Community / / Dreißig Jahre London City Airport

Beitrag 1 - 8 von 8
Beitrag vom 04.11.2017 - 11:03 Uhr
UserLunte
User (231 Beiträge)
Sowas funzt nur in England,anderorts schliesst man solche Einrichtungen ,warum wohl ?? wird wohl seinen Grund haben :-))
Beitrag vom 04.11.2017 - 13:08 Uhr
Userbob.gedat
User (597 Beiträge)
Sowas funzt nur in England,anderorts schliesst man solche Einrichtungen ,warum wohl ?? wird wohl seinen Grund haben :-))
LCY war eine Art Steckenpferd von Lady Tatcher und ein höchst erfolgreicher Versuch aus den nicht mehr genutzten Royal Docks eine Goldgrube zu machen. Die ursprünglich auf 50 Mio Pfund taxierte Immobilie ist heute 2 Milliarden wert. Der STOL-Airport inmitten der verödeten Docklands war quasi der Startschuss zur Wiederbelebung von Londons völlig herunter gekommenem East End Distrikt. Heute ist die östliche Themse ein opulenter Spielplatz für "Schön und Reich". "Sowas funzt nur in England" trifft wohl zu, vor allem in London.

Schon eine Leistung aber, dort auf nur 60 Hektar Land einen 8 Mio Airport hinzukriegen.
Noch erstaunlicher ist freilich, dass laut Erhebungen eines unabhängigen Kommittees der Stadtverwaltung 83 Prozent der betroffenen Anrainer hinter dem Projekt stehen, wohl auch aus wirtschaftlichen Gründen. Der Airport allein beschäftigt über 3.000 Mitarbeiter.

Dieser Beitrag wurde am 04.11.2017 18:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.11.2017 - 12:00 Uhr
UserPidder
User (5 Beiträge)
Das wirklich Schlimme daran ist, dass es in Berlin so eine Infrastruktur schon längst gab, sie hätte als Flughafen Tempelhof bzw. Berlin City-Airport bequem weiter betrieben werden können. Für Geschäftsflieger und anderen "exklusiveren" Verkehr hätten sich hier bei dem Standortvorteil sehr viele Chancen ergeben. Aus Lärmschutzgründen wären auch hier steilere Anflugverfahren denkbar gewesen.

Jetzt haben wir hier eine große, grüne Wiese als Spielplatz für all diejenigen, die die Entwicklung der Stadt möglichst komplett hemmen wollen (Wohnungs- und Autobahnbau etc.). Hier zeigt sich der Unterschied zwischen Metropole und Möchte-gern-Metropole leider nur zu deutlich.
Beitrag vom 06.11.2017 - 12:40 Uhr
Usergpower
User (1650 Beiträge)
Das wirklich Schlimme daran ist, dass es in Berlin so eine Infrastruktur schon längst gab, sie hätte als Flughafen Tempelhof bzw. Berlin City-Airport bequem weiter betrieben werden können. Für Geschäftsflieger und anderen "exklusiveren" Verkehr hätten sich hier bei dem Standortvorteil sehr viele Chancen ergeben. Aus Lärmschutzgründen wären auch hier steilere Anflugverfahren denkbar gewesen.

Jetzt haben wir hier eine große, grüne Wiese als Spielplatz für all diejenigen, die die Entwicklung der Stadt möglichst komplett hemmen wollen (Wohnungs- und Autobahnbau etc.). Hier zeigt sich der Unterschied zwischen Metropole und Möchte-gern-Metropole leider nur zu deutlich.

Es sei dahingestellt wie groß der Anteil der Business Aviaion an der Stadtentwicklung ist. In Berlin waren das im September genau 380 Flugbewegungen, in London 3000+. Das wären in B gut 3 am Tag, teures Vergnügen dafür einen Airport vorzuhalten. Der Vergleich zu LCY hinkt, da gibt es keinen Business Verkehr, nur Linie.
Mit der Möchtegernmetropole haben Sie recht, London ist mehr als 3 x so groß, hat 30+ Flüge am Tag nach New York, Berlin z Zt gerade mal einen. Da verbieten sich Flughafenfantasien.
Beitrag vom 06.11.2017 - 18:32 Uhr
Userbob.gedat
User (597 Beiträge)
Der Vergleich zu LCY hinkt, da gibt es keinen Business Verkehr, nur Linie.
 http://jetcentre.londoncityairport.com/
LCY bewirbt "seinen" Business-Airport mit der schnellsten Abfertigung in der Region
Beitrag vom 06.11.2017 - 19:50 Uhr
Usergpower
User (1650 Beiträge)
Der Vergleich zu LCY hinkt, da gibt es keinen Business Verkehr, nur Linie.
 http://jetcentre.londoncityairport.com/
LCY bewirbt "seinen" Business-Airport mit der schnellsten Abfertigung in der Region


Danke für den Hinweis. Ich habe die Daten aus der Airport Statistics Greater London. Die Zeigte für LCY -- in der Spalte Buiness Aviation. Manchmel reicht eine Quelle nicht, und das mir ;-)
Danke und Gruß
Beitrag vom 06.11.2017 - 21:17 Uhr
UserPidder
User (5 Beiträge)
"Mit der Möchtegernmetropole haben Sie recht, London ist mehr als 3 x so groß, hat 30+ Flüge am Tag nach New York, Berlin z Zt gerade mal einen. Da verbieten sich Flughafenfantasien."

THF wurde 2008 geschlossen. Eine weitere Entwicklung dieses Airports war aus politischen Gründen nicht gewollt, wäre zu dem Zeitpunkt aber sicher möglich gewesen. Was hätte passieren können zeigt der London City-Airport, einer von inzwischen 4 Londoner Stadtflughäfen.

Dass Berlin international "abgehängt" ist, hat aber sicher nichts damit zu tun, sondern mit der (Nicht-)Entwicklung des BER (fehlende Kapazitäten in TXL), dem Niedergang der AB und dem Unwillen von LH, auf dem engen TXL neben FRA und MUC einen weiteren Hub für die Langstrecke aufzumachen, was wiederum nur zu verständlich ist.

Dieser Beitrag wurde am 06.11.2017 21:23 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 06.11.2017 - 22:03 Uhr
Userfbwlaie
User (4211 Beiträge)
Die Docklands waren mal ein geschäftiges Gebiet. Aber Thatcher war kein Fan von Gewerkschaften. Also wurde "Themse abwärts" (Felixtowe) ein neuer Hafen gebaut (, was wohl auch per se richtig war.)


Dieser Beitrag wurde am 06.11.2017 22:54 Uhr bearbeitet.