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Beitrag vom 13.06.2022 - 07:05 Uhr
UserBoeing757767
User (775 Beiträge)
Die Airlines verteidigen sich. "Die Aufhebung der Reisebeschränkungen ist von den Regierungen sehr kurzfristig entschieden worden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Matthias von Randow.
>

-> ist das so ? Unvorhersehbar und kurzfristig. Haben nicht alle Ailines permanent und monatelang gejammert, dass die Reiserestriktionen endlich aufhören müssten ( insb in die USA, einer der ertragreichsten Verbindungen ) und, dass D mit seinen Verordnungen bezügl. Reiseeindämmung / Restriktionen bzw derer Abschaffung immer als Letzter hinterherrennt ? War LH nicht da ganz vorne beim Schreien dabei ?

 https://www.lufthansagroup.com/de/newsroom/meldungen/endlich-nach-rund-20-monaten-koennen-viele-europaeer-ab-november-wieder-in-die-usa-fliegen.html

Man beachte die Überschrift im SEPT 21 "Endlich .... " - hier wurde schon vom sprunghafen Anstieg der Buchungen v 40 % berichtet ( weil man wahrscheinlich schon das größte Kontingent der Tx f Sommer 22 mitverkauft hatte ) ...

Der Vorsitzende CS: "Bereits in den ersten Stunden nach Ankündigung durch die US-Administration stiegen die Buchungen für Lufthansa Flüge über den Nordatlantik im Wochenvergleich um 40 Prozent. Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group sind optimal auf die Öffnung vorbereitet. Das Flugangebot zwischen Europa und den USA wurde in den vergangenen Monaten kontinuierlich auf über 200 wöchentlichen Verbindungen zu 17 US-Zielen ausgebaut. Rechtzeitig zu der Öffnung im November haben Reisende damit ein umfangreiches Flugangebot zur Auswahl, das im Bedarfsfall auch kurzfristig noch erweitert werden kann."

Ah noch erweiterbar, kurzfristig, ah JA. Und die Crews wurden weiter noch gefragt, wer gerne in Kurzarbeit bleiben wolle, um das KUG des Staates mitzunehmen. Schulungen wurden damit verschleppt und alles weiter verzögert.

Thema FRAPORT:

 https://www.t-online.de/region/frankfurt-am-main/news/id_91492234/corona-omikron-flughafen-ein-bisschen-boom-ein-bisschen-bremse.html

Lage im DEZ 2021 !

"Trotz Omikron: Im Dezember ging es weiter aufwärts

Im Dezember kam Omikron, neue Reisebeschränkungen wurden verhängt. Die seit Mai ( Anmerkung MAI 2021 ! nicht 2022 ) verzeichnete Erholung im Passagiergeschäft hielt zwar Fraport zufolge dank Reiseverkehr über die Weihnachtsfeiertage sowie stärkerem Verkehr über die Kontinente hinweg prinzipiell an."

Und man hat es von allen Seiten also bis dato nicht kommen sehen. AHA.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) solle dafür sorgen, "dass die Bodendienstleister schnell und unbürokratisch Leute einstellen können - gegebenenfalls mit befristeten Verträgen"
>

-> Die Abfertiger und Dienstleister können / konnten jeder Zeit "unbürokratisch" einstellen. Jeder kann eine Stellenanzeige aufgeben und Leute einstellen.
Fakt ist: es meldet sich keiner ( mehr ) , nachdem er einfach mal so "unbürokratisch" zügig auf die Strasse gestellt wurde.
Ich würde auch nicht in eine Branche zurückkehren, in der, zwecks Kostenreduzierung in der Pandemie, statt KuG einfach mal Kündigungen verteilt wurden. Auch an langjährige MA, die alle die Jahre, trotz miesem Gehalt, jeden Tag zur Arbeit kamen.

BEfristete Verträge gekoppelt mit einem immer noch schlechten Gehalt werden die Bewerberströme garantiert noch mehr anheizen, denn wer sehnt sich nicht danach, einen der beliebten Niedriglohnjobs, getoppt mit der Aussicht nach 1 Jahr, auch ohne erneute Covid Welle, wieder automatisch "entlassen" zu werden, antreten zu drüfen.

Und dann die große Frage, warum sollen die Verträge befristet sein ? Warum soll man davon ausgehen, dass man diese MA nächstes Jahr NICHT mehr benötigen würde ? Genau, man will sich schon heute sicher sein, sich der Verpflichtung MA einfach entledigen zu können. Egal aus welchem Grund. Genau diese Denke hat doch das ganze System zu Fall gebracht.

Die Verantwortlichen sind irgendwie noch nicht so in der Realität angekommen.



Dieser Beitrag wurde am 13.06.2022 07:56 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 13.06.2022 - 07:54 Uhr
UserFRAHAM
User (322 Beiträge)
-> Die Abfertiger und Dienstleister können / konnten jeder Zeit "unbürokratisch" einstellen. Jeder kann eine Stellenanzeige aufgeben und Leute einstellen.
Fakt ist: es meldet sich keiner ( mehr ) , nachdem er einfach mal so "unbürokratisch" zügig auf die Strasse gestellt wurde.
Ich würde auch nicht in eine Branche zurückkehren, in der, zwecks Kostenreduzierung in der Pandemie, statt KuG einfach mal Kündigungen verteilt wurden. Auch an langjährige MA, die alle die Jahre, trotz miesem Gehalt, jeden Tag zur Arbeit kamen.

Kleine Ergänzung dazu ... in der Luftfahrt unbürokratisch einstellen ... alleine die Sicherheitsüberprüfung die für viele der Jobs notwendig wäre braucht Zeit. So einfach geht das nicht und ich hoffe auch sehr inständig, dass sich niemand erweichen lässt die Regularien auf Grund der besonderen Situation aufzuweichen. Bei uns hier lokal wird mit 16€ (zuzüglich Zulagen) geworben plus Anwerbebonus. Das muss man natürlich in einigen Branchen auch erst mal suchen.

BEfristete Verträge gekoppelt mit einem immer noch schlechten Gehalt werden die Bewerberströme garantiert noch mehr anheizen, denn wer sehnt sich nicht danach, einen der beliebten Niedriglohnjobs, getoppt mit der Aussicht nach 1 Jahr, auch ohne erneute Covid Welle, wieder automatisch "entlassen" zu werden, antreten zu drüfen.

Und dann die große Frage, warum sollen die Verträge befristet sein ? Warum soll man davon ausgehen, dass man diese MA nächstes Jahr NICHT mehr benötigen würde ? Genau, man will sich schon heute sicher sein, sich der Verpflichtung MA einfach entledigen zu können. Egal aus welchem Grund. Genau diese Denke hat doch das ganze System zu Fall gebracht.

Jetzt aber auch mal umgekehrt. In Zeiten, in denen immer alles ausgeschrieben werden soll und immer günstiger oder zumindest nicht teurer werden darf, was soll da ein guter Unternehmenseigentümer machen`? Soll jetzt nicht die Praktiken rechtfertigen die Leute grundsätzlich auf die Straße zu setzen. Ich habe auch mal vor ein paar Jahren in einem solchen Unternehmen begonnen und war auch ehrlich gesagt froh über diese Verträge. Die meisten der Neueinstellungen konnten sich noch über das erste halbe Jahr hinweg zusammen reißen und haben erst nach etwas mehr als einem Jahr ihr echtes "Gesicht" gezeigt. Wenn es leichter würde "faule" Mitarbeiter zu kündigen nach der Probezeit, dann wäre es sicherlich auch nicht nötig mit diesem Modell zu arbeiten. Logisch gehören immer zwei Seiten dazu.

Die Verantwortlichen sind irgendwie noch nicht so in der Realität angekommen.
Es ist / kommt die Zeit der Mitarbeiter. Nun sind diese am längeren Hebel und "sagen an". Quer durch alle Branchen.

Auch wenn ich bei einigen Teilen der Kritik ganz bei Ihnen bin, aber das Fazit teile ich nicht. Es ist bereits jetzt schon so bei uns, dass nicht genügend Arbeit für alle Menschen da ist. Am Ende des Tages ist das so bei allen Jobs, wo es Personalmangel gibt und eine gewisse Qualifikation erforderlich ist. Nicht umsonst werden bspw. gerade im Bereich der IT absurd hohe Gehälter bezahlt. Aber für einen einfachen Anlern-Beruf sehe ich auf die nächsten Jahrzehnte hinaus nicht dieses Problem. Am Ende wird etwas an der Geld-Schraube gedreht, aber ein echtes "wir sagen an" wie eben in der IT wird es dort nicht geben (können).
Beitrag vom 13.06.2022 - 10:22 Uhr
UserVB
User (308 Beiträge)
Ich finde die politischen Schuldzuweisungen gerade unerträglich. Ein CSU-Mitglied wirft dem FDP-Verkehrsminister Versagen vor und die FPD fordert von der SPD-Justizministerin, dass die Bundespolizei den "Urlaub retten" solle.

Nicht, dass ich ein großer Freund von Hr. Wissing wäre, aber der Luftverkehr ist ein liberalisierter Markt und das nicht zuletzt auf Betreiben der Union vor 30-40 Jahren. Was soll bitte jetzt der Bundesverkehrsminister verantworten?! Dass sich die gesamte Branche in der Personalplanung vertan hat?

Und ja, die Bundespolizei ist für die Sicherheit verantwortlich. Die Bundesjustizministerin hat gerade mit Sicherheit aber anderes zu tun, als sich darum zu kümmern, dass die Deutschen mit dem Billigflieger das Mittelmeer erreichen.
Beitrag vom 13.06.2022 - 10:32 Uhr
Usernoltea
User (18 Beiträge)
Die Airlines verteidigen sich. "Die Aufhebung der Reisebeschränkungen ist von den Regierungen sehr kurzfristig entschieden worden", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), Matthias von Randow.
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-> ist das so ? Unvorhersehbar und kurzfristig. Haben nicht alle Ailines permanent und monatelang gejammert, dass die Reiserestriktionen endlich aufhören müssten ( insb in die USA, einer der ertragreichsten Verbindungen ) und, dass D mit seinen Verordnungen bezügl. Reiseeindämmung / Restriktionen bzw derer Abschaffung immer als Letzter hinterherrennt ? War LH nicht da ganz vorne beim Schreien dabei ?

 https://www.lufthansagroup.com/de/newsroom/meldungen/endlich-nach-rund-20-monaten-koennen-viele-europaeer-ab-november-wieder-in-die-usa-fliegen.html

Man beachte die Überschrift im SEPT 21 "Endlich .... " - hier wurde schon vom sprunghafen Anstieg der Buchungen v 40 % berichtet ( weil man wahrscheinlich schon das größte Kontingent der Tx f Sommer 22 mitverkauft hatte ) ...

Der Vorsitzende CS: "Bereits in den ersten Stunden nach Ankündigung durch die US-Administration stiegen die Buchungen für Lufthansa Flüge über den Nordatlantik im Wochenvergleich um 40 Prozent. Die Fluggesellschaften der Lufthansa Group sind optimal auf die Öffnung vorbereitet. Das Flugangebot zwischen Europa und den USA wurde in den vergangenen Monaten kontinuierlich auf über 200 wöchentlichen Verbindungen zu 17 US-Zielen ausgebaut. Rechtzeitig zu der Öffnung im November haben Reisende damit ein umfangreiches Flugangebot zur Auswahl, das im Bedarfsfall auch kurzfristig noch erweitert werden kann."

Ah noch erweiterbar, kurzfristig, ah JA. Und die Crews wurden weiter noch gefragt, wer gerne in Kurzarbeit bleiben wolle, um das KUG des Staates mitzunehmen. Schulungen wurden damit verschleppt und alles weiter verzögert.

Thema FRAPORT:

 https://www.t-online.de/region/frankfurt-am-main/news/id_91492234/corona-omikron-flughafen-ein-bisschen-boom-ein-bisschen-bremse.html

Lage im DEZ 2021 !

"Trotz Omikron: Im Dezember ging es weiter aufwärts

Im Dezember kam Omikron, neue Reisebeschränkungen wurden verhängt. Die seit Mai ( Anmerkung MAI 2021 ! nicht 2022 ) verzeichnete Erholung im Passagiergeschäft hielt zwar Fraport zufolge dank Reiseverkehr über die Weihnachtsfeiertage sowie stärkerem Verkehr über die Kontinente hinweg prinzipiell an."

Und man hat es von allen Seiten also bis dato nicht kommen sehen. AHA.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) solle dafür sorgen, "dass die Bodendienstleister schnell und unbürokratisch Leute einstellen können - gegebenenfalls mit befristeten Verträgen"
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-> Die Abfertiger und Dienstleister können / konnten jeder Zeit "unbürokratisch" einstellen. Jeder kann eine Stellenanzeige aufgeben und Leute einstellen.
Fakt ist: es meldet sich keiner ( mehr ) , nachdem er einfach mal so "unbürokratisch" zügig auf die Strasse gestellt wurde.
Ich würde auch nicht in eine Branche zurückkehren, in der, zwecks Kostenreduzierung in der Pandemie, statt KuG einfach mal Kündigungen verteilt wurden. Auch an langjährige MA, die alle die Jahre, trotz miesem Gehalt, jeden Tag zur Arbeit kamen.

BEfristete Verträge gekoppelt mit einem immer noch schlechten Gehalt werden die Bewerberströme garantiert noch mehr anheizen, denn wer sehnt sich nicht danach, einen der beliebten Niedriglohnjobs, getoppt mit der Aussicht nach 1 Jahr, auch ohne erneute Covid Welle, wieder automatisch "entlassen" zu werden, antreten zu drüfen.

Und dann die große Frage, warum sollen die Verträge befristet sein ? Warum soll man davon ausgehen, dass man diese MA nächstes Jahr NICHT mehr benötigen würde ? Genau, man will sich schon heute sicher sein, sich der Verpflichtung MA einfach entledigen zu können. Egal aus welchem Grund. Genau diese Denke hat doch das ganze System zu Fall gebracht.

Die Verantwortlichen sind irgendwie noch nicht so in der Realität angekommen.


Bei den Erklärungsversuchen für die katastrophale Situation widerspricht mittlerweile fast jeder Satz dem vorher gesagten. Diese Ausreden werden immer peinlicher. Das ganze Problem besteht darin, dass die Mitarbeiter nicht als Menschen sondern nur noch als Produktionsfaktoren gesehen werden. So ein Produktionsfaktor muss nur eines sein, nämlich "billig" und am besten noch dazu "einfach zu entsorgen". Und als Folge entstehen menschenunwürdige Zustände und Mitarbeiter werden behandelt wie Dreck. Hier sind wohl die Billig-Airlines zum Vorbild für Gesellschaften geworden, die sich selbst als 5-Sterne Gesellschaft verstehen. Ich frage mich, wie lange kann man so handeln und das Image als Qualitätsairline aufrechterhalten?

Für mich hat es den Anschein, dass den LH Managern die Kunden genauso egal sind wie die eigenen Mitarbeiter. Diese Leute können nicht so naiv gewesen sein, und die rückkehrende Nachfrage "unterschätzt" haben. Man hat doch von vornherein in Kauf genommen, unterbesetzt zu sein und dann als Konsequenz Flüge ausfallen zu lassen. Das oberste Ziel muss gewesen sein, die "Corona-Gunst" der Stunde zu nutzen und gut bezahlte Mitarbeiter los zu werden. Koste es, was es wolle. Das sind wirklich skrupellose Manager der miesesten Art. Was sagen die denn dann einer Familie, deren Urlaubsflug dieses Jahr gecancelt wird? "Das tut uns sehr leid, dass es mit Ihrem Urlaub in diesem Jahr nichts wird, probieren Sie es einfach nächstes Jahr wieder, wir freuen uns, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Lufthansa" Zynischer geht es dann kaum noch und als Ablenkung für die eigene Skrupellosigkeit kann Corona wunderbar herhalten. Es wird genügend Leute geben, die dieses Märchen von den "unvorhersebaren Zuständen" glauben und LH ist fein raus.
Beitrag vom 13.06.2022 - 10:33 Uhr
UserArmadilo
User (4 Beiträge)
Ich muss den Gewerkschaften Recht geben, weil ich es seit Jahren auf der Rampe beobachte.Mal ehrlich, aber das Problem mangelnder Abfertigungskapazitäten ist auch hausgemacht. Seitdem es die verpflichtende Marktöffnung für Abfertigungsdienste an Großflughäfen gibt,wurde immer mehr Preisdruck bei den Flughäfen im Bereich der Abfertigung erzeugt,diese mussten nun in ihrem eigenen Grundstück durch andere Abfertiger wildern lassen. In der Folge entstand massiver Kostendruck, den viele Flughäfen durch die Schaffung von konzerneigenen Subunternehmen aufgefangen haben. Die Folge: Schlechtere Arbeitsverträge und ein entscheidender Nachteil: Oft keine Aufstiegs- und Fortbildungsmöglichkeiten über einen Lademeister- oder Schichtleiterposten hinaus, wie das früher an großen Flughäfen für konzernbeschäftigtee durchaus möglich und nicht unüblich war.Und dann in der ersten Krise direkt die Kündigung auf den Ebenen, die das Geld mit ihrer Arbeit erwirtschaften. Sorry, aber das sind nun einmal keine attraktiven Aussichten für jemanden, der vielleicht drei Kinder zuhause hat oder eben mit 50 Jahren irgendwann keine Koffer mehr buckeln will. So On-Off funktioniert vielleicht auf dem Papier, aber Menschen lassen das eben nicht auf Dauer mit sich machen, insbesondere nicht jetzt, wo überall Fachkräftemangel herrscht und man durchaus gute Chancen hat, sich ohne Kosten weiterzubilden. Und wer nun alles uf Corona schiebt, der wird das Problem auch lamgfristig nicht lösen, weil er immer an den Symptomen rumdoktort, aber eben nicht an den Ursachen.
Beitrag vom 13.06.2022 - 13:16 Uhr
UserFRAHAM
User (322 Beiträge)
Das ganze Problem besteht darin, dass die Mitarbeiter nicht als Menschen sondern nur noch als Produktionsfaktoren gesehen werden. So ein Produktionsfaktor muss nur eines sein, nämlich "billig" und am besten noch dazu "einfach zu entsorgen".

Ja, das steht ja auch bei jedem BWL Studiengang in der dritten Vorlesung auf dem Lehrplan. Also alles so gemacht, wie gelernt ...
Beitrag vom 13.06.2022 - 13:30 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich hier so viele aufregen.
Solche Fehlplanungen gab es doch schon letztes Jahr, da hat es nur überhaupt keinen interessiert.
Auch letztes Jahr wurden Flüge in die Systeme gestellt, Crews vorgehalten, alles vorbereitet – und dann wurden die Flüge mangels Nachfrae storniert. Die Kosten für die Mitarbeiter liefen aber trotzdem auf. Alles wurde auf Pump bezahlt. Natürlich hat sich da keiner beschwert, weil man bei voller Bezahlung Freizeit hatte. Wer hätte das nicht gerne?
Das man so nicht weitermachen wollte und konnte sollte eigentlich auch einleuchten. Auch 2021 hat man das Ende der Pandemie schon gesehen, doch Pustekuchen, die Fallzahlen stiegen, die Länder blieben zu und die Fluggesellschaften auf ihren Kosten sitzen.
Das jetzt – im Nachhinein – die Klugscheißer hier alles schon vorher wussten …. Geschenkt!
Beitrag vom 13.06.2022 - 14:12 Uhr
UserFW 190
User (1943 Beiträge)
Hier mal ein Viedobeitrag eines Klugscheißers der aus seiner Lebenserfahrung berichtet, vom Sept. 2020:

 https://www.youtube.com/watch?v=4FwtcCuwfDE

War ja mal im Management bei LH
Beitrag vom 13.06.2022 - 15:07 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Für mich hat es den Anschein, dass den LH Managern die Kunden genauso egal sind wie die eigenen Mitarbeiter. Diese Leute können nicht so naiv gewesen sein, und die rückkehrende Nachfrage "unterschätzt" haben. Man hat doch von vornherein in Kauf genommen, unterbesetzt zu sein und dann als Konsequenz Flüge ausfallen zu lassen. Das oberste Ziel muss gewesen sein, die "Corona-Gunst" der Stunde zu nutzen und gut bezahlte Mitarbeiter los zu werden. Koste es, was es wolle. Das sind wirklich skrupellose Manager der miesesten Art. Was sagen die denn dann einer Familie, deren Urlaubsflug dieses Jahr gecancelt wird? "Das tut uns sehr leid, dass es mit Ihrem Urlaub in diesem Jahr nichts wird, probieren Sie es einfach nächstes Jahr wieder, wir freuen uns, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Lufthansa"

Wie viele der ausgefallenen Flüge hat den Lufthansa zu verantworten?
Wie viele Flüge in Urlaubsregionen werden denn gestrichen?
Wie viele Familien kommen denn nicht zu ihrem Urlaubsort?
Wie viele Passagiere sind denn von einer Absage betroffen und bekommen kein Alternativangebot?
Beitrag vom 13.06.2022 - 22:08 Uhr
UserJordanPensionär
Pensionär
User (910 Beiträge)
Für mich hat es den Anschein, dass den LH Managern die Kunden genauso egal sind wie die eigenen Mitarbeiter. Diese Leute können nicht so naiv gewesen sein, und die rückkehrende Nachfrage "unterschätzt" haben. Man hat doch von vornherein in Kauf genommen, unterbesetzt zu sein und dann als Konsequenz Flüge ausfallen zu lassen. Das oberste Ziel muss gewesen sein, die "Corona-Gunst" der Stunde zu nutzen und gut bezahlte Mitarbeiter los zu werden. Koste es, was es wolle. Das sind wirklich skrupellose Manager der miesesten Art. Was sagen die denn dann einer Familie, deren Urlaubsflug dieses Jahr gecancelt wird? "Das tut uns sehr leid, dass es mit Ihrem Urlaub in diesem Jahr nichts wird, probieren Sie es einfach nächstes Jahr wieder, wir freuen uns, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Lufthansa"

Wie viele der ausgefallenen Flüge hat den Lufthansa zu verantworten?
Wie viele Flüge in Urlaubsregionen werden denn gestrichen?
Wie viele Familien kommen denn nicht zu ihrem Urlaubsort?
Wie viele Passagiere sind denn von einer Absage betroffen und bekommen kein Alternativangebot?


Grob überschlagen:

900 x ~150 PAXe = 135.000 Mittel- und unmittelbar Betroffene.

Schon ne ganze Menge, oder?

Haben Sie das nicht gelesen?

 https://www.aero.de/news-42778/Lufthansa-streicht-Hunderte-Fluege.html

Btw.
Sie vermitteln doch oft den Eindruck, fast alles zu wissen.
Wundern mich ein bisschen Ihre 'Fragen' (oder vielleicht eher "Nebelkerzen"!?).
Beitrag vom 14.06.2022 - 10:12 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Für mich hat es den Anschein, dass den LH Managern die Kunden genauso egal sind wie die eigenen Mitarbeiter. Diese Leute können nicht so naiv gewesen sein, und die rückkehrende Nachfrage "unterschätzt" haben. Man hat doch von vornherein in Kauf genommen, unterbesetzt zu sein und dann als Konsequenz Flüge ausfallen zu lassen. Das oberste Ziel muss gewesen sein, die "Corona-Gunst" der Stunde zu nutzen und gut bezahlte Mitarbeiter los zu werden. Koste es, was es wolle. Das sind wirklich skrupellose Manager der miesesten Art. Was sagen die denn dann einer Familie, deren Urlaubsflug dieses Jahr gecancelt wird? "Das tut uns sehr leid, dass es mit Ihrem Urlaub in diesem Jahr nichts wird, probieren Sie es einfach nächstes Jahr wieder, wir freuen uns, Sie bald wieder bei uns begrüßen zu dürfen. Lufthansa"

Wie viele der ausgefallenen Flüge hat den Lufthansa zu verantworten?
Wie viele Flüge in Urlaubsregionen werden denn gestrichen?
Wie viele Familien kommen denn nicht zu ihrem Urlaubsort?
Wie viele Passagiere sind denn von einer Absage betroffen und bekommen kein Alternativangebot?


Grob überschlagen:

900 x ~150 PAXe = 135.000 Mittel- und unmittelbar Betroffene.

Schon ne ganze Menge, oder?

Das ist eine große Zahl, die Frage ist nur, was das bedeutet?
Werden die 135.000 umgebucht und müssen eine Stunde später oder früher fliegen (solche Zeitenänderungen sind ja z.B. im Ferienflugbereich völlig alltäglich) oder wird deren Flug einfach storniert. Haben Sie da Informationen?
Beitrag vom 14.06.2022 - 10:48 Uhr
UserBald-Lokführer
User (557 Beiträge)
Ich verstehe überhaupt nicht, warum sich hier so viele aufregen.
Solche Fehlplanungen gab es doch schon letztes Jahr, da hat es nur überhaupt keinen interessiert.
Auch letztes Jahr wurden Flüge in die Systeme gestellt, Crews vorgehalten, alles vorbereitet – und dann wurden die Flüge mangels Nachfrae storniert. Die Kosten für die Mitarbeiter liefen aber trotzdem auf. Alles wurde auf Pump bezahlt. Natürlich hat sich da keiner beschwert, weil man bei voller Bezahlung Freizeit hatte. Wer hätte das nicht gerne?
Das man so nicht weitermachen wollte und konnte sollte eigentlich auch einleuchten. Auch 2021 hat man das Ende der Pandemie schon gesehen, doch Pustekuchen, die Fallzahlen stiegen, die Länder blieben zu und die Fluggesellschaften auf ihren Kosten sitzen.
Das jetzt – im Nachhinein – die Klugscheißer hier alles schon vorher wussten …. Geschenkt!


Achtung, schon wieder wissentlich eine falsche Aussage.
Es wurden nur die Angestellten bezahlt, die man gebraucht hat. Mitnichten hatten die Leute bei voller Bezahlung Freizeit. Viele hab KUG bekommen.
Es gab viele die haben 2020/1 noch knapp die Hälfte ihres Lohns von 2019 gehabt.
Das ist natürlich besser als entlassen werden. Aber die Mär des Achso generösen Arbeitgeber muss man hier schlicht entkräften. KUG kann nur bezahlt werden wenn der AN dem zustimmt. Ansonsten hätte er recht auf die im Arbeitsvertrag unterschriebenen Leistungen. Natürlich haben so gut wie alle im Konzern, die die Möglichkeit hatten, KUG bezogen und damit auch der Firma geholfen.

Natürlich fallen weiter Kosten für den AG an. Aber dafür hat man im Optimalfall, wenn es wieder anzieht, genug Leute um das Volumen stemmen zu können.
Beitrag vom 14.06.2022 - 11:20 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Achtung, schon wieder wissentlich eine falsche Aussage.
Es wurden nur die Angestellten bezahlt, die man gebraucht hat. Mitnichten hatten die Leute bei voller Bezahlung Freizeit. Viele hab KUG bekommen.

Achtung, das ist eine wissentliche Falschaussage.
Wenn die AN aus der Kurzarbeit geholt wurde, um die geplanten Flüge zu fliegen, war er draußen. Wenn dann die Flüge doch nicht stattfinden, kommt man nicht einfach zurück in die Kurzarbeit. Man kann nicht Montag in KU sein, dienstags dann nicht und donnerstags wieder.
Das geht vielleicht in er Schweiz, aber hier im Artikel geht es ja um Deutschland.
Beitrag vom 14.06.2022 - 11:28 Uhr
UserBald-Lokführer
User (557 Beiträge)
Achtung, schon wieder wissentlich eine falsche Aussage.
Es wurden nur die Angestellten bezahlt, die man gebraucht hat. Mitnichten hatten die Leute bei voller Bezahlung Freizeit. Viele hab KUG bekommen.

Achtung, das ist eine wissentliche Falschaussage.
Wenn die AN aus der Kurzarbeit geholt wurde, um die geplanten Flüge zu fliegen, war er draußen. Wenn dann die Flüge doch nicht stattfinden, kommt man nicht einfach zurück in die Kurzarbeit. Man kann nicht Montag in KU sein, dienstags dann nicht und donnerstags wieder.
Das geht vielleicht in er Schweiz, aber hier im Artikel geht es ja um Deutschland.


Wie viele Flüge wurden denn mit 1 Tag voraus gecancelt? Eben. Nicht viele. Bei der Mehrzahl geht es um Cancellations im Voraus. Und wenn man das mehr als einen Monat macht, ist der Monatsplan noch nicht erstellt.
Und wenn ein AN einen vollen Monatsplan hatte aber ein Tag gestrichen wurde, dann hockt er nicht den ganzen Monat daheim und hatte Freizeit.
Und ja, bei uns wurde nur die wirklich erbrachte Arbeit abgerechnet. Alles andere wurde als KUG abgerechnet. Egal ob der Flug 1 Woche, 1 Monat oder 1 Tag vorher gestrichen wurde.
Wie auch im
Beitrag vom 14.06.2022 - 11:35 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Achtung, schon wieder wissentlich eine falsche Aussage.
Es wurden nur die Angestellten bezahlt, die man gebraucht hat. Mitnichten hatten die Leute bei voller Bezahlung Freizeit. Viele hab KUG bekommen.

Achtung, das ist eine wissentliche Falschaussage.
Wenn die AN aus der Kurzarbeit geholt wurde, um die geplanten Flüge zu fliegen, war er draußen. Wenn dann die Flüge doch nicht stattfinden, kommt man nicht einfach zurück in die Kurzarbeit. Man kann nicht Montag in KU sein, dienstags dann nicht und donnerstags wieder.
Das geht vielleicht in er Schweiz, aber hier im Artikel geht es ja um Deutschland.


Wie viele Flüge wurden denn mit 1 Tag voraus gecancelt?

Das war nur ein überspitztes Beispiel.

Bei der Mehrzahl geht es um Cancellations im Voraus. Und wenn man das mehr als einen Monat macht, ist der Monatsplan noch nicht erstellt.

Geanu das war nicht der Fall, weil man die 14 Tage abgewartet hat, die eine Cancellation sozusagen kostenfrei dem Fluggast gegenüber nutzen wollte. Man hat das Buchungsverhalten während Coronazeiten nicht gekannt (die meisten Kunden haben ja auch kurzfristig gebucht) und dementsprechend spätest möglich gecancelt.
Aber das wissen Sie ja auch ganz genau.

Und wenn ein AN einen vollen Monatsplan hatte aber ein Tag gestrichen wurde, dann hockt er nicht den ganzen Monat daheim und hatte Freizeit.
Und ja, bei uns wurde nur die wirklich erbrachte Arbeit abgerechnet. Alles andere wurde als KUG abgerechnet. Egal ob der Flug 1 Woche, 1 Monat oder 1 Tag vorher gestrichen wurde.

Das mag ja in der Schweiz so sein, in Deutschland jedenfalls nicht.
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