Beitrag vom 02.02.2026 - 17:06 Uhr
Nach Aufzeichnungen von "Flightradar24" zog die Crew den Flug im Anschluss durch.
Der Schalter, der in dem Air India 171 Absturz zentral war, springt angeblich tatsächlich ohne Betätigung raus - 2 Mal - wieder bei Air India - und die Piloten starten trotzdem zu einem Interkont-Flug?
Zu viel Zufall und zu laxe Reaktion der Piloten um glaubhaft zu sein. Glaub ich so nicht...
Dieser Beitrag wurde am 02.02.2026 18:10 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 02.02.2026 - 19:41 Uhr
Bei reproduzierbaren Fehlern gibt es keinen Grund für Voreingenommenheit.
Beitrag vom 02.02.2026 - 19:50 Uhr
Macht schon etwas nachdenklich, dass wieder so ein Eigenleben des Schalters auftritt, just in time zum Unfallbericht des Fluges 171 und dass man trotzdem fliegt. Honi soit qui mal y pense.
Beitrag vom 02.02.2026 - 23:04 Uhr
Macht schon etwas nachdenklich, dass wieder so ein Eigenleben des Schalters auftritt, just in time zum Unfallbericht des Fluges 171 und dass man trotzdem fliegt. Honi soit qui mal y pense.
Ja genau. Und die Piloten haben nie von dem Absturz samt vermuteter Ursachen gehört und fliegen dann einfach weiter. Und das zu einem Zeitpunkt, wo vermeldet wird, dass die indischen Ermittler sich weg von technischer Ursache hin zu anderen Möglichkeiten orientieren...
Beitrag vom 02.02.2026 - 23:06 Uhr
Beitrag vom 02.02.2026 - 23:34 Uhr
Der brave gläubiger Inder begeht keine Selbsttötung plus mehrfachen Mord...
Der normale indische Ingenieur durchschaut doch in Sekunden eine so einfache Konstruktion von Boeing/Honeywell...
Beides muss aber - ist - richtig sein!
Beitrag vom 03.02.2026 - 15:35 Uhr
So langsam weiß man offen gesagt nicht mehr, was man von diesen Nachrichten aus der indischen Luftfahrt eigentlich halten soll. Wenn man sich die Berichte und Kommentare in den einschlägigen Foren zu diesem Vorfall durchliest dann gewinnt man den Eindruck, dass hier zwei Interpretationsmöglichkeiten vorliegen.
- Entweder die Piloten dieses Fluges sind nach diesem Vorfall "einfach so" und ohne die Maintenance zu kontaktieren von London nach Bengaluru geflogen mit einer Kabine voll mit Passagieren und der Cabin Crew - dann wäre das absolut fährlässig gewesen (oder wie sonst sollte man das dann zutreffend benennen?).
- Oder dieser Bericht wurde von den Piloten "gefaked", um im Fall des Absturzes der 787 von Air India im letzten Jahr die öffentliche Aufmerksamkeit und die Ermittlungen (wie soll man das jetzt zutreffend benennen?) auf Boeing zu verlagern. Dann hätte das eine nachgerade strafrechtliche Relevanz.
Jedenfalls vermittelt sich der Eindruck, dass irgendetwas bei Air India überhaupt nicht stimmt.
Dieser Beitrag wurde am 03.02.2026 15:37 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 03.02.2026 - 18:29 Uhr
@Nicci,
auch diese 787-8 (nicht 787-9!) wurde nach dem Unfall überprüft oder sollte überprüft werden.
Wurden diesmal die black-box Daten gesichert?
Auf alle Fälle hat Air Indias nun ein grosses Problem: Ungenügende Sicherheitskultur.
Beitrag vom 03.02.2026 - 20:05 Uhr
@Nicci,
auch diese 787-8 (nicht 787-9!) wurde nach dem Unfall überprüft oder sollte überprüft werden.
Wurden diesmal die black-box Daten gesichert?
Auf alle Fälle hat Air Indias nun ein grosses Problem: Ungenügende Sicherheitskultur.
In der Tat. Wenn man einmal den betroffenen Piloten vertraut, dass dieser Vorfall so passiert ist wie anschließend von ihnen berichtet, warum auch immer, dann stellt sich da trotzdem die Frage nach der Sicherheitskultur - und zwar ganz massiv.
Im Übrigen, einfach einmal geraten - und wenn ich den betroffenen Piloten damit Unrecht tuen sollte, dann tut es mir wirklich leid: Nein, die CVR-Daten aus London wurden natürlich nicht gesichert. Der FDR sollte jedoch noch entsprechende Aufzeichnungen des Vorfalls auslesbar gespeichert haben.
Was den Absturz anbelangt: Da weiß außer vielleicht ein paar Insidern niemand was eigentlich derzeit wirklich der Sachstand der Ermittlungen ist. Die Verschwörungserzählungen gehen daher im Netz inzwischen entsprechend viral und alle möglichen Leute pushen dabei ihre Variante der Story. Das ist inzwischen zu einem eigenen Problem der Sicherheitskultur geworden weil es Verunsicherung schafft wo klare, empirisch basierte Feststellungen nötig wären - und sei es gegebenenfalls nur die, dass momentan noch keine zureichenden Fakten vorliegen, um den Absturz hinreichend zu erklären.
Dieser Beitrag wurde am 03.02.2026 20:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.02.2026 - 07:50 Uhr
Auf Avherald gibt es mehr Details: offenbar hat der Verriegelungsmechanismus des linken Schalters nicht richtig funktioniert, was offenbar ein seit 2018 bekanntes Problem bei ähnlichen Schaltern in der 737 ist. Ein selbsttätiges Umkippen des Schalters konnte nicht beobachtet werden. Ob es angebracht ist, in dieser Situation den Flug durchzuführen (mit einem Schalter der auf "off" kippen kann wenn man ihn berührt) ist zumindest fraglich...
Beitrag vom 04.02.2026 - 08:10 Uhr
Ein bisschen weit hergeholt, das Problem der 737 (deren Schalter sind im Übrigen nicht ähnlich sondern identisch) war, dass der Verriegleung Mechanismus, ein aufschraubbarer/auflegbarer Ring mit Verdrehsicherung, falsch herum montiert war, der hat nämlich eine Nase mit einer geraden Flanke und schrägen Flanke (
https://static.india.com/wp-content/uploads/2025/07/QT-fuel-control-switch-BEFUN.jpg), wenn man den eine halbe Umdrehung verdreht einbaut, zeigt die schräge Flanke nach oben und der Schalter verriegelt nicht. Die B787, die hier betroffen war, wurde aber laut AI und den Behörden direkt nach dem Unfall genau auf diesen Fehler hin untersucht. Da der Lock Ring sich, einmal eingebaut, nicht mehr verdrehen kann und die Inspektionen an der gesamten Boeing Flott von AI nach dem Unfall ohne Befund war, ist das wohl kaum ein Erklärung.
Und das ist hier auch bestätigt. Der Schalter hatte keinen Defekt.
https://www.bbc.com/news/articles/c8e5zwndddyo
Es gibt keine Beweise für ein technisches Versagen an der AI171 (Die Schalter waren auch nach dem Absturz und den enormen Kräften, sicher in der Run Position verriegelt) es gab keine auffälligen Schalter mehr in der weltweiten Boeing Flotte nach den MontageFehlern aus 2018.
Und auch hier gab es wieder keine Findings.
Die Untersuchungsbehörden in Indien, tendieren inzwischen auch in die unschöne Richtung, die das NTSB schon vor Monaten suggeriert hat.
Der Rest sind dann Kulturelle Befindlichkeiten Udn die Frage, wie kann man das, sollte sich das bewahrheiten, in Zukunft vermeiden ohne sich weitere Probleme einzubauen
Beitrag vom 04.02.2026 - 09:04 Uhr
Danke für die Information, dass es genau der gleiche Schalter ist.
Kann der Schalter elektrisch auf "on" sein, ohne dass er eingerastet ist? Normalerweise muss man ja den Schalter hochziehen um ihn bewegen zu können, und er "fällt" dann in eine der beiden Positionen, je nachdem ich welche Richtung man den Schalter gekippt hat. Wenn jetzt irgendein anderes mechanisches Problem dazu führen würde, dass der Schalter in der "on"-Position nicht einrasten kann und auf der Erhöhung im Ring sitzen bleibt, wäre der Schalter tatsächlich in einer labilen Lage, wo eine leichte Berührung zum Umkippen nach "off" führen würde. Einfach so als Beispiel, dass es auch andere Gründe für das von den Piloten berichtete Verhalten geben könnte als einen verdrehten Ring, was ja offenbar überprüft und ausgeschlossen wurde.
Grundsätzlich würde ich zuerst mal den Pilotenbericht ernst nehmen und nicht gleich unlautere Motive vermuten. Ob diese Schalter manchmal nicht so sicher in der "on"-Position bleiben, wie sie sollten, muss unvoreingenommen untersucht werden. Alles andere wäre fahrlässig.
Beitrag vom 04.02.2026 - 11:27 Uhr
Natürlich wird und wurde das überprüft und es wurde vormals und auch diesmal kein Fehler gefunden.
Solche Schalter nach MIL Standard haben enorme Anforderungen an Schaltgenauigkeit und Fehlertoleranz/ Fehlerhäufigkeit. Und dieser Schalter wird seit Ewigkeiten in Boeing Flugzeugen aller Programme in verschiedenen Funktionen/Systemen, mit und ohne Ring, verbaut und er macht keine Probleme.
Kein Kunde dieser Welt berichtet Probleme, (Ausser dem falsch orientierten Lock Ring, was letztlich eine limitierte Zahl von Flugzeugen betraf) Dieser Schalter schaltet sauber, hält nahezu ewig und ist nicht auffällig.
Von daher ist eine "Häufung", wie hier bei Air India (suggeriert bei AI171 und jetzt schon wieder) mehr als unwahrscheinlich. Insbesondere weil es isoliert bei AI auftritt.
Zumal jeder Pilot, mit dem Hintergrundwissen um die Interpretation seitens der Gewerkschaften (Dieser Schalter und ein elektrisches Problem haben den Absturz verursacht) einen Flug sofort verweigern hätte müssen. Auch wenn es dafür kein Procedure gibt. Niemand fliegt doch heute los, wenn der CutOff Switch/MasterLever(Airbus) nicht sauber verriegelt.
Und nein, dieser Schalter kann nicht auf On sein und nicht einrasten, dann hätte er keine Flugzeugzulassung
Dieser Beitrag wurde am 04.02.2026 11:29 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 04.02.2026 - 22:52 Uhr
Ein bisschen weit hergeholt, das Problem der 737 (deren Schalter sind im Übrigen nicht ähnlich sondern identisch) war, dass der Verriegleung Mechanismus, ein aufschraubbarer/auflegbarer Ring mit Verdrehsicherung, falsch herum montiert war, der hat nämlich eine Nase mit einer geraden Flanke und schrägen Flanke (
https://static.india.com/wp-content/uploads/2025/07/QT-fuel-control-switch-BEFUN.jpg), wenn man den eine halbe Umdrehung verdreht einbaut, zeigt die schräge Flanke nach oben und der Schalter verriegelt nicht. Die B787, die hier betroffen war, wurde aber laut AI und den Behörden direkt nach dem Unfall genau auf diesen Fehler hin untersucht. Da der Lock Ring sich, einmal eingebaut, nicht mehr verdrehen kann und die Inspektionen an der gesamten Boeing Flott von AI nach dem Unfall ohne Befund war, ist das wohl kaum ein Erklärung.
Und das ist hier auch bestätigt. Der Schalter hatte keinen Defekt.
https://www.bbc.com/news/articles/c8e5zwndddyo
Es gibt keine Beweise für ein technisches Versagen an der AI171 (Die Schalter waren auch nach dem Absturz und den enormen Kräften, sicher in der Run Position verriegelt) es gab keine auffälligen Schalter mehr in der weltweiten Boeing Flotte nach den MontageFehlern aus 2018.
Und auch hier gab es wieder keine Findings.
Die Untersuchungsbehörden in Indien, tendieren inzwischen auch in die unschöne Richtung, die das NTSB schon vor Monaten suggeriert hat.
Der Rest sind dann Kulturelle Befindlichkeiten Udn die Frage, wie kann man das, sollte sich das bewahrheiten, in Zukunft vermeiden ohne sich weitere Probleme einzubauen
Wenn das tatsächlich der Sachstand der Ermittlungen sein sollte, dann wäre es wichtig, diesen entsprechend amtlich zu verlautbaren. Bisher gibt es immer noch nur den Preliminary Report als einzige amtliche Verlautbarung zu dem Absturz und dieser beantwortet die Frage nach der Ursache, warum die Switches in die Cutoff-Position gingen, eben nicht. Irgendwelche Durchstechereien an die Presse sind keine amtlichen Verlautbarungen. Dass es bisher nur bei Air India zu solchen Vorkommnissen kam oder gekommen sein soll ist ebensowenig Beleg für die Richtigkeit der These vom erweiterten Pilotensuizid als Absturzursache von AI171 wie die Durchstechereien von FAA und NTSB. Die neuesten Durchstechereien aus indischen Behörden können eine solche amtliche Verlautbarung ebenfalls nicht ersetzen.
Es sind zudem nicht nur die indische Piloten-Gewerkschaft und kulturelle Befindlichkeiten in Indien, die Sturm gegen die These eines sogenannten erweiterten Pilotensuizids als Absturzursache von AI171 laufen. Da gibt es "Aviation Safety Organizations", die sich unter anderem das Gehör des US-Kongresses und zumindest die verbale Unterstützung diverser US-Senatoren verschafft haben. Im Netz gehen die Verschwörungserzählungen über die Ursache des Absturzes inzwischen global viral und unter den Erzählern sind leibhaftige Flugkapitäne - und nicht nur solche aus Indien. Auch der Herausgeber des Aviation Herald trommelt massiv gegen die These des sogenannten erweiterten Pilotensuizids. Das ist mithin längst kein isoliert indisches Phänomen mehr.
Möglich würde das nur durch den Mangel an Transparenz der zuständigen indischen Flugunfalluntersuchungsbehörde, der gewissermaßen der Gate-Opener für eine diskursive Fiktionalisierung des Ereignisses war, die inzwischen selbst zu einem Problem geworden ist weil sie wie erwähnt Verunsicherung schafft.
Dieser Beitrag wurde am 04.02.2026 22:59 Uhr bearbeitet. Beitrag vom 05.02.2026 - 06:52 Uhr
Wenn das tatsächlich der Sachstand der Ermittlungen sein sollte, dann wäre es wichtig, diesen entsprechend amtlich zu verlautbaren. Bisher gibt es immer noch nur den Preliminary Report als einzige amtliche Verlautbarung zu dem Absturz und dieser beantwortet die Frage nach der Ursache, warum die Switches in die Cutoff-Position gingen, eben nicht.
Ja das wird ja auch kommen, aber eben nach den Vorschriften der Unfalluntersuchung. Und zwar ICAO ANNEX 13. Und die sehen nach dem Preliminary Report binnen 3 Jahren den Abschlussreport vor und KEINE weiteren Reports, es kann noch weitere Reports geben (muss es aber nicht), wenn dringende Maßnahmen zur Wiederholungsvermeidung nötig sind. Diese Dinge kommen nur an die Medien, weil die Gewerkschaften und einige andere Akteure in Indien, diese Untersuchung mit Gerichtsverfahren torpedieren und zur voreiligen Herausgabe von Informationen zur Unterlassung von Vermutungen usw zwingen. Da wird ein derartiger Druck auf die Ermittler aufgebaut, dass der Bericht höchstwahrscheinlich nicht objektiv sein wird (kann ich rein menschlich vollkommen nachvollziehen)
Eigentlich sind die Untersuchungsbehörden nach ICAO also UN Richtlinien gegen jede Beeinflussung von Aussen zu schützen, in Deutschland MÜSSTE jedes Gericht jedwede Klage gegen die Behörde abweisen und es wird sich dann mit dem Inhalt des Abschluss Berichtes befassen. Der Preliminary Report ist eine Faktensammlung, er DARF gar keine Schlußfolgerungen enthalten. Das tut er auch dem UPS Unfall nicht, er beschreibt nur die gesicherten Fakten.
Wenn Sie das also bemängeln, dann empfehle ich eine Lektüre des ICAO Annex 13 (
https://elibrary.icao.int/product/475561).
Und zu dem Sturmlaufen. Niemand Offzielles hat bisher das das Wort erweiterter Pilotensuizid in den Mund genommen, es gibt nur keine technische Erklärung dafür, dass beiden Cut Off Switche binnen 1 Sekunden zunächst auf CutOff und dann wieder auf Run springen. Bislang hat man noch keine Fehlerkombination gefunden, die zu dem Ergebnis führen würde (Denn dann hätte es zu Vermeidung einen Zwischenbericht zwischen Preliminary Report und Abschlussbericht gegeben)
Die NTSB hat nur festgestellt, dass die CutOff Switche auch nach dem Aufprall sicher verriegelt waren, und in den Daten keine Anhaltspunkte für eine Fehlerkette zu finden sind. (Reine Faktenfeststellung) Daraus haben dann Medien, Anwälte usw. die Suizidvariante gemacht.
Auch ich habe, ganz bewusste, nie das Wort Suizid benutzt. Es tendiert leider in die Richtung, (leider, weil es nicht technisch zu lösen ist) aber es ist nicht gesichert, bis der Abschlussbericht herauskommt und ein Gericht diesen anerkennt (ICAO Annex 13)
Dieser Beitrag wurde am 05.02.2026 06:54 Uhr bearbeitet.