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Beitrag vom 01.06.2020 - 17:16 Uhr
UserEmil Galotti
User (36 Beiträge)
Was lange währt, wird endlich gut, oder so ähnlich.

Die nähere Zukunft wird zeigen was man von diesem Deal zu halten hat.

Laut Einigung muss die Lufthansa je 12 Slots in MUC und FRA an je einen Mitbewerber abgeben, der dafür nach Bedarf eine bis vier Maschinen einsetzen kann.

Daher frage ich hier noch einmal, warum diese Abgabe von Start- und Landerechten so problematisch für den Kranich sein soll, die Lufthansa legt doch anscheinend viele Flieger zumindest für eine mittlere Zeitspanne an die Leine, sodass sowieso nicht alle zugeteilten Flugrechte bedient werden können, einfach weil das entsprechende Gerät fehlt?

Und würde die EU- Bedingung nicht zur Makulatur werden, wenn die freigewordenen Flugrechte von jeweils einem Star Alliance- Partner übernommen und bedient werden?

Man konnte nachlesen, dass das Hochfahren auf ehemalige Umsätze und Passagierzahlen durchaus Jahre dauern kann, dann aber bietet das neu errichtete Terminal 3 zusätzliche Slots.

War die „Entrüstung“ seitens der Lufthansa also nur gespielt, um die Maßnahmen der EU gegen eine all zu große Dominanz der Lufthansa in München und Frankfurt zu minimieren?

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2020 17:34 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.06.2020 - 17:19 Uhr
Userpilot25
User (73 Beiträge)
So habe ich auch überlegt... Aber eigentlich können die Politiker in Brüssel doch gar nicht so dumm sein, nicht auch so zu denken?!
Beitrag vom 01.06.2020 - 18:11 Uhr
Usergordon
User (2208 Beiträge)

War die „Entrüstung“ seitens der Lufthansa also nur gespielt, um die Maßnahmen der EU gegen eine all zu große Dominanz der Lufthansa in München und Frankfurt zu minimieren?

Ich verstehe diese Frage nicht!
Natürlich ist es im Interesse der Lufthansa die Dominanz in FRA und MUC zu halten. Was soll daran "gespielt" gewesen sein?
Und wenn man vergleicht, wie die Auflagen am Mittwoch aussahen und was jetzt rausgekommen ist, hat LH doch einen tollen Job gemacht.
Beitrag vom 01.06.2020 - 18:49 Uhr
UserPilot Response
User (339 Beiträge)
Gibt es eigentlich eine Übersicht, welche Slots welche Airline in einem bestimmten Airport gerade hält?

Oder entspricht das immer dem jeweiligen Flugplan, zu normalen Zeiten?

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2020 19:02 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.06.2020 - 19:11 Uhr
UserAerospaceHH
User (1 Beiträge)
Wie grausam: Verstager fürchtet dass zum Nachteil der Verbraucher der Flug mehr kostet als die Taxifahrt zum Flughafen.
Bei gleich betroffenen Airlines ist für normal Denkende kein plötzlicher Wettbewerbsvorteil erkennbar.
Aber die Leitlinie der EU bevorzugt ganz offenbar auf Teufel komm raus prekäre Beschäftigungsverhältnisse.

Diese Erpressung muss leider zur Vermeidung des Totalschadens erfolgreich sein.

Man darf nur gespannt sein welche Lügen aus Irland vorgebracht werden, um trotz fast 1 Mrd im Raum stehender Unterstützung aus England (was man in Brexitzeiten nicht verstehen muss) hier noch für die Slots bieten zu wollen.

Ich halte es wie mit einem nie stattfindenden Einkauf bei Lidl : Und wenn nur Norwegian und Ryan Air übrig bleiben, dann lieber gar keine Flugreisen.
Beitrag vom 01.06.2020 - 19:12 Uhr
Userhobbes
User (29 Beiträge)
@Emil Galotti
Normalerweise gibt es Bedingungen, wer freigewordene Slots erhält. Diese Bedingungen drehen isch meistens um neue, nicht oder nur von einer Airline bediente Strecken oder um neue Airlines, Es ist meines Wissens nicht bekannt, wie die Verteilung der hier freigewordenen Slots gehandhabt wird, aber das ein Star Alliance Partner einfach so die Slots übernehmen kann ist eher unwahrscheinlich.
Im Zusammenhang mit Corona hat die EU-Kommission bereits entschieden, dass nicht geflogene Slots behalten werden können. Insofern behält Lufthansa Slots, die sie jedoch im Moment nicht bedient. Wie lange diese Regelung gilt ist mir nicht bekannt.

@Pilot Response
Grundsätzlich entspricht es dem Flugplan, da in „normalen“ Zeiten Slots nicht gehalten werden können, wenn sie nicht mindestens 80% über eine Flugplanperiode benutzt werden. Wie bereits erwähnt ist die. Situation momentan anders, allerdings nur temporär.
Beitrag vom 01.06.2020 - 19:14 Uhr
Userhobbes
User (29 Beiträge)
Ergänzung, gerade aus einer anderen Quelle:

Diese Option steht laut Lufthansa für zumindest anderthalb Jahre nur neuen Wettbewerbern an den Flughäfen Frankfurt und München zur Verfügung. «Falls jeweils kein neuer Wettbewerber von der Option Gebrauch macht, wird die Option auch auf vorhandene Wettbewerber an den jeweiligen Flughäfen erweitert.» Die Slots sollen im Rahmen eines Bieterverfahrens zugeteilt werden und nur von einem europäischen Wettbewerber übernommen werden, der selbst keine wesentliche Staatshilfe aufgrund der Corona-Pandemie erhalten hat.
Beitrag vom 01.06.2020 - 19:31 Uhr
UserEmil Galotti
User (36 Beiträge)
@ gordon

Ich würde Ihnen Recht geben, wenn es sich um einen Vertragsabschluss zwischen zwei gleichberechtigten Wirtschaftspartnern handeln würde, hier geht es aber um eine nicht zu verachtende Summen von Steuergeldern, die jetzt scheinbar fast auflagenlos der Lufthansa auf dem Silbertablett serviert werden.

Ich werfe halt einen Blick auf beide Seiten der Medaille, ich bin Fluggast, ich bin aber auch Steuerzahler!
Beitrag vom 01.06.2020 - 19:34 Uhr
UserEmil Galotti
User (36 Beiträge)

@ hobbes

Danke für die Infos.

Dann scheint meine Vorahnung bestätigt zu werden, die paar Slotabgaben sind dann tatsächlich fast nur Makulatur, denn welche neuen Wettbewerber sollen denn jetzt im Taumel der Corona- Krise einen Neustart wagen, und welche europäische Airline, die keine staatlichen Subventionen erhalten hat wird übrig bleiben, um Slots zu beantragen?
Beitrag vom 01.06.2020 - 20:06 Uhr
Userflydc9
User (471 Beiträge)
Spohr ist ein Machtmensch. Er gibt nichts freiwillig ab. Auch nicht einen einzigen Slot weder in FRA noch in MUC - welche viel Geld wert sind. All das hilft um die Konkurrenz von der LH fernzuhalten. Mit der Aufgabe an Slots wird dieser Grundsatz aufgeweicht,

Glücklich wird damit niemand bei der Hansa sein. Auch nicht der AR
Beitrag vom 01.06.2020 - 20:28 Uhr
Usergordon
User (2208 Beiträge)
@ gordon

Ich würde Ihnen Recht geben, wenn es sich um einen Vertragsabschluss zwischen zwei gleichberechtigten Wirtschaftspartnern handeln würde, hier geht es aber um eine nicht zu verachtende Summen von Steuergeldern, die jetzt scheinbar fast auflagenlos der Lufthansa auf dem Silbertablett serviert werden.

Ich werfe halt einen Blick auf beide Seiten der Medaille, ich bin Fluggast, ich bin aber auch Steuerzahler!

Ist doch super! Als Steuerzahler profitieren Sie von der gestiegenenen Wahrschaeinlichkeit, dass LH die Schulden zurückzahlen kann und als Kunde haben Sie immer noch die Möglichkeit, unter vielen Anbietern zu wählen - wie auch schon vorher.
Beitrag vom 01.06.2020 - 20:34 Uhr
Usergordon
User (2208 Beiträge)
Spohr ist ein Machtmensch. Er gibt nichts freiwillig ab. Auch nicht einen einzigen Slot weder in FRA noch in MUC - welche viel Geld wert sind.

Die sind alle viel Wert, daher auch sein Einsatz.

All das hilft um die Konkurrenz von der LH fernzuhalten. Mit der Aufgabe an Slots wird dieser Grundsatz aufgeweicht,

Welcher Grundsatz?


Glücklich wird damit niemand bei der Hansa sein. Auch nicht der AR

Lassen Sie es gut sein. Den Stein, den allen vom Herzen gefallen ist, haben - bis auf Sie - alle gehört.
Beitrag vom 01.06.2020 - 20:42 Uhr
Usercontrail55
User (1812 Beiträge)
@Emil Galotti
Normalerweise gibt es Bedingungen, wer freigewordene Slots erhält. Diese Bedingungen drehen isch meistens um neue, nicht oder nur von einer Airline bediente Strecken oder um neue Airlines, Es ist meines Wissens nicht bekannt, wie die Verteilung der hier freigewordenen Slots gehandhabt wird, aber das ein Star Alliance Partner einfach so die Slots übernehmen kann ist eher unwahrscheinlich.
Grundsätzlich gilt, freigewordenen Slots gehen zurück in die Auktion, auf diese Slots kann sich grundsätzlich jeder bewerben. Es gint allerdings einige Sonderregelungen für die, die schon da sind. Müsste ich nachschauen, soll aber erst al so reichen.
Slots können in D nicht verkauft werden, allerdings kann man diese tauschen mit anderen Airlines. Ein Konzern mit mehreren Töchtern die Slots halten gilt als eine Firma. Innerhalb dieser können die Slots frei geschoben werden.
Im Zusammenhang mit Corona hat die EU-Kommission bereits entschieden, dass nicht geflogene Slots behalten werden können. Insofern behält Lufthansa Slots, die sie jedoch im Moment nicht bedient. Wie lange diese Regelung gilt ist mir nicht bekannt.
Diese Regelung gilt aktuell bis zum Ende des Sommeflugplans, 24. Oktober 2020, und rückwirkend von 23. Januar 2020.
@Pilot Response
Grundsätzlich entspricht es dem Flugplan, da in „normalen“ Zeiten Slots nicht gehalten werden können, wenn sie nicht mindestens 80% über eine Flugplanperiode benutzt werden. Wie bereits erwähnt ist die. Situation momentan anders, allerdings nur temporär.
Hier muss man jedoch aufpassen mit dem aktuellen Flugplan. Es gibt grundsätzlich einige freie Slots, die jedoch zu ungünstigen Zeiten. Den Flugplan auszuzählen wäre mühsam und nicht ganz der Realität entsprechend. Dazu kommt, es gibt Zeitfenster, da ist die Anzahl der Starts/Landungen reduziert, das macht es nochmal kompliziert.

Für LH bedeutet das Ganze eine Einschränkung. Auch wenn man ohnehin Flugzeuge reduziert, könnte man die Slots in den Moneymaker Zeitfenstern natürlich voll ausnutzen. Pro Flugzeug bekommt die neue Airline 3 Paare, das heißt sie würde schon morgens früh anfangen, damit sie die Flugzeuge möglichst effizient nutzen kann. Genau da sind aber die wichtigen Slots, Businessverkehr und Anschlüsse nach Langstrecken. Um 11 Uhr wäre es wohl nicht so schlimm.

Dieser Beitrag wurde am 01.06.2020 20:43 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 01.06.2020 - 20:55 Uhr
Usergordon
User (2208 Beiträge)
Für LH bedeutet das Ganze eine Einschränkung. Auch wenn man ohnehin Flugzeuge reduziert, könnte man die Slots in den Moneymaker Zeitfenstern natürlich voll ausnutzen. Pro Flugzeug bekommt die neue Airline 3 Paare, das heißt sie würde schon morgens früh anfangen, damit sie die Flugzeuge möglichst effizient nutzen kann. Genau da sind aber die wichtigen Slots, Businessverkehr und Anschlüsse nach Langstrecken. Um 11 Uhr wäre es wohl nicht so schlimm.

Entscheident für LH ist, wie Start- und Landeslots zueinander passen.
Erlauben diese Zeiten z.B. ein hochfrequentes und hochproduktives Fliegen auf innerdeutschen Strecken kann das LH richtig viel Geld kosten. Ein Startfenster um 7 und ein Landefenster um 13 Uhr sind da weniger spannend.
Beitrag vom 01.06.2020 - 21:58 Uhr
UserSaintEx
User (236 Beiträge)
"Wir empfehlen unseren Aktionären, diesen Weg mitzugehen, auch wenn er ihnen substanzielle Beiträge zur Stabilisierung ihres Unternehmens abverlangt", sagte Kley.

Was für eine Schmierenkömödie, die hier aufgeführt wird. Welchen "substantiellen" Beitrag leisten die Eigentümer denn im Vergleich zur Alternative, welche den Totalverlust ihres Kapitaleinsatzes bedeutet hätte?
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