Community / / Boeing zieht Produktionsstopp für 7...

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Beitrag vom 06.12.2019 - 16:33 Uhr
Usermichik897
User (33 Beiträge)
Das wird für die Zulieferkette Existenzbedrohend. Viele kleinere Betriebe würden das nicht überleben. Und auch für Boeing wäre das nicht gut weil vieles Single-Source ist.... da einen Ersatzlieferanten zu finden dauert in der Regel Monate. Ich kenne das ja von AIRBUS nicht anders. Wenn ein Hersteller z.B. keine Toiletten liefert stehen halt ein paar Mrd. auf dem Hof...

Beitrag vom 06.12.2019 - 18:09 Uhr
Userresponsive
User (40 Beiträge)
Es ist wie bei den ganzen anderen Versprechen von Boeing seit März noch nichts über erfolge beim Test der neuen Software bekannt geworden. Das Einzige was man hört ist, das die Fluggesellschaften die Max nicht vor März einplanen, Ryanair wohl nicht vor Mai. Nach allem was wir hier bisher gesehen haben, werden auch die anderen Gesellschaften bald hinterherziehen.
Weiß denn jemand, ob es z.Z. überhaupt eine aussichtsreiche Version des MCAS gibt, denn bekannt wird über Tests und versuche genau soviel wie in den letzten 8 Monaten?
Beitrag vom 07.12.2019 - 09:19 Uhr
UserAviaticus
User (353 Beiträge)
... wenn Boeing das Problem nicht mit der Software in Griff bekommt, dann ist es ganz was Schlimmes in der Struktur, von der Konstruktion ganz zu schweigen.
man sagt ja nicht umsonst, überreife Äpfel fallen vom Baum und sind Matsch.
Beitrag vom 07.12.2019 - 10:08 Uhr
UserEricM
User (1726 Beiträge)
... wenn Boeing das Problem nicht mit der Software in Griff bekommt, dann ist es ganz was Schlimmes in der Struktur, von der Konstruktion ganz zu schweigen.
man sagt ja nicht umsonst, überreife Äpfel fallen vom Baum und sind Matsch.

Das könnte man nur beurteilen, wenn die Probleme, die zur Verschärfung des MCAS Eingriffs während der Entwicklung geführt haben, bekannt wären.
Beitrag vom 07.12.2019 - 10:50 Uhr
UserLuftfahrt und Ei..
User (23 Beiträge)
Ein vorübergehender Stopp der Produktion wäre gar nicht so verkehrt, da es auch auf dem Werksgelände immer enger wird und sobald die Zulassung wieder vorhanden ist, die Produktion direkt fortführen.

Man hat ja trotz Grounding auch so viele Modelle produziert, dass man bei einer Wiederzulassung erstmal mit dem Ausliefern eh sehr beschäftigt sein wird!
Beitrag vom 07.12.2019 - 13:08 Uhr
UserNicci72
User (250 Beiträge)
Sollte das Grounding noch länger dauern, dann wird Boeing wohl nicht umhin können, die Produktion zumindest drastisch zu drosseln, im "worst case" tatsächlich einzustellen. Das hätte dann nicht nur direkte Auswirkungen auf das eigene Unternehmen - bei der Bedeutung der 737 für die Zivilluftfahrtsparte von Boeing zumindest Kurzarbeit - sondern vor allem mittelbare: also vor allem die von @responsive angesprochene Frage, wie lange wichtige Zulieferer eine solche "Durststrecke" durchhalten könnten.

Wobei wir alle ja davon ausgehen, dass die 737 MAX irgendwann im Laufe des nächsten Jahres wieder zugelassen wird. Dann müssten die ca. 400 "auf dem Hof stehenden" 737 MAX aber erst einmal sukzessive auf den von den Aufsichtsbehörden genehmigten technischen Stand umgerüstet und dann sukzessive ausgeliefert werden, bevor die eigentliche Produktion wieder hochgefahren werden kann. Nehmen wir Boeing und diese Reuters-Meldung beim Wort und gehen von dann rund 60 Auslieferungen der 737 MAX pro Monat aus, dann würde es im besten Fall ein gutes halbes Jahr dauern, bis die Produktion wieder richtig anlaufen könnte - selbst im "best case" einer baldigen weltweiten Wiederzulassung unmittelbar nach dem Jahreswechsel (was nach allem, was wir wissen, derzeit wirklich eine optimistische Prognose ist) würde das für die Zulieferer eine wirklich lange "Durststrecke" bedeuten.

@Aviaticus

Dass wir heute, rund ein Dreivierteljahr nach dem weltweiten Grounding, über eine von den zuständigen Aufsichtsbehörden bestätigte zeitliche Perspektive der Wiederzulassung im Grunde noch immer genauso im Unklaren sind wie im März diesen Jahres spricht in der Tat dafür, dass Boeing sich hinter den Kulissen mit der Lösung des Problems - oder der Probleme - schwer tut. Tatsache ist auch, dass die Auswirkungen für Boeing, für Boeings Zulieferer und für die betroffenen Airlines mit jedem Monat, den das Grounding weiterhin andauert, wirtschaftlich immer gravierender werden. Mangels konkreter Informationen kann man von außen aber leider wenig mehr sagen.


Dieser Beitrag wurde am 07.12.2019 13:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 07.12.2019 - 16:42 Uhr
UserAltmetallflieger
User (240 Beiträge)
Sollte das Grounding noch länger dauern, dann wird Boeing wohl nicht umhin können, die Produktion zumindest drastisch zu drosseln, im "worst case" tatsächlich einzustellen. Das hätte dann nicht nur direkte Auswirkungen auf das eigene Unternehmen - bei der Bedeutung der 737 für die Zivilluftfahrtsparte von Boeing zumindest Kurzarbeit - sondern vor allem mittelbare: also vor allem die von @responsive angesprochene Frage, wie lange wichtige Zulieferer eine solche "Durststrecke" durchhalten könnten.
Dann sollten sie einmal wissen die Zulieferer haben ihre Produktion nicht gedrosselt,wie zum Beispiel Spirit Aerosystem ,die bauen den Rumpf nach wie vor mit einer Taktzahl von 52 monatlich ,also zehn mehr als Flugzeuge gebaut werden.
Die werden in Plastik und Styropor verpackt und in einer Orangefarbenen Plane eingewickelt .
In Wichita spricht man von den großen Goldfischen ,die da bei Spirit am Hof liegen.

>Jetzt fragt man sich wie Boeing das finanziert ?
Schlichtweg gar nicht es sind die Airlines die für jedes Flugzeug je nach Baufortschitt Teilzahlungen leisten müßen ,bei den fertiggestellten Max sind das Ca.70% des Verkaufspreises.
Daher hat auch O,Leary im Sommer einmal angekündigt an Boeing keine weiteren Zahlungen zu überweisen,solange man nicht weiß wann man die Flugzeuge erhält.
So kann man noch lange auf Halde Produzieren ,nur der Platz für die Flieger ist das Problem.
Wobei wir alle ja davon ausgehen, dass die 737 MAX irgendwann im Laufe des nächsten Jahres wieder zugelassen wird. Dann müssten die ca. 400 "auf dem Hof stehenden" 737 MAX aber erst einmal sukzessive auf den von den Aufsichtsbehörden genehmigten technischen Stand umgerüstet und dann sukzessive ausgeliefert werden, bevor die eigentliche Produktion wieder hochgefahren werden kann. Nehmen wir Boeing und diese Reuters-Meldung beim Wort und gehen von dann rund 60 Auslieferungen der 737 MAX pro Monat aus, dann würde es im besten Fall ein gutes halbes Jahr dauern, bis die Produktion wieder richtig anlaufen könnte - selbst im "best case" einer baldigen weltweiten Wiederzulassung unmittelbar nach dem Jahreswechsel (was nach allem, was wir wissen, derzeit wirklich eine optimistische Prognose ist) würde das für die Zulieferer eine wirklich lange "Durststrecke" bedeuten.
>Nachdem die Max wieder freigegeben werden für den kommerziellen Einsatz werden zuerst die Maschinen direkt aus der Produktion ausgeliefert.
Und dazu ,eine gewisse Anzahl der auf Halde stehender bis zu 70 monatlich.So wird es bis zu zwei Jahre brauchen um die Flieger ,die jetzt schon produziert wurden ausliefern zu können.
So ist zu mindest der Plan.
@Aviaticus

Dass wir heute, rund ein Dreivierteljahr nach dem weltweiten Grounding, über eine von den zuständigen Aufsichtsbehörden bestätigte zeitliche Perspektive der Wiederzulassung im Grunde noch immer genauso im Unklaren sind wie im März diesen Jahres spricht in der Tat dafür, dass Boeing sich hinter den Kulissen mit der Lösung des Problems - oder der Probleme - schwer tut. Tatsache ist auch, dass die Auswirkungen für Boeing, für Boeings Zulieferer und für die betroffenen Airlines mit jedem Monat, den das Grounding weiterhin andauert, wirtschaftlich immer gravierender werden. Mangels konkreter Informationen kann man von außen aber leider wenig mehr sagen.
Beitrag vom 08.12.2019 - 20:05 Uhr
Usercontrail55
User (1219 Beiträge)
Es ist wie bei den ganzen anderen Versprechen von Boeing seit März noch nichts über erfolge beim Test der neuen Software bekannt geworden.
Das könnte man auch umdrehen, es ist auch nichts Negatives zu hören. Im Moment arbeitet Boeing die veröffentlichte Roadmap ab. Das ist quasi-öffentlich, da hier schon die Vertreter der Airlines involviert sind. Sollte das haken, so unterstelle ich mal wüssten wir es. Teil II ist duch, Teil III steht an, das wären die FAA Tesflüge. Die Roadmap hofft auf das vierte Quartal, aber das wird wohl nicht zu schaffen sein. Aber es geht weiter, siehe hier
 https://leehamnews.com/2019/12/06/faa-takes-first-steps-for-re-certification-of-the-max/
Das Einzige was man hört ist, das die Fluggesellschaften die Max nicht vor März einplanen, Ryanair wohl nicht vor Mai. Nach allem was wir hier bisher gesehen haben, werden auch die anderen Gesellschaften bald hinterherziehen.
Weiß denn jemand, ob es z.Z. überhaupt eine aussichtsreiche Version des MCAS gibt, denn bekannt wird über Tests und versuche genau soviel wie in den letzten 8 Monaten?
Die Roadmap entwickelt kein MCAS, sondern stellt die geplante Version vor. Da das aktuell nach Plan abläuft kann man annehmen, dass es eine aussichtsreiche Version gibt.

Dieser Beitrag wurde am 08.12.2019 21:51 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 08.12.2019 - 20:35 Uhr
Userwolfkinara
User (1 Beiträge)

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Dieser Beitrag wurde am 11.12.2019 01:20 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.12.2019 - 08:45 Uhr
UserLP
User (248 Beiträge)
Also was das finanzielle angeht, glaube ich eher nicht, dass die Airliner bis zu 70 Prozent für ein Produkt bezahlen, was sie erstens zur Zeit nicht bekommen und was zweitens zur Zeit nicht einmal eine Zulassung hat. Auch da wird genug Kleingedrucktes in den Verträgen stehen, was solche Sachen klärt.
Ich gehe mit, für die Zulieferer wird das eine enge Kiste, sollte die Produktion ganz zum Erliegen kommen. Genauso interessant ist, was passiert in diesem Fall mit den Arbeitern bei Boeing selbst.
Beitrag vom 09.12.2019 - 13:20 Uhr
UserBurntime
User (149 Beiträge)
Ich denke nicht, dass Boeing die Produktion drosselt/pausiert, ausser, man hat neue Informationen, was die generelle Zulassungsfähigkeit der MAX ausschließt.

Wenn Boeing irgendwann die 737Max wieder zulassen kann und Abnehmer da sind - dann Augen zu und durch. Produktion weiterlaufen lassen.
Bis nach einer mehrmonatigen Produktionsunterbrechnung die Bänder wieder alle Hochgelaufen sind, vergeht viel Zeit und Geld. Nicht nur bei Boeing, auch bei den Zulieferern.
Beitrag vom 09.12.2019 - 13:43 Uhr
Usercontrail55
User (1219 Beiträge)
Ich denke nicht, dass Boeing die Produktion drosselt/pausiert, ausser, man hat neue Informationen, was die generelle Zulassungsfähigkeit der MAX ausschließt.
Das deckt sich so mit der Aussage Boeings zur Anfrgae der Börsenaufsicht. Das gesamte Dokument kann man einsehen, hier der entscheidende Auszug...
"Please revise your discussion of your reduced production rate to include factors which may limit your ability to continue production of the 737 MAX. Specifically address how your storage capacity may limit the number of aircraft you can manufacture.
Boeing: We do not expect that storage capacity would limit our ability to continue 737 MAX production. We are currently using available storage space in several locations in the State of Washington as well as San Antonio, Texas. We have additional available capacity, and we believe that we have access to adequate alternative sources of storage space if return to service is delayed beyond our current assumption.
As discussed in Note 11 of our Form 10-Q for the quarter ended June 30, 2019, the timing and conditions of 737 MAX return to service is the principal factor that could cause us to reduce our production rates or temporarily cease 737 MAX production. For example, significant additional regulatory requirements and/or delays in return to service beyond our current assumption could cause customers to cancel or defer orders, which could also cause us to reduce or temporarily cease 737 MAX production."

Da die Antwort bereits vom 18. Oktober ist und man noch nichts von Reduktion oder Stop der Produktion gehört hat sollte diese Aussage noch Bestand haben. Kann natürlich morgen schon wieder anders sein.

Dieser Beitrag wurde am 09.12.2019 13:44 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.12.2019 - 15:58 Uhr
UserEricM
User (1726 Beiträge)
Bis nach einer mehrmonatigen Produktionsunterbrechnung die Bänder wieder alle Hochgelaufen sind, vergeht viel Zeit und Geld. Nicht nur bei Boeing, auch bei den Zulieferern.

Naja "Bänder" müssen bei einer Kleinserienfertigung wie bei der von Flugzeugen eigentlich nicht "hochlaufen". Das ist nur bei Massenfertigung ein Problem.
Aber natürlich hat das für die liefernden Firmen und das eingesetzte Peronal finanzielle Konsequenzen. Schlimm wird es, falls sich Zulieferer entscheiden (müssen?) Personal zu entlassen.
Dann wird ein Wiederanlaufen auch für Boeing langwierig und teuer.

Dieser Beitrag wurde am 09.12.2019 15:59 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 09.12.2019 - 16:07 Uhr
UserDavid_B
User (532 Beiträge)
Auch wenn es kein Band im Sinne von Fließband ist - es dauert dennoch Monate, bis das wieder läuft. Bis man da wieder bei der alten Rate wäre, dürfte mehr als ein Jahr vergehen.
Wenn die Produktion der 737 gestoppt wird, dann wird es für Boeing in seiner heutigen Form eng.
Beitrag vom 09.12.2019 - 16:27 Uhr
Usercontrail55
User (1219 Beiträge)
Bis nach einer mehrmonatigen Produktionsunterbrechnung die Bänder wieder alle Hochgelaufen sind, vergeht viel Zeit und Geld. Nicht nur bei Boeing, auch bei den Zulieferern.

Naja "Bänder" müssen bei einer Kleinserienfertigung wie bei der von Flugzeugen eigentlich nicht "hochlaufen". Das ist nur bei Massenfertigung ein Problem.
Aber natürlich hat das für die liefernden Firmen und das eingesetzte Peronal finanzielle Konsequenzen. Schlimm wird es, falls sich Zulieferer entscheiden (müssen?) Personal zu entlassen.
Vom ersten gebogenen Blech bis zum ausgelieferten Flugzeug gehen 2-3 Monate ins Land, mit tausenden kleinen Schritten dazwischen. Das Band würde zwar langsam laufen, aber es müsste erst mal wieder laufen.
Dann wird ein Wiederanlaufen auch für Boeing langwierig und teuer.
Deswegen versucht man ja alles, damit es nicht steht.

Dieser Beitrag wurde am 09.12.2019 16:27 Uhr bearbeitet.
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