Community / / Gericht: Mindestgröße für Pilotin...

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Beitrag vom 28.11.2013 - 17:50 Uhr
UserAngros
User (364 Beiträge)
Wie bitte?? Dass es diese Mindestgröße gibt, damit sichergestellt ist, dass der/die entsprechende Berwerber/in in den Cockpits überhaupt arbeiten KANN ist aber schon klar? Es gibt übrigens auch eine Maximalgröße bei LH von 1,98m (nachzulesen auf  http://www.lufthansa-pilot.de/)
Es müssen nun mal alle Schalter sowie Steuergeräte erreicht werden können. Dass das hier auch noch als Diskriminierung der Frau hingestellt wird, zeigt mir persönlich nur, auf welches Level dieses Thema inzwischen abgerutscht ist. Männer unter 1,65m (oder der Logik der Argumentation folgend: eher über 1,98m, in dieser Kategorie dürfte statistisch der Anteil der Männer ja wahrscheinlich ebenfalls höher sein) sind dann halt wohl selbst schuld daran oder was?
Beitrag vom 28.11.2013 - 20:04 Uhr
UserSquawk7777
User (20 Beiträge)
Wer schreibt denn die Mindestgröße vor? Airbus, Boeing, LBA/EASA oder die LH? Wenn es vom Flugzeughersteller oder von der zuständigen Flugbehörde aus Sicherheitsgründen eine gewisse Mindestgröße gibt, dann kann ich das verstehen. Wenn die LH andererseits mit strengeren Bestimmungen ankommt, dann sollte sie sich über potentielle Klagen nicht wundern. Wie sehen denn die Mindestgröße bei der Konkurrenz aus?
Beitrag vom 28.11.2013 - 20:22 Uhr
User77W
User (246 Beiträge)
Das hat meiner Meinung überhaupt nichts mit Diskriminierung zu tun. Hier geht es um sicherheitsrelevante Aspekte, für die letztendlich die Lufthansa die Verantwortung übernehmen muss, wenn sie diesen Personenkreis ausbildet und dann als Pilot(in) im Unternehmen beschäftigt. Nicht nur für Piloten, sondern auch in anderen Berufsbereichen gibt es Grenzen für Größe, Gewicht usw.
Wäre es dann z.B. auch diskriminierend, ein maximales Körpergewicht anzugeben, wenn Männer im Durchschnitt schwerer als Frauen sind und daher eher diese Grenze erreichen? Könnte man ewig so fortführen
Beitrag vom 28.11.2013 - 20:36 Uhr
User
User ( Beiträge)
Das obliegt alleine dem Betreiber. Der Hersteller und die Behörde sprechen höchstens ein Empfehlung aus.

Die LH, wie jedes andere Unternehmen auch, gibt ein gewisses Bewerber-Profil vor. Das ist auch klar und deutlich veröffentlicht. Von Diskriminierung zu sprechen, ist nun wirklich sehr weit hergeholt.
Die klagende Person hat es also entweder nicht verstanden oder besitzt einfach nur die notwendige Langeweile oder den finanziellen Möglichkeiten in einen solchen Rechtsstreit zu treten.



Beitrag vom 28.11.2013 - 22:14 Uhr
User
User ( Beiträge)
Airbus und Boeing geben klare Zahlen in Bezug auf Körpergröße heraus, in diesem Rahmen sind ihre Cockpits ergonomisch und sicher (Anstoßen bei Turbulenzen, oder Kontrollverlust über die Pedale usw.) Die Airlines übernehmen diese dann. Aber nur die Airline kann diese zum Kriterium machen. Ich kenne aber keine Airline die deutlich von diesen Vorgaben abweicht. LH übernimmt sie gar 1:1. Groß abweichen könnten sie zudem eh nicht, weil die Hersteller dann aus ihrer Produkthaftung entlassen wären. Wenn die LH also jemanden einstellt, der "nur" 1,55m groß ist, und es passiert etwas, weil sich das Flugzeug nicht mehr steuern ließe (Pedalkontakt verloren, oder Sidestick plus Overheadpanel kann nicht gleichzeitig erreicht werden, der andere Pilot ist zufällig gerade out of Order), haftet dafür nicht der entsprechende Hersteller. Diese Größen sind also Flugsicherheitsrelevant, ebenso wie Vorgaben für Sehstärke und Hörvermögen usw. Diskriminieren sollen diese nicht.

Gruß aus EDHI

Dieser Beitrag wurde am 28.11.2013 22:19 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.11.2013 - 08:56 Uhr
UserBigM203
User (1 Beiträge)
Da drängt sich mir die Frage auf, ob die Dame jemals in einem Cockpit gewesen ist.
Ich selbst bin 2,03m groß und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass ein vernünftiges Arbeiten in einem Cockpit (getestet: A310, A320, VfW614) bei nicht passender Größe unmöglich ist. Schon beim Hinsetzen stößt man sich unweigerlich an diversen Schaltern am Overhead-Panel. Der Ausziehbereich des Tisches bei der A320 endet an den Knien. usw...
Diese Regeln der Airlines/Hersteller haben schon ihren Grund und der liegt nicht in der Diskriminierung einiger Bewerber!

Dieser Beitrag wurde am 29.11.2013 08:57 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.11.2013 - 09:43 Uhr
UserTrijet
User (133 Beiträge)
Ein interessantes Beispiel zu dieser Thematik ist in meinen Augen Heinz-Dieter Kallbach. Der ehemalige Interflug-Pilot, der die berühmte IL-62 Landung auf dem Acker bei Stölln hingelegt hat war zu klein für die Lufthansa und ist dann bis zu seinem Ruhestand Rosinenbomber und bei der Germania geflogen. Bei ihm wäre eine entsprechende Argumentation verständlicher gewesen.
Siehe auch:
 http://www.youtube.com/watch?v=3EP2fgosJ0A

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2013 11:22 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 29.11.2013 - 10:31 Uhr
UserRotas
User (213 Beiträge)
So ein Blödsinn. Wo man die Grenze zieht, darüber lässt sich ja streiten.

Ich fände es diskriminierend, wenn für Männer und Frauen unterschiedliche Regeln gelten würden. Dann könnte in bestimmten Fällen bei gleicher Größe eine Frau genommen werden, ein Mann jedoch nicht.

Kann ja niemand was dafür, dass Frauen und Männer im Schnitt unterschiedlich groß sind und es ist auch schade, dass dadurch weniger Frauen die Möglichkeit haben, Pilot zu werden.
Beitrag vom 29.11.2013 - 10:58 Uhr
Userwaveo
User (27 Beiträge)
Ja, ja der Schrei nach Gleichberechtigung endet genau dann, wenn frau dadurch Nachteile hat.
Beitrag vom 29.11.2013 - 11:08 Uhr
Usercb6785
MD11-Flieger
User (190 Beiträge)
Was mittlerweile im Rahmen der Diskriminierung für Unfug getrieben wird ist ja unglaublich!

Ich verklage ja auch nicht die NBA wenn ich mit 1,93 für Profibasketball zu klein bin und mich deshalb kein Club haben will. ^^

Die Auswahlkriterien sind nun mal ganz klar und transparent vor der Bewerbung zu erfahren (siehe  http://www.lufthansa-pilot.de). UND man muss bestätigen diese zu erfüllen. Wenn meine Augen zu schlecht sind geht's genauso wenig als wenn ich zu klein bin oder kein Abi habe. PUNKT!

Des weiteren machen diese Regeln sehr wohl auch einen Sinn, jeder der Mal versucht hat im Rahmen der Vorbereitung auf eine Notlandung im Simulator mit gelockten Schultergurten noch an alle relevanten Schaltern zu kommen, weiß das dafür auch eine gewissen Größe/Armlänge erforderlich ist.

Wer da wirklich meint 135.000 Euro erklagen zu wollen, weil man diese Kriterien nun mal faktisch nicht erfüllt und dafür auch noch eine Diskriminierung vorschiebt, dem wünsche ich viel Spaß dabei, aber in ein Airliner-Cockpit gehört so jemand definitiv nicht, und zwar nicht wegen der Körpergröße!
Beitrag vom 29.11.2013 - 13:49 Uhr
UserKutta
User (64 Beiträge)
Ich sah mal in einer Diplomarbeit eine Berechnung der Ergonomie von Cockpit und Pilotensitz. Sah doch recht aufwendig aus. Es ist natürlich wichtig, dass sowas gemacht wird. Aber ganz egal ob es diskriminierend ist oder nicht, weil jemand 3,5cm zu klein ist kann er/sie kein guter Pilot werden? Das ist meiner Meinung nach totaler bullshit. Wenn ein Lufthansa Vogel abstürzt, weil da jemand genau zum Zeitpunkt X nicht an einen Schalter kam, dann möchte ich da nicht mitfliegen. Mir fallen spontan mindestens 5 Gründe ein, warum genau sowas passieren kann. Und das hat nichts mit der Körpergröße zu tun. Ich bin eher überrascht, dass hier alle einer Meinung sind und nicht eher kritisch hinterfragen, warum die 3cm da, der letzte Strick ist, der nicht reißen darf. Ich finde das eher grotesk.
Beitrag vom 29.11.2013 - 21:00 Uhr
UserFly-away
Moderator
Mod-Hinweis
Sorry, aber das Thema ist mittlerweile so aus dem Ruder gelaufen, dass ich mich genötigt sah insgesamt 7 Beiträge zu löschen.
Fly-away
Moderator

Dieser Beitrag wurde am 29.11.2013 23:36 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.11.2013 - 10:00 Uhr
UserBoeing757767
User (508 Beiträge)
@ Kutta: die 3 cm sind 3 cm zu wenig.
Es geht nicht, dass man zum Schalten bestimmter Schalter am Overheadpanel ( meist nur oder gerade in Notverfahren ) nicht ohne aufzustehen und sich abzuschnallen ! in zeitkritischen Umständen wo ggf. der andere Pilot manuell mit einem Triebwerk rumfliegt !, an die nötigen Schalter kommt, die die Verfahrensliste erfordert.
Da wurde mal erarbeitet, dass in grossen Fliegern man 1.60 cm sein muss. ( man kann sich auch nur mal reinsetzen und schauen wo man mit den Fingern dran kommt. So aufwendig muss man das ganrnicht betreiben )

Das hat seinen Grund ! Und wenn nun nur 1 cm gefehlt hätte, Limit ist Limit !

Gewinnt die Dame mit 3 cm zu wenig, dann klagen auch alle, die 2 u 1 cm zu kurz waren.
Dann müsste man das Limit runter setzen, und auch dann gibt es wieder Leute, denen NUR 1 cm fehlt. Endloskreis. Das ist keine Diskriminierung, sondern eine Gegebenheit.
Ich tue mir bei 1,85 cm mit manchen Positionen schon schwer !
Oder man sollte, die Kleineren einstellen und dann aber nur kleinere Flugzeuge fliegen lassen, wo die 1,62 cm langen.
Dann gibts auch wieder klagen, weil Diskriminierung a la: Wieso kommt ich als Pilot nicht an meine Senioritätsbewerbung A 380 ????
Wo soll denn das enden ?
Ich kann auch klagen, dass ich als Männermodel nie Bikinimodeschauen laufen werde. Bin mir sicher, dass für diesen Zweck verhältnismässig viele Männdermodels aussortiert werden :-D Ebenfalls will ich mein Recht auf Schwangerschaft.

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2013 10:04 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.11.2013 - 10:58 Uhr
Userfbwlaie
User (4237 Beiträge)
Der Anwalt wußte sehr wohl, daß er tarifrechtlich verlieren würde. Das dürfte er auch seiner Mandantin gesagt haben.

Es geht also nur um das Prinzip der Diskriminierung wg. körperlicher Mängel, die sich - oh Wunder - bei Mann und Frau prozentual unterschiedlich manifestieren. Frauen sind z. B. im Mittel kleiner als Männer.
Da hätte auch eine Kopie eines Klitschkos klagen können, daß er wg. seiner Körpermaße als UL-Demo-Pilot beim Screening ausgeschlossen wäre.

Dieser Beitrag wurde am 30.11.2013 11:01 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 30.11.2013 - 11:27 Uhr
UserTrijet
User (133 Beiträge)
Ich habe schon öfters überlegt, ob mir mit 1,90 Körpergröße nicht ein Business Class Platz im Flieger zusteht, weil es diskriminierend ist, dass ich mich in die Eco zwängen muss und trotzdem genauso viel bezahle, wie kleinere Menschen, die aber in der Eco einen deutlich bequemeren Platz bekommen.

Die Thematik mit den Körpergrößen ist einfach zu umfangreich, als dass man sich da ein Urteil wegen einer Pilotenbewerbung erlauben könnte. Der Einfluss auf andere Bereiche der Gesellschaft wäre viel zu groß.
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