Beitrag vom 26.07.2026 - 11:00 Uhr
Auf gut Deutsch: Sie fangen schon mal an, sich durchzuwursteln.
Das liebt der Haushälter besonders: Vertragliche Zahlungsbindung ohne Limit, Arbeitsbeginn noch bevor man das Konzept überhaupt "überprüft" haben will, und jederzeit offen, alles über den Haufen zu schmeissen und neue Partner zwecks Frustverwässerung an Bord zu nhmen.
Funktioniert garantiert. Zumindest solange die Initiatoren noch nicht abfindungsreif sind.
Beitrag vom 26.07.2026 - 12:08 Uhr
Auf gut Deutsch: Sie fangen schon mal an, sich durchzuwursteln.
Das liebt der Haushälter besonders: Vertragliche Zahlungsbindung ohne Limit, Arbeitsbeginn noch bevor man das Konzept überhaupt "überprüft" haben will, und jederzeit offen, alles über den Haufen zu schmeissen und neue Partner zwecks Frustverwässerung an Bord zu nhmen.
Funktioniert garantiert. Zumindest solange die Initiatoren noch nicht abfindungsreif sind.
Ich weiß nicht, wo genau Ihr Problem liegt.
Das ist kein Einkauf mit festgelegten Produkten in einem definierten Zeitraum gegen festgelegte Zahlungen, sondern ein Entwicklungsprojekt mit einem bestimmten Budget, dessen Ergebnisse sowohl im Bereich Product Engineering (also was genau gebaut wird) als auch Manufacturing Engineering (wie/wo es gebaut wird) gerade erst definiert werden.
Wenn "der Haushälter" nichts kaufen will, was bereits irgendwo fertig im Regal liegt, kommt er um diesen Schritt nicht rum...
Dieser Beitrag wurde am 26.07.2026 12:12 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 26.07.2026 - 12:09 Uhr
Auf gut Deutsch: Sie fangen schon mal an, sich durchzuwursteln.
Das liebt der Haushälter besonders: Vertragliche Zahlungsbindung ohne Limit, Arbeitsbeginn noch bevor man das Konzept überhaupt "überprüft" haben will, und jederzeit offen, alles über den Haufen zu schmeissen und neue Partner zwecks Frustverwässerung an Bord zu nhmen.
Funktioniert garantiert. Zumindest solange die Initiatoren noch nicht abfindungsreif sind.
Hinter der Hacke ist es nunmal dunkel.
Grundlegend neue Dinge zu erforschen bzw. zu entwickeln funktioniert nicht in Zeitplänen.
Deswegen gibt es in Deutschland oder zumindest in Bayern i.d.R auch kein zeitliches Limit bei Promotionen.
An der Stelle könnte man kritisieren dass in Europa bei solchen Projekten immer alles auf einmal neu entwickelt wird und man sich nicht an bereits existierenden Subsystemen wie insb. Triebwerken (aber auch Radar etc.) bedient und erstmal nur den Teil welcher idealerweise nicht 'grundlegend neu' ist d.h. die Zelle mit konkreten Kosten- und Zeitplänen entwickelt aber wenn zwischen solchen Projekten immer gleich etliche Jahrzehnte liegen muss man eben selbst das neu erlernen.
Die Amerikaner konnten sich bei der Entwicklung der F35 auf ein bereits existierendes Triebwerk und Radar stützen (man musste diese noch weiterentwickeln aber das meiste hat man an der Stelle von der F22 übernommen) und schieben jetzt erst das Radar welches man ursprünglich wollte nach.
Aufgrund des fragwürdigen Konzepts der F35 funktioniert dabei auch nicht alles reibungslos aber so geht man so ein Projekt idealerweise an.
Dass alles zwischen verschiedenen Ländern aufgeteilt werden muss ist sicher auch ein Problem welches am Ende vieles verteuert aber noch wurselt sich da jeder mehr oder weniger selber durch d.h. was dabei am Ende rauskommt kann in diesem oder genauso gut in irgendeinem anderen Projekt verwendet werden.
Stand heute ist GCAP quasi nur der politisch korrekte Rahmen dieser Forschungsanstrengungen und insb. UK scheint nach wie vor sehr zurückhaltend zu sein seine Ergebnisse zu teilen.
Da kann nach wie vor alles passieren inkl. FCAS Schicksal.
Beitrag vom 26.07.2026 - 17:16 Uhr
Wenn "der Haushälter" nichts kaufen will, was bereits irgendwo fertig im Regal liegt, kommt er um diesen Schritt nicht rum...
Junkers, Dornier, Messerschmitt, Focke, Bölkow und wie sie alle heissen, hatten noch viel weniger im Regal liegen als die mit Finanzprogrammen und Hochschulforschung gepäppelten Branchenriesen von heute, aber dafür eine ziemlich gute Vorstellung von dem, was sie brauchten und bauen wollten. Und zwar schon bevor sie aktiv wurden.
Damals förderte die Politik den Wettbewerb um die beste Lösung, heute das Procedere um die wählerwirksamsten Bilder. Das, was hinten rauskommt, ist (in allen Bereichen, nicht nur der Flugzeugentwicklung) relativ unwichtig geworden, weil die eigene berufliche Halbwertzeit früher endet als der geplante Nutzungsbeginn, der bei solchen Grossprojekten sowieso regelmässig verpasst wird. Das wirtschaftliche Feedback fehlt eben in weiten Teilen.
Was die damit finanzierte ausgeklügelte High Tech Rüstung in der Praxis nutzt, das sieht man aktuell ja im Iran, wo US-Basen und Welthandel schon durch bereits fertig im Regal liegendes Altgerät problemlos eingeschränkt bis neutralisiert werden, und in der Ukraine, wo anfangs Erfolge erzielt wurden durch fertige Bückware, die bis dato hierzulande noch nicht mal getestet wurde.
Irgendwie scheint die Weisheit "Konkurrenz belebt das Geschäft" verlorengegangen zu sein.
Beitrag vom 26.07.2026 - 18:49 Uhr
Junkers, Dornier, Messerschmitt, Focke, Bölkow und wie sie alle heissen, hatten noch viel weniger im Regal liegen als die mit Finanzprogrammen und Hochschulforschung gepäppelten Branchenriesen von heute, aber dafür eine ziemlich gute Vorstellung von dem, was sie brauchten und bauen wollten. Und zwar schon bevor sie aktiv wurden.
Bitte was?
Das RLM hat also keine Wettbewerbe wie "Bomber B" durchgeführt und Göring war also nicht häufiger mal enttäuscht dass seine absurden Vorstellungen über irgendwas sich am Ende nicht umsetzen ließen?
Was die damit finanzierte ausgeklügelte High Tech Rüstung in der Praxis nutzt, das sieht man aktuell ja im Iran, wo US-Basen und Welthandel schon durch bereits fertig im Regal liegendes Altgerät problemlos eingeschränkt bis neutralisiert werden, und in der Ukraine, wo anfangs Erfolge erzielt wurden durch fertige Bückware, die bis dato hierzulande noch nicht mal getestet wurde.
Wo und wann genau in der Ukraine haben die Russen bitte HighTech Rüstung verwendet?
Der EINZIGE GRUND warum die Drohnen (in) der Ukraine so erfolgreich sein können ist der dass Russland massive Defizite in der Radartechnologie hat was dazu führt dass von Arena bis Panzir quasi alle Systeme welche diese bekämpfen können sollten große Probleme darin haben diese kleinen und vorallem langsamen (!) Ziele zu entdecken und die Ukraine selbst bekommt natürlich keine hochentwickelten Nato Waffen welche frontnah eingesetzt werden damit diese nicht in Russische Hände geraten können.
Hinter der Front werden die Russischen Drohnen inzwischen extrem zuverlässig abgefangen und erreichen nurnoch selten ihr Ziel.
Im Iran schauts gerade auch ziemlich traurig aus nachdem dieses Land auf HighTech Rüstung ebenfalls verzichten musste und den Amerikanischen Luftangriffen somit schutzlos ausgeliefert ist wobei die Amerikaner die Iranischen Angriffe durchaus abfangen können wenn auch noch nicht so zuverlässig wie es vielleicht wünschenswert und möglich wäre.
Ist es auch nicht auffällig wie sowohl Russland als auch insbesondere der Iran immer stärker auf Balistische Raketen setzen obwohl diese so viel teurer und aufwändiger sind als Drohnen?
Was sagt uns das über den Wert von HighTech?
Beitrag vom 26.07.2026 - 22:56 Uhr
Wenn "der Haushälter" nichts kaufen will, was bereits irgendwo fertig im Regal liegt, kommt er um diesen Schritt nicht rum...
Junkers, Dornier, Messerschmitt, Focke, Bölkow und wie sie alle heissen, hatten noch viel weniger im Regal liegen als die mit Finanzprogrammen und Hochschulforschung gepäppelten Branchenriesen von heute, aber dafür eine ziemlich gute Vorstellung von dem, was sie brauchten und bauen wollten. Und zwar schon bevor sie aktiv wurden.
Ich unterstelle jetzt mal, dass der Bau von Kampfflugzeugen in den 1930ern deutlich weniger komplex war als heute.
Damals förderte die Politik den Wettbewerb um die beste Lösung, heute das Procedere um die wählerwirksamsten Bilder.
Heute können wir uns - wenn man integriert vernetzte Kampfflugzeuge entwickelt haben möchte - nur noch max. eine Lösung leisten.
Das, was hinten rauskommt, ist (in allen Bereichen, nicht nur der Flugzeugentwicklung) relativ unwichtig geworden, weil die eigene berufliche Halbwertzeit früher endet als der geplante Nutzungsbeginn, der bei solchen Grossprojekten sowieso regelmässig verpasst wird. Das wirtschaftliche Feedback fehlt eben in weiten Teilen.
Gegenthese: Was "hinten raus kommt" ist deutlich wichtiger geworden, weil man nur noch einen Versuch alle 30 Jahre hat.
Was die damit finanzierte ausgeklügelte High Tech Rüstung in der Praxis nutzt, das sieht man aktuell ja im Iran, wo US-Basen und Welthandel schon durch bereits fertig im Regal liegendes Altgerät problemlos eingeschränkt bis neutralisiert werden,
Basen werden gelegentlich erfolgreich angegriffen bzw nicht mit einer Erfolgsrate von 100,0% verteidigt würde denke ich eher passen.
Und Öltanker kann man nun mal völlig ohne Hightech selbst mit einem JetSki und einem Karabiner angreifen.
Wie das die Sinnlosigkeit eines vernetzten NextGen Kampfflugzeugs belegen soll, erschließt sich mir nicht. Ob dieses Kampfflugzeug noch klassisch bemannt sein muss, ist denke ich eine andere Frage.
und in der Ukraine, wo anfangs Erfolge erzielt wurden durch fertige Bückware, die bis dato hierzulande noch nicht mal getestet wurde.
Was meinen Sie hier?
Irgendwie scheint die Weisheit "Konkurrenz belebt das Geschäft" verlorengegangen zu sein.
Beitrag vom 27.07.2026 - 10:36 Uhr
und in der Ukraine, wo anfangs Erfolge erzielt wurden durch fertige Bückware, die bis dato hierzulande noch nicht mal getestet wurde.
Was meinen Sie hier?
Sie haben Spielzeug zu Waffen umfunktioniert bereits zu Zeiten, in denen diese Möglichkeit auch hierzulande zwar schon bekannt, aber eben noch nicht erkannt worden war.