Community / / Lufthansa Cargo verlangt von Mitarbe...

Beitrag 1 - 15 von 15
Beitrag vom 24.06.2016 - 21:13 Uhr
UserCool_bleiben
User (15 Beiträge)
Ich finde den Ansatz sehr gut!
Da der Vorstand mit gutem Beispiel in Sachen "Gehaltsverzicht" voran geht, kann die Belegschaft dem auch gerne mal folgen!
Beitrag vom 24.06.2016 - 23:57 Uhr
UserAILERON
User (1402 Beiträge)
Wo ist das Problem?

Man kann sich an einem Tisch setzen und einen vernünftigen "Zukunftstarifvertrag" aushandeln. Beschäftigungsgarantie für den Verzicht auf eine zeitlich abgegrenzte Gehaltserhöhung.
Beitrag vom 25.06.2016 - 08:18 Uhr
UserCool_bleiben
User (15 Beiträge)
Das Problem?

Wasser predigen und Wein trinken.
Wie kann es sein, dass der Vorstand 10-15% mehr Gehalt bekommt und die Belegschaft im selben Jahr zu Gehaltsverzicht angehalten wird?
Beitrag vom 25.06.2016 - 10:10 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Das Problem?

Wasser predigen und Wein trinken.
Wie kann es sein, dass der Vorstand 10-15% mehr Gehalt bekommt und die Belegschaft im selben Jahr zu Gehaltsverzicht angehalten wird?

Mir wäre nicht bekannt, dass der Vorstand der Lufthansa Cargo AG sich eine 10-15%ige Gehaltserhöhung genehmigt hat.

Bitte nicht den Konzern mit einem Unternehmen des Konzern durcheinanderbringen. Wenn ein Unternehmen des Konzerns in Schieflage gerät, dann sollte auch da entgegengesteuert werden und nicht in anderen Konzernteilen.

Das heißt aber nicht, dass ich den Zeitpunkt der Gehaltserhöhung für den Konzernvorstand gut heiße.

Dieser Beitrag wurde am 25.06.2016 10:17 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 25.06.2016 - 11:59 Uhr
UserCool_bleiben
User (15 Beiträge)
Ja, das ist natürlich richtig.

Unterm Strich bleibt die Cargo jedoch 100%-ige Tochter des Konzerns.
Beitrag vom 25.06.2016 - 12:21 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Ja, das ist natürlich richtig.

Unterm Strich bleibt die Cargo jedoch 100%-ige Tochter des Konzerns.

Was soll das bedeuten? Dass der Konzernvorstand Gehaltsverzicht üben sollte, wenn eines der über 200 Tochterunternehmen (z.B. LSG Sky Chefs Supply Chain Solutions, Inc. Wilmington, USA ) Verluste schreibt, alle anderen aber Gewinne erwirtschaften?

Ist das Ihr Ernst?
Beitrag vom 25.06.2016 - 13:49 Uhr
UserEricM
User (4424 Beiträge)
Ja, das ist natürlich richtig.

Unterm Strich bleibt die Cargo jedoch 100%-ige Tochter des Konzerns.

Was soll das bedeuten? Dass der Konzernvorstand Gehaltsverzicht üben sollte, wenn eines der über 200 Tochterunternehmen (z.B. LSG Sky Chefs Supply Chain Solutions, Inc. Wilmington, USA ) Verluste schreibt, alle anderen aber Gewinne erwirtschaften?

Ist das Ihr Ernst?


Wenn die Lage _eines_ von 200 Tochterunternehmen problematisch wäre und _alle_ anderen tatsächlich toll funktionieren _würden_, würde diese Forderung glaube ich niemand erheben.

Da aber mittlerweile die meisten der größeren Unternehmen der Gruppe in massiven Schwierigkeiten stecken, die teilweise noch guten finanziellen Ergebnisse nur auf billigen Sprit zurückzuführen sind, daher massiver Stellenabbau in mehreren Betriebsteilen mit Forderungen nach Lohnverzicht kombiniert werden, ja, da darf man nicht nur, da muss man die völlige Instinktlosigkeit dieser Erhöhung der Vorstandgehälter sogar thematisieren.
Beitrag vom 25.06.2016 - 14:54 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Ja, das ist natürlich richtig.

Unterm Strich bleibt die Cargo jedoch 100%-ige Tochter des Konzerns.

Was soll das bedeuten? Dass der Konzernvorstand Gehaltsverzicht üben sollte, wenn eines der über 200 Tochterunternehmen (z.B. LSG Sky Chefs Supply Chain Solutions, Inc. Wilmington, USA ) Verluste schreibt, alle anderen aber Gewinne erwirtschaften?

Ist das Ihr Ernst?


Wenn die Lage _eines_ von 200 Tochterunternehmen problematisch wäre und _alle_ anderen tatsächlich toll funktionieren _würden_, würde diese Forderung glaube ich niemand erheben.

Da aber mittlerweile die meisten der größeren Unternehmen der Gruppe in massiven Schwierigkeiten stecken, die teilweise noch guten finanziellen Ergebnisse nur auf billigen Sprit zurückzuführen sind, daher massiver Stellenabbau in mehreren Betriebsteilen mit Forderungen nach Lohnverzicht kombiniert werden, ja, da darf man nicht nur, da muss man die völlige Instinktlosigkeit dieser Erhöhung der Vorstandgehälter sogar thematisieren.

Über die Instinktlosigkeit der Erhöhung der Gehälter des Konzernvorstandes gibt es hier im Forum doch gar keinen Dissens.

Ich bin lediglich der Meinung, dass jede Gesellschaft des LH Konzerns für sein Ergebnis in erster Linie selbst verantwortlich ist. Ein Fingerzeig auf andere hilft hier auch nicht weiter.
Beitrag vom 25.06.2016 - 15:59 Uhr
UserEricM
User (4424 Beiträge)
Ich bin lediglich der Meinung, dass jede Gesellschaft des LH Konzerns für sein Ergebnis in erster Linie selbst verantwortlich ist.

Für die Erfolge ist der Vorstand zuständig, für die Misserfolge die Tochtergesellschaften und die Umstände?
Ein Trennung der Verantworlichkeit wäre tatsächlich nur dann sinnvoll, wenn wirklich jede Gesellschaft weitgehend unabhängig von der Konzernführung Entscheidungen treffen könnte.
Solange der Vorstand aber verbindlich Entscheidungen für die Tochtergesellschaften trifft, muss er auch die Misserfolge von Tochtergesellschaften mit verantworten und darf sich nicht nur daran messen lassen wollen, was in anderen Gesellschaften vielleicht aktuell gerade gut läuft.
Beitrag vom 25.06.2016 - 16:03 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Ich bin lediglich der Meinung, dass jede Gesellschaft des LH Konzerns für sein Ergebnis in erster Linie selbst verantwortlich ist.

Für die Erfolge ist der Vorstand zuständig, für die Misserfolge die Tochtergesellschaften und die Umstände?
Ein Trennung der Verantworlichkeit wäre tatsächlich nur dann sinnvoll, wenn wirklich jede Gesellschaft weitgehend unabhängig von der Konzernführung Entscheidungen treffen könnte.
Solange der Vorstand aber verbindlich Entscheidungen für die Tochtergesellschaften trifft, muss er auch die Misserfolge von Tochtergesellschaften mit verantworten und darf sich nicht nur daran messen lassen wollen, was in anderen Gesellschaften vielleicht aktuell gerade gut läuft.

Welche Entscheidungen hat denn der Konzernvorstand für die LCAG getroffen?
Beitrag vom 25.06.2016 - 18:19 Uhr
UserCool_bleiben
User (15 Beiträge)
 http://lufthansa-cargo.com/de_DE/-/lhc-plan-text-and-image-press-releases-single-page-1-3


"Lufthansa wird die geplante Investition der Lufthansa Cargo in das neue Frachtzentrum ("LCCneo") am Frankfurter Flughafen um mindestens zwei Jahre verschieben."

Das ist doch mal ein aktuelles Beispiel, oder?
Beitrag vom 25.06.2016 - 20:22 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
"Lufthansa wird die geplante Investition der Lufthansa Cargo in das neue Frachtzentrum ("LCCneo") am Frankfurter Flughafen um mindestens zwei Jahre verschieben."

Das ist doch mal ein aktuelles Beispiel, oder?

Aktuell schon - aber nicht richtig.

Natürlich kann die LCAG Investitionen, die sie selbst finanzieren kann, tätigen.
Wenn aber der Konzern die Finanzierung von Investitionen übernehmen muss, weil die Kosten zu hoch sind, dann hat der Konzernchef natürlich auch mitzusprechen, wofür Geld ausgegeben wird. Und wenn die Investition ins LCCneo nicht soviel Rendite abwirft wie andere Investitionen, müssen natürlich diese den Zuschlag bekommen. So ist das, wenn die Mittel begrenzt sind.

Aber Investitionen, die die LCAG aus ihrem Gewinn heraus finanzieren kann, sind kein Problem.
Beitrag vom 25.06.2016 - 22:11 Uhr
UserCool_bleiben
User (15 Beiträge)
Die Frage lautete:

"Welche Entscheidungen hat denn der Konzernvorstand für die LCAG getroffen?"

Darauf habe ich eine Antwort gegeben. Warum, wieso, weshalb der Konzernvorstand sich eingemischt hat und ob das gut oder schlecht war, steht auf einem ganz anderen Blatt.
Beitrag vom 25.06.2016 - 22:44 Uhr
Usergordon
User (3473 Beiträge)
Die Frage lautete:

"Welche Entscheidungen hat denn der Konzernvorstand für die LCAG getroffen?"

Darauf habe ich eine Antwort gegeben. Warum, wieso, weshalb der Konzernvorstand sich eingemischt hat und ob das gut oder schlecht war, steht auf einem ganz anderen Blatt.


Stimmt, da haben Sie recht.
Mein Post bezog sich mehr auf die Ausführungen von EricM bzgl. der 'weitgehend unabhängigen Gesellschaften'.
Beitrag vom 27.06.2016 - 09:20 Uhr
Usergpower
User (1650 Beiträge)
Das würde ich nicht überbewerten, es sind Tarifverhandlungen. Da wird viel lanciert und berichtet.

Der Spiegel zitiert hier einseitig ein Rundschreiben der Verdi. Die stehen weiterhin mächtig unter Druck nachdem sie letztes Jahr sich für ihren Superabschluß haben feiern lassen und jetzt ob der hohen Kosten überall die Jobs wegfallen, LSG, LHT und jetzt Cargo.

Über den Spiegel muss man sich aber sorgen machen. "Flugzeug geht in Flammen auf" ist etwas reisserisch. Wenn man sich den SQ Flieger in SIN heute morgen anschaut sieht der noch ganz manierlich aus. In Flammen aufgegangen löst bei mir ein anderes Bild aus.