Community / / SAS spürt den Greta-Effekt

Beitrag 16 - 30 von 46
Beitrag vom 20.04.2019 - 20:56 Uhr
UserFW 190
User (1570 Beiträge)
@hinterfrager 2
CFK Teile kann man in geeigneten Kraftwärme Heizkraftwerken gut verbrennen, ist jedenfalls sinnvoller als Erdöl bzw Heizöl ohne vorherige Nutzung.

Verbrennung bedeutet Vernichtung von Rohstoffen. Das kann ja wohl kaum die Lösung sein.
Ich habe doch von vorherigem Nutzen gesprochen und nicht davon den Rohstoff direkt zu verbrennen. Jedes Triebwerk, jeder Verbrennungsmotor, jede Heizung, sogar jede Kerze verbrennt Rohstoffe. Alternativen?
Einfach dazu noch ein paar Zahlen:

2017 weltweit:
4,331 MRD t Rohöl verbrauch
3,84 Mrd t Kohlen (Stein und Braun)
3,082 Mrd t Erdgas

Das bedeutet für jeden Erdenbürger rd. 1 t Fossileenergie. Ich verbrenne in meinem Keller rd. 2t Heizöl p.a., passt bei 2 Personen.
Alternativen? Ja, gibt es, kosten mehr als das 5 fache. Wollen wir das ohne konzertierte Aktion aller?


Dieser Beitrag wurde am 20.04.2019 20:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 20.04.2019 - 22:31 Uhr
UserKahuna75
User (25 Beiträge)
Niemand redet pauschal die Luftfahrt schlecht, ich jedenfalls nicht. Aber ich darf aus dem Artikel der DLR zitieren: "Flugzeugtriebwerke stoßen Rußpartikel aus. Diese wirken als Kondensationskeime für kleine unterkühlte Wassertropfen, die sofort zu Eiskristallen gefrieren und als Kondensstreifen am Himmel sichtbar werden. Die Eiskristalle der Kondensstreifen können bei feucht-kalten Bedingungen in Höhen von etwa 8 bis 12 Kilometern mehrere Stunden bestehen und hohe Wolken, sogenannte Kondensstreifen-Zirren bilden. Diese Wolken können je nach Sonnenstand und Untergrund lokal eine wärmende oder kühlende Wirkung entfalten, wobei Forschungsarbeiten zeigen, dass global die wärmende Wirkung überwiegt."

Und auch wenn der Anteil an CO2-Emissionen bei 5% liegt, so macht es doch einen Unterschied, in welcher Höhe diese ausgestoßen werden. Das dürfte unstrittig sein. Und anscheinend ist nicht nur der CO2-Ausstoß in den oberen Luftschichten schädlich.
Beitrag vom 20.04.2019 - 22:37 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
Auch mal gelesen?
„ Insgesamt tragen die Effekte des Luftverkehrs mit ca. 4–5 % zur gegenwärtigen globalen Erwärmung bei.[5]“
Das deckt sich mit vielen anderen Quellen und ich frage mich wo das „ ganz weit vorne „ ist? Der gesamte Straßenverkehr kommt auf knapp 20%.

Haben Sie denn dann auch das gelesen:

 "Bei einem ökologischen Vergleich der Verkehrsmittel in Deutschland unter realistischer Auslastung war 2014 der Beitrag von Flugzeugen zum Klimawandel je Personenkilometer deutlich höher als bei anderen Verkehrsmitteln: umgerechnet in CO2-Emissionen gegenüber Reisebussen und der Bahn um mehr als das Fünffache. Der Verbrauch an Primärenergie in Liter pro Person betrug mehr als das Doppelte."

Aber bitte, was bringt es wenn wir jetzt hier das ( polemische) Spiel spielen "die anderen sind ja noch viel schlimmer". Fakt ist, die Erde ist auf einem fatalen Weg! Und ich kann leider nicht sehen, dass die Luftfahrt(industrie) zumindest in Ihrem Bereich sich ausreichend und ernsthaft bemüht, diesen Weg zu verändern. 

Denn: 
"Die gesunkenen Preise von Flügen und deren einfache Verfügbarkeit haben zu einem enormen Anstieg der Flugreisen insgesamt geführt und dadurch die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen vervielfacht. Deutschlandweit stiegen die Emissionen des Luftverkehrs zwischen 1990 und 2014 um 85 % an, von knapp 15 Mio. Tonnen 1990 auf ca. 26–27 Mio. Tonnen 2014. Die spezifischen Treibhausgasemissionen des Luftverkehrs lagen 2010 bei 1.540 g CO2-Äquivalent/Tonnenkilometer und resultieren nicht nur aus dem reinen CO2-Ausstoß, sondern ergeben sich auch aus weiteren klimaschädlichen Wirkungen durch Stickoxide, Ruß, Kondensstreifen und Zirruswolken, die vom Luftverkehr verursacht werden.[7]Durch die jährlichen Wachstumsraten des Luftverkehrs von derzeit 7,1 %[8] werden die Einsparungen durch sparsamere Antriebe bei weitem zunichtegemacht. Das heißt, dass die Triebwerke zwar in Bezug auf den Schadstoffausstoß optimiert werden, durch immer mehr Flüge und Flugzeuge die Emissionen jedoch stärker anwachsen." 

Das ist es was ich meinte! 
Beitrag vom 20.04.2019 - 22:48 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
@hinterfrager 2
CFK Teile kann man in geeigneten Kraftwärme Heizkraftwerken gut verbrennen, ist jedenfalls sinnvoller als Erdöl bzw Heizöl ohne vorherige Nutzung.

Verbrennung bedeutet Vernichtung von Rohstoffen. Das kann ja wohl kaum die Lösung sein.
Ich habe doch von vorherigem Nutzen gesprochen und nicht davon den Rohstoff direkt zu verbrennen. Jedes Triebwerk, jeder Verbrennungsmotor, jede Heizung, sogar jede Kerze verbrennt Rohstoffe. Alternativen?
Einfach dazu noch ein paar Zahlen:

Und ich habe von sinnvollen Recycling geschrieben, was zumindest bei den Alufliegern noch gut möglich war.

2017 weltweit:
4,331 MRD t Rohöl verbrauch
3,84 Mrd t Kohlen (Stein und Braun)
3,082 Mrd t Erdgas

Plastik kann man, nachdem es vorher genutzt wurde, auch "wunderbar" verbrennen. Schafft halt nur weitere Emissionen (wie auch das verbrennen von CFK...).

Das bedeutet für jeden Erdenbürger rd. 1 t Fossileenergie. Ich verbrenne in meinem Keller rd. 2t Heizöl p.a., passt bei 2 Personen.

Alternativen? Ja, gibt es, kosten mehr als das 5 fache. Wollen wir das ohne konzertierte Aktion aller?

Ich für meine Teil JA: mit einer konzentrierten Aktion aller (Politik, Industrie, Verbraucher).

Ich bezweifle allerdings sehr stark, dass es dazu kommen wird. Und insofern, das ist jetzt starker Sarkasmus, bin ich sehr froh, daß ich keine Kinder habe. Gibt es übrigens heute eine sehr nachdenklichen Artikel auf Spiegel Online zu diesem Thema.
Beitrag vom 21.04.2019 - 06:31 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
Hier noch der Link zum Artikel auf Spiegel online:

 https://m.spiegel.de/panorama/klimaerwaermung-und-unsere-kinder-wie-sollen-wir-s-erklaeren-a-1263370.html
Beitrag vom 21.04.2019 - 09:39 Uhr
UserFW 190
User (1570 Beiträge)
Niemand redet pauschal die Luftfahrt schlecht, ich jedenfalls nicht. Aber ich darf aus dem Artikel der DLR zitieren: "Flugzeugtriebwerke stoßen Rußpartikel aus. Diese wirken als Kondensationskeime für kleine unterkühlte Wassertropfen, die sofort zu Eiskristallen gefrieren und als Kondensstreifen am Himmel sichtbar werden. Die Eiskristalle der Kondensstreifen können bei feucht-kalten Bedingungen in Höhen von etwa 8 bis 12 Kilometern mehrere Stunden bestehen und hohe Wolken, sogenannte Kondensstreifen-Zirren bilden. Diese Wolken können je nach Sonnenstand und Untergrund lokal eine wärmende oder kühlende Wirkung entfalten, wobei Forschungsarbeiten zeigen, dass global die wärmende Wirkung überwiegt."

Und auch wenn der Anteil an CO2-Emissionen bei 5% liegt, so macht es doch einen Unterschied, in welcher Höhe diese ausgestoßen werden. Das dürfte unstrittig sein. Und anscheinend ist nicht nur der CO2-Ausstoß in den oberen Luftschichten schädlich.

Erster Absatz ist richtig, der 2. nicht.



CO2 verteilt sich sehr schnell gleichmäßig in der Luft. Es wird ja in Hawaii auf dem höchsten Berg gemessen, die Werte sind vergelchbar mit denen am Boden. Örtlich kann es am Boden höhere Konzentrationen geben wenn Emittenten in der Nähe sind. Geicht sich aber alles zügig aus.

Wir atmen z.B. mit jedem Atemzug einige Moleküre des letzten Atemzuges von Schiller oder Göthe ein.
Zur konzertierten Aktion meine ich alle Emittenten weltweit. Schritt für Schritt und überprüfbar. Deutschland trägt inkl. der Klimawirkenden Gase rd. 2,4% zur weltweiten Emission bei.

Die Erde ist ein Raumschiff nur leben wir nicht in sondern außen auf diesem. Für die gemeinsamen Effekte unbedeutend ob drinnen oder draußen.

Nachsatz: Zum Recyclen von Aluminium oder auch Kunstoffen oder Lithium Akkus wird sehr viel Energie benötigt. Da sollte man abwägen wie lange es sinnvoll ist. Beispiel Starter Batterien: Der zurück gewonnene Kunstoff war nur ein Nebenprodukt zum wieder gewonnen wertvollerem Blei. Wurde meist anderes herum dargestellt.

Dieser Beitrag wurde am 21.04.2019 09:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 21.04.2019 - 11:52 Uhr
Usercontrail55
User (1944 Beiträge)
Zunächst vorweg. Ja, es ist 5 vor 12 was das Klima angeht und es ist gut, dass es Bewegungen gibt, die hierzu eine Öffentlichkeit erzeugen. Das Problem an der Öffentlichkeit ist jedoch, dass sie oft zu enseitig dargestellt wird. Oft wird das Thema bedient, was die meisten Follower bringt. Klappt ja auch ganz gut.

Zur Zeit gibt es einige Metathemen, die diskutiert werden, das Klima, das Bevölkerungswachstum, die Grundversorgung, der Wohlstand und geringere Arbeit durch Automation. Keines dieser Themen kann für sich betrachtet werden, sie hängen untrennbar zusammen. Für die Lösung dieser Themen brauchen wir ein Arbeitskonzept, ein Umweltkonzept und ein Mobilitätskonzept usw. Das haben wir aber nicht, auch das fokussieren auf den Luftverkehr ist das nicht.

Der Auslöser der Diskussion war die Aussage, der Luftverkehr ist als Klimakiller ganz weit vorne. Jetzt kommt es auf die Betrachtung an. Sieht man den einzelnen Verkehrsleistungskilometer, dann schneidet die Luftfahrt vielleicht nicht so gut ab. Aber nach dieser Logik müsste Greta und Friends kilometerlange Demos vor jedem F1 Rennen veranstalten, da ist es noch schlimmer. Machen sie aber nicht, dader globale Impact zu gering ist.
Gleiches gilt für die Luftfahrt. je nach Sichtweise liegt der Anteil am Klimawandel zwischen 3-5%, global (Ein Fokus auf D würde das Bld verzerren) Das ist einerseits wenig, andereseits wäre eine Verringerung um, sagen wir 30%, nur gut 1% Effekt für den Klimawandel. Ökonomisch wäre es aber ein ziemlich dickes Brett (Handel und Wohlstand)
Anders sieht es für den Strassenverkehr und die Haushalte aus. Die sind mit knapp 40% dabei, da wären 30% schon viel effektiver und der ökonimsche Effekt weniger dramatisch (zB umstellen auf ökologischeres heizen und kleinere KFZ).
Jetzt stellt sich die Frage, warum passiert das nicht? Da gibt es wohl viele Gründe, einer könnte sein, ist nicht sio sexy wie Luftverkehr.

Die Gefahr solcher Fokussierung auf eine medienwirksames Thema ist aber, dass jeder, der nicht betroffen ist sich auch nicht zuständig fühlt und in der Regel solche Aktionen verpuffen, da sie nicht nachhaltig genug und breit genug aufgestellt sind. Mir fällt dazu immer die Vegetarierwelle ein. Hauptschache kein Fleisch, dessen Produktion schadet der Umwelt. Aber die Bioladen ist voll mit exotischen, vegetarischen Köstlichkeiten, die oft eingeflogen werden.

Wenn wir den etwas machen wollen, es ist ja 5 vor 12, dann müssen wir etwas machen, was a. auf eine breite Basis gestellt wird b. durch geringen ökonomischen Impakt eine große Akzeptanz findet und c. in kurzer Zeit eine großes Senkung des Klimagasausstoßes bewirkt. Dazu ist der Luftverkehr in allen Punkten nicht geeignet.
Weitere wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen zu benenn würde den rahmen sprengen.

Es ist schön, wenn Greta zur Klimakonferenz nach Kattowitz medienwirksam mit dem Zug fährt. Wie gut die Maschine funktioniert zeigt sich, dass keiner gefragt hat, wo kommt denn in Polen der Strom her, oder welche Fähre wurde denn genommen, die mit Diesel oder die mit Schweröl? Ob da alle den Bluff erkennen, sei dahin gestellt.

Die Aussage, der Luftverkehr würde sich nicht anstrengen lässt sich nicht halten. Alle Verkehrsträger haben an Volumen zugenommen, nicht zuletzt durch das Bevölkerungswachstum. Allerdings ist die Luftfahrt der Einzige, dessen Wachstum der Verkehrsleistung nur ein Wachstum an Klimagasen von 2/3 gegenübersteht.
Beitrag vom 21.04.2019 - 12:06 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
@contrail55

Ich denke, auch hier sind wir nicht soweit auseinander. Was ich meine ist, wenn jeder nur auf den anderen "wartet" , dann wird es nichts werden.

Ich will die Luftfahrt keineswegs "an den Pranger" stellen.

Aber wir müssen doch endlich einmal (global) mit Taten anfangen. Und warum sollte die Luftfahrt nicht Vorreiter sein?

Frohe Ostern noch Ihnen allen.
Beitrag vom 21.04.2019 - 17:34 Uhr
Usercontrail55
User (1944 Beiträge)
@contrail55

Ich denke, auch hier sind wir nicht soweit auseinander. Was ich meine ist, wenn jeder nur auf den anderen "wartet" , dann wird es nichts werden.

Ich will die Luftfahrt keineswegs "an den Pranger" stellen.

Aber wir müssen doch endlich einmal (global) mit Taten anfangen. Und warum sollte die Luftfahrt nicht Vorreiter sein?

Dann müssen Sie das aber auch genau so sagen und nicht eine so nicht korrekte Aussage „ ...dass die Luftfahrt nun einmal ein großen Anteil an Veränderungen des Weltklimas hat.“ voranstellen.
Beitrag vom 21.04.2019 - 19:46 Uhr
UserFW 190
User (1570 Beiträge)
Diesen link habe ich von jemanden der sehr tief in der Problematik steckt, nein, noch tiefer:

 https://ourworldindata.org/co2-and-other-greenhouse-gas-emissions

Der Verkehr wird auch abgehandelt, aber das der Luftverkehr so überproportional wirksam ist kann ich nicht daraus ersehen.
Der Kabarettist Jürgen Becker sagte in seiner letzten Sendung "Mitternachtsspitzen" Luftverkehr ist die Achillessehne, wenn der weg ist, ist das meiste zur Abwendung des Klimawandels geschafft. Der hat sie nicht mehr alle, er glaubt er kann dann so weiter machen wie bisher. Und genau das scheint mir ein wichtiges Motiv der Luftfahrtgegner zu sein. Den einen, kleine Bereich abschaffen dann ist alles gut. Möglicherweise habe ich die Satire aber als solche nicht erkannt.

Selbst wenn der Luftverkehr anstatt der 2% (streng nach dem Gesamt fossilen Energieverbrauch WW, 5% von 40% Öl) das doppelte also 4% - wegen des Wasserdampfes in der Höhe - hat, was ist dann mit den anderen 96% plus x% der Ersatztransportleistung?

Schön sachlich bis jetzt hier.
Beitrag vom 21.04.2019 - 20:33 Uhr
Usertip
User (434 Beiträge)
VW hat insgesamt auch ca. 2,1% des Weltanteils der CO2 Emissionen. Die nehmen das inzwischen ernst - sicher auch um das Image aufzupolieren.
Hier ein Link:  https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/volkswagen-konzern-vw-weltweit-fuer-zwei-prozent-der-co2-emissionen-verantwortlich/24155948.html
Da wirkt das allerdings so, als wenn Sie nur den Verkauf von E-Autos ankurbeln wollen. Im langen Artikel sieht das anders aus. Die arbeiten an der gesamten Lieferkette. Klar, ist ja auch relativ einfach den Zulieferern Vorschriften zu machen.

Die 1t Fossilenergie die FW 190 verbrennt wären schon ein großer Fortschritt, wenn sie für alles gelten würde. Bei grünem Strom, emissionfreiem Auto, keine Reisen mit fossilem Antrieb und eben auch die gesamte (Lebensmittel)Versorgung emissionsfrei...
Fazit: Alle müssen etwas tun. Insofern sollen die Kids ruhig weiter machen.
Beitrag vom 21.04.2019 - 20:53 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
@contrail55

Dann müssen Sie das aber auch genau so sagen und nicht eine so nicht korrekte Aussage „ ...dass die Luftfahrt nun einmal ein großen Anteil an Veränderungen des Weltklimas hat.“ voranstellen.

Hat sie nun aber mal (siehe die ergänzenden Texte - und selbst wenn die Luftfahrt der letzte wäre, der zur Vernichtung der Menschheit beträgt), in welchen Prozentzahlen auch immer. Warum können WIR (bewusst gewählt) nicht mal vorangehen?
Beitrag vom 22.04.2019 - 12:59 Uhr
Usercontrail55
User (1944 Beiträge)
WIR!?
Wen meinen Sie damit? Wahrscheinlich wieder die anderen.
Einerseits sehen Sie die Luftfahrt als Klimakiller ganz weit vorne, andererseits haben Sie Gold Staus bei drei! Airlineallianzen. Bekommt man meines Wissens nicht mit Paybackpunkten.
Unterstützen und schaffen also mit Ihrem kontinuierlichen Bedarf ein stetig wachsendes Angebot.
Das i-Tüpfelchen ist aber, dass Sie Ihre Beiträge dann noch von Bord eben dieses Klimakillers posten.
Wie soll man das ernst nehmen, da macht ein weiterer Austausch keinen Sinn.
Beitrag vom 22.04.2019 - 14:37 Uhr
UserBV 144
User (100 Beiträge)
Diese Forderungen nach null Emissionen sind reine Selbstverleugnung, Demoralisierung und Hetze.

Ich möchte hier ein Video verlinken was nichts mit der Luftfahrt zu tun hat aber ein gutes Verständnis dieser gesellschaftlichen Debatten vermittelt auch wenn man die damaligen Verhältnisse natürlich nicht eins zu eins auf heute übertragen kann.

 https://m.youtube.com/watch?v=y3qkf3bajd4

Ich hoffe das ist erlaubt, Gretas Gekäse ist es ja auch.
Beitrag vom 22.04.2019 - 15:41 Uhr
UserFW 190
User (1570 Beiträge)
Ich schiebe noch ein paar Zahlen nach um das Problem weiter zu verdeutlichen:

Deutschlands Gesamt Energieverbrauch 2017 = 2.591 TWh, aufgeteilt nach Sektoren:
765 Verkehr
750 Industrie
520 Strom
675 Haushalte
402 GHD (Gewerbe, Handel Dienstleistung)

Dazu die Stromproduktion (jetzt 2018) aufgeteilt nach Quellen:

Wasser 20 TWh
Biomasse 45
KKW 72
BrKohle 131
StKohle 72
Gas 44
Wind 111
Solar 46

Export 26 Tagesverbräuche zu Durchschnittlich 60 GW,
Import 8 Tage zu ebenso 60 GW.

Die Nenn-Kapazitäten der "grünen Stromproduktion" betragen bereits 117 GW. Selbst bei einer Verdreifachung können ohne Speicherung kaum mehr als 66% eingespeist werden.

Ich habe kürzlich Jugendlichen die es bedauerten nicht Streiken zu dürfen empfohlen doch statt dessen einfach mal anzufangen, heute Abend noch:
2° C niedrigere Raumtemperatur, Duschwasser nur noch 36 - 38 °C damit geht die Duschzeit auch extrem runter und kein Wasser aus Flaschen sondern aus dem Wasserhahn. Mit Fahrrad zur Schule statt sich mit dem Auto bringen zu lassen.

Oh nee, dann doch lieber streiken.