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Beitrag 1 - 7 von 7
Beitrag vom 11.04.2021 - 15:37 Uhr
UserDanTheMan
User (13 Beiträge)
Dieses Bild zeigt - wie in der Vergangenheit bereits öfter - keine 777-300 sondern eine 777-200!
Beitrag vom 12.04.2021 - 04:19 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (287 Beiträge)
Wie kann man als Journalist (oder war es doch der Praktikant?) einen Artikel über Emmirates schreiben, und darin erwähnen:

Point to point.

Das ist so ein Käse, das man sich fragen muss ob Emirates für diese Darstellung nicht sogar gezahlt hat und ob das nur vergessen wurde zu erwähnen?

Emirates ist der Inbegriff des Hub Konzepts. Nur so lassen sich A380 und B77w füllen, denn es gibt nahezu keine orginäre Nachfrage von und nach Dubai.

"Der Fokus liegt dabei auf Langstreckenverbindungen, die im Point-to-Point-Verbund mit höchstens einem Zwischenstopp angeflogen werden."
"bedient Emirates direkt in Eigenregie so viele Weltregionen wie möglich im Point-to-Point-Netz ab Dubai"

Das Konzept nennt sich World Hub und hat mit point2point einfach nichts am Hut.
Und genau weil Dubai nahezu keinen Heimatmarkt hat, werden sie auch als parasitär angenommen, daher kommen sie auch für keine Allianz in Frage.
Allein wegen der Wachstumsrate und dem Staatsgeld das dort drin steckt.

Das Gegenteil ist der Fall.
Emirates ist in grossen Problemen, weil jede B787 und jeder A350 in Europa und den USA den eigenen Wettbewerbsvorteil vernichtet.
Sobald man Strecken wie MUC - SIA mit A359 direkt fliegen kann, entfällt einfach ein Umstieg am Golf.

Corona mit z.b. zentraler Einreise ins Land wie in Indonesien macht es einfacher für z.b. Oneworld, die haben mit Garuda halt den lokalen Platzhirsch der dann ab Jakarta nach Quarantäne weiterverteilen kann.
Beitrag vom 12.04.2021 - 15:54 Uhr
UserLQ!d
User (4 Beiträge)
@große Krügerklappe.

Sie haben natürlich vollkommen recht, dass Emirates den Inbegriff eines Hub-Models betreibt. Ansonsten zeigt der Artikel dennoch ganz gut, dass Emirates über viele Jahre erfolgreicher Arbeit ein System aufgebaut hat, welches ohne Allianzen gut funktioniert. Ich bin da ganz bei dem Autor, dass Emirates sich bewusst gegen Allianzen entschieden hat und es nicht der Fall ist, dass Emirates für Allianzen nicht in Frage kommen würde. Wieso sollte eine Allianz eine Airline nicht gerne in Ihrem Netzwerk haben wollen, die als wertvollste Airline-Marke und sicherste Airline der Welt gilt und gleichzeitig ein riesiges Streckennetz mitbringt?

Dass Emirates in großen Problemen ist, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. 2019 war ein Rekordjahr. Und das obwohl seit Jahren proklamiert wird, dass die Zeiten des Hub-Verkehrs vorbei wären. Selbst während der Pandemie konnte sich die Airline finanziell weitestgehend gut behaupten.

Dass Dubai keinen Heimatmarkt hat, ist natürlich auch nicht richtig. Fast 10 mio. Einwohner in den V.A.E., von denen gute 90% Expats sind und regelmäßig in Ihre Heimatländer fliegen. Darunter über 65.000 Dollar-Millionäre, die besonders gerne reisen. Dazu kommt ein riesiger Standortvorteil, als Haupt-Drehkreuz zwischen Asien, Europa, Afrika und Australien. Zusätzlich war Dubai 2019 das 4. beliebteste Reiseziel weltweit. ( https://de.statista.com/statistik/daten/studie/487178/umfrage/anzahl-der-internationalen-uebernachtungsgaeste-in-dubai/)

Daher stellt sich mir die Frage, wieso ein beliebtes und gutes Produkt, ein riesiges Streckennetz mit den beliebtesten Flugzeugen, guter Kundenservice in Kombination mit einem riesigen Standort-Vorteil in Zukunft nicht weiterhin gut funktionieren sollte.

Auch wenn Airlines wie Qatar oder Etihad sicherlich mit Staatsgeldern aufgebaut wurde, zeugt es doch eher von Unwissenheit, Emirates mit denen in einen Topf zu werfen. Im Gegensatz zu den meisten anderen arabischen Airlines finanziert Emirates den Staat und nicht umgekehrt. Lediglich ein Kredit für das erste Fluugzeug wurde vor 35 Jahren gewährt, welcher im folgenden Jahr zurück bezahlt wurde. Das war es aber auch mit staatlichen Finanzierungen. Daher ist es verkehrt zu behaupten, dass die Airline mit Staatsgeldern aufgebaut wurde. Dennoch ziehen die Airline, der Flughafen und der Staat am selben Strang, was natürlich viele Vorteile bietet. Aber ist das verwerflich oder nicht eher wünschenswert, um für alle Parteien gemeinsam erfolgreich zu sein? Die Bilanzen sind übrigens öffentlich einsehbar.
Beitrag vom 12.04.2021 - 17:09 Uhr
Usercontrail55
User (2448 Beiträge)
Dass Emirates in großen Problemen ist, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. 2019 war ein Rekordjahr.
Ok, da muss man aber schauen, woher man kommt. Wenn 2018/19 die operative Marge 0,9% war und 2019/20 1,1% dann ist da eine Steigeung von über 20%. Aber auf welchem Niveau ;-)
Und das obwohl seit Jahren proklamiert wird, dass die Zeiten des Hub-Verkehrs vorbei wären. Selbst während der Pandemie konnte sich die Airline finanziell weitestgehend gut behaupten.
Das dürften Sie ziemlich exklusiv haben. In H1 2020/21 gab es einen Verlust von 3,8Mrd US$. Alles GB Emirates Group.
Dass Dubai keinen Heimatmarkt hat, ist natürlich auch nicht richtig.
Klar haben sie da einen Heimatmarkt. Aber sie haben über 2/3 Umsteiger bei EK. Wenn sich die Verkehrsströme ändern, dann hat das einen direkten Einfluss auf das Ergebnis.
Egal wie Sie das argumentieren, mit einer Marge um 1% ist das ziemlich auf Kante genäht und sehr empfindlich auf Störungen.
Fast 10 mio. Einwohner in den V.A.E., von denen gute 90% Expats sind und regelmäßig in Ihre Heimatländer fliegen. Darunter über 65.000 Dollar-Millionäre, die besonders gerne reisen. Dazu kommt ein riesiger Standortvorteil, als Haupt-Drehkreuz zwischen Asien, Europa, Afrika und Australien. Zusätzlich war Dubai 2019 das 4. beliebteste Reiseziel weltweit. ( https://de.statista.com/statistik/daten/studie/487178/umfrage/anzahl-der-internationalen-uebernachtungsgaeste-in-dubai/)

Daher stellt sich mir die Frage, wieso ein beliebtes und gutes Produkt, ein riesiges Streckennetz mit den beliebtesten Flugzeugen, guter Kundenservice in Kombination mit einem riesigen Standort-Vorteil in Zukunft nicht weiterhin gut funktionieren sollte.
Weil der Ertag gerade so die Kosten deckt. Ganz einfach.
Auch wenn Airlines wie Qatar oder Etihad sicherlich mit Staatsgeldern aufgebaut wurde, zeugt es doch eher von Unwissenheit, Emirates mit denen in einen Topf zu werfen. Im Gegensatz zu den meisten anderen arabischen Airlines finanziert Emirates den Staat und nicht umgekehrt. Lediglich ein Kredit für das erste Fluugzeug wurde vor 35 Jahren gewährt, welcher im folgenden Jahr zurück bezahlt wurde. Das war es aber auch mit staatlichen Finanzierungen. Daher ist es verkehrt zu behaupten, dass die Airline mit Staatsgeldern aufgebaut wurde. Dennoch ziehen die Airline, der Flughafen und der Staat am selben Strang, was natürlich viele Vorteile bietet. Aber ist das verwerflich oder nicht eher wünschenswert, um für alle Parteien gemeinsam erfolgreich zu sein? Die Bilanzen sind übrigens öffentlich einsehbar.


Dieser Beitrag wurde am 12.04.2021 17:11 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.04.2021 - 17:50 Uhr
UserLQ!d
User (4 Beiträge)
Dass Emirates in großen Problemen ist, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. 2019 war ein Rekordjahr.
Ok, da muss man aber schauen, woher man kommt. Wenn 2018/19 die operative Marge 0,9% war und 2019/20 1,1% dann ist da eine Steigeung von über 20%. Aber auf welchem Niveau ;-)
Die operative Marge ist natürlich eine Sache, der Gewinn sollte jedoch das wichtigste Ziel eines Unternehmens sein. Der stieg im gleichen Zeitraum von 2.6 bn AED (~600 mio. €) auf 6.4 bn AED (~1.46 mrd. €). Dennoch ist die Marge natürlich nicht der Hit.

Und das obwohl seit Jahren proklamiert wird, dass die Zeiten des Hub-Verkehrs vorbei wären. Selbst während der Pandemie konnte sich die Airline finanziell weitestgehend gut behaupten.
Das dürften Sie ziemlich exklusiv haben. In H1 2020/21 gab es einen Verlust von 3,8Mrd US$. Alles GB Emirates Group.
Natürlich war gerade das erste halbe Jahr ein herber Rückschlag, vor allem durch den kompletten Stillstand im Frühling. Langstrecken-Airlines hatten da schon das Nachsehen. Laut dem CEO Tim Clark konnten im zweiten Halbjahr die Verluste angeblich durch Einsparungen und Cargo-Flüge weitestgehend eliminiert werden.

Dass Dubai keinen Heimatmarkt hat, ist natürlich auch nicht richtig.
Klar haben sie da einen Heimatmarkt. Aber sie haben über 2/3 Umsteiger bei EK. Wenn sich die Verkehrsströme ändern, dann hat das einen direkten Einfluss auf das Ergebnis.
Egal wie Sie das argumentieren, mit einer Marge um 1% ist das ziemlich auf Kante genäht und sehr empfindlich auf Störungen.
Es ist natürlich richtig, dass eine Airline die Größtenteils vom Transit-Verkehr lebt, von diesem auch abhängig ist. Wie sich die Luftfahrt entwickelt, bleibt abzuwarten. Die Point-to-Point Fliegerei wird sich sicherlich weiter verbreiten. Dennoch wird es immer einen Markt für einen weltweit gut gelegenen Hub geben.

Fast 10 mio. Einwohner in den V.A.E., von denen gute 90% Expats sind und regelmäßig in Ihre Heimatländer fliegen. Darunter über 65.000 Dollar-Millionäre, die besonders gerne reisen. Dazu kommt ein riesiger Standortvorteil, als Haupt-Drehkreuz zwischen Asien, Europa, Afrika und Australien. Zusätzlich war Dubai 2019 das 4. beliebteste Reiseziel weltweit. ( https://de.statista.com/statistik/daten/studie/487178/umfrage/anzahl-der-internationalen-uebernachtungsgaeste-in-dubai/)

Daher stellt sich mir die Frage, wieso ein beliebtes und gutes Produkt, ein riesiges Streckennetz mit den beliebtesten Flugzeugen, guter Kundenservice in Kombination mit einem riesigen Standort-Vorteil in Zukunft nicht weiterhin gut funktionieren sollte.
Weil der Ertag gerade so die Kosten deckt. Ganz einfach.
Zwei Verlust-Jahre in 35 Jahren mit ansonsten jährlich mehreren hundert millionen oder teils milliarden-Gewinnen würde ich jetzt nicht als gerade kostendeckend betiteln. Dennoch muss Emirates weiterhin um Ihre Position kämpfen. Aber das muss jeder.

Dieser Beitrag wurde am 12.04.2021 18:00 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 12.04.2021 - 19:46 Uhr
Usercontrail55
User (2448 Beiträge)
Dass Emirates in großen Problemen ist, wage ich ebenfalls zu bezweifeln. 2019 war ein Rekordjahr.
Ok, da muss man aber schauen, woher man kommt. Wenn 2018/19 die operative Marge 0,9% war und 2019/20 1,1% dann ist da eine Steigeung von über 20%. Aber auf welchem Niveau ;-)
Die operative Marge ist natürlich eine Sache, der Gewinn sollte jedoch das wichtigste Ziel eines Unternehmens sein. Der stieg im gleichen Zeitraum von 2.6 bn AED (~600 mio. €) auf 6.4 bn AED (~1.46 mrd. €). Dennoch ist die Marge natürlich nicht der Hit.
Ich glaube da verwechseln Sie Emirates Group mit Emirates Airline. Die Airline hat 288Mio US$ gemacht. Sie sprachen von einem Rekordjahr, das bedeutet, dass alles davor niedriger war. Das pendelt sich immer so um diese Höhe ein, die letzten 5-6 Jahre.
Und das obwohl seit Jahren proklamiert wird, dass die Zeiten des Hub-Verkehrs vorbei wären. Selbst während der Pandemie konnte sich die Airline finanziell weitestgehend gut behaupten.
Das dürften Sie ziemlich exklusiv haben. In H1 2020/21 gab es einen Verlust von 3,8Mrd US$. Alles GB Emirates Group.
Natürlich war gerade das erste halbe Jahr ein herber Rückschlag, vor allem durch den kompletten Stillstand im Frühling. Langstrecken-Airlines hatten da schon das Nachsehen. Laut dem CEO Tim Clark konnten im zweiten Halbjahr die Verluste angeblich durch Einsparungen und Cargo-Flüge weitestgehend eliminiert werden.
Achtung Detail, im 2. Halbjahr sind weniger Verluste aufgelaufen, die aus dem ersten Halbjahr stehen aber noch auf der Uhr.
Dass Dubai keinen Heimatmarkt hat, ist natürlich auch nicht richtig.
Klar haben sie da einen Heimatmarkt. Aber sie haben über 2/3 Umsteiger bei EK. Wenn sich die Verkehrsströme ändern, dann hat das einen direkten Einfluss auf das Ergebnis.
Egal wie Sie das argumentieren, mit einer Marge um 1% ist das ziemlich auf Kante genäht und sehr empfindlich auf Störungen.
Es ist natürlich richtig, dass eine Airline die Größtenteils vom Transit-Verkehr lebt, von diesem auch abhängig ist. Wie sich die Luftfahrt entwickelt, bleibt abzuwarten. Die Point-to-Point Fliegerei wird sich sicherlich weiter verbreiten. Dennoch wird es immer einen Markt für einen weltweit gut gelegenen Hub geben.

Fast 10 mio. Einwohner in den V.A.E., von denen gute 90% Expats sind und regelmäßig in Ihre Heimatländer fliegen. Darunter über 65.000 Dollar-Millionäre, die besonders gerne reisen. Dazu kommt ein riesiger Standortvorteil, als Haupt-Drehkreuz zwischen Asien, Europa, Afrika und Australien. Zusätzlich war Dubai 2019 das 4. beliebteste Reiseziel weltweit. ( https://de.statista.com/statistik/daten/studie/487178/umfrage/anzahl-der-internationalen-uebernachtungsgaeste-in-dubai/)

Daher stellt sich mir die Frage, wieso ein beliebtes und gutes Produkt, ein riesiges Streckennetz mit den beliebtesten Flugzeugen, guter Kundenservice in Kombination mit einem riesigen Standort-Vorteil in Zukunft nicht weiterhin gut funktionieren sollte.
Weil der Ertag gerade so die Kosten deckt. Ganz einfach.
Zwei Verlust-Jahre in 35 Jahren mit ansonsten jährlich mehreren hundert millionen oder teils milliarden-Gewinnen würde ich jetzt nicht als gerade kostendeckend betiteln. Dennoch muss Emirates weiterhin um Ihre Position kämpfen. Aber das muss jeder.


Dieser Beitrag wurde am 12.04.2021 20:39 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.04.2021 - 13:20 Uhr
UserPLANEtruth
FQTV ex SEN CC-Lover Globetrotter Selbstzahlen
User (567 Beiträge)
EMIRATES braucht keine Allianzpartner, da diese bereits ein breites Netz an Kooperationspartnern hat und damit sowie mit diversen Codeshare Fluegen gut aufgestellt ist und ebenfalls mit diversen Vielfliegerprogrammen kooperiert, alls das auch sehr gut mit bereits Allianz Fluggesellschaften und auch solchen die eigenstaendig auf dem Markt stehen!