Community / / Kapitän: A380 flog trotz schwerster...

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Beitrag vom 15.02.2011 - 10:00 Uhr
UserGebrüder Wright
Ingenieur
User (409 Beiträge)
Das hört sich erst einmal richtig gut an. Aber warum kommt das Feedback erst nach über 3 Monaten? Sind vielleicht die Buchungen auf A380 Flügen seit dem Zwischenfall zurück gegangen? Ist das Vertrauen in die Sicherheit der Qantas Flotte geschrumpft das am jetzt diese Stellungnahme benötigt?
Beitrag vom 15.02.2011 - 11:00 Uhr
UserZH Flyers
-
User (269 Beiträge)
mir wäre von rückläufigen Buchungszahlen beim A380 nichts bekannt. Weder Lufthansa noch Singapore Air haben über rückläufige Zahlen berichtet. Den meisten Passagieren ist eh nicht bewusst, mit was sie fliegen. Und ob man sich als Passagier besser fühlt, wenn ein Pilot im Detail einen Beinahe - Horrorunfall beschreibt, weiss ich auch nicht.

Quantas hatte neben dem A380 Vorfall allerdings noch einige andere Vorfälle,auch mit 747 und 737 (?).
Die A380 Besatzung war wohl bis jetzt erstmal "beurlaubt" und hat sich wohl nicht zu "laufenden Untersuchungen" geäussert.
Beitrag vom 15.02.2011 - 11:01 Uhr
User
User ( Beiträge)
Das hat er doch schonmal, nur zwei oder drei Tage nach dem Unglück, gesagt, er muss es nur wiederholen, weil die Medien es ignoriert haben, damit lässt sich ja auch keine Kasse machen, weil nicht reißerisch genug.
Leider....

Gruß aus EDHI
Beitrag vom 15.02.2011 - 11:39 Uhr
UserAirTommy
User (803 Beiträge)
Zwei drei Tage nach dem Unglück hatte man in der Öffentlichkeit aber fairerweise auch noch nicht abgesehen, wie übel es das Flugzeug erwischt hatte. Das kam doch erst Wochen später wirklich raus. Die Crew wird nach dem Vorfall von QF und der ATSB erstmal auch ein Medienverbot erhalten haben, war ja nicht so PR-geeignet wie damals der Hudson.

Kann Airbus jetzt ja ein bisschen Marketing mit machen: "A380 - too big to fail" ;)

Dieser Beitrag wurde am 15.02.2011 11:42 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.02.2011 - 12:00 Uhr
User
User ( Beiträge)
Es geht um faire Objektive Berichterstattung, nicht darum ob die Öffentlichkeit etwas schon begriffen hat oder nicht,
Wenn die Öffentlichkeit nicht absehen kann, wie gravierend ein Vorfall ist, muss man sie nicht noch durch Falschmeldungen oder gezieltem Weglassen von Informationen zusätzlich verunsichern.
Die Crew hat aber trotz angeblichem Medienverbot, immer gesagt, dass das Flugzeug sicher ist und hervorrangend reagiert hat. Wenn man über einen solchen Vorfall berichtet, MUSS man solche Informationen auch weitergeben und nicht nur stimmungsmachende Propaganda ausstrahlen. Diese Art von Journalismus, und mir grault es das überhaupt als Journalismus zu bezeichnen, ist einfach nur peinlich und für ein freies demokatisches Land mit selbstständig denkenden Bürgern absolut unangemessen.
Es wurde keinerlei ernst zu nehmende Recherche betrieben, es wurde zusammenhanglos und wild phantasierend versucht Systembeschreibungen in Zusammenhang mit den wenigen Informationen, die aufgrund der Untersuchung nur spärlich zu bekommen waren, zu bringen. Leider sind unsere tollen Medien zu mehr im Moment nicht fähig. Armes Deutschland

Airbus hat sich zu dem ganzen Vorfall nie geäußert und wird dies auch nicht tun. Solche Maretingkampagnen gehen immer nach hinten los. Und Airbus weiß das.

Gruß aus EDHI

Dieser Beitrag wurde am 15.02.2011 12:06 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 15.02.2011 - 14:20 Uhr
UserAirTommy
User (803 Beiträge)
Ich bin nur wirklich kein Verfechter des Mediengeschäfts oder gar der Zeitung mit großen Buchstaben - aber die Kritik kann ich nicht nachvollziehen.

"Airbus hat sich zu dem ganzen Vorfall nie geäußert und wird es auch nicht tun" - genau hier lag m.A. einer der Kardinalsfehler und eine der Ursachen, weshalb Spekulationen ins Kraut geschossen sind. Btw nicht nur in den Boulevard-Zeitungen und Blogs, sondern auch in Foren wie diesem hier oder pprune, wo nun wirklich leute sind, die was von Luftfahrt verstehen. Auch RR ist nach dem Vorfall völlig auf Tauchstation gegangen. Das war miserable Krisenkommunilkation. Bei AF447 hatten Air France und Airbus das wesentlich besser hinbekommen.
Beitrag vom 15.02.2011 - 14:52 Uhr
Userxwb
User (539 Beiträge)
Einen Beitrag mit einem Link zu einem Videoauschnitt aus dem hier im Artikel erwähnten Fernsehinterview, darin der Flugkapitän diesbezüglich persönlich den Airbus A380 entsprechend lobt, gab und gibt es teils bekannt bereits vor dem hier im anderen Forumthema:  http://www.aero.de/forum/Allgemeines-aus-der-Luftfahrtbranche/antworten/Neues-zur-A380/#formular
Beitrag vom 15.02.2011 - 15:03 Uhr
UserGebrüder Wright
Ingenieur
User (409 Beiträge)
@xwb was möchtest du damit sagen?
Beitrag vom 15.02.2011 - 18:18 Uhr
UserAbigail
User (36 Beiträge)
Es wurde keinerlei ernst zu nehmende Recherche betrieben, es wurde zusammenhanglos und wild phantasierend versucht Systembeschreibungen in Zusammenhang mit den wenigen Informationen, die aufgrund der Untersuchung nur spärlich zu bekommen waren, zu bringen. Leider sind unsere tollen Medien zu mehr im Moment nicht fähig. Armes Deutschland


Den Medien hätten gerne über ein Absturz berichtet, denn es geht um Auflage und nicht um Sachverstand.
Da die Maschine nicht angestürzt ist, sondern die Piloten erzählen, dass das Flugzeug trotz Beschädigungen noch sicher zu laden war, müssen sich die Zeitungsschreiber was aus den Fingern saugen, oder eben Informationen unter den Tisch fallen lassen.

Ich finde es bemerkenswert dass du immer versuchst die Artikel richig zu stellen, besonders wenn das Airbusbashing in SDFbashing übergeht.

Gruß aus N´ham
Beitrag vom 15.02.2011 - 23:08 Uhr
User
User ( Beiträge)
Wäre es denn so schlimm, wen die Medien statt Falschmeldungen mal schreiben würden: Es ist glücklicherweise niemandem was passiert, die Gründe werden untersucht und wir werden jeglichen gesicherten Fortschritt der Ermittlungen abwarten und dann veröffentlichen.

Es ist nunmal eine offizielle Untersuchung, die folgt gewissen Regeln, und eine besagt nunmal, dass diese nicht öffentlich ist und mit einem frei zugänglichen Abschlussbericht endet. Ich kenne die Stimmen, die ein Mitspracherecht in den Untersuchungen fordern, besonders hier im Forum, aber die Gesetze sind weltweit einheitich und sind auch nunmal so zu respektieren. Nur die Medien scheinen es nicht verstehen zu wollen und machen immer weiter Panik. Sowas könnte man auch als Geschäftsschädigung abtun. Das Airbus sich nicht zu einer laufenden Untersuchung äußert ist schon immer so, und auch bei AF 447 haben sie sich nicht geäußert, ausser dem Standardstatement, man werde die Untersuchung unterstützen und bekunde den Angehörigen ein aufrichtiges Beileid.
Boeing macht es genauso und nebenbei erwähnt, wird vor Gericht jedes andere Verhalten als versuchte Einflussnahme über Dritte gewertet und das ist strafbar.

Gruß aus EDHI
Beitrag vom 15.02.2011 - 23:31 Uhr
UserGustl
User (252 Beiträge)
In der Medienlandschaft gilt überall leider: „Bad news are good news“. Das steigert die Auflage. Ein verhindertes Unglück ist nur als Heldentat eine Nachricht wert.

Da Journalisten heute immer weniger selbst recherchieren, wird gerade in Fachthemen - so auch in der Luftfahrttechnik - das Abschreiben zur Regel. Ich habe schon öfter bemängelt, wenn eine angebliche Nachricht m.E. erkennbar eine von der Lobby bestelle PR-Info ist (z.B. Lexington-Institut zu Air-Force-Tanker).

Die weltweite Praxis, erst durch qualifizierte Spezialisten zu ermitteln ist und dann Sachverhalte zu veröffentlichen, ist deshalb eine sinnvolle Einrichtungen bei „Luftfahrt-Ereignissen“.

Ganz wichtig ist, zu wiederholen, daß alle Hersteller weltweit diese Findings sehr, sehr ernst nehmen und schnellstens in Forschung und Produktion einfließen lassen. Ich vermisse, daß dies von der Jounaille vermittelt wird.

Gruß Gustl
Beitrag vom 16.02.2011 - 09:19 Uhr
Userfbwlaie
User (4386 Beiträge)
Leider gilt das auch für "führende" Medien in Deutschland.
Ein schönes Beispiel war auch der "Idioten-Test" mit der "Bestellung" von 200 Flugzeugen aus China.
"Leider" gilt auch hier: "Wer Lesen kann, ist im Vorteil". Das war wohl kein Boeing PR-Gag, sondern ein politische Zeichensetzung auf die eigene - chinesische - Wirtschaftsstärke! Und wenn man das dann noch in den USA zeigen kann, um so besser!

Aber - Asche auf mein Haupt - manchmal sollte ich auch erst mal Lesen - und dann vielleicht Schreiben!

Dieser Beitrag wurde am 16.02.2011 09:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.02.2011 - 10:10 Uhr
UserAirTommy
User (803 Beiträge)
Teile die hier vertretenen Ansichten nicht. Gerade Konzerne wie EADS und RR dürfen sich bei derartigen Zwischenfällen nicht hinter der Compliance verstecken. Damit macht man es sich zu einfach.

Es hätte durchaus Wege und Formulierungen gegeben, die die laufenden Untersuchungen nicht beinflusst oder gar behindert hätten und trotzdem das m.A. durchaus berechtigte Interesse der fliegenden Öffentlichkeit an einem derartigen Vorfall bedient hätten. Warum hat Airbus die offensichtlich schweren Schäden an der Maschine zunächst nicht benannt?

Dass in Zeiten von Twitter, Blogs und wikileaks immer etwas durchsickern wird, sollte auch einem Herrn Enders inzwischen bekannt sein - die Unternehmen steuern den Informationsfluss nicht mehr so, wie sie es vll. noch vor fünf oder zehn Jahren konnten. Die passive Informationspolitik hat Airbus und dem Ansehen des A380 mehr geschadet, als es ein offener Umgang mit den schon am 4.11. offensichtlichen Fakten getan hätte.

Mein Verdacht: Jetzt - btw auch noch lange vor Abschluss der weiter laufenden Untersuchungen - schicken die PR-Strategen die Crew vor die Kameras, um ihre eigenen Fehler auszubügeln und Werbung für die Sicherheit zu machen. Sonst würde doch wohl kaum ein Pilot einen Begriff wie "unzerstörbar" in den Mund nehmen (die Titannic war ja auch "unsinkbar"). Naja, und wieder gehen die Medien dem Ganzen auf dem Leim, da schließt sich dann der Kreis.

Dieser Beitrag wurde am 16.02.2011 10:18 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 16.02.2011 - 10:16 Uhr
UserSpheniscidae
User (368 Beiträge)
Ich bin selber kein Journalist und auch kein großer Fan dieses Metiers. Ich verstehe aber diesen Aufruhr um die "Medien" nicht. Die Medien sind nicht das Übel, das Übel sind höchstenfalls die Konsumenten. Es ist leider unsere eigene Sensationsgier, die dazu führt, dass sich eine Zeitung mit der Titelzeile "Flugzeug sicher gelandet" schlechter verkauft als die Nachricht "Beinahe Absturz".
Ich glaube der Journalismus heute oder vor 20 Jahren war weder besser noch schlechter, aber wir haben heute wenigstens die Möglichkeit durch das Internet viele verschiedene Medien zu lesen und zu vergleichen.

Die Journalisten tun nur das wofür wir sie bezahlen.
Beitrag vom 16.02.2011 - 11:39 Uhr
User
User ( Beiträge)
Teile die hier vertretenen Ansichten nicht. Gerade Konzerne wie EADS und RR dürfen sich bei derartigen Zwischenfällen nicht hinter der Compliance verstecken. Damit macht man es sich zu einfach.

Es hätte durchaus Wege und Formulierungen gegeben, die die laufenden Untersuchungen nicht beinflusst oder gar behindert hätten und trotzdem das m.A. durchaus berechtigte Interesse der fliegenden Öffentlichkeit an einem derartigen Vorfall bedient hätten. Warum hat Airbus die offensichtlich schweren Schäden an der Maschine zunächst nicht benannt?

Dass in Zeiten von Twitter, Blogs und wikileaks immer etwas durchsickern wird, sollte auch einem Herrn Enders inzwischen bekannt sein - die Unternehmen steuern den Informationsfluss nicht mehr so, wie sie es vll. noch vor fünf oder zehn Jahren konnten. Die passive Informationspolitik hat Airbus und dem Ansehen des A380 mehr geschadet, als es ein offener Umgang mit den schon am 4.11. offensichtlichen Fakten getan hätte.

Mein Verdacht: Jetzt - btw auch noch lange vor Abschluss der weiter laufenden Untersuchungen - schicken die PR-Strategen die Crew vor die Kameras, um ihre eigenen Fehler auszubügeln und Werbung für die Sicherheit zu machen. Sonst würde doch wohl kaum ein Pilot einen Begriff wie "unzerstörbar" in den Mund nehmen (die Titannic war ja auch "unsinkbar"). Naja, und wieder gehen die Medien dem Ganzen auf dem Leim, da schließt sich dann der Kreis.

Endschuldige bitte, aber was an "Sie dürfen es nicht" hast du nicht verstanden. Ich möchte Dir nicht zu nahe treten, aber deine Meinung steht leider gegen etwa 15 international gültige Gesetze. Bei einem Vorfall in der Luftfahrt muss der Hersteller beweisen, dass ihn keine Schuld trifft, hier trifft die umgekehrte Beweislast zu. Sollte der Hersteller dies nicht können, trifft ihn automatich die Schuld. Jedes Zuwiderhandeln gegen die Gesetze zur Flugunfalluntersucheung wird mit automatischer Teilschuldzuweisung geahndet. Somit wäre ein Äußern gegenpber den Medien zu der laufenden Untersuchung eine, wie schonmal geschrieben, versuchte Beeinflussung der Untersuchungseinrichtung, was wiederum zur Schuldzuweisung führen würde.
Die Untersuchenden sollen nicht durch Veröffentlichung von Daten voreingenommen sein, AF hat diesbezüglich eine Strafe bekommen, weil sie Daten herausgegeben haben und nicht alleinig der Untersuchungseinrichtung zur Verfügung gestellt haben. Deswegen sind die doch so epicht darauf, das Wrack zu finden, weil sie sonst alles bezahlen müssen.

Gruß aus EDHI

Dieser Beitrag wurde am 16.02.2011 12:05 Uhr bearbeitet.
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