Beitrag vom 01.10.2025 - 19:47 Uhr
"Einen Schwerpunkt setzen wir auf unser Drohnenkompetenzzentrum am Flughafen Cochstedt, wo unbemannte Luftfahrtsysteme und deren Resilienz im Einsatz getestet, aber auch Maßnahmen zur Drohnenabwehr erprobt werden."
Da scheint man nun aus dem "Drohnröschenschlaf" erwacht. Wenn es seitens DLR das Drohnenkompetenzzentrum gibt, so stellt sich die Frage der praktischen Kompetenz hinsichtlich der reconnaissance sowie Abwehr der aktuellen Drohnenflüge u.a. über Norddeutschland. Es bleibt mal wieder der touch von Papiertiger. Statt Grundlagenforschung wäre es vielleicht zielstrebiger mal bei Trump Army/Airforce vorstellig zu werden oder mal bei den Israelis zu checken wie mit iron dome recht gute Ergebnisse erzielen.
Erste Versuche hätten sehr gut funktioniert, teilte ein Sprecher des DLR mit.
Wir brauchen schnellstens erprobte Systeme und keine Versuche.
Beitrag vom 01.10.2025 - 21:58 Uhr
Statt Grundlagenforschung wäre es vielleicht zielstrebiger mal bei Trump Army/Airforce vorstellig zu werden oder mal bei den Israelis zu checken wie mit iron dome recht gute Ergebnisse erzielen.
Iron Dome, David's Sling und Arrow 2/3 sind ein kombiniertes System zur Abwehr von ballistischen Kurz- bis Mittelstrecken-Raketen.
Nicht gegen kleine Drohnen.
Genausogut könnten Sie versuchen, mit Schiffsartillerie angreifende Flugzeuge zu treffen.
Erste Versuche hätten sehr gut funktioniert, teilte ein Sprecher des DLR mit.
Wir brauchen schnellstens erprobte Systeme und keine Versuche.
Weder die Amerikaner noch die Israelis haben erprobte Systeme gegen diese Bedrohung in der Schublade (oder im Hangar). Sonst wären sie schon längst in der Ukraine im Einsatz.
Dieser Beitrag wurde am 01.10.2025 21:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.10.2025 - 22:30 Uhr
Statt Grundlagenforschung wäre es vielleicht zielstrebiger mal bei Trump Army/Airforce vorstellig zu werden oder mal bei den Israelis zu checken wie mit iron dome recht gute Ergebnisse erzielen.
Iron Dome, David's Sling und Arrow 2/3 sind ein kombiniertes System zur Abwehr von ballistischen Kurz- bis Mittelstrecken-Raketen.
Nicht gegen kleine Drohnen.
Genausogut könnten Sie versuchen, mit Schiffsartillerie angreifende Flugzeuge zu treffen.
Erste Versuche hätten sehr gut funktioniert, teilte ein Sprecher des DLR mit.
Wir brauchen schnellstens erprobte Systeme und keine Versuche.
Weder die Amerikaner noch die Israelis haben erprobte Systeme gegen diese Bedrohung in der Schublade (oder im Hangar). Sonst wären sie schon längst in der Ukraine im Einsatz.
Wäre das so? Warum bekommt die Ukraine dann (gar)nichts aus Israel?
Abgesehen davon haben die Störsender welche die USA den Bradleys mitgegeben haben bei deren Einsätzen ganz gut funktioniert aber man benutzt die eben nicht andauernd um die Wirkung nicht zu untergraben.
Beitrag vom 01.10.2025 - 22:32 Uhr
Herzlichen Glückwunsch DLR,
die Fraunhofer Gesellschaft bedankt sich für die tolle Werbung.
Beitrag vom 02.10.2025 - 16:52 Uhr
Ich kann mich noch an einen Vorfall erinnern, bei dem ein deutscher VFR-Pilot ohne Flugplan kurz über österreichischem Gebiet unterwegs war und deshalb hinterher Probleme mit der Flugaufsicht bekam, die seinen Weg per Radar-Ortung präzise nachzeichnen konnte.
Von ähnlichen Aufzeichnungen bei Drohnenflügen hört und liest man bisher nichts.
Gut, das Radarecho einer C172 mag deutlicher sein als die eines 3-Meter-Flüglers, aber andererseits sollten militärische Luftraumbeobachter doch eigentlich diesbezüglich Gelegenheitssheriffs schon ohne Alarmstufe überlegen sein. Insbesondere sollte doch bekannt sein, wohin sich die Drohnen **nach** dem Überflugereignis verziehen, insbesondere wenn sie eine kleine Ewigkeit Platzrunden schrubben.
Es ist leider auch nichts davon bekannt geworden, dass Polizeihubschrauber wenigstens einmal so einem Drohnenschwarm gefolgt wären. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dies noch nie der Fall gewesen wäre. Gut, bei Nacht funktioniert optische Ortung nicht mehr, aber die meisten Vorfälle geschahen tagsüber.
Warum sollen wir glauben, für den Verbleib geschweige denn der Herkunft der Drohnen gäbe es keine handfesten Hinweise? Jede angebliche UFO-Sichtung scheint da akribischer aufgearbeitet zu werden.
Beitrag vom 02.10.2025 - 17:12 Uhr
Ich kann mich noch an einen Vorfall erinnern, bei dem ein deutscher VFR-Pilot ohne Flugplan kurz über österreichischem Gebiet unterwegs war und deshalb hinterher Probleme mit der Flugaufsicht bekam, die seinen Weg per Radar-Ortung präzise nachzeichnen konnte.
Meiner Erfahrung nach wird in der Presse auch eine Aufzeichnung von Transponderdaten, also das, was man bei Flightradar24 sieht, oftmals fälschlich als "Radardaten" bezeichnet.
Von ähnlichen Aufzeichnungen bei Drohnenflügen hört und liest man bisher nichts.
Eine C172 hat eine Außenhaut aus Aluminium, das strahlt prima zurück. Auch ein klassischer Kolbenmotor hat ein ordentliches Radarecho.
Eine Drohne (ein Multicopter) hat nicht nur eine deutlich geringere Masse, sondern diese ist auch mehrheitlich nicht-metallisch. ABS und Carbon-Verbundwerkstoffe dominieren die Struktur und Lipozellen auf Polymerbasis das Gewicht.
Die Motoren sind im Vergleich zur Cessna winzig (ein paar cm im Durchmesser).
Ich glaube nicht, dass selbst eine große Drohne ein sinnvolles Echo auf einem aktiven Radar abgibt.
Es ist leider auch nichts davon bekannt geworden, dass Polizeihubschrauber wenigstens einmal so einem Drohnenschwarm gefolgt wären.
Ich würde jetzt auch keinen Hubschrauber und seine Besatzung dem Risiko der Kollision mit eine Drohne aussetzen wollen ...
Dieser Beitrag wurde am 02.10.2025 17:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.10.2025 - 18:27 Uhr
@EricM
Ich würde jetzt auch keinen Hubschrauber und seine Besatzung dem Risiko der Kollision mit eine Drohne aussetzen wollen ...
@aus einer Stellungnahme der Bundeswehr, Zitat aero
"In die Luft zu schießen, verbietet sich im Grunde genommen, weil Projektile oder Teile davon außerhalb der Kaserne einschlagen können. Dann könnten Menschen gefährdet oder Dinge zerstört werden."
Das ist eine Bankroterklärung des Militärs in Hinblick auf den Selbstschutz. Was wollen wir eigentlich ? Unseren Luftraum gegen sicher nicht friedliche Eindringlinge schützen oder schicksalhaft und wehrlos warten bis es richtig knallt.
Beitrag vom 02.10.2025 - 20:55 Uhr
@EricM
Ich würde jetzt auch keinen Hubschrauber und seine Besatzung dem Risiko der Kollision mit eine Drohne aussetzen wollen ...
@aus einer Stellungnahme der Bundeswehr, Zitat aero
"In die Luft zu schießen, verbietet sich im Grunde genommen, weil Projektile oder Teile davon außerhalb der Kaserne einschlagen können. Dann könnten Menschen gefährdet oder Dinge zerstört werden."
Das ist eine Bankroterklärung des Militärs in Hinblick auf den Selbstschutz. Was wollen wir eigentlich ? Unseren Luftraum gegen sicher nicht friedliche Eindringlinge schützen oder schicksalhaft und wehrlos warten bis es richtig knallt.
A) Ich schrieb von Polizeihubschraubern, nicht von Militär.
B) Wir reden von bisher nichts anderem als unbewaffneten zivilen Drohnen.
Natürlich könnte das Militär rein technisch Drohnen abschießen, aber zum einen darf die Bundeswehr nicht im Inneren eingesetzt werden, außer im Verteidigungsfall. Zum anderen sollte man sich ja durchaus gut überlegen, ob man auch mögliche zivile Opfer oder Schäden in Kauf nimmt, nämlich da, wo die verschossene Munition wieder runter kommt.
Ich halte die Aussage der Bundeswehr da für sehr valide.
Und aktuell sehe ich zumindest keinen Grund, nach Waffengewalt, Bundeswehr im Inneren oder sonstigen hektischen Aktionen zu rufen.
Diese Art Hysterie ist doch das Einzige was, was diese Provokationen bewirken sollen.
Dieser Beitrag wurde am 02.10.2025 20:58 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.10.2025 - 21:13 Uhr
@EricM
Ich würde jetzt auch keinen Hubschrauber und seine Besatzung dem Risiko der Kollision mit eine Drohne aussetzen wollen ...
@aus einer Stellungnahme der Bundeswehr, Zitat aero
"In die Luft zu schießen, verbietet sich im Grunde genommen, weil Projektile oder Teile davon außerhalb der Kaserne einschlagen können. Dann könnten Menschen gefährdet oder Dinge zerstört werden."
Das ist eine Bankroterklärung des Militärs in Hinblick auf den Selbstschutz. Was wollen wir eigentlich ? Unseren Luftraum gegen sicher nicht friedliche Eindringlinge schützen oder schicksalhaft und wehrlos warten bis es richtig knallt.
Die Stellungnahme des Militärs bezieht sich auf den Fall von Drohnen im Friedensfall oder zumindest noch einen nicht sicheren ernsthaften Angriff. Militärische Abwehrwaffen sind da sowohl von der Gefahr für die Bevölkerung als auch von der politischen Entscheidung her bisher gottseidank ungeeignet.
Zudem sind die Drohnen heute so klein und zahlreich vorhanden das es noch nirgendwo sichere Abwehrmethoden gibt. Ob es da einmal praktikabler Methoden gibt wird sich zeigen. Eigentlich solte bei diesem Thema bei Verteidigunngsexperten schon lange die Alarmglocken klingen.
Beitrag vom 03.10.2025 - 10:25 Uhr
Zudem sind die Drohnen heute so klein und zahlreich vorhanden das es noch nirgendwo sichere Abwehrmethoden gibt. Ob es da einmal praktikabler Methoden gibt wird sich zeigen. Eigentlich solte bei diesem Thema bei Verteidigunngsexperten schon lange die Alarmglocken klingen.
Die Glocken läuten Sturm, aber die einen sind schwerhörig und die anderen wollen nicht hören.
Beitrag vom 03.10.2025 - 11:17 Uhr
@EricM
B) Wir reden von bisher nichts anderem als unbewaffneten zivilen Drohnen.
Da scheinen Sie besser informiert als Polizei und Militär - die wissen nämlich nichts über die Intruder und deren Ausrüstung. Es handelt sich übrigens auch nicht um kleine "Modellflugzeuge"
Zitate aus aero
Die Beamten der Landes- und Bundespolizei hätten das Gelände überwacht und nach Flugobjekten sowie Verdächtigen abgesucht - ohne Erfolg. Auch ein Polizeihubschrauber war demnach im Einsatz.
Demnach hätten sich am Montag mehrere verdächtige große Drohnen "koordiniert und zusammenhängend" im Bereich des Überseehafens Rostock bewegt. In Sanitz sollen vergangenen Donnerstag Drohnen gesichtet worden sein. Das Marinekommando in Rostock soll einen Tag später betroffen worden sein.
Beitrag vom 03.10.2025 - 11:55 Uhr
@EricM
B) Wir reden von bisher nichts anderem als unbewaffneten zivilen Drohnen.
Da scheinen Sie besser informiert als Polizei und Militär - die wissen nämlich nichts über die Intruder und deren Ausrüstung.
Mir ist schon klar, dass einige Medien hier bereits von "Luftangriffen" oder "Drohnenalarm" in Deutschland" schreiben.
Bisher haben wir es nur mit Drohnensichtungen zu tun. Die Drohnen haben keinerlei feindliche oder gewalttätige Aktionen ausgeführt.
Noch vor 6 Monaten haben hier alle bei derartigen Berichten auf unverantwortliche Drohnenpiloten geschimpft und härtere Strafen für diese Idioten gefordert.
Plötzlich ist aber jede Drohnensichtung gleich ein russischer Angriff.
Ich halte das für medial erzeugte Hysterie, in der die eigentlichen Aktionen der hybriden russischen Aktionen vielleicht sogar die Minderheit ausmachen.
Es handelt sich übrigens auch nicht um kleine "Modellflugzeuge"
Wenn in der Pressemitteilung "Drohne" steht, war es wohl ein Multiccopter.
Bei "großer" Drohne werde ich schon misstrauisch, da ein Beobachter die Größe eines Fluggeräts nur anhand der geschätzten Entfernung indirekt abschätzten kann.
Geht man davon aus, es sei weiter weg, wird es automatisch größer wahrgenommen.
Dieser Beitrag wurde am 03.10.2025 11:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.10.2025 - 13:23 Uhr
@EricM es ist tatsächlich noch schlimmer.
Die mediale Hysterie ist das Hauptziel der Russen.
Die ängstlichen Deutschen sind nämlich die einzigen Europäer welche Putin überhaupt noch beeindrucken kann.
In anderen Ländern lacht man über den und dort gibt es auch weniger solcher "Vorfälle" obwohl die wesentlich näher an Russland liegen.
Beitrag vom 03.10.2025 - 14:06 Uhr
@EricM es ist tatsächlich noch schlimmer.
Die mediale Hysterie ist das Hauptziel der Russen.
Die ängstlichen Deutschen sind nämlich die einzigen Europäer welche Putin überhaupt noch beeindrucken kann.
In anderen Ländern lacht man über den und dort gibt es auch weniger solcher "Vorfälle" obwohl die wesentlich näher an Russland liegen.
Mit Verlaub, aber das ist Quatsch !
Weder die Polen, die Dänen, die Balten etc. 'lachen darüber'. Die nehmen das genauso ernst.
Ich denke nur das die bei Gegenmaßnahmen etwas schneller sein werden.
Beitrag vom 04.10.2025 - 11:20 Uhr
Hier noch ein Zitat aus der NZZ über eine ready to use Antidrohnenwaffe - während sich die DLR im Forschungsstadium befindet.
"Der in Canberra entwickelte Hochenergie-Laser der Firma Electro Optic Systems (EOS) ist eines der Geräte, das derzeit für internationales Aufsehen sorgt. Der Laser, intern "Apollo" genannt, kann nach Firmenangaben Dutzende Drohnen pro Minute neutralisieren, und das zu sehr niedrigen Stückkosten: rund einem Dollar pro Schuss. Damit ist das System schneller und deutlich preiswerter als klassische Abwehrmunitionssysteme. Das System deckt alle Richtungen ab, auch nach oben, und ist so flexibel, dass es auf Fahrzeugen oder in Containern eingesetzt werden kann. Ein westliches Nato-Land hat die Technologie bereits geordert, um seine Flugabwehr zu verstärken."