Community / / Airbus stellt Verbleib in Großbrita...

Beitrag 1 - 11 von 11
Beitrag vom 24.01.2019 - 10:13 Uhr
Userdaniel1138
User (437 Beiträge)
Dafür, dass man lediglich für einen mickrigen Monat Puffer hat, spuckt Enders ganz schön große Töne. Wie schnell glaubt er denn die Flügelproduktion aus UK abziehen zu können?
Beitrag vom 24.01.2019 - 10:29 Uhr
Userconaly
User (13 Beiträge)
Auch nach dem Brexit wird sich erstmal nichts ändern. Da werden halt zur Not Zölle beim ausfliegen bezahlt, bis Werke in anderen Ländern stehen. Ist ja nicht so, als ob dann plötzlich UK von der Außenwelt abgeschnitten wäre.
Beitrag vom 24.01.2019 - 11:02 Uhr
UserRunway
User (2618 Beiträge)
Dafür, dass man lediglich für einen mickrigen Monat Puffer hat, spuckt Enders ganz schön große Töne. Wie schnell glaubt er denn die Flügelproduktion aus UK abziehen zu können?

Stimmt absolut. Selbst 12 Monate Puffer wären mickrig wenn man voll verlegen will. M. E. wäre eine volle Verlegung selbst mittelfristig Illusion. Die Briten haben da viel Erfahrung die auch zwingend notwendig ist denn Flügel sind nun mal keine Coladosen. Ist mehr der Versuch einer politischen Einflusssnahme.
Beitrag vom 24.01.2019 - 12:11 Uhr
Userrasch
😊
User (152 Beiträge)
Dafür, dass man lediglich für einen mickrigen Monat Puffer hat, spuckt Enders ganz schön große Töne. Wie schnell glaubt er denn die Flügelproduktion aus UK abziehen zu können?

Stimmt absolut. Selbst 12 Monate Puffer wären mickrig wenn man voll verlegen will. M. E. wäre eine volle Verlegung selbst mittelfristig Illusion. Die Briten haben da viel Erfahrung die auch zwingend notwendig ist denn Flügel sind nun mal keine Coladosen. Ist mehr der Versuch einer politischen Einflusssnahme.

Das ist mehr als nur ein Versuch politischer Einflussnahme. Ich denke mittel- und langfristig werden Investentscheidungen dazu führen das mehr und mehr Funktionen nach innerhalb der EU verlagert werden bzw. dort entstehen. Wobei es aus meiner Sicht keine besondere Rolle spielen dürfte ob geregelt oder nicht... Schlecht für die Arbeitsplätze in GB ist es auf jeden Fall. Schliesslich ist der Konzern D/F dominiert.

Beitrag vom 24.01.2019 - 12:53 Uhr
UserFendant
User (30 Beiträge)
Sowohl Broughton als auch Filton sind vornehmlich Montagewerke. Die Auslieferungen nach Toulouse und Hamburg werden durch die Airbus Belugas vorgenommen. Es ist davon auszugehen, dass Airbus diesen Lieferprozess auch in Zukunft im Griff hat.
Was die Brexit Clowns übersehen, ist die Zulieferkette. Beide Werke verbauen Teile die aus mehr als 20 Staaten auf dem See- oder Landweg zugeliefert werden. Wenn nur 1 Teil fehlt, kann der Flügel nicht montiert werden. Hier liegt der Kern des Problems.
Beitrag vom 24.01.2019 - 15:20 Uhr
Userfuesioterrapoit
User (13 Beiträge)
Dafür, dass man lediglich für einen mickrigen Monat Puffer hat, spuckt Enders ganz schön große Töne. Wie schnell glaubt er denn die Flügelproduktion aus UK abziehen zu können?

Stimmt absolut. Selbst 12 Monate Puffer wären mickrig wenn man voll verlegen will. M. E. wäre eine volle Verlegung selbst mittelfristig Illusion. Die Briten haben da viel Erfahrung die auch zwingend notwendig ist denn Flügel sind nun mal keine Coladosen. Ist mehr der Versuch einer politischen Einflusssnahme.

Das ist mehr als nur ein Versuch politischer Einflussnahme. Ich denke mittel- und langfristig werden Investentscheidungen dazu führen das mehr und mehr Funktionen nach innerhalb der EU verlagert werden bzw. dort entstehen. Wobei es aus meiner Sicht keine besondere Rolle spielen dürfte ob geregelt oder nicht... Schlecht für die Arbeitsplätze in GB ist es auf jeden Fall. Schliesslich ist der Konzern D/F dominiert.


Das sehe ich auch so. Klar wird nicht am 30.03.2019 die Produktion plötzlich aus Broughton abgezogen. Aber wenn 2025/30 der A320 Nachfolger ansteht, stehen die Lobbyisten in Frankreich und die Herrn mit den Geldbeuteln in China (wo schon heute Baugruppen des Flügels vorproduziert werden) bereit. Und die erfahrenen Ingenieure in Filton (von denen bald 50% ohnehin einen nicht britischen Pass haben) gehen im Zweifel dahin wo die Arbeit ist. Und Südfrankreich hat zumindest das bessere Wetter....
BTW: für Flugzeugkomponenten werden laut WTO Regeln keine Zölle fällig ( https://www.wto.org/english/tratop_e/civair_e/civair_e.htm).
Beitrag vom 24.01.2019 - 16:49 Uhr
UserMHalblaub
User (531 Beiträge)
> BTW: für Flugzeugkomponenten werden laut WTO Regeln keine Zölle fällig ( https://www.wto.org/english/tratop_e/civair_e/civair_e.htm).
Das Problem dürfte weniger die Zölle als die Zollabfertigung sein. Was bisher einfach verschickt wurde steht mit Brexit bei Calais oder Dover im Stau.

Die Flügel werden ausgeflogen oder ausgeschifft. Das ist weniger ein Problem.

Die neue Flügelproduktion wird da gebaut, wo es am günstigsten ist. Das könnte trotz Zollabfertigung England sein. Muss aber nicht. In Mobil, Alabama hat Airbus noch viel Platz zum erweiterten.
Beitrag vom 24.01.2019 - 16:49 Uhr
UserMHalblaub
User (531 Beiträge)
Dafür, dass man lediglich für einen mickrigen Monat Puffer hat, spuckt Enders ganz schön große Töne. Wie schnell glaubt er denn die Flügelproduktion aus UK abziehen zu können?

Stimmt absolut. Selbst 12 Monate Puffer wären mickrig wenn man voll verlegen will. M. E. wäre eine volle Verlegung selbst mittelfristig Illusion. Die Briten haben da viel Erfahrung die auch zwingend notwendig ist denn Flügel sind nun mal keine Coladosen. Ist mehr der Versuch einer politischen Einflusssnahme.

Das ist mehr als nur ein Versuch politischer Einflussnahme. Ich denke mittel- und langfristig werden Investentscheidungen dazu führen das mehr und mehr Funktionen nach innerhalb der EU verlagert werden bzw. dort entstehen. Wobei es aus meiner Sicht keine besondere Rolle spielen dürfte ob geregelt oder nicht... Schlecht für die Arbeitsplätze in GB ist es auf jeden Fall. Schliesslich ist der Konzern D/F dominiert.


Das sehe ich auch so. Klar wird nicht am 30.03.2019 die Produktion plötzlich aus Broughton abgezogen. Aber wenn 2025/30 der A320 Nachfolger ansteht, stehen die Lobbyisten in Frankreich und die Herrn mit den Geldbeuteln in China (wo schon heute Baugruppen des Flügels vorproduziert werden) bereit. Und die erfahrenen Ingenieure in Filton (von denen bald 50% ohnehin einen nicht britischen Pass haben) gehen im Zweifel dahin wo die Arbeit ist. Und Südfrankreich hat zumindest das bessere Wetter....
BTW: für Flugzeugkomponenten werden laut WTO Regeln keine Zölle fällig ( https://www.wto.org/english/tratop_e/civair_e/civair_e.htm).
Beitrag vom 25.01.2019 - 09:33 Uhr
UserPro Boeing
User (374 Beiträge)
Da hat Airbus ganz schön Angst wenn aus Großbritannien die Steuergelder nicht mehr so reichlich fließen.

Beitrag vom 25.01.2019 - 11:45 Uhr
Userdaniel1138
User (437 Beiträge)
Da hat Airbus ganz schön Angst wenn aus Großbritannien die Steuergelder nicht mehr so reichlich fließen.


1.) Fließen tatsächlich UK-Steuergelder?
2.) Und wenn ja, warum sollte es in Zukunft anders sein?

Dieser Beitrag wurde am 25.01.2019 14:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.01.2019 - 18:26 Uhr
UserVJ 101
User (620 Beiträge)
Was ist das für ein leeres Gerede? Enders möchte sich der wohl der EU-Politik empfehlen und populistische Ängste schüren.

Die Airbus Group hat zahlreiche Stand- und Produktionsorte außerhalb der EU; entscheidend für Lieferung der Bauteile von und nach UK ist künftig die gegenseitige Anerkennung der Zertifikate (EASA Form 1), die EASA wird sich so auf das Verhandlungsangebot der CAA einlassen müssen.

Und, wie das A380 Debakel gezeigt hat, lassen sich Flugzeugbauteile eben nicht beliebig in der Welt herstellen, hier ist die Welt eher ein Dorf.