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Beitrag vom 16.07.2025 - 13:51 Uhr
Usermpilot
User (656 Beiträge)
Ein unterbewusster Griff in die Schalter im Sekundenschlaf?

Was denn noch ? Sekundenschlaf mitten im Stress des TKF und Climb ? Denkt sich die aero Redaktion solche abstrusen Varianten aus ?

Die pauschale Einführung von Videoüberwachung im Cockpit lehnen wir ab - aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes, zum Schutz vor Missbrauch und wegen des begrenzten Mehrwerts für die Flugsicherheit.

Datenschutz, mal wieder das übliche Totschlagargument. Bei 80 innerorts gibt es auch keinen Datenschutz.
Beitrag vom 16.07.2025 - 15:21 Uhr
UserF11
einfach nur Pax...
User (1381 Beiträge)
Die pauschale Einführung von Videoüberwachung im Cockpit lehnen wir ab - aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes, zum Schutz vor Missbrauch und wegen des begrenzten Mehrwerts für die Flugsicherheit.

Datenschutz, mal wieder das übliche Totschlagargument. Bei 80 innerorts gibt es auch keinen Datenschutz.
Und warum "pauschale" Einführung einer Videoüberwachung? Sollte das nicht so funktionieren wie ein Dash-Cam, nur die letzten 20 - 30 Minuten vor dem Crash? Ist das bei den Flugdatenschreibern und Voicerecordern anders?
Beitrag vom 16.07.2025 - 16:45 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4076 Beiträge)
"d) Lagebild bei Problemen mit unruhigen Fluggästen in der Kabine."

Aha, dies ist dann aber kein Problem bzgl. Datenschutz.

Alle PAXe werden überwacht und sind quasi vom Einsteigen an 'verdächtig' .
Beitrag vom 16.07.2025 - 16:57 Uhr
UserEricM
User (7019 Beiträge)
Mittlerweile kursieren im Internet sogar Webseiten, auf denen Tonaufnahmen aus dem Cockpit öffentlich zugänglich sind.

Ich dachte, ein CVR wird nur nach einem Unfall und nur durch autorisierte Stellen ausgelesen. Ansonsten werden die Daten alle paar Stunden auf einem Endlosband bzw einer SSD überschrieben.
So hatte ich auch die Forderung nach Video verstanden ...

Sind das auf den Webseiten denn wirklich CVR-Mitschnitte aus Black Boxes? Nicht etwa ATC Mitschnitte? Was kursiert da genau wo?

Videoaufnahmen sind keine objektive Wahrheit.

Äh, doch. Sie zeigen optisch, was passiert ist.
Unscharf wird es erst dann, wenn man aus den Aufnahmen Absichten, Schuld oder Ähnliches interpretieren will, da stimmt dann die Aussage des VC.
Ansonsten: Millionen Dashcams zeigen, dass eine vorhandene Video-Aufnahme in Unfallsituationen durchaus ein wichtiger Datenpunkt ist.

Und das wäre sie auch im Fall des Air India Absturzes gewesen.
Beitrag vom 16.07.2025 - 17:00 Uhr
UserMHalblaub
User (1287 Beiträge)
Wenn die Video-Daten in den FDR gespeichert werden, dann sollten sie einfach nur nach dem Ausbau aus einem Flugzeug ausgelesen werden können. Wer hat den heute überhaupt die Möglichkeit FDR auszulesen? Soweit mir bekannt eigentlich nur Untersuchungsbehörden und nicht die Airlines selbst.
Beitrag vom 16.07.2025 - 17:06 Uhr
Userside|winder
User (69 Beiträge)
Inwiefern spielt es eine Rolle was Piloten, Fußballspieler oder z.B. Messerstecher vom Videobeweis halten?

Die Vorteile sind offensichtlich und woimmer das Opfer und nicht der Verursacher geschützt werden soll muss diese Technik eingeführt werden.

Die Zugänglichkeit der Aufnahmen ist wieder eine andere Frage aber um die geht es hier nicht.
Auch ohne ein Rechtswissenschaftler zu sein behaupte ich mal dass der Datenschutz auf einer klassischen Blackbox in mehr als ausreichendem Maße gewährleistet ist.
Beitrag vom 16.07.2025 - 17:26 Uhr
UserDaedalos1504
User (947 Beiträge)
Die pauschale Einführung von Videoüberwachung im Cockpit lehnen wir ab - aus Gründen des Persönlichkeits- und Datenschutzes, zum Schutz vor Missbrauch und wegen des begrenzten Mehrwerts für die Flugsicherheit.

Datenschutz, mal wieder das übliche Totschlagargument. Bei 80 innerorts gibt es auch keinen Datenschutz.
Und warum "pauschale" Einführung einer Videoüberwachung? Sollte das nicht so funktionieren wie ein Dash-Cam, nur die letzten 20 - 30 Minuten vor dem Crash? Ist das bei den Flugdatenschreibern und Voicerecordern anders?

Ist ähnlich. Beim CVR zum Beispiel liegt die Aufnahmezeit bei mittlerweile 25 Stunden.
Beitrag vom 16.07.2025 - 19:05 Uhr
UserViri
User (1505 Beiträge)
Inwiefern spielt es eine Rolle was Piloten, Fußballspieler oder z.B. Messerstecher vom Videobeweis halten?

Die Vorteile sind offensichtlich und woimmer das Opfer und nicht der Verursacher geschützt werden soll muss diese Technik eingeführt werden.

Die Zugänglichkeit der Aufnahmen ist wieder eine andere Frage aber um die geht es hier nicht.
Auch ohne ein Rechtswissenschaftler zu sein behaupte ich mal dass der Datenschutz auf einer klassischen Blackbox in mehr als ausreichendem Maße gewährleistet ist.

Na cool, dann führen wir einfach überall eine Überwachung per Kamera ein, nicht nur in Cockpits. Auch in z.b jedem Büro, denn dort gibt es ja zum Beispiel auch Fälle von sexueller Belästigung. Nur so kann auch wirklich das Opfer und nicht der Täter geschützt werden. Wenn schon, dann muss man es auch richtig tun. Universalüberwachung wie in China. Wer nichts unrechtmäßiges tut, braucht auch nichts zu befürchten - oder?

Dieser Beitrag wurde am 16.07.2025 19:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.07.2025 - 19:36 Uhr
UserA320Fam
User (2220 Beiträge)
Wenn die Video-Daten in den FDR gespeichert werden, dann sollten sie einfach nur nach dem Ausbau aus einem Flugzeug ausgelesen werden können. Wer hat den heute überhaupt die Möglichkeit FDR auszulesen? Soweit mir bekannt eigentlich nur Untersuchungsbehörden und nicht die Airlines selbst.

Nein,da kann ein Kabel drangeschlossen werden und dann nen Download durchgeführt werden. Das machen auch die Airlines, beispielsweise um Fehlerquellen zu ermitteln. Beim CVR das Gleiche. Wobei der vom Cockpit aus erased werden kann.
Beitrag vom 16.07.2025 - 20:41 Uhr
UserChristian159
User (1625 Beiträge)
Inwiefern spielt es eine Rolle was Piloten, Fußballspieler oder z.B. Messerstecher vom Videobeweis halten?

Die Vorteile sind offensichtlich und woimmer das Opfer und nicht der Verursacher geschützt werden soll muss diese Technik eingeführt werden.

Die Zugänglichkeit der Aufnahmen ist wieder eine andere Frage aber um die geht es hier nicht.
Auch ohne ein Rechtswissenschaftler zu sein behaupte ich mal dass der Datenschutz auf einer klassischen Blackbox in mehr als ausreichendem Maße gewährleistet ist.

Na cool, dann führen wir einfach überall eine Überwachung per Kamera ein, nicht nur in Cockpits. Auch in z.b jedem Büro, denn dort gibt es ja zum Beispiel auch Fälle von sexueller Belästigung. Nur so kann auch wirklich das Opfer und nicht der Täter geschützt werden. Wenn schon, dann muss man es auch richtig tun. Universalüberwachung wie in China. Wer nichts unrechtmäßiges tut, braucht auch nichts zu befürchten - oder?

So dramatisch muss man das nicht sehen.
Es gibt heute schon viele Berufe mit Videoüberwachung, z.B. in der Chirugie, in Banken, bei Kassierern in Tankstellen, bei Fließbandarbeitern in der Industrie oder bei Lehrern im Online Unterricht.
Man muss nicht gleich China bemühen, man kann sich ja einfach im eigenen Land mal umschauen.
Aber klar, Piloten sind sakrosankt ...

Dieser Beitrag wurde am 16.07.2025 20:42 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.07.2025 - 20:44 Uhr
UserWeideblitz
Moderator
Na cool, dann führen wir einfach überall eine Überwachung per Kamera ein, nicht nur in Cockpits. Auch in z.b jedem Büro, denn dort gibt es ja zum Beispiel auch Fälle von sexueller Belästigung. Nur so kann auch wirklich das Opfer und nicht der Täter geschützt werden. Wenn schon, dann muss man es auch richtig tun. Universalüberwachung wie in China. Wer nichts unrechtmäßiges tut, braucht auch nichts zu befürchten - oder?

Wollen Sie wirklich den Pilotenjob mit dem eines Bürojobs vergleichen? Vom Piloten wird eine kaum irgendwo anders vergleichbare physische und psychische Eignung, kontinuierliche Fehlerfreiheit in jeder Situation und allzeitige Professionalität erwartet bei gleichzeitiger Übertragung sehr hoher Verantwortung über bis zu hunderten von Menschen. Bei einer solchen Jobbeschreibung ist das Thema Überwachung eine notwendige Überlegung und hat ausschließlich etwas mit der Erhöhung des Sicherheitsstandards zu tun, was man von einem Bürojob ja gar nicht behaupten kann.

Letztendlich sollte sich die Entscheidung für Videoüberwachung rein daran ausrichten, ob damit eine Sicherheitsverbesserung erzielt. Alles andere müsste hinter dem zurückstehen. Ob das allerdings so ist, mag ich nicht bewerten.

Die VC-Argumentation ist allerdings erkennbar schwach:
Die Vereinigung Cockpit spricht sich gegen eine allgemeine Videoüberwachung im Cockpit aus. Schon bei der Einführung des Cockpit Voice Recorders (CVR) gab es erhebliche Vorbehalte innerhalb der Pilotenschaft - aus gutem Grund. Die Sorge vor einer missbräuchlichen Verwendung solcher sensiblen Daten hat sich leider allzu häufig bewahrheitet.

Der CVR war und ist nachweislich entscheidend bei der Aufklärung zahlreicher Unfälle in der Vergangenheit und Gegenwart gewesen. Frühere Bedenken dagegen jetzt als Verstärkung für die eigenen Ablehnung eines CIR(= ich nenne es mal den Cockpit Image Recorder) anzuführen, zeugt eher von der eigenen Erkenntnis, argumentativ auf der schwachen Seite zu stehen. Das belegt auch die Behauptung bzgl. "häufig bewahrheitetem Missbrauch", was schlichtweg frei erfunden ist.

Und sich dann selbst noch eine differenzierten Anstrich der Abwägung zu geben, was angesichts der klaren Ablehnung der VC schlicht Blenderei ist:
Dennoch ist es falsch, pauschal gegen jede Form von Videotechnik im Cockpit zu argumentieren. ..

Beitrag vom 16.07.2025 - 22:17 Uhr
Userkallebernd
User (80 Beiträge)
Wenn ein Pilot das Flugzeug abstürzen will, kann man das nicht verhindern, da ändert auch keine Kamera etwas dran. Wie würde denn die Fliegerei sicherer werden, wenn man jetzt sehen könnte, dass einer der Piloten die Töpfe ausgestellt hat? Es würde nichts ändern!
In Deutschland sterben jährlich knapp 3k Menschen im Straßenverkehr. Ich wäre dann auch hier für eine Kamerapflicht, aber keine Dashcam sondern der Fahrer muss sichtbar sein, damit man sehen kann ob er Handy oder Radio etc. bedient hat.
Das hat nichts mit "den hochnäsigen Piloten" zu tun, die hier ständig von einigen Foristen beschrien werden. Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt werden.
Beitrag vom 16.07.2025 - 23:05 Uhr
UserEricM
User (7019 Beiträge)
Mittlerweile kursieren im Internet sogar Webseiten, auf denen Tonaufnahmen aus dem Cockpit öffentlich zugänglich sind.

Ich dachte, ein CVR wird nur nach einem Unfall und nur durch autorisierte Stellen ausgelesen. Ansonsten werden die Daten alle paar Stunden auf einem Endlosband bzw einer SSD überschrieben.
So hatte ich auch die Forderung nach Video verstanden ...

Sind das auf den Webseiten denn wirklich CVR-Mitschnitte aus Black Boxes? Nicht etwa ATC Mitschnitte? Was kursiert da genau wo?
Videoaufnahmen sind keine objektive Wahrheit.

Äh, doch. Sie zeigen optisch, was passiert ist.
Unscharf wird es erst dann, wenn man aus den Aufnahmen Absichten, Schuld oder Ähnliches interpretieren will, da stimmt dann die Aussage des VC.
Ansonsten: Millionen Dashcams zeigen, dass eine vorhandene Video-Aufnahme in Unfallsituationen durchaus ein wichtiger Datenpunkt ist.

Und das wäre sie auch im Fall des Air India Absturzes gewesen.

Um nochmal zum Titel dieses Threads, der Differenzierung, zurückzukommen:

Ich sehe nur pauschale, unbelegte Behauptungen - wie den angeblichen Missbrauch von CVR Aufnahmen -, Whataboutism, Allgemeinplätze und einige schlicht falsche Statements - wie zB Videoaufnahmen seien nicht objektiv - mithin das exakte Gegenteil einer differenzierten Argumentation.

Wo sind denn da "differenzierte" Argumente der VC?
Beitrag vom 17.07.2025 - 06:10 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (4076 Beiträge)
Inwiefern spielt es eine Rolle was Piloten, Fußballspieler oder z.B. Messerstecher vom Videobeweis halten?

Die Vorteile sind offensichtlich und woimmer das Opfer und nicht der Verursacher geschützt werden soll muss diese Technik eingeführt werden.

Die Zugänglichkeit der Aufnahmen ist wieder eine andere Frage aber um die geht es hier nicht.
Auch ohne ein Rechtswissenschaftler zu sein behaupte ich mal dass der Datenschutz auf einer klassischen Blackbox in mehr als ausreichendem Maße gewährleistet ist.

Na cool, dann führen wir einfach überall eine Überwachung per Kamera ein, nicht nur in Cockpits. Auch in z.b jedem Büro, denn dort gibt es ja zum Beispiel auch Fälle von sexueller Belästigung. Nur so kann auch wirklich das Opfer und nicht der Täter geschützt werden. Wenn schon, dann muss man es auch richtig tun. Universalüberwachung wie in China. Wer nichts unrechtmäßiges tut, braucht auch nichts zu befürchten - oder?

Interessant das Ihnen als Argument 'dagegen' kriminelle und strafbare Handlungen in anderen Arbeitsbereichen einfallen... !

Mit der, von mir oben thematisierten und von VC vorgeschlagenen 'Überwachung' der Passagiere, hätten Sie kein Problem?

Dieser Beitrag wurde am 17.07.2025 06:15 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 17.07.2025 - 08:16 Uhr
Usertip
User (554 Beiträge)
Wenn beim AI Absturz einer der Piloten die Triebwerke abgeschaltet hat, wollte der Täter nicht identifiziert werden. Das geht aus dem Gespräch hervor. Damit hätte eine Videoaufzeichnung in diesem Fall Potential gehabt die Tat zu verhindern. Ich denke man sollte es nutzen.
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