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Beitrag 1 - 8 von 8
Beitrag vom 24.06.2020 - 08:52 Uhr
UserEmil Galotti
User (39 Beiträge)
Das Qatar Airlines in der Lage ist, rund sechzig Prozent seiner Flotte in der Luft zu halten, ist schon überraschend, sind doch andere Airlines fast vollständig an den Boden gefesselt.

Ansonsten scheint Herr Al Baker seinen Einfluss und seine Macht zu überschätzen, erinnert fast an eine tragische Figur aus dem fiktiven Staat Tomanien aus längst vergangenen Tagen.

Wie ich neulich schon geschrieben habe, sollte man gegenüber nur zwei möglichen Flugzeugherstellern auch in Krisenzeiten einen angemessenen Ton beibehalten.
Beitrag vom 24.06.2020 - 09:02 Uhr
UserAvokus
User (888 Beiträge)
"Wenn nötig werden wir prozessieren, aber wenn wir diesen Weg gehen dann müssen die Hersteller wissen, dass wir nie wieder mit ihnen Geschäft machen."

Interessant, wo will man denn sonst Großraumgerät bestellen? Bei den Russen oder Chinesen ? LOL
Beitrag vom 24.06.2020 - 09:11 Uhr
UserAvokus
User (888 Beiträge)
Was für ein Geschwafel von dem Mann. Da kriegt man das Gefühl er rechtfertigt sich jetzt für die Fehleinschätzung von Anfang an überhaupt die A380 geordert zu haben. Das die A380 kein einfach zu betreibendes Fluggerät ist hätte ihm als großen Experten von Anfang an klar sein müssen. Der Abgang einer 10 Jahre alten Maschine hat da eher weniger mit der technischen Zuverlässigkeit oder dem Appeal des Flugzeuges zu tun als viel mehr damit, daß sie für die Operation einfach in den meisten Fällen viel zu groß geraten ist und inzwischen moderne Zweistrahler die gleichen Seat-Mile-Cost bieten wie ein A380, dem aber das Risiko der höheren Trip-Cost bleiben, ist die Maschine nicht voll besetzt. Technisch gesehen wird eine A380 genau so lange nutzbar sein (vielleicht dann als Frachter) als etwa die 747, die es in manchen Fällen über 30 Jahre brachte.
Beitrag vom 24.06.2020 - 09:30 Uhr
UserGraha
User (77 Beiträge)
Ich mag Qatar weil die ein gutes Produkt zu angemessenen Preisen bieten, nur Herr Al Baker scheint sich ein wenig zu überschätzen. Er hat auch Drohungen gegen One World ausgesprochen aber passiert ist nichts. Auslieferungen zu verschieben ist legitim muss aber mit den Herstellern vertragsgemäß vereinbart werden alles andere ist heiße Luft.
Beitrag vom 24.06.2020 - 13:58 Uhr
UserFloCo
Vielflieger
User (568 Beiträge)
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Bisher, so der Firmenchef, habe man die katarische Regierung nicht um Unterstützung gebeten...

Wie lächerlich ist DAS denn? Qatar ist nichts anderes, als eine Staatsairline, die ihre Flugzeuge über die Hintertür von den Scheichs gratis hingestellt bekommt, wie könnten die wohl sonst so eine Strategie gefahren haben und so einen Flugzeugpark einkaufen?

Welche Strategie meinen Sie? Die, dass man als Hub agiert und Menschen über Umsteigeflüge von A nach B bringt? Dazu braucht man nicht zwangsläufig einen Staat, der alles bezahlt, das kann mit dem richtigen Geschäftsmodell auch so funktionieren. Das anhand der Strategie festzumachen halte ich also für falsch.


@Graha: Schön, dass sie Qatar "mögen". Vielleicht ist das Produkt vorne auch "schön". Schade nur, dass Kunden sich nie die Frage stellen, wie das wohl funktioniert? Und wenn Sie wüssten, was da hinter den Türen so alles stattfindet, dann würden Sie keinen Fuss mehr in deren Flugzeuge setzen. - Wenn man sich aber vom Sitzbezug täuschen lässt und auf ein künstliches Lächeln hereinfällt, dann wird sich nie was ändern.

Das führt dann aber wieder zu der Grundsatzdiskussion: Woher haben Sie Ihr Handy, Ihren Computer, Ihre Klamotten? Kaufen Sie immer schön bei Trigema?
Natürlich sind die Standards bei Qatar sicherlich unterirdisch, aber das betrifft nicht nur diese Airline oder die Airline Branche. Wenn man so gegen Qatar wettert und jemanden anderen so anfährt, weil er gerne mit Qatar fliegt, wie Sie es hier tun, von dem würde ich erwarten, dass er dann auch in den anderen BEreichen des Lebens sehr auf das Mitarbeiter wohl achtet. Tun Sie das also auch bei sich selbst?

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Beitrag bearbeitet, bedingt durch Korrektur des Beitrages von @2ndSEG.
Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 24.06.2020 19:54 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.06.2020 - 14:44 Uhr
UserJumpfly
User (195 Beiträge)
Ich kann mich an keinen Flugzeugbetreiber erinnern der in den vergangenen Jahren die Flugzeughersteller dermaßen öffentlich zur Schau gestellt hat wie Qatar mit Marktschreier Al Baker als Gallionsfigur. Bei nahezu jedem neuen Flugzeugmodell gab es öffentliche Diskurse, sei es beim A380 dem er frühzeitig die Daseinsberechtigung abgestritten hat, dem A320neo den man urprünglich als Erstbetreiber einführen wollte, wegen ständiger öffentlichen Nörgelei dann allerdings deutlich nach LH eingeflottet hat, sei es die 787 bei der man produzierte Exemplare aus Charleston öffentlich als Schrott beschrieben hat und sich weigert diese abzunehmen, sei es als damaliger Hauptanteilshaber von Cargolux als man die Abnahme der 748F als Lauch Customer wegen schlechterer Verbrauchsdaten monatelang öffentlich verzögert hat...
Ja, ein Flugzeugproduzent hat Pflichten und beide Haupthersteller kommen diesen hier und da mal besser und mal schlechter nach. Dann muss man sich zusammen setzen und eine Lösung finden. Diese Lösung lässt sich für beide Seiten am einfachsten finden wenn man damit nicht erst einmal zur BILD Zeitung läuft. Stets wurde die absolute Vertragserfüllung der Hersteller gefordert oder knallhart massive Kompensationen gefordert. Nun hat sich das Verhältnis umgedreht und der gute Herr Al Baker spricht plötzlich in ganz anderen Tönen und fordert Verständnis ein, notfalls auch per Rechtsanwalt. Ich kann die Expertise dieses Mannes bezüglich des Managements von Qatar Airways nicht beurteilen, seine kommunikativen Fähigkeiten allerdings als marginal zu bezeichnen wäre schmeichelhaft. Eine kritische Selbstreflexion hat dieser Mann offenbar nie gelernt, Empathie ist bei Qatar generell Mangelware, da fällt er also nicht aus der Reihe, und ausser heißer Luft kommt nichts. One World braucht Qatar nun wirklich nicht als Mitglied, wenn er aussteigt knallen da eher die Sektkorken als dass Trauerstimmung herrscht. Die andauernde Unterstützung seitens Qatar für diesen Mann demonstriert ein äusserst trauriges Selbstverständnis der wohlhabenden Kaste in Qatar bei dem man nur hoffen kann, dass Hochmut vor dem Fall kommt.
Die Airline ist sowohl für Boeing als auch für Airbus ein sehr wichtiger Kunde. Irgendwann muss man sich jedoch fragen, ob man diese öffentlichen Diskurse dauerhaft ertragen möchte oder eben auch mal Konsequenzen zieht oder ebenfalls öffentlich klar Stellung bezieht. Qatar braucht am Ende Boeing und Airbus doch deutlich mehr als andersrum.

Auf die vermutlich als Witz des Tages gedachte Aussage, dass Qatar kein Geld des Staates benötigt gehe ich lieber gar nicht erst ein, das liegt ja schon unter Bildzeitungsniveau.
Beitrag vom 24.06.2020 - 16:36 Uhr
UserBrescher
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Fly-away Moderator

Dieser Beitrag wurde am 24.06.2020 20:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.06.2020 - 20:39 Uhr
UserBrescher
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Fly-away Moderator


Danke für die Herausnahme von 2ndSEG‘s unangebrachtem Kommentar. Löblich.