Community / / CSU-Umweltexpertin für Kerosinsteuer

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Beitrag vom 25.04.2019 - 19:09 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)

Eine gesamte Reise inklusive allem nach LAX oder SIN landet idR eh im mittleren vierstelligen Bereich. Ob +1000€ daher tatsächlich ein KO Kriterium wäre oder nur das Volumen begrenzen würde sei mal dahingestellt.

Aber wenn, wird vermutlich keine Energie-, CO2, oder sonstwas-Steuer auf einen Schlag eingeführt, sondern mit Ansage in zB 10% Schritten über 10 Jahre.
Damit haben dann alle betroffenen Industrien/Dienstleistungen und nicht zuletzt die Kunden Zeit, ihr Angebot/Verhalten zu adaptieren.

Ein sehr interessanter und erfolgversprechender Ansatz. Wie ich schon schrieb, die Preise eines Tickets müssen sich an den realen Kosten orientieren.v

Aber reines mengenmäßiges Wachstum wird dabei unterm Strich vermutlich nicht rauskommen, das stimmt schon.

Das ist dann halt so. Von der Theorie des "ewigen" Wachstums müssen wir uns eh verabschieden (in allen Bereichen der Wirtschaft!).

Und selbst dann wird das noch eine sehr grundlegende Änderung in den Firmen gegenüber den heutigen Management-Anforderungen der immer weitergehenden Optimierung von Personalkosten erfordern.
Beitrag vom 27.04.2019 - 07:57 Uhr
Userhinterfrager2
selbstständig
User (206 Beiträge)
@FloCo

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Wenn einfach jeder Mensch bei sich selbst anfängt, dann zwongt dann die Fluggesellschaften mitzuziehen. Weniger Passagiere, weniger Flüge. Relativ einfach.
Wenn hier New York als gutes Beispiel aufgeführt wird, die sich selbst unattraktiver machen um das Klima zu schützen, dann sollte vielleicht einfach jeder weniger Fliegen, auch wenn es für einen selbst finanzielle oder komfortable Konsequenzen hat.

Kleiner, aber entscheidender Unterschied: es waren nicht einzelne HausbesitzerInnen die damit angefangen haben, sondern es bedurfte einer starken (Stadt)regierung die diese, gewiss wirtschaftsunfreundliche Massnahme, für alle gültig beschlossen hat und (hoffentlich) durchsetzen wird.

Klingt leider nach Utopie und wird so wohl auch nicht passieren.
>
Oft dem oben beschriebenen Weg schon. Mit der "Macht der Verbraucher" eher nicht.

Ich meine, es hat ja an anderer Stelle schon geklappt: Es ist ja nicht so, dass Wiesenhof und Co von sich aus auf die Idee gekommen sind, Vegane Produkte anzubieten. Immer mehr MEnschen haben für sich entschieden, dass sie weniger Fleisch essen wollen und schon wurde mehr Angebot dafür geschaffen. Vielleicht kann man da ja doch noch hoffen für den Luftverkehr :-)

Es wurden von der Wirtschaft dem Verbraucher Alternativen angeboten. Wo sind die aber beim Luftverkehr? Okay: Deutschland, teilweise Europa, geht Bahn. Nutzen viele bereits (ich auch). Aber sonst? Es geht hier eben nicht mit "der Macht der Verbraucher", sondern um politischen 'Zwang' für die Wirtschaft - weil eben von alleine kommt da nichts. (Siehe New York)
Beitrag vom 27.04.2019 - 08:23 Uhr
Userchris7891
User (711 Beiträge)
@FloCo

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Wenn einfach jeder Mensch bei sich selbst anfängt, dann zwongt dann die Fluggesellschaften mitzuziehen. Weniger Passagiere, weniger Flüge. Relativ einfach.
Wenn hier New York als gutes Beispiel aufgeführt wird, die sich selbst unattraktiver machen um das Klima zu schützen, dann sollte vielleicht einfach jeder weniger Fliegen, auch wenn es für einen selbst finanzielle oder komfortable Konsequenzen hat.

Kleiner, aber entscheidender Unterschied: es waren nicht einzelne HausbesitzerInnen die damit angefangen haben, sondern es bedurfte einer starken (Stadt)regierung die diese, gewiss wirtschaftsunfreundliche Massnahme, für alle gültig beschlossen hat und (hoffentlich) durchsetzen wird.

Klingt leider nach Utopie und wird so wohl auch nicht passieren.
>
Oft dem oben beschriebenen Weg schon. Mit der "Macht der Verbraucher" eher nicht.

Ich meine, es hat ja an anderer Stelle schon geklappt: Es ist ja nicht so, dass Wiesenhof und Co von sich aus auf die Idee gekommen sind, Vegane Produkte anzubieten. Immer mehr MEnschen haben für sich entschieden, dass sie weniger Fleisch essen wollen und schon wurde mehr Angebot dafür geschaffen. Vielleicht kann man da ja doch noch hoffen für den Luftverkehr :-)

Es wurden von der Wirtschaft dem Verbraucher Alternativen angeboten. Wo sind die aber beim Luftverkehr? Okay: Deutschland, teilweise Europa, geht Bahn. Nutzen viele bereits (ich auch). Aber sonst? Es geht hier eben nicht mit "der Macht der Verbraucher", sondern um politischen 'Zwang' für die Wirtschaft - weil eben von alleine kommt da nichts. (Siehe New York)


In China ist trotz des Wachstums des Luftverkehrs eine ernsthafte Alternative ebenfalls die Bahn. Auch der Komfort mit Schlafwagen, dazu noch noch schnell und erschwinglich für jede Bevölkerungsschicht.
Die bauen aktuell Südostasien aus im Rahmen der neuen Seidenstraße.
Aber das mit der neuen Seidenstraße muss man nicht immer positiv sehen.
Beitrag vom 27.04.2019 - 08:33 Uhr
UserEricM
User (1452 Beiträge)
Es wurden von der Wirtschaft dem Verbraucher Alternativen angeboten. Wo sind die aber beim Luftverkehr? Okay: Deutschland, teilweise Europa, geht Bahn. Nutzen viele bereits (ich auch). Aber sonst? Es geht hier eben nicht mit "der Macht der Verbraucher", sondern um politischen 'Zwang' für die Wirtschaft - weil eben von alleine kommt da nichts. (Siehe New York)

Ein allererster Schritt wäre mal, zumindest die Vergünstigungen zu streichen, die umweltschädliches Verhalten sogar fördern.
Da wäre zum Beispiel das Diesel-Privileg, die Steuerbefreiung von kommerziell verbranntem Kerosin und die Finanzierung von Nebenkosten des Flugverkehrs über Steuermittel (zB bei der DFS) zu nennen.

Diese im Namen von Wirtschaftswachstum gewährten Steuervorteile verschärfen unser Umweltproblem beträchtlich, da sie umweltschädliches Verhalten billiger machen und so über Marktmechanismen zusätzlich fördern.
Da ran zu gehen, heißt aber, richtig dicke Bretter zu bohren.
Wenn ich mir unsere Regierung, gerade das Verkehrsministerium anschaue, wird das wohl in der aktuellen Legislaturperiode nix mehr werden.

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2019 08:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 27.04.2019 - 09:06 Uhr
UserVJ 101
User (620 Beiträge)
Schlauer wäre es, wenn Politiker, anstatt mit schlauen Forderungen auf sich aufmerksam machen zu wollen, mit Beispiel voran gehen. Warum muss Bundespräsident Steinmeier von Berlin nach Stuttgart fliegen, es gibt hier hervorragende ICE Verbindungen.
Beitrag vom 27.04.2019 - 09:51 Uhr
UserEricM
User (1452 Beiträge)
Schlauer wäre es, wenn Politiker, anstatt mit schlauen Forderungen auf sich aufmerksam machen zu wollen, mit Beispiel voran gehen. Warum muss Bundespräsident Steinmeier von Berlin nach Stuttgart fliegen, es gibt hier hervorragende ICE Verbindungen.

Vielleicht nicht "schlauer", aber ein gutes Beispiel.
In dem Sinne dass das keine Alternative wäre, aber eine gute Ergänzung eines tatsächlichen Aktionsplans.
Wobei "leading by example" nicht nur hier in der deutschen Politik deutlich schwächer ausgeprägt ist als der allgegenwärtige "lip service", die große, öffentliche Ankündigung das Richtige zu tun, gefolgt von - nichts - oder gar dem Gegenteil.

Dieser Beitrag wurde am 27.04.2019 10:40 Uhr bearbeitet.
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