Community / / Boeing 787-Reparatur in London beginnt

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Beitrag vom 24.10.2013 - 08:22 Uhr
UserBrille
User (181 Beiträge)
Eigentlich braucht man für solche Reparaturarbeiten einen Hangar, die 787 steht aber im Freien, passt das?

Und ob das hält wird man sehen - in den Vogel würde ich nicht einsteigen.
Beitrag vom 24.10.2013 - 08:39 Uhr
User6062
User (178 Beiträge)
Liebe Brille,

woher willst Du wissen, dass dafür ein Hangar von nöten ist ?
Das ist schließlich die erste Reparatur eines 87 Rumpfes, woher also Deine Erfahrungswerte ?
Und natürlich wird das halten. Warum auch nicht wenn anständig geflickt wird.
Der einzige Nachteil dieser 87 wird ein aufgrund des Flicken erhöhtes Leergewicht sein.

Grüße
f.

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2013 08:40 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.10.2013 - 08:56 Uhr
UserTrojaner
User (188 Beiträge)
Tja lieber 6062,
sicherlich die erste Reperatur an einer 787, aber sicherlich nicht die erste an einem Carbonteil. Und wenn Du dich ein wenig eingelesen haettest in die Materie, waere Dir vieleicht auch aufgefallen das, einmal abgesehen von der Sauberkeit (wenn solche Teile hergestellt werden, herschen da eigentlich Reinraumbedingungen) und zum anderen fuer eine gut vorhersehbare Festigkeit ein sauberer Temperaturverlauf von noeten ist. Daher ist die Frage von Brille nicht sooo abwaegig.
Ich persoenlich wenn da drin sitzen muesste haette auch lieber ein Teil von innen eingesetzt das groesser als der Auschnitt ist, das es wenigstens nicht rausfliegen kann.
Wenn das Mal fertig ist werden wir ja sehen wie das mit dem Flugzeug weitergeht. Interessant in dem Zusammenhang sehe ich auch die vor wenigen Tagen verkuendete Partnerschaft von Boeing mit Ethopian als Produzent fuer Verkabelungen von Kabinensystemen. Das sieht schon sehr nach verdeckter Kompensation aus.
Ploetzlich steht das Flugzeug nach der medienwirksamen Reperatur und einigen Fluegen in irgendeiner Ecke in Addis Abeba und geraet einfach in Vergessenheit.
Beitrag vom 24.10.2013 - 09:13 Uhr
UserGodzilla7
User (1275 Beiträge)
Also das Teil wurde bereits in den USA hergestellt und wird in London lediglich eingesetzt und verklebt. Zusätzlich zu der neuen Außenhaut im Bereich der Schadstelle wird von innen ein zusätzliches Carbonteil über die Schnittstelle geklebt. Da der Druck im Flugzeug höher ist als außerhalb dürfte diese Lösung durchaus funktionieren.

Ein Hangar wird dabei nicht benötigt und ich persönlich kenne auch keine Hangar in dem Rheinraumbedingungen herrschen.

Anbei ein aktuelles Foto des Flugzeugs mit Zelt über der betroffenen Sektion. Denke das ist die beste Lösung:

 http://www.airteamimages.com/boeing-787-8-dreamliner_ET-AOP_ethiopian-airlines_187546.html

Das die Maschine bald irgendwo abgestellt wird ist mehr als unwahrscheinlich.


Beitrag vom 24.10.2013 - 09:45 Uhr
UserTrojaner
User (188 Beiträge)
Trotz alledem muss die Klebestelle sauber sein und das ist bei einem so grossem Teil schon eine Herausforderung. Eine Uebeschaeftung von innen heisst aber auch, wenn das in dem Bericht der Seattle times stimmt, die ganze last auf diese jeweils 10 cm ueberlappung lastet. Ich denke Mal und von dem was ich bei anderen Reperaturen gesehen habe werden da wohl auch jede Menge Nieten zur Sicherheit mit eingebaut.
Aber Boeing weiss ja sicherlich was sie machen :)))), deshalb basteln Sie den Rump ja auch nicht im eigenen Haus.
Ups rausgerutscht
Beitrag vom 24.10.2013 - 10:01 Uhr
Userhmd
User (253 Beiträge)
Aber Boeing weiss ja sicherlich was sie machen :)))), deshalb basteln Sie den Rump ja auch nicht im eigenen Haus.
Ups rausgerutscht
Kannst du mal den Witz erklären. ^^
Beitrag vom 24.10.2013 - 10:15 Uhr
Userfbwlaie
User (4387 Beiträge)
@Godzilla,

nettes Foto!
Wie schwer ist das einzubauende Teil? Wie schwer sind die anzubringenden Werkzeuge (Heizmatten...)?
Falls es keine kräftigen Stürme über den Flugpaltz gibt, dürften die Zelte ausreichend sein.
Der Flieger selbst sollte auch nicht allzusehr wackeln...
Umwieviele KG wird der Flieger schwerer werden? Das dürfte wohl vernachlässigbar sein...
Beitrag vom 24.10.2013 - 11:38 Uhr
UserBrille
User (181 Beiträge)
@Godzilla,

Danke für das Foto, da ist ja doch ein passender "provisorischer" Hangar (habe da an den Part 145.A.25 gedacht).
Bin auf die Nachweise der Lufttüchtigkeit gespannt, wie Boeing das geregelt hat.

Dieser Beitrag wurde am 24.10.2013 11:46 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 24.10.2013 - 20:02 Uhr
User
User ( Beiträge)
Auch von mir ein Dank für das Foto. Naja der provisorische Hangar wird für die Reparatur wohl ausreichen. Wahrscheinlich stehen das 100 Heizlüfter drin, die für eine konstante Temperatur und Feuchtegehalt der Luft sorgen.
Reinraumbedingungen sind im FVK-Bereich nicht immer zwingend nötig. Aber das Klima sollte schon konstant bleiben. Letztendlich wird man im dem Zelt ja auch nicht groß mit Nasslaminaten hantieren, sondern vermehrt nur Kleben und Nieten. Die Reparaturstrukturen sind ja schon vorproduziert. Ich bin mal auf das Ergebnis gespannt.
Beitrag vom 24.10.2013 - 20:56 Uhr
Userkarle
User (244 Beiträge)
könntet ihr nen link posten, wo die infos stehen, dass geklebt wird und dass mit 10cm geschäftet wird? würd mich interessieren da näher nachzulesen. thx.
(cfk reparaturen im feld sind kein problem, von reinraum kann keine rede sein)
Beitrag vom 25.10.2013 - 07:54 Uhr
UserFlugzeugschrauber
User (294 Beiträge)
@Godzilla,

Danke für das Foto, da ist ja doch ein passender "provisorischer" Hangar (habe da an den Part 145.A.25 gedacht).
Bin auf die Nachweise der Lufttüchtigkeit gespannt, wie Boeing das geregelt hat.

Da sehe ich kein Problem drin, wobei ich nicht weis ob Äthiopien überhaupt nach 145 arbeitet. Ansonsten mache ich mir über die Qualität der Reparatur keine Gedanken. Diese Teams leisten erstklassige Arbeit. Dort sind Fachleute am Werk, denn es ist ein Unterschied ob man in der Produktion tätig ist oder bei diesen spezialisierten AOG Teams.
In der Regel wird für die Reparatur eine Form One erstellt und somit kann ein Certifying Engineer die Freigabe erteilen. Wie gesagt, wenn es überhaupt unter 145 läuft.
Beitrag vom 25.10.2013 - 08:29 Uhr
UserBrille
User (181 Beiträge)
@Flugzeugschrauber,

ich hoffe Boeing macht die Arbeit. ;-))
Beitrag vom 25.10.2013 - 08:30 Uhr
UserGodzilla7
User (1275 Beiträge)
@Flugzeugschrauber,

ich hoffe Boeing macht die Arbeit. ;-))

Wer sonst?
Beitrag vom 25.10.2013 - 09:17 Uhr
Usertip
User (450 Beiträge)
@ Karle
..das steht m.E. so nirgends. (Der erste Hinweis auf den Link kommt von Corax.)
 http://seattletimes.com/html/businesstechnology/2022097759_787repairxml.html

Ich habe folgendes herausgelesen: Die Hülle hat nach der Reparatur an der Stelle keine tragende Funktion mehr. (Oder trägt die Hülle ohnehin nicht?) Der neue Ausschnitt wird eingepasst und elastisch abgedichtet. Von innen wird dann ein Laminatstreifen über die Verbindung gelegt. Dieses Teil muss also nur dem Innendruck standhalten.
Die Spanten werden nachgearbeitet. Offensichtlich übernehmen die dann allein die tragende Funktion.

Wenn ich`s falsch gelesen habe erbitte ich eine kurze Info!
Beitrag vom 25.10.2013 - 09:39 Uhr
Userhmd
User (253 Beiträge)
@Godzilla7
Brille und Trojaner versuchen seitenlang zu erklären, dass Boeing nicht das nötige Know-how zur Reparatur besitzt.
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