Community / Kommentare zu aktuellen Nachrichten / Verdi greift Verfügung gegen Streik...

Beitrag 1 - 4 von 4
Beitrag vom 15.01.2020 - 12:21 Uhr
UserYankeeZulu1
User (210 Beiträge)
da schaufeln sich mal wieder Welche das eigene Grab, und die Gewerkschaft will Muskeln spielen lassen und eine Daseineberechtigung nachweisen.
Mit welcher Begründung soll LH als bisheriger Eigner einem neuen Eigentümer Kosten ans Bein binden? LSG wird u a wg hoher Kosten, sprich "auch wegen Deutscher Tariffverträge" verkauft, und im Nachhinein ist die Prodktion mal ganz schnell verlagert (das Qalitätsthema lasse ich außen vor), die Abnahmequantität der Kunden wird verringert, und dann "tschüß Arbeit", ab zur Bundesagentur.
Ich frage mich ernsthaft, ob die Gewerkschaft ihrer sozialen Verantwortung hinreichen nachkommt; man sollte in erster Linie versuchen, Arbeitsprätze zu erhalten, nicht auf´s Spiel zu setzen.
Beitrag vom 15.01.2020 - 13:19 Uhr
UserRobR
User (709 Beiträge)
Ich frage mich ernsthaft, ob die Gewerkschaft ihrer sozialen Verantwortung hinreichen nachkommt; man sollte in erster Linie versuchen, Arbeitsprätze zu erhalten, nicht auf´s Spiel zu setzen.

In den letzten Jahren hat der Arbeitgeber kontinuierlich Druck auf die Gehälter und die Arbeitsbedingungen ausgeübt, was ver.di und die Mitarbeiter zähneknirschend mitgemacht haben. Im Rhein-Maingebiet und in München kann man nicht von Almosen leben.
Das Streikverbot mit einer bestehenden Friedenspflicht zu begründen, halte ich zudem für sehr abwegig: wenn der Arbeitgeber meinen Arbeitsplatz - also mich! - verkauft und sich tariflichen Absicherungen entzieht, kommt das einer Kriegserklärung gleich!

Dieser Beitrag wurde am 15.01.2020 13:20 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.01.2020 - 14:10 Uhr
UserApollo
User (378 Beiträge)
@RobR: Das ist aber seeeehr weit hergeholt. LH verkauft eine wenig Rendite trächtige Einheit die im Weltmarktvergleich zu teuer produziert. LSG Deutschland hat seit über 10 Jahren keinen Gewinn mehr gemacht und wurde ausschließlich durch die anderen Regionen "am tropf" gehalten. Natürlich ist es schwierig seinen Lebensunterhalt in München und woanders von den LSG Gehältern zu bestreiten, dass liegt aber nicht daran das LSG schlechte Gehälter zahlt, sondern das wenig qualifizierte Arbeitsplätze im hochpreis Land Deutschland eine aussterbende Art sind. Das ist aber sicherlich nicht LH schuld und das ist erst recht keine Kriegserklärung. Ihr Arbeitgeber wird verkauft, nicht Sie, das ist ein vollkommen normaler Vorgang, auch wenn die ach so lieben Gewerkschaften gerne so tun als sei das was schlimmes. Das Streikverbot bezog sich auf eng definierte Themen im Zusammenhang mit der Friedenspflicht. Wenn sich ein Arbeitgeber nun nicht mal mehr hier drauf verlassen kann, warum dann überhaupt noch Tarifverträge abschließen? Nicht LH entzieht sich hier "tariflichen Absicherungen" sondern die Gewerkschaft. Und das was erwarten, nämlich das Verträge zwischen Verdi und LH auf GG übertragen werden, wäre ungefähr so wie wenn Sie einen Handyvertrag abschließen, dass Handy verkaufen und den Käufer zwingen den Vertrag mit zu übernehmen.
Beitrag vom 16.01.2020 - 11:35 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (524 Beiträge)
@RobR: Das ist aber seeeehr weit hergeholt. LH verkauft eine wenig Rendite trächtige Einheit die im Weltmarktvergleich zu teuer produziert. LSG Deutschland hat seit über 10 Jahren keinen Gewinn mehr gemacht und wurde ausschließlich durch die anderen Regionen "am tropf" gehalten. Natürlich ist es schwierig seinen Lebensunterhalt in München und woanders von den LSG Gehältern zu bestreiten, dass liegt aber nicht daran das LSG schlechte Gehälter zahlt, sondern das wenig qualifizierte Arbeitsplätze im hochpreis Land Deutschland eine aussterbende Art sind. Das ist aber sicherlich nicht LH schuld und das ist erst recht keine Kriegserklärung. Ihr Arbeitgeber wird verkauft, nicht Sie, das ist ein vollkommen normaler Vorgang, auch wenn die ach so lieben Gewerkschaften gerne so tun als sei das was schlimmes. Das Streikverbot bezog sich auf eng definierte Themen im Zusammenhang mit der Friedenspflicht. Wenn sich ein Arbeitgeber nun nicht mal mehr hier drauf verlassen kann, warum dann überhaupt noch Tarifverträge abschließen? Nicht LH entzieht sich hier "tariflichen Absicherungen" sondern die Gewerkschaft. Und das was erwarten, nämlich das Verträge zwischen Verdi und LH auf GG übertragen werden, wäre ungefähr so wie wenn Sie einen Handyvertrag abschließen, dass Handy verkaufen und den Käufer zwingen den Vertrag mit zu übernehmen.

Kann man so oder so sehen. Grundsätzlich bin ich hier auch auf Seite der LSG bzw. LH, aber es gibt sonst auch die Betrachtungsweise:

Sie sind Mieter einer Wohnung mit einem sehr günstigen Vertrag. Nun verkauft Ihr Vermieter die Wohnung an einen anderen und sie wollen ihre günstige Miete behalten. Das ist ihr gutes Recht. Natürlich wird ihr Mieter da nicht drauf eingehen, weil es ihn nicht interessiert, was mit Ihnen passiert und der neue Vermieter wird sich da auch nicht drum kümmern.
Aber Sie haben durchaus das Recht nach Fortbestand zu fragen bzw. diesen zu fordern. Es ist ja nicht so, dass die Mitarbeiter/Gewerkschaft jetzt nochmal extra eine Gehaltserhöhung fordert.