Community / / Boeing steuert auf neue Verzögerung...

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Beitrag vom 22.04.2022 - 22:05 Uhr
UserJumpfly
User (313 Beiträge)
Sollte Emirates auf A350-1000 umschwenken war es das nahezu mit der Passagierversion der 777X. Selbst mit dem Frachterauftrag aus Qatar kann die 777X so oder so vermutlich die Gewinnschwelle nicht mehr erreichen, aber mit jedem weiteren Jahr Verzögerung wird die 777X mehr und mehr veraltet und die nächste Triebwerksgeneration die die 777X überflüssig macht kommt näher. Ein A350 mit Ultrafan beendet die 777X Produktion in kürzester Zeit.
Beitrag vom 22.04.2022 - 22:30 Uhr
UserAfterburner
User (402 Beiträge)
Tja, wenn Clark jetzt mal die Möglichkeit hätte, auf A380neo umschwenken zu können...


Aber egal, spannender wäre jetzt die realistischere Frage, ob die 115 779, die Emirates noch bestellt hat, genug wären, um Airbus zu einem A350-1100 Programm zu überzeugen.
Beitrag vom 23.04.2022 - 00:47 Uhr
Userchrisone20
User (3 Beiträge)
toll, dass Boeing jetzt auch Oldtimer baut, denn 10 Jahre zwischen Launch und Auslieferung kennt man sonst eigentlich nur von hochkomplexen Militärprojekren.
Ich denke, Emirates bleibt bei seinem Auftrag und quetscht noch ein paar zusätzliche Kompensationen raus.
Interessant wäre, ob Emirates, wenn nun der Fluverkehr voll anspringt weitere A380 auf dem Sekondärmarkt einkauft, oder Airbus die von LH übernommenen bei einem A350-1000 Deal dreingibt.
Beitrag vom 23.04.2022 - 04:54 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (815 Beiträge)
Emirates kann defacto nicht raus.

Sonst fliegt ihnen deren Geschäftsmodell um die Ohren. Was sie machen können ist orders umschreiben auf die B789 / 10 besonders die -10 mit HGW dürfte für Dubai sehr interesannt sein. Sie kriegt 300 Pax raus und für Routen nach Indien und Europa vom Golf sollte sie überragende Economics bieten.

Wäre natürlich witzlos wenn Emirates nach der Storno über 70 A350 weil nicht gross genug und dem daraus resultierenden Launch / Kauf der B779. Mittlerweile hat man ja doch 50 A359 bestellt, und bei Boeing bereits 24 B777x orders in 30 B789 umgewandelt.

Mittlerweile sind ja auch "nur" noch 115 B777x fix, man stelle sich vor Emirates holt sich den A35k jetzt. Etihad und Qatar fliegen die Dinger ja auch.
Beitrag vom 23.04.2022 - 07:12 Uhr
UserGroße Krügerkl..
User (815 Beiträge)
Nachtrag:

Reuters schreibt von EIS in 2025
 https://www.reuters.com/business/aerospace-defense/boeing-preparing-new-delay-777x-air-current-2022-04-22/

Und das klingt mal garnicht gut, mehr oder weniger nach: Wir machen jetzt erst die Max 10 weil da brennt es wirklich, und die B787 weil davon stehen 100 auf dem Hof.
Jetzt soll es statt Ende 23 dann Ende 24 werden mit EIS in Q1 25, was dann bedeutet für den neuen Flügel und das neue Triebwerk hat Boeing dann 12! Jahre gebraucht.

Boeign zahlt jetzt den Preis für die letzten 10 Jahre als man so schlampig war.
Das wird doch ohne erneuten Loss nicht gehen, da muss Boeing erneut abschreiben?

Was macht man jetzt als Kunde? Der Flieger war mal für 2020 angedacht,jetzt sind es dann 5 Jahre später.
Wohl dem der A35K geordert hat, und seine neue Biz nicht an einen Flieger geknüpft hat der 12 Jahre entwicklungsdauer hat.
Warum verkauft sich der A35k so schleppend, wenn es doch eigentlich keine Alternative im Bereich 350 Pax gibt?
Beitrag vom 23.04.2022 - 08:10 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (915 Beiträge)
Ich glaube sooo unpassend kommt den Airlines diese Situation bei Boeing gar nicht.

In der aktuellen Situation (Covid noch nicht vorbei, Ukrainekrieg und seine (späteren) Auswirkungen, das Damoklesschwert "Klima" - welches über allen Industrien weltweit 'hängt') ist doch eine halbwegs sichere Zukunftsplanung - bei allem Optimismus - gar nicht möglich.

In einer 'normalen Situation' würden doch, bei den ganzen Hiobsbotschaften von Boeing, massenweise Stornos dort eingehen und ein Run von Anfragen/Aufträgen bei AB landen.

Passiert aber nicht.
Beitrag vom 23.04.2022 - 09:49 Uhr
Userweltspion
User (3 Beiträge)
Jetzt, wo die Nachfrage im Luftverkehr bereits über dem Vor-Covid-Niveau liegt, kann Boeing immer noch nicht liefern. Die schaffen sich echt selbst ab, unglaublich.

Emirates bekommt dadurch ein deutliches Problem, aber auch Lufthansa ist bestimmt nicht begeistert. Immerhin mussten sie schon ihre Vierstrahler reaktivieren, die deutlich unwirtschaftlicher als 787 und 777X sind.
Beitrag vom 23.04.2022 - 10:10 Uhr
UserEin Leser dieser..
... Seite
User (420 Beiträge)
Jetzt, wo die Nachfrage im Luftverkehr bereits über dem Vor-Covid-Niveau liegt, ...

Gibt es dafür Belege? Danke.
Beitrag vom 23.04.2022 - 10:31 Uhr
UserJumpfly
User (313 Beiträge)
Emirates kann froh sein, dass die A380 nicht nachgefragt sind und man die Verträge mühelos verlängern oder zusätzliche A380 leasen kann. Mit A350 und B777 fällt die Transportkapazität zwangsläufig, vielleicht muss man dann doch mal DWC ausbauen oder Fly Dubai dorthin verlegen.
Beitrag vom 23.04.2022 - 14:16 Uhr
UserA320Fam
User (1491 Beiträge)
Werte Redaktion,
zum wiederholten Male, ich verstehe echt nicht was so schwer ist bei einem Update das Zugefügte zu kennzeichnen ...
Beitrag vom 23.04.2022 - 16:23 Uhr
UserVJ 101
User (1263 Beiträge)
Warum verkauft sich der A35k so schleppend, wenn es doch eigentlich keine Alternative im Bereich 350 Pax gibt?

Das ist eine wirklich gute Frage, die Zeit der großen Flieger (>300-320 PAX) scheint (erst einmal) vorbei zu sein; insofern kann Airbus froh sein, den A350-1100 nicht auf den Weg gebracht zu haben.
Beitrag vom 23.04.2022 - 16:30 Uhr
UserEricM
User (4109 Beiträge)
Boeign zahlt jetzt den Preis für die letzten 10 Jahre als man so schlampig war.

Ich denke "schlampig" trifft es nicht gut.
Es wurden massiv Arbeitskosten reduziert, durch die Entlassung erfahrener Mitarbeiter, der Schließung qualitiativ hochwertiger Fertigungststätten und der Inbetriebnahme von Billig-Fertigung ohne ausreichend qualifiziertes und motiviertes Personal .
Dazu Druck auf Ingenieure, nur das Allernotwendigste mit den gerade so eben ausreichenden Mitteln neu zu entwickeln, Outsourcing und Know-How-Verlust im Engineeriung und Druck auf QA, den so entwickelten Mist trotz Sicherheitsproblemen durchzuwinken.

"Schlampig" wäre ja einfach zu beheben.
Aber der angesammelte Schaden dieses Kostenspar-Programms "Abrissbirne" wird Boeing noch ein ganze Weile runterziehen...
Beitrag vom 23.04.2022 - 20:04 Uhr
Userdlehmann66
User (466 Beiträge)
Ich frage mich, ob Boeing mit der Zivilluftfahrt noch Geld verdienen kann und irgendwann mal wieder wird?

- 737 MAX hat min. 10 Mrd. ausserordentliche Kosten verursacht. Es hat zwar doch viele Bestellungen aber auch eine Menge davon zu rieisigen Rabatten. Die müssen nun erst mal die Kosten des Groundings wieder rein holen, bis sie Geld verdienen.

- 787 hat eine Menge Kosten noch aus den ersten Jahren Fehlentwicklung mitgeschleppt. Nun hätte man Geld verdienen können aber dann kommen die ganzen Produktionsprobleme und weitere Riesenkosten. Keine Ahnung ob in dem Programm noch eine schwarze Null möglich ist.

- 777 hat vorher gutes Geld verdient aber die 777X braucht auch immer mehr verkaufte Exemplare um je mal in die Gewinnzone zu kommen und die Frage ist, ob man die noch verkaufen kann.

Die Ursachen hat ja sch ErichM beschrieben und da die strukturell sind, braucht es sicher min. 10 Jahre bis eine neue Unternehmenskultur sich etabliert hat und Früchte trägt und bis dahin ist der nächste Hedgefond-Manager am Boeing Ruder, die bösen Jahre vergessen und alles wird wieder auf den schnellen Dollar optimiert.
Beitrag vom 23.04.2022 - 20:22 Uhr
UserLindloon
User (38 Beiträge)
Es ist aber auch unbegreiflich warum Airbus hier nicht einsteigt. Die haben gerade einen riesen A 350 Auftrag verloren, können aber, im Gegensatz zu Boeing, fertigen und liefern. Und die Flugzeuge fliegen auch und sind komplett zugelassen.
Die Meinung dass 400 PAX A/C aus der Mode sind, teile ich nicht. Sie sind im wesentlichen effizienter per PAX zumal man diese auch fast mit der gleichen Personalstärke einsetzen kann.
Beitrag vom 24.04.2022 - 01:08 Uhr
Userresponsive
User (58 Beiträge)
Ich habe vor kurzen einen Bericht gesehen über den Zusammenschluss von Boeing und McDonnell Douglas.Boeing, ein bis zu dem Zeitpunkt ein Unternehmen was von Ingenieuren geführt wurde, wurde in das von Betriebswirtschaftlern geführte Model überführt, dass schon McDonnell Douglas zum Ruin geführt hat. Es wurde schon damals beanstandet, dass die Konstruktion der 777 zu viel Geld gekostet hat, alle künftigen Neuentwicklungen haben bei weiten weniger zu kosten. Es ist ein allgemein gültiges Model, was schon andere Firmen in den Ruin getrieben hat, nur bevor man diese Verbrecher die für schnelles Geld (auf eigenen Konten) Firmen und deren Knowhow in den Sand setzen sollten auch als Verbrecher bestraft werden. Bei Boeing fällt es für viele auf, aber wieviel gutes Firmenwissen und vor allem gute Arbeitsplätze sind wegen dieser blödsinnigen (geiz ist geil) Firmenpolitik schon kaputt gegangen.
Manager einer AG werden eben nicht für die Zukunft der Firma bezahlt, sondern immer für den kurzfristigen Erfolg, warum nimmt man sie nicht für die späteren dadurch auftretenden Probleme in Haftung.
Gerade bei Boeing wäre das ein tolles Gedankenspiel.
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