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Beitrag 46 - 60 von 157
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Beitrag vom 03.04.2021 - 19:01 Uhr
UserEricM
User (3672 Beiträge)
Sie wissen, dass ich im Zusammenhang mit Services ein Problem mit dem Wort "Produktion" habe :)
Ok, nehmen Sie einen anderen Begriff. Ich habe mich da im Wirtschaftslexokon bedient "Das Produkt als Ergebnis des Produktionsprozesses kann eine Sachleistung oder Dienstleistung sein. " Sollte aber unerheblich sein.
Aber ja: Der extern verkaufbare Service, also bei LHC der Transport von Waren von A nach B generiert den Umsatz.
Und kein HR, nicht das Controlling, nicht die interne Ausbildung oder die Abteilung die sich mit der Erstellung und der Durchführung des Mitarbeiter-Motivationsprogramms die Zeit vertreibt.
Ja, die Frage war aber, WER geniert Umsatz.

OK, dann kapier ich wohl die Frage nicht. Klären Sie mich auf ...

Und "mehr Umsatz pro FTE" kann man auch "höhere Preise" nennen, was ja genau das Problem ist, die Sie angeblich mit billigen Piloten lösen möchten.

Die Kosten der LH Cargo vs. AL kann man eigentlich so gar nicht vergleichen, da LH Cargo ein kompletter Betrieb mit Vertrieb, Handling und allem drum und dran ist, während AL einer reiner Flugbetrieb ist, der LHC zur Hälfte gehört.
Natürlich kann man das vergleichen. Auch die LHC hat einen Flugbetrieb und natürlich kann man das runterbrechen auf ein beliebiges Parameter. Ich bin mir sicher, wenn man das nicht 1:1 gegenüberstellen könnte, dann hätten die VCler nicht angemerkt, dass AL günstiger produziert.

OK da muss ich meine Aussage präzisieren: Man=Ich als externer Beobachter.
Bei der Aussage AL sei günstiger, muss man dem LH Management glauben, dass es diese Abschätzung ehrlich und neutral getroffen hat, ohne dabei eigene Interessen wie den Kampf gegen Tarifierung und Gewerkschaften zu verfolgen.
Extern ist das nicht verfizierbar.
Das ist noch nicht mal intern verifizierbar. Ich weiß auch nicht was wer warum macht. Manchmal weiß ich noch nicht einmal, warum genau ich etwas mache ;-)

Ich weiss das war als Spass gemeint. Aber genau DAS ist das Problem auf das ich mit dem Argument "Komplexität" hinaus will.
Bei den einfach gestrickten Lowcostern ist die Menge dieser Arbeiten sicher deutlich geringer. Und demnach auch die Menge an Geld die dafür ausgegeben wird.


Daher macht sich das LHC Management hier bewusst intern Konkurrenz um die eigenen Mitarbeiter unter Druck zu setzen.
Ja klar, was würden Sie denn machen? Alle Macht den Mitarbeitern geben und deren Forderungen durchwinken?

Früher nannte man das mal Menschenführung... aber ja, das ist eine Kunst, die beim Führen von Excel Tabellen mit der Zeit verlernt wird.
Sie weichen aus. Wie würden Sie auf ein Umfeld mit günstigerer Kostenbasis reagieren, wenn die Belegschaft nicht entsprechend mitzieht?
Ich finde diese ganze bei der LH exzessiv gelebte Strategie des firmeninternen Wettbewerbs unter Mitarbeitern bzw Mitarbeiter gegen externe Dienstleister ehrlich gesagt ziemlich krank.
Erinnert mich etwas an die Gladiatorenkämpfe im alten Rom.
Auf den Tribünen sitzt das Management und lässt die Mitarbeiter verschiedener eigener Firmen gegeneinander und gene Mitarbeiter von Dienstleistern antreten.
Auf der anderen Seite der Tribüne sitzen dann die Mitarbeiter mit dem entsprechenden Hebel und schauen zu, wie sich das Management abstrampelt weil keine Hebel das sind um die Macht der GW zu brechen?

Ist diese Vorgehensweise bei der LHG denn auf den Kampf gegen die Piloten bzw gegen die VC beschränkt?
Nein. Daher habe ich die Bezeichnungen gewählt, die das Ganze neutraler beschreiben und Piloten habe ich vermieden.

Naja "Macht der GW" klang jetzt nicht gerade nach Verdi oder IGM.


Dabei wäscht man, wohl um den Zynismus-Level zu maximieren, seine Hände in Unschuld, denn man "ist ja gezwungen", "ökonomisch sinnvolle" Entscheidungen zu treffen.

Dabei wurde in vielen Fällen aus einem Betrieb ein Konglomerat von Firmen mit verschiedenen Durchführungsverträgen und Organisationsformen, was massiv die Komplexität und damit die "hidden cost" erhöhte sowie die Flexibilität senkte.

Wenn man sich mal die Auslagerungs- und internen Konkurrenz-Exzesse der Personenflugsparte in den letzten Jahren anschaut, bei der diese Sorte "Hunger Games" ja schon länger läuft, dann hat das nicht wirklich gut funktioniert.
Das wissen wir nicht. Die Kosten der Airline sind duch Optimierungen beim Personal beträchtlich runter gegangen. Dem Gegenüber stehen die Aufwendungen für das Konglomerat.

Richtig.
Wobei die Personalkosten klar bezifferbar sind, während sich die über gesteigerte Komplexität angehobenen Kosten nur indirekt durch einen höheren Koordinations- bzw. Personalaufwand bemerkbar machen.
Auch das kann man ermitteln. Jede Einsparung oder Kosten lassen sich ja einem bestimmten Kostenschlüssel zuordnen.

Sicher, der aber erlaubt idR keinen Rückschluss auf "operative Komplexität".
Anders gefragt: Welche Kosten wurden/werden beim Kostrukt EW der operativen Komplexität zugeordnet. Ich bin mir ziemlich sicher diesen Schlüssel gibt es nicht.

Bricht man das wieder auf Umsatz oder Gewinn pro FTE runter, bekommt man als Ergebnis ineffizientere Mitarbeiter, obwohl die Ursache eigentlich in gestiegener organisatorischer Komplexität liegt.
Auch hier, das lässt sich Qualifizieren.
Die offene Frage ist, was wäre zB von der KS übrig, wenn man hier nicht reagiert hätte? Das Modell BA? Nur noch in die Hubs und alles andere wäre weg?

Was wäre wenn? Keine Ahnung.
Eben, ich auch nicht. Aber man kann sich nicht eine Facette raussuchen und sagen die hat/hat nicht geklappt. Man muss das große Ganze betrachten.
Die Frage ist ja eigentlich nur: Warum sollte hier funktionieren, was bei mehreren vorhergegangenen und gleich strukturierten Versuchen nicht funktioniert hat?
Wo sind wir jetzt, was meinen Sie mit hier? Da haben ich den Überblick verloren. Wenn Sie LHC meinen, das funktioniert doch.

Warum sollte es funktionieren, LHC und AL in einen ähnlichen Konkurrenz-Modus wie die einzelnen "Anbieter" unter EW zu bringen und sie gegeneinander auszuspielen?
Präzisierung: Warum sollten die eingesparten Parsonalausgaben höher ausfallen als die Effizienzverluste des Gesamtbetriebs?
Beitrag vom 03.04.2021 - 20:17 Uhr
User74 bitte 63
User (137 Beiträge)
Präzisierung: Warum sollten die eingesparten Parsonalausgaben höher ausfallen als die Effizienzverluste des Gesamtbetriebs?
Deshalb?
 https://youtu.be/f4quX_YyL1k?t=40
Beitrag vom 03.04.2021 - 22:18 Uhr
UserSaintEx
User (325 Beiträge)
Ich freue mich jetzt schon auf den Tag des Aufwachens für alle diejenigen, die hier immer wieder von "marktgerechten Löhnen und Arbeitsbedingungen" bei AL, EW oder ähnlichen Dumpingprojekten schwurbeln, nämlich dann, wenn die nächste Generation von Unterbietungs-Airlines im Fracht- und Passagiergeschäft geboren wird. Und keine Sorge, auch dann werden sich wieder ausreichend viele Freiwillige finden, die bereit sind, ihre Arbeitskraft billigst anzubieten, um ihren Traum, trotz mangelnder Eignung, realisieren zu können. Ein Paradies für die Renditejäger im Management.
Beitrag vom 03.04.2021 - 22:35 Uhr
User74 bitte 63
User (137 Beiträge)
Weitgehende Zustimmung. Bis auf die Stelle mit der mangelnden Eignung. Da muss ich leider passen.
Beitrag vom 03.04.2021 - 23:49 Uhr
Usercontrail55
User (3195 Beiträge)
Sie wissen, dass ich im Zusammenhang mit Services ein Problem mit dem Wort "Produktion" habe :)
Ok, nehmen Sie einen anderen Begriff. Ich habe mich da im Wirtschaftslexokon bedient "Das Produkt als Ergebnis des Produktionsprozesses kann eine Sachleistung oder Dienstleistung sein. " Sollte aber unerheblich sein.
Aber ja: Der extern verkaufbare Service, also bei LHC der Transport von Waren von A nach B generiert den Umsatz.
Und kein HR, nicht das Controlling, nicht die interne Ausbildung oder die Abteilung die sich mit der Erstellung und der Durchführung des Mitarbeiter-Motivationsprogramms die Zeit vertreibt.
Ja, die Frage war aber, WER geniert Umsatz.

OK, dann kapier ich wohl die Frage nicht. Klären Sie mich auf ...
Das Produkt generiert aber keinen Umsatz, man generiert Umsatz mit dem Produkt. Da Sie alle möglichen Abteilungen und Gruppen aufgezählt haben, die keinen Umsatz erzeugen war die Frage, wer macht das denn dann?

Ich weiss das war als Spass gemeint. Aber genau DAS ist das Problem auf das ich mit dem Argument "Komplexität" hinaus will.
Bei den einfach gestrickten Lowcostern ist die Menge dieser Arbeiten sicher deutlich geringer. Und demnach auch die Menge an Geld die dafür ausgegeben wird.
Ja richtig, aber das Produkt ist auch einfacher. Da gibt es zB keine FFPs oder Lounges, mehrere Klassen, Menüwechsel usw. Das muss ja alles entwickelt, kommuniziert und koordiniert werden.

Nein. Daher habe ich die Bezeichnungen gewählt, die das Ganze neutraler beschreiben und Piloten habe ich vermieden.
Naja "Macht der GW" klang jetzt nicht gerade nach Verdi oder IGM.
IGM ist garnicht bei LH, aber UFO schon. Die hatten die GL auch schon auf den Knien

Sicher, der aber erlaubt idR keinen Rückschluss auf "operative Komplexität".
Anders gefragt: Welche Kosten wurden/werden beim Kostrukt EW der operativen Komplexität zugeordnet. Ich bin mir ziemlich sicher diesen Schlüssel gibt es nicht.
Doch, den gibt es schon. ZB eine Basis mit Crews aus beiden AOCs. Da musste man für jedes AOC Reserven vorhalten, da die Crews nicht austauschbar waren. Das resultierte dann ua. in einem Jahresschnitt für eine VZ Stelle von nur gut 500 Blockstunden/Jahr versus üblichen gut 800 Stunden. Da wird dann der hier viel gescholtene Controller stutzig.
Bricht man das wieder auf Umsatz oder Gewinn pro FTE runter, bekommt man als Ergebnis ineffizientere Mitarbeiter, obwohl die Ursache eigentlich in gestiegener organisatorischer Komplexität liegt.
Auch hier, das lässt sich Qualifizieren.
Die offene Frage ist, was wäre zB von der KS übrig, wenn man hier nicht reagiert hätte? Das Modell BA? Nur noch in die Hubs und alles andere wäre weg?

Was wäre wenn? Keine Ahnung.
Eben, ich auch nicht. Aber man kann sich nicht eine Facette raussuchen und sagen die hat/hat nicht geklappt. Man muss das große Ganze betrachten.
Die Frage ist ja eigentlich nur: Warum sollte hier funktionieren, was bei mehreren vorhergegangenen und gleich strukturierten Versuchen nicht funktioniert hat?
Wo sind wir jetzt, was meinen Sie mit hier? Da haben ich den Überblick verloren. Wenn Sie LHC meinen, das funktioniert doch.

Warum sollte es funktionieren, LHC und AL in einen ähnlichen Konkurrenz-Modus wie die einzelnen "Anbieter" unter EW zu bringen und sie gegeneinander auszuspielen?
Präzisierung: Warum sollten die eingesparten Parsonalausgaben höher ausfallen als die Effizienzverluste des Gesamtbetriebs?
Das weiß ich nicht. Da die GW diese Effizienzverluste gerne an geeigneter Stelle als Gegenargument aufführen, hier aber nicht, unterstelle ich, dass es wohl bereits funktioniert. Die Frage wäre, wie hoch sind denn diese Effizientverluste, wenn es sie denn gibt? Wie hoch ist demgegenüber der Benefit? Was bleibt netto übrig?

Dieser Beitrag wurde am 03.04.2021 23:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.04.2021 - 09:59 Uhr
UserEricM
User (3672 Beiträge)
Sie wissen, dass ich im Zusammenhang mit Services ein Problem mit dem Wort "Produktion" habe :)
Ok, nehmen Sie einen anderen Begriff. Ich habe mich da im Wirtschaftslexokon bedient "Das Produkt als Ergebnis des Produktionsprozesses kann eine Sachleistung oder Dienstleistung sein. " Sollte aber unerheblich sein.
Aber ja: Der extern verkaufbare Service, also bei LHC der Transport von Waren von A nach B generiert den Umsatz.
Und kein HR, nicht das Controlling, nicht die interne Ausbildung oder die Abteilung die sich mit der Erstellung und der Durchführung des Mitarbeiter-Motivationsprogramms die Zeit vertreibt.
Ja, die Frage war aber, WER geniert Umsatz.

OK, dann kapier ich wohl die Frage nicht. Klären Sie mich auf ...
Das Produkt generiert aber keinen Umsatz, man generiert Umsatz mit dem Produkt. Da Sie alle möglichen Abteilungen und Gruppen aufgezählt haben, die keinen Umsatz erzeugen war die Frage, wer macht das denn dann?

Ich schrieb "klären Sie mich auf", nicht "stellen Sie Ihre offenbar rhetorisch gemeinte Frage nochmal"...


Ich weiss das war als Spass gemeint. Aber genau DAS ist das Problem auf das ich mit dem Argument "Komplexität" hinaus will.
Bei den einfach gestrickten Lowcostern ist die Menge dieser Arbeiten sicher deutlich geringer. Und demnach auch die Menge an Geld die dafür ausgegeben wird.
Ja richtig, aber das Produkt ist auch einfacher. Da gibt es zB keine FFPs oder Lounges, mehrere Klassen, Menüwechsel usw. Das muss ja alles entwickelt, kommuniziert und koordiniert werden.

Mal abgesehen davon, dass Lounges, etc kein Cargo Thema sind - da haben Sie Ihren Unterschied zwischen FR und LH...
Entweder dem Kunden ist ein komplexes "Produkt" mehr wert oder eben nicht.
Falls nicht, sollte man das Produkt bei den genannten Punkten anpassen, diese Arbeiten einstellen und dann billiger werden.
Ja, auich das führt zu Entlassungen, aber es ist immer noch fairer als an den bestehenden Verträgen der Mitarbeiter rumzufräsen und die Arbeitsstunde mit unseriösen Methoden billiger pressen zu wollen.

Nein. Daher habe ich die Bezeichnungen gewählt, die das Ganze neutraler beschreiben und Piloten habe ich vermieden.
Naja "Macht der GW" klang jetzt nicht gerade nach Verdi oder IGM.
IGM ist garnicht bei LH, aber UFO schon. Die hatten die GL auch schon auf den Knien

"GL auf den Knien" = Sie mussten mehr zahlen?
Das Ziel jeder Tarifverhandlung ist nun mal ein Abbschluss über Inflationsausgleich.
Dass das LH Management da immer konfrontativ "bis zur letzten Patrone" gegen ankämpft hat denke ich viel mit dem Menschenbild und mit Emotion/Testosteron des Chefs zu tun und nicht immer mit Ratio...

Sicher, der aber erlaubt idR keinen Rückschluss auf "operative Komplexität".
Anders gefragt: Welche Kosten wurden/werden beim Kostrukt EW der operativen Komplexität zugeordnet. Ich bin mir ziemlich sicher diesen Schlüssel gibt es nicht.
Doch, den gibt es schon. ZB eine Basis mit Crews aus beiden AOCs. Da musste man für jedes AOC Reserven vorhalten, da die Crews nicht austauschbar waren. Das resultierte dann ua. in einem Jahresschnitt für eine VZ Stelle von nur gut 500 Blockstunden/Jahr versus üblichen gut 800 Stunden. Da wird dann der hier viel gescholtene Controller stutzig.

Ich meinte Ihre Arbeiten von weiter oben, von denen sie auch nicht wissen wofür die gut sind. Die buchen Sie nicht auf "Komplexität", oder?

Bricht man das wieder auf Umsatz oder Gewinn pro FTE runter, bekommt man als Ergebnis ineffizientere Mitarbeiter, obwohl die Ursache eigentlich in gestiegener organisatorischer Komplexität liegt.
Auch hier, das lässt sich Qualifizieren.
Die offene Frage ist, was wäre zB von der KS übrig, wenn man hier nicht reagiert hätte? Das Modell BA? Nur noch in die Hubs und alles andere wäre weg?

Was wäre wenn? Keine Ahnung.
Eben, ich auch nicht. Aber man kann sich nicht eine Facette raussuchen und sagen die hat/hat nicht geklappt. Man muss das große Ganze betrachten.
Die Frage ist ja eigentlich nur: Warum sollte hier funktionieren, was bei mehreren vorhergegangenen und gleich strukturierten Versuchen nicht funktioniert hat?
Wo sind wir jetzt, was meinen Sie mit hier? Da haben ich den Überblick verloren. Wenn Sie LHC meinen, das funktioniert doch.

Warum sollte es funktionieren, LHC und AL in einen ähnlichen Konkurrenz-Modus wie die einzelnen "Anbieter" unter EW zu bringen und sie gegeneinander auszuspielen?
Präzisierung: Warum sollten die eingesparten Parsonalausgaben höher ausfallen als die Effizienzverluste des Gesamtbetriebs?
Das weiß ich nicht. Da die GW diese Effizienzverluste gerne an geeigneter Stelle als Gegenargument aufführen, hier aber nicht, unterstelle ich, dass es wohl bereits funktioniert. Die Frage wäre, wie hoch sind denn diese Effizientverluste, wenn es sie denn gibt? Wie hoch ist demgegenüber der Benefit? Was bleibt netto übrig?

Ineffizienzen werden nicht strukturiert erfasst. Nur die Gesamteffizienz ist messbar.
Daher können etwaige Effizienzverluste ohne Probleme den Mitarbeitern zugerechnet werden, egal wo sie wirklich herkommen.
Wenn man zur Erzielung des gleichen Umsatzes/Gewinns aufgrund komplexer gewordener Prozesse 10% mehr Arbeitsstunden benötigt, sinkt die Effizienz des einzelnen Mitarbers bei geeigneter Excel-Betrachtungsweise automatisch um 9,1%.
Das versucht man dann in Gehaltsverhandlungen auszugleichen (siehe "auf den Knien").

Dieser Beitrag wurde am 04.04.2021 10:08 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.04.2021 - 19:30 Uhr
Usercontrail55
User (3195 Beiträge)
OK, dann kapier ich wohl die Frage nicht. Klären Sie mich auf ...
Das Produkt generiert aber keinen Umsatz, man generiert Umsatz mit dem Produkt. Da Sie alle möglichen Abteilungen und Gruppen aufgezählt haben, die keinen Umsatz erzeugen war die Frage, wer macht das denn dann?

Ich schrieb "klären Sie mich auf", nicht "stellen Sie Ihre offenbar rhetorisch gemeinte Frage nochmal"...
Nein garnicht, es interessiert mich wirklich. Sie haben das so konkret behauptet "Zunächst mal "generiert" Verwaltung keinen Umsatz" das dem gegenübersteht, wer denn nun genau den Umsatz generiert.
Ich halte die Ansicht dazu für eine essentielle Feststellung im Thema dieses Threads. Denn wenn man sich nicht als gleichberechtigten Teil der Produktionskette verteht, sondern als Primus inter Pares, dann bestimmt es den Umgang mit der Tatsache, dass man auch nur ein austauschbares Glied dieser Kette ist.
Bei dem ein oder andreren hier ist ziemlich offensichtlich, wie er das versteht, Ihre Meinung, nach der Aussage, dazu hätte mich interessiert.
Ich sehe das als völlig gleichberechtigte Partner in der Produktion an. Auch der Hochqulifizierteste braucht ein marktfähiges Produkt, welches sich eine Entwicklungsabteilung überlegt und evaluiert hat, will verwaltet werden, damit das Geld pünltlich auf dem Konto ist. Keiner kann ohne den anderen.

Ja richtig, aber das Produkt ist auch einfacher. Da gibt es zB keine FFPs oder Lounges, mehrere Klassen, Menüwechsel usw. Das muss ja alles entwickelt, kommuniziert und koordiniert werden.

Mal abgesehen davon, dass Lounges, etc kein Cargo Thema sind - da haben Sie Ihren Unterschied zwischen FR und LH...
Sie hatten FR und Lowcoster ins Spiel gebracht. Ich weiß nicht, ob es im Cargobereich LCCs gibt. Nur ein andresr Payscale dürfte da nicht als Kriterium reichen.
Entweder dem Kunden ist ein komplexes "Produkt" mehr wert oder eben nicht.
Ich habe verstanden, dass es nicht um den Unterschied im Produkt geht. Eher das durch interne Prozess eine unnötige Komplexität entsteht. Das eine Jugendherberge anders strukturiet ist als ein 5* Hotel sollte klar sein.
Falls nicht, sollte man das Produkt bei den genannten Punkten anpassen, diese Arbeiten einstellen und dann billiger werden.
Ja, auich das führt zu Entlassungen, aber es ist immer noch fairer als an den bestehenden Verträgen der Mitarbeiter rumzufräsen und die Arbeitsstunde mit unseriösen Methoden billiger pressen zu wollen.
Da sind Sie immer noch eine Antwort schuldig. Was würden Sie denn machen, wenn Sie durch interne Verschlankung und Kostensenkung dem Kostenniveau der Wettbewerber nicht ausreichend begegnen können?
Da schießt sich oben der Kreis. Wenn ich mich für unverzichtbar halte und aus dieser Haltung mich nicht bewege, dann überholt mich der Wettbewerb rechts und links. Auch ohne Corona.
Nein. Daher habe ich die Bezeichnungen gewählt, die das Ganze neutraler beschreiben und Piloten habe ich vermieden.
Naja "Macht der GW" klang jetzt nicht gerade nach Verdi oder IGM.
IGM ist garnicht bei LH, aber UFO schon. Die hatten die GL auch schon auf den Knien

"GL auf den Knien" = Sie mussten mehr zahlen?
Das Ziel jeder Tarifverhandlung ist nun mal ein Abbschluss über Inflationsausgleich.
Dass das LH Management da immer konfrontativ "bis zur letzten Patrone" gegen ankämpft hat denke ich viel mit dem Menschenbild und mit Emotion/Testosteron des Chefs zu tun und nicht immer mit Ratio...
Das ist ein billiges Argument. Wenn es denn so wäre, dann könnte man es für beide Seiten so sehen.

Sicher, der aber erlaubt idR keinen Rückschluss auf "operative Komplexität".
Anders gefragt: Welche Kosten wurden/werden beim Kostrukt EW der operativen Komplexität zugeordnet. Ich bin mir ziemlich sicher diesen Schlüssel gibt es nicht.
Doch, den gibt es schon. ZB eine Basis mit Crews aus beiden AOCs. Da musste man für jedes AOC Reserven vorhalten, da die Crews nicht austauschbar waren. Das resultierte dann ua. in einem Jahresschnitt für eine VZ Stelle von nur gut 500 Blockstunden/Jahr versus üblichen gut 800 Stunden. Da wird dann der hier viel gescholtene Controller stutzig.

Ich meinte Ihre Arbeiten von weiter oben, von denen sie auch nicht wissen wofür die gut sind. Die buchen Sie nicht auf "Komplexität", oder?
Sie haben doch aber ganz konkret nach Beispielen der EW gefragt. Da ich nicht bei EW bin ist meine "gefühlte" Einschätzung meiner Tätigkeit ohne Relevanz. Aber fragt sich nicht jeder mal im Job, was soll das alles hier, was ich mache?

Ineffizienzen werden nicht strukturiert erfasst. Nur die Gesamteffizienz ist messbar.
Aber sicher werden sie das, da geht man mit dem ganz feinen Kamm durch. Wie kommen Sie darauf? Nicht das man nicht immer noch was finden könnte, aber alles ist konstant auf dem Prüfstand. Es wäre naiv zu glauben, dass man mit Personaleinsparungen Prozess- oder Ressourcenineffizienzen kompensieren könnte. Man weiß ja auch wo Ineffizienzen im Vergleich zum Wettbewerb liegen, aber es gibt ja auch strategische Entscheidungen, die das in Kauf nehmen um ein entfernteres Ziel zu erreichen.
Auch hier der Bezug zum Interview im Artikel. Wenn der Überhang, heißt der Job ist weg, abgebaut werden soll und man anbietet erstazweise für AL zu fliegen da dort Bedarf ist, zwar zu AL Bedingungen aber doch bitteschön weiterhin mit LH Vergütung, dann wird klar das bei dieser Wahrnehmung noch eine Menge Konflikt ins Haus steht. Erneut die Frage, wie würden Sie als Arbeitgebenr damit umgehen? Einfach machen und Kostenvorteile aufgeben während um Sie herum immer neue NoName Frachtfirmen entstehen?


Dieser Beitrag wurde am 04.04.2021 19:33 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.04.2021 - 19:43 Uhr
User74 bitte 63
User (137 Beiträge)
Ich finde das war jetzt ein schönes Schluss - "Wort zum Sonntag". Alles wurde schon dreimal hin- und hergekaut. Höchste Zeit mal wieder einen RO 80 minus 80 zu machen.
Beitrag vom 05.04.2021 - 09:34 Uhr
Usergordon
User (3303 Beiträge)


Das unterscheidet doch Lufthansa von Ryanair und nicht wie das Flugzeug von A nach B geflogen wird. Diese Leistung ist nämlich identisch.
>
Dann erzählen Sie als Experte uns doch mal von dieser Leistung? Wie sieht die aus im Detail bei Lh und bei Ryanair? Was muss man alles erfüllen in Assessments, diversen Checks, Simulator Sessions etc.
Dazu in Bezug auf die Operation (Europa vs. Weltweit, Longhaul vs Shorthaul, Etops, etc).
So wie sie das schreiben können Sie das ja beurteilen :)


Am Flughafen HKG gibt es vier Anbieter von Treibstoff mit jeweils unterschiedlichen Preisen. Sollte die LCAG beim teuersten Anbieter kaufen?
Beitrag vom 05.04.2021 - 11:15 Uhr
Usercontrail55
User (3195 Beiträge)
Ich finde das war jetzt ein schönes Schluss - "Wort zum Sonntag". Alles wurde schon dreimal hin- und hergekaut. Höchste Zeit mal wieder einen RO 80 minus 80 zu machen.
Das ist ja das Schöne an RO, das kann jeder, ohne Ruf nach Mutti, für sich selbst praktizieren und dann einen Osterspaziergang machen. Schönen Ostermontag noch.
Beitrag vom 05.04.2021 - 12:02 Uhr
UserEricM
User (3672 Beiträge)


Das unterscheidet doch Lufthansa von Ryanair und nicht wie das Flugzeug von A nach B geflogen wird. Diese Leistung ist nämlich identisch.
>
Dann erzählen Sie als Experte uns doch mal von dieser Leistung? Wie sieht die aus im Detail bei Lh und bei Ryanair? Was muss man alles erfüllen in Assessments, diversen Checks, Simulator Sessions etc.
Dazu in Bezug auf die Operation (Europa vs. Weltweit, Longhaul vs Shorthaul, Etops, etc).
So wie sie das schreiben können Sie das ja beurteilen :)


Am Flughafen HKG gibt es vier Anbieter von Treibstoff mit jeweils unterschiedlichen Preisen. Sollte die LCAG beim teuersten Anbieter kaufen?

Gemäß Ihrer hier geäußerten Theorien kann das gar nicht sein, da alle das exakt gleiche Produkt anbieten und daher alle Kunden immer beim billigsten Anbieter kaufen.
Daher sind die anderen 3 schon lange pleite... und der ehemals Billigste hat jetzt ein Monopol und zieht die Preise an.
Beitrag vom 05.04.2021 - 12:16 Uhr
Usergordon
User (3303 Beiträge)
Am Flughafen HKG gibt es vier Anbieter von Treibstoff mit jeweils unterschiedlichen Preisen. Sollte die LCAG beim teuersten Anbieter kaufen?

Gemäß Ihrer hier geäußerten Theorien kann das gar nicht sein, da alle das exakt gleiche Produkt anbieten und daher alle Kunden immer beim billigsten Anbieter kaufen.
Daher sind die anderen 3 schon lange pleite... und der ehemals Billigste hat jetzt ein Monopol und zieht die Preise an.

Die Realität ist anders, in HKG, in Ihrer Stadt bei den Tankstellen und bei der LCAG, wenn ein Flugbetrieb gesucht wird. Ziehen Preise zu stark an, entsteht ein neues Angebot. So ist das bei austauschbaren Leistungen. Einfach mal vor die Tür gehen und die Augen aufmachen.

Dieser Beitrag wurde am 05.04.2021 12:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.04.2021 - 12:25 Uhr
UserEricM
User (3672 Beiträge)
OK, dann kapier ich wohl die Frage nicht. Klären Sie mich auf ...
Das Produkt generiert aber keinen Umsatz, man generiert Umsatz mit dem Produkt. Da Sie alle möglichen Abteilungen und Gruppen aufgezählt haben, die keinen Umsatz erzeugen war die Frage, wer macht das denn dann?

Ich schrieb "klären Sie mich auf", nicht "stellen Sie Ihre offenbar rhetorisch gemeinte Frage nochmal"...
Nein garnicht, es interessiert mich wirklich. Sie haben das so konkret behauptet "Zunächst mal "generiert" Verwaltung keinen Umsatz" das dem gegenübersteht, wer denn nun genau den Umsatz generiert.
Ich halte die Ansicht dazu für eine essentielle Feststellung im Thema dieses Threads. Denn wenn man sich nicht als gleichberechtigten Teil der Produktionskette verteht, sondern als Primus inter Pares, dann bestimmt es den Umgang mit der Tatsache, dass man auch nur ein austauschbares Glied dieser Kette ist.
Bei dem ein oder andreren hier ist ziemlich offensichtlich, wie er das versteht, Ihre Meinung, nach der Aussage, dazu hätte mich interessiert.
Ich sehe das als völlig gleichberechtigte Partner in der Produktion an. Auch der Hochqulifizierteste braucht ein marktfähiges Produkt, welches sich eine Entwicklungsabteilung überlegt und evaluiert hat, will verwaltet werden, damit das Geld pünltlich auf dem Konto ist. Keiner kann ohne den anderen.

Mir geht es nicht um unwichtige oder wichtige Mitarbeiter, sondern um vermeidbare und unvermeidbare Aufgaben und wie sie sich optimieren lassen.

Ich fand das Beispiel mit den 40 Teilzeitmodellen und den Flügen an Wunschdestinationen für Angestellte 1 x pro Quartal sehr anschaulich.
Dazu kann man nur sagen: Vereinfachung spart Verwaltung und damit Geld. Oder andersrum : Komplexität kostet.
Und diese Art der Komplexität ist für eine Firma genauso schädlich wie ein komplexes EW Konstrukt mit mehreren AOCs und damit mehreren nebeneinanderligenden OPrganisationen, die jede für sich ihren eigenen Overhead verursachen und versuchen zu optimieren statt das gemeinsame Optimum zu finden.

Zusammenfassung: So wie die LH heute aufgestellt ist, ist die Verwaltung in der aktuellen Größe offenbar notwendig.
Vereinfachung würde einen Teil dieser Verwaltungs-Aufgaben aber überflüssig machen.
Auch wenn dazu keine Pilotenjobs gehören, ist für mich ein Pilot nicht mehr und nicht weniger Wert als ein Verwaltungsmitarbeiter.


Ja richtig, aber das Produkt ist auch einfacher. Da gibt es zB keine FFPs oder Lounges, mehrere Klassen, Menüwechsel usw. Das muss ja alles entwickelt, kommuniziert und koordiniert werden.

Mal abgesehen davon, dass Lounges, etc kein Cargo Thema sind - da haben Sie Ihren Unterschied zwischen FR und LH...
Sie hatten FR und Lowcoster ins Spiel gebracht. Ich weiß nicht, ob es im Cargobereich LCCs gibt. Nur ein andresr Payscale dürfte da nicht als Kriterium reichen.
Entweder dem Kunden ist ein komplexes "Produkt" mehr wert oder eben nicht.
Ich habe verstanden, dass es nicht um den Unterschied im Produkt geht. Eher das durch interne Prozess eine unnötige Komplexität entsteht. Das eine Jugendherberge anders strukturiet ist als ein 5* Hotel sollte klar sein.
Falls nicht, sollte man das Produkt bei den genannten Punkten anpassen, diese Arbeiten einstellen und dann billiger werden.
Ja, auich das führt zu Entlassungen, aber es ist immer noch fairer als an den bestehenden Verträgen der Mitarbeiter rumzufräsen und die Arbeitsstunde mit unseriösen Methoden billiger pressen zu wollen.
Da sind Sie immer noch eine Antwort schuldig. Was würden Sie denn machen, wenn Sie durch interne Verschlankung und Kostensenkung dem Kostenniveau der Wettbewerber nicht ausreichend begegnen können?

LH versucht ja gerade keine interne Verschlankung, sondern im Gegenteil setzt zu Personalkosten-Senkung auf einen internen Wettbewerb Mitarbeiter gegen Mitarbeiter und Mitarbeiter gegen Externer.
Dafür wurde die interne Struktur der EW gezielt auf diese Wettbewerbssituation ausgerichtet.
Sie ist mit mehreren redundanten AOCs dadurch komplizierter und schlechter optimierbar als sie sein müsste.
Und das kann trotz geringerer Personalkosten insgesamt mehr kosten als eine tatsächliche interne Verschlankung.

Da schießt sich oben der Kreis. Wenn ich mich für unverzichtbar halte und aus dieser Haltung mich nicht bewege, dann überholt mich der Wettbewerb rechts und links. Auch ohne Corona.
Nein. Daher habe ich die Bezeichnungen gewählt, die das Ganze neutraler beschreiben und Piloten habe ich vermieden.
Naja "Macht der GW" klang jetzt nicht gerade nach Verdi oder IGM.
IGM ist garnicht bei LH, aber UFO schon. Die hatten die GL auch schon auf den Knien

"GL auf den Knien" = Sie mussten mehr zahlen?
Das Ziel jeder Tarifverhandlung ist nun mal ein Abbschluss über Inflationsausgleich.
Dass das LH Management da immer konfrontativ "bis zur letzten Patrone" gegen ankämpft hat denke ich viel mit dem Menschenbild und mit Emotion/Testosteron des Chefs zu tun und nicht immer mit Ratio...
Das ist ein billiges Argument. Wenn es denn so wäre, dann könnte man es für beide Seiten so sehen.

Die Menschen folgen ihren Glaubenssätzen. Auch CEOs...

Sicher, der aber erlaubt idR keinen Rückschluss auf "operative Komplexität".
Anders gefragt: Welche Kosten wurden/werden beim Kostrukt EW der operativen Komplexität zugeordnet. Ich bin mir ziemlich sicher diesen Schlüssel gibt es nicht.
Doch, den gibt es schon. ZB eine Basis mit Crews aus beiden AOCs. Da musste man für jedes AOC Reserven vorhalten, da die Crews nicht austauschbar waren. Das resultierte dann ua. in einem Jahresschnitt für eine VZ Stelle von nur gut 500 Blockstunden/Jahr versus üblichen gut 800 Stunden. Da wird dann der hier viel gescholtene Controller stutzig.

Ich meinte Ihre Arbeiten von weiter oben, von denen sie auch nicht wissen wofür die gut sind. Die buchen Sie nicht auf "Komplexität", oder?
Sie haben doch aber ganz konkret nach Beispielen der EW gefragt. Da ich nicht bei EW bin ist meine "gefühlte" Einschätzung meiner Tätigkeit ohne Relevanz. Aber fragt sich nicht jeder mal im Job, was soll das alles hier, was ich mache?

Ineffizienzen werden nicht strukturiert erfasst. Nur die Gesamteffizienz ist messbar.
Aber sicher werden sie das, da geht man mit dem ganz feinen Kamm durch. Wie kommen Sie darauf? Nicht das man nicht immer noch was finden könnte, aber alles ist konstant auf dem Prüfstand. Es wäre naiv zu glauben, dass man mit Personaleinsparungen Prozess- oder Ressourcenineffizienzen kompensieren könnte. Man weiß ja auch wo Ineffizienzen im Vergleich zum Wettbewerb liegen, aber es gibt ja auch strategische Entscheidungen, die das in Kauf nehmen um ein entfernteres Ziel zu erreichen.
Auch hier der Bezug zum Interview im Artikel. Wenn der Überhang, heißt der Job ist weg, abgebaut werden soll und man anbietet erstazweise für AL zu fliegen da dort Bedarf ist, zwar zu AL Bedingungen aber doch bitteschön weiterhin mit LH Vergütung, dann wird klar das bei dieser Wahrnehmung noch eine Menge Konflikt ins Haus steht. Erneut die Frage, wie würden Sie als Arbeitgebenr damit umgehen? Einfach machen und Kostenvorteile aufgeben während um Sie herum immer neue NoName Frachtfirmen entstehen?

Die LH versucht Personalkosten-Reduktion bei Cargo aktuell mit den gleichen Methoden zu erreichen wie bei EW (mehrere, intern konkurrierende AOCs) schafft dabei aber auch hier eine Situation, in der die Gesamtkosten aufgrund komplexerer Prozesse erhöht werden.

Operation gelungen, Patient tot...

Dieser Beitrag wurde am 05.04.2021 12:27 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.04.2021 - 12:58 Uhr
Usercontrail55
User (3195 Beiträge)
Mir geht es nicht um unwichtige oder wichtige Mitarbeiter, sondern um vermeidbare und unvermeidbare Aufgaben und wie sie sich optimieren lassen.

Ich fand das Beispiel mit den 40 Teilzeitmodellen und den Flügen an Wunschdestinationen für Angestellte 1 x pro Quartal sehr anschaulich.
Dazu kann man nur sagen: Vereinfachung spart Verwaltung und damit Geld. Oder andersrum : Komplexität kostet.
Und diese Art der Komplexität ist für eine Firma genauso schädlich wie ein komplexes EW Konstrukt mit mehreren AOCs und damit mehreren nebeneinanderligenden OPrganisationen, die jede für sich ihren eigenen Overhead verursachen und versuchen zu optimieren statt das gemeinsame Optimum zu finden.
Zweimal Zustimmung. Aber man vergibt keine teuren Privlegien weil man die Spendierhosen anhat, sondern weil die Gegenseite Druck ausübt. Gleiches gilt für die parallel laufenden Produktionen. Das macht man ja nicht weil der CEO gewinnt, der die meisten Flugbetriebe hat, sondern um dem Widerstand der Gegenseite etwas entgegenzusetzen. (Ich habe nichts gegen Privilegien und Widerstand. Das alles muss nur auch bezahlt werden und ich habe eine gewisse Angst um meinen Job. Daher verstehe ich auch, dass die GL Seite sich hier wehrt. Das man das unterschiedlich bewertet, kein Problem)
Zusammenfassung: So wie die LH heute aufgestellt ist, ist die Verwaltung in der aktuellen Größe offenbar notwendig.
Vereinfachung würde einen Teil dieser Verwaltungs-Aufgaben aber überflüssig machen.
Auch wenn dazu keine Pilotenjobs gehören, ist für mich ein Pilot nicht mehr und nicht weniger Wert als ein Verwaltungsmitarbeiter.
Zustimmung.

Das ist ein billiges Argument. Wenn es denn so wäre, dann könnte man es für beide Seiten so sehen.
Die Menschen folgen ihren Glaubenssätzen. Auch CEOs...
Aber auch Gewerkschafter ;-)
Die LH versucht Personalkosten-Reduktion bei Cargo aktuell mit den gleichen Methoden zu erreichen wie bei EW (mehrere, intern konkurrierende AOCs) schafft dabei aber auch hier eine Situation, in der die Gesamtkosten aufgrund komplexerer Prozesse erhöht werden.
Das wissen wir nicht. Einige Teilkosten erhöhen sich, andere werden niedriger. Die Auswirkungen auf die Gesamtkosten sind unklar. Wobei die Lernkurve offensichtlich ist, GW hat man noch für LH Personal geöffnet, AL macht das scheinbar nicht mehr ;-)
Operation gelungen, Patient tot...
Ich hoffe nicht

Dieser Beitrag wurde am 05.04.2021 13:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 05.04.2021 - 14:10 Uhr
Usergordon
User (3303 Beiträge)
Die LH versucht Personalkosten-Reduktion bei Cargo aktuell mit den gleichen Methoden zu erreichen wie bei EW (mehrere, intern konkurrierende AOCs) schafft dabei aber auch hier eine Situation, in der die Gesamtkosten aufgrund komplexerer Prozesse erhöht werden.

Es gibt keinen Grund, das anzunehmen - außer Ihrer Testosteron-Theorie.
Aber warum sollte so gehandelt werde, schließlich ist doch ein guter Teil des Einkommens der Entscheider gewinnabhängig.

Sie haben doch selbst das Beispiel gebracht:

Gemäß Ihrer hier geäußerten Theorien kann das gar nicht sein, da alle das exakt gleiche Produkt anbieten und daher alle Kunden immer beim billigsten Anbieter kaufen.
Daher sind die anderen 3 schon lange pleite... und der ehemals Billigste hat jetzt ein Monopol und zieht die Preise an.

Preise ziehen an, wenn es keine Konkurrenz mehr gibt. Genau aus diesem Grund hat man die Konkurrenz geschaffen. Kein Wunder, bei einer austauschbaren Leistung und einer Gruppe, die selbst stolz von "Korpsgeist" spricht. Und das wird logischerweise so weiter gehen, man hätte halt den Bogen nicht überspannen dürfen.

Wer nicht in einer Welt leben will, in der es nur noch einen Mineralölkonzern, einen Lebensmittelkonzern, einen Auto- oder Fahrradhersteller oder nur einen Smartphonehersteller gibt, der sollte für das Handeln der LCAG oder auch der Lufthansa Verständnis haben. Der Monopolist hat natürlich kein Interesse, das ist schon klar.

Dieser Beitrag wurde am 05.04.2021 14:12 Uhr bearbeitet.
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