@Reynolds: Was war denn in Spanien gemeint? In Frankreich gab es massive Proteste gegen die Ehegleichstellung, die aber in Spanien schon Jahre zuvor sehr geraeuschlos eingefuehrt worden ist.
Beitrag vom 27.02.2014 - 15:32 Uhr
Usernessie
User (674 Beiträge)
Naja, der Unterschied zwischen dem AGG und dem vorliegenden Gesetz ist es, dass es bei dem AGG um die Einstellung von Arbeitnehmern geht, die ich nicht so ohne weiteres loswerde (Stichwort Sozialverträglichkeit von Kündigungen). Wobei interessant ist, dass bei einer Kündigung genau das beachtet werden MUSS, was ich bei der Einstellung nicht beachten DARF. Sprich: ich darf einer 60-jährigen Frau nicht sagen, dass ich sie nicht einstelle, weil sie zu alt ist. Bei der Kündigung muss ich dagegen die 60-jährige weiterbeschäftigen und muss stattdessen der 20-jährigen Kündigen.

In der Praxis hat das dazu geführt, dass bei einer Ablehung einer Bewerbung nur noch ein "wir haben uns anders entschieden" kommt, weil das Haftungsrisiko enorm ist. Zum Teil gibt es schon Dienstleistungsunternehmen, die beauftragt werden, bei Bewerbungen eine Vorselektion durchzuführen. Und es mag sich jeder überlegen, welcher Arbeitgeber wohl eine 60-jährige einstellt, wenn er dabei das Risiko eingeht, sie nie wieder per Kündigung loszuwerden. Und ob es für einen abgelehnten Bewerber so toll ist, nie einen Grund zu hören, warum er nicht genommen wird (persönliche Verbesserung wird dadurch unmöglich gemacht), mag auch jeder für sich selbst beurteilen.

Bei dem US-Gesetz geht es um einfache Diestleistungen. Sprich: Ich sage irgendjemand, dass ich ihn nicht von A nach B fliege, weil er schwul ist. Den schwulen Kunden bin ich aber nach 8 Stunden Flugzeit wieder los.

Nebenbei dürfte in den USA auch der Grundsatz der Vertragsfreiheit gelten. Dann sage ich halt jemandem ohne angabe von Gründen, dass ich ihm kein Flugticket verkaufe. Bin kein US-Anwalt - aber ich meine, dass das gehen dürfte.