Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Verdi: Lufthansa fordert "Nullrunde"...

Beitrag 16 - 26 von 26
1 | 2 | « zurück | weiter »
Beitrag vom 05.02.2026 - 19:24 Uhr
UserX-Ray
User (868 Beiträge)
Wieso sollte man denn in den oberen Etagen Leistungen kürzen, wenn es doch in einigen Bereichen "Rekordjahre" gab (siehe erster Post)? Oder arbeiten diese Töchter ohne Management?

Und wieso soll ein Großteil der Bodenbeschäftigten eine langjährige Nullrunde mittragen, die, wie sie selbst sagen, Rekordjahre hatten, wenn nur die LH Classic rote Zahlen schreibt?

Lohnerhöhungen sind doch kein Naturgesetz, sonst müsste man nicht verhandeln. Ich finde es auch ziemlich opportunistisch, in profitablen Zeiten mit dem guten Ergebnis des eigenen Teilbereichs zu argumentieren, aber in Verlustjahren einfach der Mutter die Rechnung zum Begleichen auf den Tisch zu legen. Insofern muss man selbstverständlich die Lage der ganzen Gruppe berücksichtigen.

Davon abgesehen partizipieren die Mitarbeiter von profitablen Geschäftsfeldern unabhängig von Tabellenerhöhungen sowieso schon am Gewinn ihres Bereichs. Ich sehe da keine Benachteiligung.

Was man allerdings in jedem Fall verstehen sollte, ist das Prinzip von Aktion und Reaktion sowie der Zusammenhang von Forderungen und Konsequenzen. Alles weitere werden die Beteiligten entscheiden, sind ja alles erwachsene Menschen.
Beitrag vom 05.02.2026 - 19:26 Uhr
UserX-Ray
User (868 Beiträge)
Auch Mitarbeiter müssen sehen, dass bei laufender Inflation - Stichwort Reallohnverlust - was zu Essen auf den Tisch kommt und dass die Miete weiterhin gezahlt werden kann. Fällt einem Arbeitnehmer in jedem Fall schwerer, als jemandem aus dem oberen Management, dem mal die Boni zusammengestrichen werden.

OK, jetzt driften wir wieder in die Märchenstunde. Da bin ich raus.
Beitrag vom 05.02.2026 - 20:02 Uhr
Userrambazamba123
User (776 Beiträge)
Wieso sollte man denn in den oberen Etagen Leistungen kürzen, wenn es doch in einigen Bereichen "Rekordjahre" gab (siehe erster Post)? Oder arbeiten diese Töchter ohne Management?

Und wieso soll ein Großteil der Bodenbeschäftigten eine langjährige Nullrunde mittragen, die, wie sie selbst sagen, Rekordjahre hatten, wenn nur die LH Classic rote Zahlen schreibt?

Lohnerhöhungen sind doch kein Naturgesetz, sonst müsste man nicht verhandeln. Ich finde es auch ziemlich opportunistisch, in profitablen Zeiten mit dem guten Ergebnis des eigenen Teilbereichs zu argumentieren, aber in Verlustjahren einfach der Mutter die Rechnung zum Begleichen auf den Tisch zu legen. Insofern muss man selbstverständlich die Lage der ganzen Gruppe berücksichtigen.

Davon abgesehen partizipieren die Mitarbeiter von profitablen Geschäftsfeldern unabhängig von Tabellenerhöhungen sowieso schon am Gewinn ihres Bereichs. Ich sehe da keine Benachteiligung.

Was man allerdings in jedem Fall verstehen sollte, ist das Prinzip von Aktion und Reaktion sowie der Zusammenhang von Forderungen und Konsequenzen. Alles weitere werden die Beteiligten entscheiden, sind ja alles erwachsene Menschen.

Na dann ist es doch auch kein Problem beim
Management aus allen Bereichen, auch den profitablen, zu kürzen. Mitgegangen mitgefangen. Ist ja keine Einbahnstraße.

OK, jetzt driften wir wieder in die Märchenstunde. Da bin ich raus.

Kann mich nicht erinnern, dass dieses Zitat an Sie gerichtet war. Ich schaue noch mal nach, ah ja, an Christian159
Beitrag vom 05.02.2026 - 20:26 Uhr
UserChristian159
User (1593 Beiträge)
Wieso sollte man denn in den oberen Etagen Leistungen kürzen, wenn es doch in einigen Bereichen "Rekordjahre" gab (siehe erster Post)? Oder arbeiten diese Töchter ohne Management?

Und wieso soll ein Großteil der Bodenbeschäftigten eine langjährige Nullrunde mittragen, die, wie sie selbst sagen, Rekordjahre hatten, wenn nur die LH Classic rote Zahlen schreibt?

> Man kann sich ja gerne an den Ursachen und Verursachern für die (schlechten) Ergebnisse der LHA abrackern, aber im Prinzip ist das müssig, da die Forderungen von beiden Seiten nichts damit zu tun haben.
> Oder glaubt jemand, Verdi oder LH würden andere Forderungen stellen, wenn alle geplanten Flugzeuge termingerecht gekommen wären oder die Inflationsrate eine andere wäre oder es kein Russlandembargo gäbe?

Eher weniger, aber die Argumentation fällt mit den selbstverbockten Problemen des Managements nun leichter auf Nullrunden zu beharren.

Aber wen würden denn diese Argumentation beeindrucken? Sie, @ramazamba, doch wohl nicht, oder? Warum dann die Verhandlungsführer von Verdie?

Gar nicht, warum auch.

Sag ich doch! es ist müssig, sich an den Ursachen und Verursachern für die (schlechten) Ergebnisse der LHA abrackern. Es ändert nichts an den Forderungen.

Auch Mitarbeiter müssen sehen, dass bei laufender Inflation - Stichwort Reallohnverlust - was zu Essen auf den Tisch kommt und dass die Miete weiterhin gezahlt werden kann. Fällt einem Arbeitnehmer in jedem Fall schwerer, als jemandem aus dem oberen Management, dem mal die Boni zusammengestrichen werden.

Ja klar, deswegen gibt es ja auch Verhandlungen, die, da bin ich mir sicher, nicht mit einer Nullrunde enden werden.

Aber nochmal: Warum arbeiten Sie sich an Schuldzuweisungen (05.02, 01:11) so ab? Ihre Aufzählung verändert doch die Positionen beider Parteien nicht.
Wenn z.B. Konjunktur oder (wie gerne behauptet wird) weniger Interesse an Flugreisen für das schlechte Ergebnis verantwortlich wäre, dann müssten die Beschäftigten ja auch ihre Miete zahlen und Essen auf den Tisch bringen, oder?

Glauben Sie die Lufthansa würde 3% Lohnerhöhung bieten, weil sie - wie das Spohr ja schon gemacht hat - eine eigene Schuld bei Allegris sieht?

Oder glauben Sie, Verdi würde nur 4 Prozent verlangen, wenn eine schwächelnde Konjunktur Grund für das Ergebnis wäre? Oder wenn Spohr zurücktreten würde?

Das ist doch alles Quatsch!

Das Ergebnis ist schlecht, es gibt ein Programm zur Verbesserung und das beinhaltet auch Reduzierung der Personalkosten. Eine Schuldzuweisung, wie Sie es hier betreiben, verbessert das Ergebnis nicht. Daher ist es müssig, sich darüber auszulassen.

Na dann ist es doch auch kein Problem beim Management aus allen Bereichen, auch den profitablen, zu kürzen. Mitgegangen mitgefangen. Ist ja keine Einbahnstraße.

Das Management hat seine Verträge ausgehandelt, genauso wie dies auch Verdi und die Lufthansa tun werden. Und an diese Verträge hält man sich dann.
Und nochmal: Würde Verdi nur 4 Prozent verlangen, wenn das Management seine Einkünfte kürzt? Wohl kaum, denn die Mitarbeiter müssen trotzdem Miete zahlen und Essen kaufen. Solche Forderungen tragen nichts zur Lösung des Problems bei.

Beitrag vom 07.02.2026 - 04:05 Uhr
UserHeinzi
User (418 Beiträge)
Jedes Mal dieselbe öde Diskussion um Gehaltsverhandlungen bei der LH. Die Gewerkschaft muss im Interesse Ihrer Klientel fordern, das Unternehmen muss im Interesse seiner Aktionäre alles für unverantwortlich erklären. Dann gibt es ein paar Streikrunden und am Ende wird das Portmonnaie ein wenig geöffnet, natürlich am "absoluten Rand der Möglichkeiten", nachdem man ein paar Hundert Mios mit Streiks verbrannt hat. Für CS und seine Jünger dann ein guter Grund weiter auszulagern. So ist Lebbe.
Irgendein Poltitiker meldet sich auch noch zu Wort und erklärt, dass die Streikerei ein Ende haben muss. Systemrelevant darf man sein, nur angemessen verdienen nicht. Und das dann aus dem Munde eines Steuergeldschmarotzers, der sich nach ein paar Jahren Bundestag eine Pension gönnt, die über dem Spitzensatz der deutschen Renter liegt. Das ist doch jedes mal der gleiche Tanz.
Was wäre denn aus AN Sicht sonst sinnvoll? Dem AG anzubieten zu zahlen, was er für angemessen hält und gut?
Beitrag vom 07.02.2026 - 08:03 Uhr
UserChristian159
User (1593 Beiträge)
Jedes Mal dieselbe öde Diskussion um Gehaltsverhandlungen bei der LH. Die Gewerkschaft muss im Interesse Ihrer Klientel fordern, das Unternehmen muss im Interesse seiner Aktionäre alles für unverantwortlich erklären. Dann gibt es ein paar Streikrunden und am Ende wird das Portmonnaie ein wenig geöffnet, natürlich am "absoluten Rand der Möglichkeiten", nachdem man ein paar Hundert Mios mit Streiks verbrannt hat. Für CS und seine Jünger dann ein guter Grund weiter auszulagern. So ist Lebbe.
Irgendein Poltitiker meldet sich auch noch zu Wort und erklärt, dass die Streikerei ein Ende haben muss. Systemrelevant darf man sein, nur angemessen verdienen nicht. Und das dann aus dem Munde eines Steuergeldschmarotzers, der sich nach ein paar Jahren Bundestag eine Pension gönnt, die über dem Spitzensatz der deutschen Renter liegt. Das ist doch jedes mal der gleiche Tanz.
Was wäre denn aus AN Sicht sonst sinnvoll? Dem AG anzubieten zu zahlen, was er für angemessen hält und gut?

Endlich sind wir mal einer Meinung.
Diese ganzen Diskussionen hier sind müßig. Eine Schuldfrage zu diskutieren löst kein Problem. Es werden Tarifverhandlungen werden, ein ganz normaler Vorgang. Kein Grund sich aufzuregen.
Beitrag vom 07.02.2026 - 16:18 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1274 Beiträge)
Irgendein Poltitiker meldet sich auch noch zu Wort und erklärt, dass die Streikerei ein Ende haben muss. Systemrelevant darf man sein, nur angemessen verdienen nicht. Und das dann aus dem Munde eines Steuergeldschmarotzers, der sich nach ein paar Jahren Bundestag eine Pension gönnt, die über dem Spitzensatz der deutschen Renter liegt. Das ist doch jedes mal der gleiche Tanz.

Ihre Aussage vermischt wie so oft berechtigte Kritik mit pauschalen Vorwürfen und verkürzt dadurch die tatsächlichen Zusammenhänge. Zunächst ist festzuhalten, dass Streiks ein verfassungsrechtlich geschütztes Mittel der Tarifauseinandersetzung sind. Sie sind kein Selbstzweck, sondern Ausdruck davon, dass Verhandlungen zuvor nicht zu einem Ergebnis geführt haben. Die Forderung, Streiks müssten "ein Ende haben", blendet diesen rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmen in der Tat aus.

Allerdings beschreibt Begriff "systemrelevant" nicht die Höhe der Entlohnung, sondern die Bedeutung einer Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens. Daraus folgt weder automatisch eine angemessene Bezahlung noch deren Gegenteil. Die Frage der Vergütung ist Ergebnis von Tarifverhandlungen, Haushaltsentscheidungen und politischen Prioritäten – nicht eines bloßen Etiketts.

Ihr Angriff auf Politiker als angebliche "Steuergeldschmarotzer" greift zu kurz. Die Altersversorgung von Abgeordneten ist gesetzlich geregelt, transparent einsehbar und unterscheidet sich strukturell von der gesetzlichen Rentenversicherung, da Abgeordnete während ihrer Mandatszeit keine Rentenansprüche aus dieser erwerben. Kritik an der Ausgestaltung dieser Regelungen ist legitim, sollte aber sachlich erfolgen und nicht, wie hier geschehen, personalisiert oder moralisch zugespitzt werden.

Schließlich ist der Vergleich mit Rentnerinnen und Rentnern zwar emotional verständlich, aber analytisch ungenau: Probleme in der Renten- und Lohnpolitik lassen sich nicht lösen, indem unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Notwendig ist vielmehr eine sachliche Debatte über faire Bezahlung, nachhaltige Finanzierung und politische Verantwortung – jenseits wiederkehrender Schuldzuweisungen.

Dieser Beitrag wurde am 07.02.2026 16:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.02.2026 - 07:56 Uhr
UserHeinzi
User (418 Beiträge)
Irgendein Poltitiker meldet sich auch noch zu Wort und erklärt, dass die Streikerei ein Ende haben muss. Systemrelevant darf man sein, nur angemessen verdienen nicht. Und das dann aus dem Munde eines Steuergeldschmarotzers, der sich nach ein paar Jahren Bundestag eine Pension gönnt, die über dem Spitzensatz der deutschen Renter liegt. Das ist doch jedes mal der gleiche Tanz.

Ihre Aussage vermischt wie so oft berechtigte Kritik mit pauschalen Vorwürfen und verkürzt dadurch die tatsächlichen Zusammenhänge. Zunächst ist festzuhalten, dass Streiks ein verfassungsrechtlich geschütztes Mittel der Tarifauseinandersetzung sind. Sie sind kein Selbstzweck, sondern Ausdruck davon, dass Verhandlungen zuvor nicht zu einem Ergebnis geführt haben. Die Forderung, Streiks müssten "ein Ende haben", blendet diesen rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmen in der Tat aus.

Ich habe mit Streiks überhaupt kein Problem.

Allerdings beschreibt Begriff "systemrelevant" nicht die Höhe der Entlohnung, sondern die Bedeutung einer Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens. Daraus folgt weder automatisch eine angemessene Bezahlung noch deren Gegenteil. Die Frage der Vergütung ist Ergebnis von Tarifverhandlungen, Haushaltsentscheidungen und politischen Prioritäten – nicht eines bloßen Etiketts.

Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.

Ihr Angriff auf Politiker als angebliche "Steuergeldschmarotzer" greift zu kurz. Die Altersversorgung von Abgeordneten ist gesetzlich geregelt, transparent einsehbar und unterscheidet sich strukturell von der gesetzlichen Rentenversicherung, da Abgeordnete während ihrer Mandatszeit keine Rentenansprüche aus dieser erwerben. Kritik an der Ausgestaltung dieser Regelungen ist legitim, sollte aber sachlich erfolgen und nicht, wie hier geschehen, personalisiert oder moralisch zugespitzt werden.>

Auch schön ausgedrückt, sehe ich im Inhalt aber leider nicht so. Dem deutschen Rentner wird nach 45 Jahren erklärt, er müsse den Gürtel enger schnallen, man hoffe ein Rentenniveau von 48% aufrecht erhalten zu können. Dann bekommt der Durchschnittsrenter 1600€, während der Bundestagler sich mit knapp 1200€ nach bereits einer Legislaturperiode am Steuergeld bedienen darf. Darüber haben seine Vorfahren selbst entschieden und er darf über Steigerungen regelmäßig abstimmen und macht das auch. Das ist dann dorch ein wenig mehr Entschädigung als dieser als Lehrer, Sozialarbeiter oder sonst etwas in vier Jahren in seinem ursprünglichen Beruf hätte an Rentenpunkten und deren Wert erzielen können. Hat nicht zuletzt noch ein ehemaliger Minister die Höhe ebenfalls als unanständig angesehen? Sorry, das ist für mich, was es ist und wie ich es bezeichne.

Schließlich ist der Vergleich mit Rentnerinnen und Rentnern zwar emotional verständlich, aber analytisch ungenau: Probleme in der Renten- und Lohnpolitik lassen sich nicht lösen, indem unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Notwendig ist vielmehr eine sachliche Debatte über faire Bezahlung, nachhaltige Finanzierung und politische Verantwortung – jenseits wiederkehrender Schuldzuweisungen.>

Es geht hier nicht um gegenseitiges ausspielen. Es geht darum, dass die, die sich selbst aus Steuergeldern versorgen und in die Kassen greifen, denen, die deren Gehälter und Pensionen bezahlen, und selbst für Verbesserungen streiken müssen, dieses nicht mehr zugestehen wollen. Kleiner Unterschied im Zusammenhang. Zuletzt erklären Sie vielleicht auch noch Herrn Spohr, die Sache der Sinnhaftigkeit mit dem gegenseitigen ausspielen unterschiedlicher Gruppen in seiner LH Group. Da klopft er sich bei Ihrer These aber mächtig auf die Schenkel. Für Ihn ist das Basiswissen der Unternehmensführung.
Beitrag vom 08.02.2026 - 10:01 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1274 Beiträge)


Allerdings beschreibt Begriff "systemrelevant" nicht die Höhe der Entlohnung, sondern die Bedeutung einer Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens. Daraus folgt weder automatisch eine angemessene Bezahlung noch deren Gegenteil. Die Frage der Vergütung ist Ergebnis von Tarifverhandlungen, Haushaltsentscheidungen und politischen Prioritäten – nicht eines bloßen Etiketts.

Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.

Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?

Ihr Angriff auf Politiker als angebliche "Steuergeldschmarotzer" greift zu kurz. Die Altersversorgung von Abgeordneten ist gesetzlich geregelt, transparent einsehbar und unterscheidet sich strukturell von der gesetzlichen Rentenversicherung, da Abgeordnete während ihrer Mandatszeit keine Rentenansprüche aus dieser erwerben. Kritik an der Ausgestaltung dieser Regelungen ist legitim, sollte aber sachlich erfolgen und nicht, wie hier geschehen, personalisiert oder moralisch zugespitzt werden.>

Auch schön ausgedrückt, sehe ich im Inhalt aber leider nicht so. Dem deutschen Rentner wird nach 45 Jahren erklärt, er müsse den Gürtel enger schnallen, man hoffe ein Rentenniveau von 48% aufrecht erhalten zu können. Dann bekommt der Durchschnittsrenter 1600€, während der Bundestagler sich mit knapp 1200€ nach bereits einer Legislaturperiode am Steuergeld bedienen darf. Darüber haben seine Vorfahren selbst entschieden und er darf über Steigerungen regelmäßig abstimmen und macht das auch. Das ist dann dorch ein wenig mehr Entschädigung als dieser als Lehrer, Sozialarbeiter oder sonst etwas in vier Jahren in seinem ursprünglichen Beruf hätte an Rentenpunkten und deren Wert erzielen können. Hat nicht zuletzt noch ein ehemaliger Minister die Höhe ebenfalls als unanständig angesehen? Sorry, das ist für mich, was es ist und wie ich es bezeichne.
Der Vergleich mit der gesetzlichen Rente ist zwar beliebt, aber sachlich unsauber. Abgeordnete erwerben während ihres Mandats keine Rentenansprüche, deshalb ist ihre Altersversorgung anders geregelt. Das ist systembedingt, kein persönliches Privileg.
Über Höhe und Ausgestaltung kann man streiten – pauschal von "Bedienen am Steuergeld" zu sprechen ersetzt diese Debatte aber nicht, sondern emotionalisiert sie.

Schließlich ist der Vergleich mit Rentnerinnen und Rentnern zwar emotional verständlich, aber analytisch ungenau: Probleme in der Renten- und Lohnpolitik lassen sich nicht lösen, indem unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Notwendig ist vielmehr eine sachliche Debatte über faire Bezahlung, nachhaltige Finanzierung und politische Verantwortung – jenseits wiederkehrender Schuldzuweisungen.>

Es geht hier nicht um gegenseitiges ausspielen. Es geht darum, dass die, die sich selbst aus Steuergeldern versorgen und in die Kassen greifen, denen, die deren Gehälter und Pensionen bezahlen, und selbst für Verbesserungen streiken müssen, dieses nicht mehr zugestehen wollen. Kleiner Unterschied im Zusammenhang. Zuletzt erklären Sie vielleicht auch noch Herrn Spohr, die Sache der Sinnhaftigkeit mit dem gegenseitigen ausspielen unterschiedlicher Gruppen in seiner LH Group. Da klopft er sich bei Ihrer These aber mächtig auf die Schenkel. Für Ihn ist das Basiswissen der Unternehmensführung.
Es geht in der Tat nicht um "Ausspielen", sondern um Fakten: Abgeordnete beziehen ihre Versorgung aus einem eigenen System – nicht aus der gesetzlichen Rente. Wer daraus ein "in die Kassen greifen" macht, moralisiert bewusst, statt zu argumentieren.
Und Unternehmensführung als Vergleich? Schön, aber irrelevant: Im Staat gelten andere Regeln als in einer Firma.

Beitrag vom 08.02.2026 - 15:59 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (3941 Beiträge)


Allerdings beschreibt Begriff "systemrelevant" nicht die Höhe der Entlohnung, sondern die Bedeutung einer Tätigkeit für das Funktionieren des Gemeinwesens. Daraus folgt weder automatisch eine angemessene Bezahlung noch deren Gegenteil. Die Frage der Vergütung ist Ergebnis von Tarifverhandlungen, Haushaltsentscheidungen und politischen Prioritäten – nicht eines bloßen Etiketts.

Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.

Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?

Es geht im Artikel doch um den 'Boden', oder vertritt Verdi neuerdings auch das ,Cockpit'?

Ihr Angriff auf Politiker als angebliche "Steuergeldschmarotzer" greift zu kurz. Die Altersversorgung von Abgeordneten ist gesetzlich geregelt, transparent einsehbar und unterscheidet sich strukturell von der gesetzlichen Rentenversicherung, da Abgeordnete während ihrer Mandatszeit keine Rentenansprüche aus dieser erwerben. Kritik an der Ausgestaltung dieser Regelungen ist legitim, sollte aber sachlich erfolgen und nicht, wie hier geschehen, personalisiert oder moralisch zugespitzt werden.>

Auch schön ausgedrückt, sehe ich im Inhalt aber leider nicht so. Dem deutschen Rentner wird nach 45 Jahren erklärt, er müsse den Gürtel enger schnallen, man hoffe ein Rentenniveau von 48% aufrecht erhalten zu können. Dann bekommt der Durchschnittsrenter 1600€, während der Bundestagler sich mit knapp 1200€ nach bereits einer Legislaturperiode am Steuergeld bedienen darf. Darüber haben seine Vorfahren selbst entschieden und er darf über Steigerungen regelmäßig abstimmen und macht das auch. Das ist dann dorch ein wenig mehr Entschädigung als dieser als Lehrer, Sozialarbeiter oder sonst etwas in vier Jahren in seinem ursprünglichen Beruf hätte an Rentenpunkten und deren Wert erzielen können. Hat nicht zuletzt noch ein ehemaliger Minister die Höhe ebenfalls als unanständig angesehen? Sorry, das ist für mich, was es ist und wie ich es bezeichne.
Der Vergleich mit der gesetzlichen Rente ist zwar beliebt, aber sachlich unsauber. Abgeordnete erwerben während ihres Mandats keine Rentenansprüche, deshalb ist ihre Altersversorgung anders geregelt. Das ist systembedingt, kein persönliches Privileg.
Über Höhe und Ausgestaltung kann man streiten – pauschal von "Bedienen am Steuergeld" zu sprechen ersetzt diese Debatte aber nicht, sondern emotionalisiert sie.

Schließlich ist der Vergleich mit Rentnerinnen und Rentnern zwar emotional verständlich, aber analytisch ungenau: Probleme in der Renten- und Lohnpolitik lassen sich nicht lösen, indem unterschiedliche Gruppen gegeneinander ausgespielt werden. Notwendig ist vielmehr eine sachliche Debatte über faire Bezahlung, nachhaltige Finanzierung und politische Verantwortung – jenseits wiederkehrender Schuldzuweisungen.>

Es geht hier nicht um gegenseitiges ausspielen. Es geht darum, dass die, die sich selbst aus Steuergeldern versorgen und in die Kassen greifen, denen, die deren Gehälter und Pensionen bezahlen, und selbst für Verbesserungen streiken müssen, dieses nicht mehr zugestehen wollen. Kleiner Unterschied im Zusammenhang. Zuletzt erklären Sie vielleicht auch noch Herrn Spohr, die Sache der Sinnhaftigkeit mit dem gegenseitigen ausspielen unterschiedlicher Gruppen in seiner LH Group. Da klopft er sich bei Ihrer These aber mächtig auf die Schenkel. Für Ihn ist das Basiswissen der Unternehmensführung.
Es geht in der Tat nicht um "Ausspielen", sondern um Fakten: Abgeordnete beziehen ihre Versorgung aus einem eigenen System – nicht aus der gesetzlichen Rente. Wer daraus ein "in die Kassen greifen" macht, moralisiert bewusst, statt zu argumentieren.
Und Unternehmensführung als Vergleich? Schön, aber irrelevant: Im Staat gelten andere Regeln als in einer Firma.

Beitrag vom 08.02.2026 - 18:09 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1274 Beiträge)

Sehr schön ausgedrückt. Das ist mir wohl bekannt. Vielleicht sollten die systemrelevanten Mitarbeiter einfach mal den Löffel hinwerfen und sich umorientieren, wie viele Menschen in der Gastro. Dann schauen wir mal wie CS und der Bund die Systemrelevanz einer Airline dann lösen. Wichtig und unverzichtbar, aber schlecht bazahlt passt für mich nicht zusammen.

Dann können die LH-Piloten damit ja nicht gemeint sein, oder sehen Sie diese als "schlecht bezahlt" an? Oder denken Sie da an das Kabinen- und Bodenpersonal?

Es geht im Artikel doch um den 'Boden', oder vertritt Verdi neuerdings auch das ,Cockpit'?
Oh, da habe ich wohl bei obiger Einlassung etwas falsch verstanden und gedacht, sie hätte sich auf alle systemrelevanten Mitarbeiter bezogen. Mea maxima culpa!
1 | 2 | « zurück | weiter »